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erste Version zwischen: 16.5.01 und 29.08.01
letzte vollständige Überarbeitung: 8-10/2017
letzte Bearbeitung: 10/2017

V297.

Das ist ja wie im Dritten Reich!

Inhalt

Übergeordneter Artikel:
Dieser Text:

V297.1 Kersti: Meine Beschäftigung mit dem dritten Reich in Kindheit und Jugend: Ich will mich darüber informieren und herausfinden, was man tun muß, damit so etwas nie wieder geschehen kann
V297.2 Kersti: Wie emotionale Verwicklungen oft die Meinungsbildung behindern
V297.2.1 Kersti: Bildung, Minderwertigkeitskomplexe und aktive Behinderungen der Meinungsfreiheit
V297.2.2 Kersti: Verdrängung und die Behinderungen der Meinungsbildung
V297.2.3 Kersti: c
V297.3 Kersti: Aufarbeiten zum dritten Reich
V297.4 Kersti: Magisches Arbeiten um Probleme aus dem dritten Reich aufzulösen
V297. Kersti: Quellen

 
Inhalt

1. Meine Beschäftigung mit dem dritten Reich in Kindheit und Jugend: Ich will mich darüber informieren und herausfinden, was man tun muß, damit so etwas nie wieder geschehen kann

Als ich das erste mal in der Schule vom Dritten Reich hörte, dachte ich mir: "Das ist ein wichtiges Thema. Ich will mich darüber informieren und herausfinden, was man tun muß, damit so etwas nie wieder geschehen kann."

Das dritte Reich gehört zu den Themen, über die ich mich in meiner Jugend am intensivsten informiert habe1.; 2. - und immer noch beschäftige ich mich mit diesem Thema, suche nach noch besseren, noch orginaleren Quellen dazu.
VB109.6.1 Kersti: Was der Aufklärung über das Dritte Reich fehlte, als ich eine Jugendliche war

Es dürfte euch wohl auch aufgefallen sein, daß ich bis Mitte 2001 nahezu nichts darüber geschrieben habe. Das liegt daran, daß das dritte Reich eines der Themen ist, wozu es in der Bundesrepublik eine offizielle Zensur gibt. - Und wollte ich etwas Sinnvolles zu dem Thema schreiben, müßte ich jede noch so abwegige Theorie wiedergeben, die ich kenne, auf Einzelheiten dazu verweisen, erklären warum sie ihren Anhängern plausibel erscheint und was daran widerlegbar ist. Und das würde zwangsläufig beinhalten, daß ich deren Argumentation richtig wiedergebe - mit eigenen Worten... und was sich daraus alles machen läßt, wenn man jemanden in die Pfanne hauen will, da kenne ich zu viele Beispiele. So wurde Helsing beispielsweise falsch zitiert, um ihn fälschlicherweise als Rechten darzustellen.
VB109. Kersti: Helsing hat keine rechte Einstellung, ist aber auf die Propaganda des Dritten Reiches zu angeblichen Verschwörungen der Juden gegen Deutsche hereingefallen

Ich habe in meiner Jugend alle Menschen, die erkennbar älter als meine Eltern waren, befragt, wie es im dritten Reich gewesen war. Ich bekam unterschiedliche Antworten, denn kaum einer hat sich die Verfolgungen damals bewußt gemacht. Nachdem ich das getan habe, habe ich mir geschworen, daß ich mich NIEMALS damit entschuldigen werde, daß ich etwas nicht gewußt hätte. Den Satz: "Aber wir haben doch nichts gewußt!" kann ich einfach nicht mehr hören! Ich glaube ihnen, daß sie es tatsächlich nicht gewußt haben - aber nicht, weil sie es nicht hätten wissen können. Sollte etwas derartiges in einem Land geschehen, in dem ich lebe, dann sorge ich dafür, daß ich bescheidweiß. Mit ausreichend Hartnäckigkeit findet man immer ausreichend Hinweise auf die Wahrheit. Der Satz "Aber wer es wissen wollte, konnte es auch herausfinden!" tauchte nämlich ebenfalls häufig auf.
VA239.1.1 Kersti: Konzentrationslagerüberlebende in Berlin: Es muß fließend Wasser sein

