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erste Version vor: 16.05.01
letzte Überarbeitung: 4/07

V277.

Das Prinzip der Narrenfreiheit

Wohl jeder, der ziemlich weit vom Üblichen abweichende Ansichten hat, wie auch ich sie habe, stößt irgendwann auf das Problem, daß manche Menschen sehr aggressiv reagieren, wenn man ihnen dergleichen erzählt.

Es ist egal, ob es um gesunde Ernährung, Erinnerungen an frühere Leben - (besonders eigene...), Telepathie, Freigeldlehre, Umweltschutz geht. Jede Außenseitermeinung ruft von Zeit zu Zeit heftige Reaktionen hervor.

Ein Trick um das zu vermeiden, wird hier auf der Internetseite angewendet. Ich verweise von jedem Artikel auf inhaltlich verwandte Artikel. Wer eine schwache Abneigung gegen ein Thema hat, findet es nur langweilig, wer eine starke Abneigung hat, wird aggressiv. Da ihr Leser meist nur die direkten Links berücksichtigt, kommt ihr für euch heiklen Themen auch nur Schritt für Schritt näher. Und ihr werdet nie dort ankommen, wenn ihr nicht gerade gezielt nach meinen in euren Augen schlechten Eigenarten sucht, weil eure eigene Langeweile euch davon abhält - Der Aufbau stellt also fast sicher, daß die Leute sich nicht die Artikel durchlesen, die ihnen zuwider sein würden.

Vielleicht ist es ein Gedanke, wenn ihr irgendwann mal nichts Neues mehr findet, im Inhalt nach interner Nummerierung nachschaut, woran ich euch so alles kunstvoll vorbeigelotst habe, weil ihr mich sonst als Ketzerin gesteinigt hättet. ;-)

Ein anderer Trick ist das Prinzip der Narrenfreiheit. Es geht nicht darum, sich zum Narren zu machen im Sinne von "ich bin blöd also braucht ihr mich nicht ernst zu nehmen" - sondern es geht um die gesellschaftliche Rolle, die der Narr zu manchen Zeiten an Höfen von Adeligen gehabt haben soll. Da er der Spaßmacher war, durfte er dem Herrn so manche Wahrheit ins Gesicht sagen, was sich sonst niemand hätte erlauben dürfen.

In diesem Sinne kann man sich selbst zum Narren machen - als ein "Seht her, ich bin ein Mensch, der zu meinem und euren Vergnügen gerne Scherze macht und auch mal über mich selber lache." und "Leute, es darf gelacht werden!". Ich habe schon mal in der Bank einen Goldesel bestellt - absolut ernsthaft, in demselben Tonfall, in dem ich vorher um die Kontoauszüge bat. Danach bin ich dann noch zwei drei mal hingegangen und habe mich erkundigt, ob denn mein Goldesel endlich da wäre. Und wenn sie gelacht haben, habe ich mitgelacht.

Ich führe manchmal absolut ernsthafte Gespräche, über sehr tiefgreifende Themen - aber sehr häufig sage ich auch Dinge, wo ich bewußt nicht verrate, ob das nun Scherz oder ernst ist - und ganz oft ist es sogar beides. Doch manchmal ist es auch eine absolut ernst gemeinte Wahrheit, die nur zu gut zu diversen Vorurteilen darüber paßt, was es hieße, verrückt zu sein und bei diesen Dingen nehme ich die Narrenfreiheit in Anspruch - wem es zu weit geht, der lacht darüber und nimmt es als Scherz, die anderen aber fragen dann unter vier Augen nach, ob es mein Ernst ist und so finde ich dann Gesprächspartner auch für die merkwürdigsten Themen...

Kersti

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V92. Kersti: ...als hätte ihnen jemand das Denken verboten!
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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.