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erste Version vor: 26.02.01
letzte Überarbeitung: 3/07

V254.

Entwickelt sich bei uns eine multikulturelle Gesellschaft?

Oft ist heute von der "Multikulturellen Gesellschaft" die Rede. Wortwörtlich übersetzt würde das eine Gesellschaft sein, wo viele Kulturen nebeneinander und ineinandergreifen existieren. Und tatsächlich ist das für mich eine schöne Vorstellung.

Doch wenn man sich anschaut, was hier tatsächlich abläuft, so geht die Entwicklung bei uns nicht in Richtung auf eine Multikulturelle Gesellschaft. Tatsächlich sind seit dem Beginn der Kolonialzeit sowohl ine Europa als auch in allen anderen durch die euroßäische Kultur beherrschten Gebieten immer mehr kulturelle Eigenheiten verschwunden. Und die Entwicklung setzt sich auch heute noch fort.

Was wir haben ist keine zunehmende Vielfalt sondern zunehmender kultureller Einheitsbrei.

Die mittelalterliche Gesellschaft mit ihren von Stadt zu Stadt erheblich abweichenden Brächen und Gesetzen, mit ihrer lanschaftlich deutlich unterschiedlichen Bauweise und Lebensart war einer multikulturellen Gesellschaft wesentlich ähnlicher als das was wir heute haben. (Europaweit ähnliche Bauwerke wie die großen Kathedralen und Burgen und Schlösser wurden von einem relativ kleinen Kreis an Künstlern und zu einem erheblichen Teil für europaweit nahe miteinander verwandte Adelige erschaffen, die man selbst als eine Art Subkultur betrachten kann, die in ihren Umgangsformen und in der Lebensweise erheblich vom Rest der Bevölkerung abweichen.) Auch zu Beginn der Neuzeit, mit den schönen, von Landschaft zu Landschaft unterschiedlichen Trachten, gab es ganz offensichtlich eine erheblich größere kulturelle Vielfalt in Europa als heute.

Nur kann es ja nicht der Sinn der Sache sein, ins Mittelalter zurückzukehren, wo viele Menschen nicht die Wahl hatten, in dem kulturellen Umfeld zu leben, das sie sich wünschten. "Meine" multikulturelle Gesellschaft wäre noch erheblich vielfältiger als das Mittelalter - aber sie wäre doch so aufgebaut, daß jeder sich seine Art zu Leben selbst wählen kann.

Daraus ergeben sich zwei Fragen: " Warum nimmt die Zahl der Kulturen und Subkulturen ab?" und "Wenn man tatsächlich eine multikulturelle Gesellschaft wollte - was müßte sich ändern?"

Kersti

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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.