Ich habe mich damit beschäftigt, was im dritten Reich geschehen ist, wie es zustandekam und was man tun müßte, damit so etwas nie wieder geschieht. Das hatte Nebenwirkungen. Ich hörte zu meinem Entsetzen immer wieder Aussagen, die ich zuvor in "Buch: Mein Kampf" gelesen hatte, entdeckte in alltäglichen Diskussionen Verhaltensweisen wieder, mit denen im Dritten Reich politische Gegner kaltgestellt wurden, merkte daß jeder politische Vorgehensweisen für normal zu halten schien, für die das dritte Reich zu recht verurteilt wurde - und das kreuz und quer durch alle politischen Richtungen - von linksaußen bis rechtsaußen, bei jeder noch so skurrilen Außenseitergruppe, in nahezu jeder Familie, überall.

Ein paar mal sagte ich in solchen Fällen, wie sehr es mich an das dritte Reich erinnerte. Aber das gewöhnte ich mir ganz schnell ab, denn wenn ich dergleichen ins Spiel brachte, dachten sie dabei an alle möglichen schrecklichen Dinge - nur was sie gerade getan hatten - und womit sie den vernünftigen Umgang miteinander untergraben hatten - das konnten sie damit nicht in Verbindung bringen. Außerdem hatten wir danach dann jedesmal den "schönsten" Streit, der mich dummerweise noch mehr an das Dritte Reich erinnerte.

Also sparte ich mir in Zukunft das Reizwort 3. Reich - und begann wieder im Einzelnen zu erklären, warum ich diese ach so normalen Verhaltensweisen für zerstörerisch halte.

 
Inhalt

2. Wie emotionale Verwicklungen oft die Meinungsbildung behindern

2.1 Bildung, Minderwertigkeitskomplexe und aktive Behinderungen der Meinungsfreiheit

Je wichtiger ich ein Thema finde, desto mehr unterschiedliche Standpunkte dazu führe ich mir zu Gemüte, überlege, wieviel an diesem Standpunkt richtig wieviel falsch ist und lese mit Vorliebe das, was am wenigsten mit meiner augenblicklichen Meinung gemeinsam hat. Dadurch komme ich zu einer Sicht der Dinge die wesentlich mehr Aspekte des Problems berücksichtigt als die Meinungen der meisten Menschen das tun.
V94. Kersti: Eine Sammlung sämtlicher denkbarer Verrücktheiten

Im Zusammenhang damit hat mich immer gewundert, wie Menschen dazu kommen, aus einem unbedeutenden Detail - sagen wir mal aus einer Vorliebe für Röcke - auf politische Zielsetzungen zu schließen (z. B. "Ganz klar, sie will die Frauen an den Herd verbannen!"). Oder von einer Sachaussage (z.B. "Es gibt auch bei Menschen Unterarten" - Rasse ist nach heutigem Sprachgebrauch inkorrekt) auf politische Zielsetzungen (z.B. "Ausrottung der rassisch Minderwertigen"). Logisch gab das in meinen Augen keinen Sinn, denn daß es so etwas wie menschliche Unterarten gibt ist eine offensichtliche Tatsache, daraus Mord und Totschlag abzuleiten ist dagegen albern, zumal die Unterschiede zwischen den vorhandenen Unterarten sich auf Dinge beziehen, die ein Mensch mit Verstand eher nicht für das Wesentliche am Menschen hält, wie Hautfarbe, Gene zur Verdauung des Milchzuckers, eine Falte im inneren Augenwinkel, während wesentliche genetisch bedingte geistige Fortschritte sich immer fast über die gesamte Menschheit verbreitet haben, da sie in jeder menschlichen Gesellschaft dieselben Vorteile bieten und genug Handel für die Verbreitung vorteilhafter Gene beginnend mit der Steinzeit immer existiert hat.
VB50. Kersti: 3.4 Die Verwechslung von moralischen Regeln mit Faktenwissen
Heute weiß ich, daß ein solches Verhalten anzeigt, daß die betreffenden Menschen sich noch nie eine eigene, von anderen Meinungen unabhängige Meinung gebildet haben, sondern bisher Weltbilder immer nur fertig übernommen haben. Erschreckend wird es, wenn solche Argumentationen selbst in Texten vertreten werden, die formal betrachtet anmuten wie wissenschaftliche Texte oder behaupten die Wissenschaft zu vertreten.
VB57. Kersti: Die Fehler der GWUP am Beispiel von Sitchin
VB108. Kersti: Esowatch (heute Psiram) - ungenaues Formulieren, unsaubere Recherche und Verleumdung in anonym
VA152. Kersti: Wie das abgebrochene Studium mein Weltbild verändert hat: Wissenschaft ist ganz anders!
Wissenschaft ist wenn man sein Weltbild aufgrund von Forschung verbessert und ändert, Religion ist wenn man blindlings an ein Weltbild glaubt.
VB136. Kersti: Der Unterschied zwischen Religion und Wissenschaft

