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erste Version: 3/2012
letzte Bearbeitung: 4/2012

V261.

Liebe und ihre Bedeutung

Irdisches zur Liebe

Eigenliebe

Liebe beginnt immer bei einem selbst. Es beginnt damit, daß man sich selbst Liebe und Fürsorge entgegenbringt und sich darum bemüht, die eigenen Bedürfnisse angemessen zu erfüllen. Es beginnt damit daß man liebevoll und freundlich über sich selbst denkt und darauf achtet, daß man sich selbst keinen Schaden zufügt.

Liebe zu abgespaltenen Anteilen

Jeder hat Persönlichkeitsanteile, die er nicht mag. Meist gehen sie auf irgendwelche Versuche sich zu schützen oder die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen zurück, die irgendwie nicht funktioniert waren.
VB104. Kersti: "Es ist, als wäre da ein Teufelchen" - Bessessenheit oder eigener Persönlichkeitsanteil?
Wenn man diesen Anteilen mit Liebe begegnet, sie therapiert und besser in die eigene Persönlichkeit integriert, wird dadurch das eigene Verhalten flexibler und besser an die Situation angepaßt.
VB67. Kersti: Wozu wir unsere verdrängten Anteile brauchen
VB123. Kersti: Warum ich keinen Teil von mir "Niederes Selbst" nenne

Liebe in Beziehungen

Liebe und Angst

Bei Kindern erscheint immer wieder verblüffend, daß sich diejenigen Kinder, die die schlechtesten Eltern haben, am meisten an ihre Eltern klammern. Das geht auf einen menschlichen Überlebensinstinkt zurück, der Kindern sagt: "Wenn meine Eltern nicht darauf achten, mich nicht zu verlieren, muß ich darauf achten, meine Eltern nicht zu verlieren, denn sonst werde ich nicht überleben". - etwas, das den größten Teil der Menschheitsgeschichte über schlicht eine Tatsache war.
VB73.1 Kersti: Todesangst macht Kinder anhänglich
Wenn man eine solche angsterfüllte Kindheit erlebt hat, verwechselt man Liebe leicht mit der Angst, die Bezugsperson zu verlieren.
VB73.2 Kersti: Das Kribbeln im Bauch, wenn man verliebt ist, ist Angst
Diese Angst wiederum ist ein häufiger Grund, warum man Vergebung mit Verdrängung verwechselt.
VB72. Kersti: Was Vergebung nicht ist
VB186. Kersti: Gibt es zersörerische Liebe?

Streit in der Liebe

Es gibt Menschen die glauben, die besten zwischenmenschlichen Beziehungen würde man daran erkennen, daß man sich nie streitet. Hierzu gibt es einen bekannten Witz:
Ein altes Ehepaar hat sich nie gestritten. Am Tag ihrer Goldenen Hochzeit, als sie sich wie jeden Morgen ihr Brötchen Teilen sagt, die Ehefrau:
"Ach weißt du, zur Feier des Tages möchte ich endlich auch einmal die obere Hälfte haben, eigentlich mag ich die nämlich lieber."
"Was du magst die Lieber? Und ich habe Dir immer die untere Hälfte gegeben, weil ich die lieber mag!"
In Beziehungen, wo man sich nie streitet, mag es durchaus sein, daß keiner der Partner zu seinem Recht kommt, weil beide ihre Bedürfnisse nicht klar genug äußern.