Ebenfalls irritert hat mich, daß wenn ich erwähnte, daß ich "Mein Kampf" teilweise gelesen habe, sofort für einen Nazi gehalten wurde, daß daraus wenn ich irgendein Buch einer Sekte gelesen habe, gleich vermutet wurde, ich wolle dieser Organisation beitreten, daß das lesen von 20 Büchern über Drogen bestimmt heißen würde, daß ich mir Drogen besorgen würde. "Ich habe doch nur gelesen! Ist das ein Verbrechen?" fragte ich mich.
V245. Kersti: Satire: Drogenübertragung durch den Bildschirm
Nur - wenn man wirklich verhindern will, daß solche Fehlentwicklungen, wie sie im dritten Reich geschehen sind, wieder auftreten, muß man halt auch solche Originalliteratur kennen, um zu lernen, woran man beginnende Fehlentwicklungen erkennt, so lange sie noch nicht so weit fortgeschritten sind, daß man sie nicht mehr aufhalten kann. Man muß lernen Fehlentwicklungen zu erkennen, so lange sie noch harmlos sind und Gegenmaßnahmen einzuleiten, die von den Betroffenen als Hilfe akzeptiert werden können, statt daß man sie für einen feindlichen Angriff hält.

Tatsächlich lag das wohl daran, daß ich so viel mehr gelesen hatte, als die meisten meiner Mitmenschen sich überhaupt vorstellen konnten, so daß sie die Bücher die ich erwähnte überbewerteten. In den über 100 Büchern zum dritten Reich macht Mein Kampf eben nicht einmal 1% aus und 20 Bücher über Drogen reichen bei mir nicht einmal 2 Monate, dann mußte das nächste Lesethema her! In der Zeit vor dem Internet litt ich ständig unter unstillbarem Lesehunger.
E13: Kersti: Bücherratte...
VA152.2.1 Kersti: Gesellschaftswissenschaftliches Kernstudium: Nur 3-5 Quellen? .... aber das geht doch nicht!
O6: Kersti: Hochbegabung als Verständigungshindernis, OI6.
Diesen Wissenshunger zu stillen, macht erst das Internet möglich, da man sich dort wissenschaftliche artikel zu verschiedensten Fachbereichen kostenlos herunterladen kann.

Seit 2005 schrieb ich einige Zeit regelmäßig in Wikipedia - überwiegend zu biologischen Themen.
VB124. Kersti: Einmal kreuz und quer durch Wikipedia
Dabei habe ich diverse Diskussionen mitbekommen und letztendlich wurde eines deutlich: Bei gesellschaftlich heißen Themen gibt es auf den Diskussionsseiten der Artikel meist üblen Streit - und man kann sich nur wundern, daß die Artikel am Ende doch noch einigermaßen tragbar werden. Allerdings gehen dabei viele wichtige Informationen verloren, die eine der Streitparteien in den Artikel einbringen wollte, während die jeweils andere Partei dagegen war. Aus meiner Sicht hätte der Artikel jeweils viel gewonnen gehabt, wenn diese Information und die Begründung, warum die andere Streitpartei diese Aussage ablehnt, im Artikel stände. Übrigens hat die inhaltliche Qualität der Diskussionen in Wikipedia abgenommen, seit ich 2005 dazugestoßen bin. Damals haben dort nur die Freaks, die wie ich ganze Enzyklopädien durchlesen, mitgeschrieben. Allerdings waren auch damals schon Artikel wie "Hauspferd" oder "Haushund" halbgesperrt, weil jeder Schüler sein Schulwissen einbringen will. Inzwischen ist es so, daß jeder heute seine Werbung oder seine wirtschaftlichen Interessen mit einbringen will, so daß viele, die da heute mitwirken, einfach weniger gebildet und intelligent sind als damals.

Diese Reaktionen, die einfach nur auf Fehlinterpretationen des Gehörten zurückgehen, sind - wenn einem Menschen eine Absicht unterstellt wird, die seinen eigenen moralischen Vorstellen widerspricht - verletzend. Wenn diese Absicht zudem noch verbrecherisch ist, sind sie ehrenrührig und könne wie bei Helsing geschehen3. zu rechtlichen Problemen führen. Insgesamt kommen sie als Denkverbote rüber, wie ich das am Beispiel der Schule beschrieben habe.
VB3. Kersti: Das darfst du nicht sagen, du mußt wissen, daß es falsch ist!
O3: Kersti: Ist in der Schule das Denken verboten?, OI3.

 
Inhalt

2.2 Verdrängung und die Behinderungen der Meinungsbildung

Es kommt immer iweder vor, daß Menschen sich an Ereignisse erinnern, von denen sie glauben, daß sie in Wirklichkeit nie stattgefunden haben18..
VB206. Kersti: Erinnerungen, an die man selbst nicht glaubt
Der häufigste Grund, warum Menschen nicht mehr an ihre eigenen Erinnerungen glauben, ist daß andere Menschen diesen Erinnerungen widersprochen haben. Das kann in der Form geschen sein, daß das Erlebnis jemandem anderen passiert sei, es kann sein, daß die Betroffenen gesagt bekommen, es wäre überhaupt nie geschehen. An welche ihrer Erinnerungen Menschen glaubten, hängt also sehr stark davon ab, was ihnen andere über die Realität ihres Erlebnisses erzählen.18.

Die Erinnerung an sich, ist weniger durch andere Menschen beeinflußbar, als unser Glauben an unsere Erinnerungen21. und unsere Interpretation dieser Erinnerungen, dennoch werden wesentliche Erinnerungen oft völlig aus dem Bewußtsein verdrängt und von den Betroffenen oft für Jahre - manchmal auch dauerhaft - vergessen22.; 23.; 24.. Doch selbst wenn wir bewußt nicht wissen, daß wir eine traumatische Erfahrung gemacht haben, beeinflußt sie unser Handeln in einer Form, die sehr deutlich auf die Natur des Traumas hinweist24.; 25.. Wenn Kinder mißbraucht werden, verleugnet oft die ganze Familie, daß dieser Mißbrauch stattgefunden hat - oder wenn das anerkannt wird, bezweifeln sie, daß dieser Mißbrauch schädlich ist oder daß Mißhandlungen Mißhandlungen sind26..

In ihrem Buch " Buch: Betrayal Trauma" (Wörtlich: Verratstrauma) beschäftigt sich Autor: Jennifer J. Freyd mit der Frage, warum Menschen gewisse traumatische Erfahrungen verdrängen und andere nicht. Sie kommt zu der Schlußfolgerung daß vor Allem Erinnerungen an Verrat durch wichtige Bezugspersonenen verdrängt werden, von denen das Opfer abhängig ist. So werden Erinnerungen an inzestuösen Kindesmißbrauch häufiger verdrängt als Erinnerungen an Kindesmißbrauch, der nicht inzestuös ist19. S.139ff. Daneben tritt Amnesie auch bei Kriegsveteranen auf, wenn Vorgesetzte sie in irgendeiner Form mißbrauchen oder wenn Frauen von ihrem Partner vergewaltigt oder mißhandelt werden19. S.188ff. Tatsächlich konnte in mehreren Studien auch kein Zusammenhang zwischen dem Ausmaß der Gewalt und dem Ausmaß der Verdrängung nachgewiesen werden20.. Außerdem scheint emotionaler Mißbrauch bei Kindern zu mehr Dissoziation zu führen als körperlicher Mißbrauch und körperliche Mißhandlungen19. S.134f. Der Grund für diese Verdrängung ist nicht, daß die Erfahrung so traumatisch ist, sondern er liegt darin, daß es eine tatsächlich oder vermeintlich lebensnotwendige Beziehung gefährden würde, wenn die Erfahrung erinnert würde19..
O11.1.3 Kersti: Verdrängung, Kryptomnesie und Wiederauftauchen von Erinnerungen