Wenn es in einer zwischenmenschlichen Beziehung von Zeit zu Zeit Streit gibt, dann liegt es einfach daran, daß ein enges Zusammenleben zwangsläufig zu Interessenkonflikten führt, bei denen irgendwie geklärt werden muß, wie man den Bedürfnissen der Konfliktparteien am Besten gerecht werden kann. Je enger man mit einem Menschen zusammenlebt, desto mehr Gründe für Streits tauchen im Alltagsleben auf. Deshalb sind es normalerweise die Menschen, die wir am meisten lieben, mit denen wir uns am häufigsten streiten.
V285. Kersti: Keine Liebe ohne "Nein"
Um einander dadurch nicht gegenseitig zu verletzen und herauszufinden, was die einzelnen aus welchen Gründen brauchen oder wollen, ist eine vernünftige Streitkultur nötig.
V168. Kersti: Meckerrunde
V107. Kersti: Der Unterschied zwischen konstruktiver und freundlicher Kritik
V108. Kersti: Kritik: Was betreffen mich die Fehler anderer Leute?
Menschen sind unterschiedlich und es ist nicht immer möglich ein Bedürfnis, das ein anderer Mensch äußert, nachzuempfinden. Deshalb sollte man die Bedürfnisse, die ein Mensch äußert, immer ernst nehmen, auch wenn man sie nicht versteht.
VA100. Kersti: Wenn hochsensible Empathen sich verhalten, wie Elefanten im Porzellanladen
O6: Kersti: Hochbegabung als Verständigungshindernis, OI6.
Letztlich lernt man Toleranz gegenüber den Schwächen seiner Mitmenschen, indem man sinnvolles kritisieren lernt.
V15. Kersti: Was ist Toleranz?
O2: Kersti: Toleranz als Fähigkeit, OI2.
V159. Kersti: Warum ich nicht hasse

Bedingungslose Liebe als Therapie

Bedingungslose Liebe, bedeutet, daß man sich bewußt bleibt, daß man einen Menschen liebt, wenn man gerade wütend, müde oder genervt ist. Es bedeutet nicht, daß man nie schimpft und nie wütend ist. Und es bedeutet auch nicht, daß man einem Kind alles durchgehen läßt.

Während in der Kindererziehung der ein oder andere Fehler normal ist und die Kinder vielen der kleineren Fehler umgehen können, ohne Schaden zu nehmen, wird eine Therapie nur dann dabei helfen können, wirklich schwerwiegende psychische Probleme aufzuarbeiten, wenn der Therapeut bedingungslos zu seinem Patienten steht. - anders ausgedrückt - der Therapeut hat allein die Aufgabe den Patienten zu therapieren, für be- oder verurteilen und petzen von bösen Absichten ist jemand anders zuständig. Denn wer sich damit beschäftigt, seinen Patienen zu be- oder verurteilen oder wer informationen darüber weitergibt, für wie gefährlich er seinen Patienten hält, der wird die wichtigsten weil gefährlichsten Probleme nicht erzählt bekommen - so daß sie nicht psychotherapeutisch aufgearbeitet werden können. Die Ärztliche Schweigepflicht dient in diesem Fall unter anderem dazu, daß die Patienten es sich wagen, die gesellschaftlich schwerwiegendsten Probleme zu erwähnen und aufzuarbeiten.
V141. Kersti: Eine andere Gewaltenteilung: Krieger und Heiler

V4. Kersti: Merkwürdige Erfahrungen: Option - ein Wendepunkt

Liebe als Selbstverteidigung

VB95. Kersti: Die therapeutische Haltung und ihre Macht
VB95.4 Kersti: Die Therapeutische Haltung als Selbstverteidigung
VB95.5 Kersti: Die Therapeutische Haltung mit dem Schwert in der Hand

Liebe in spirituellen Erfahrungen

V286. Kersti: Licht zieht Dunkel an
V290. Kersti: Verniedliche ich Dämonen?
VA236. Kersti: Bibelstellen: Das Gebot der Liebe und das innere Licht
VA170. Kersti: Was die Entscheidung für die Liebe uns schenkt
VA172. Kersti: Jesu Botschaft der Vergebung
VA199. Kersti: Können Engel böse sein?
VA202. Kersti: Der Humor ehemaliger Dunkler
VA235.2.3 Kersti: Liebe oder Angst als Herz des Glaubens
VA284. Kersti: Dämonen können besser verzeihen als Engel
VB74. Kersti: Jesus war kein Übermensch - oder - Das größte Hindernis für die Umsetzung von Jesu Lehre
VB112. Kersti: Warum der Teufel zum größten Heiler wurde
VB113. Kersti: Des Teufels Liebeserklärung an Satan
VB180. Kersti: Wissen und Liebe

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im Voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.
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