Freyd beschäftigt sich im größten Teil ihres Buches damit, daß Kinder verdrängen, wenn ihre Eltern sie psychisch oder körperlich mißhandeln oder mißbrauchen, um eine lebensnotwendige Beziehung nicht zu gefährden und zeigt in späteren Kapiteln das Kriegveteranen und durch ihrem Mann mißhandelte Frauen aus sehr ähnlichen Gründen verdrängen und verleugnen19.. Das bietet den Schlüssel zum Verständnis der Tatsache, daß mir so viele Menschen den satz "aber wir haben doch nichts gewußt!" gesagt haben, wenn ich nach dieser zeit fragte, obwohl diejenigen die wußten dazu sagen konnten "... aber jeder, der es wissen wollte, konnte es herausfinden." Nach demselben Muster, wie mißbrauchte Kinder, haben im Dritten Reich die meisten Menschen verdrängt und verleugnet, um nicht selber zu den Opfern dieses Staates zu werden, um die lebensnotwendige Beziehung als guter Staatsbürger zum Staat nicht zu gefährden.

Im dritten Reich, war es also regelrecht verboten an bestimmte Dinge zu denken, indem Menschen die so denken zu schlechten Menschen erklärt wurden.
VA50. Kersti: Denken verboten Schilder...
Ein solches Denkverbot, daß mir aus "Mein Kampf" lebhaft im Gedächtnis ist, zieht sich von der ersten bis zur letzten Seite durch den Text von mein Kampf.
Es gab also im dritten reich nicht nur eine direkte Zensur. Es gab auch eine indirekte Zensur und eine wirksame Gedankenzensur.
VA48. Kersti: Direkte Zensur - indirekte Zensur - Gedankenzensur

 
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2.3

V164. Kersti: Nicht Meinungsfreiheit - Freie Wahrheitssuche!
V165. Kersti: Meinungsfreiheit - ein Luxus?
V82. Kersti: Meinungsfreiheit - Wer könnte Zensur üben?
V92. Kersti: ...als hätte ihnen jemand das Denken verboten!
V194. Kersti: Was unterscheidet eine Gehirnwäsche von einem Dazulernen?
V213. Kersti: Was unterscheidet eine Ideologie von einem gesunden Weltbild?
VA61. Kersti: Kritikfähigkeit hat zwei Seiten
V93. Kersti: Fantasyersatz und die Scheißwahrheit...

 
Inhalt

3. Aufarbeiten zum dritten Reich

Der zweite Weltkrieg und das Dritte Reich sind eine Zeit, in der sicherlich die Mehrheit der damals lebenden Deutschen traumatisiert wurde. Zunächst einmal wurden politische Gegner sowie nahezu alle in Deutschland lebenden Minderheiten vefolgt, seien es nun die Anhänger der politisch linken Parteien, diejenigen Bündischen, die sich nicht in die Hitlerjugend integrieren lassen wollten, die Juden, Zigeuner (ein Begriff der alle Obdachlosen umfaßte, neben den Sinti und Roma auch beispielsweise die Jenischen), aber auch Behinderte, Homosexuelle. Dazu kommen die Kriegstraumata, die abgesehen von ein paar als unabkömmlich klassifizierten beinahe die gesamte erwachsene männliche Bevölkerung betroffen haben. In vielen großen Städten ging es den Frauen durch die ständigen Bombardierungen nicht besser, so wurde in Kassel beinahe die gesamte Innenstadt zerstört, die damals fast ganz Kassel war. Die damals um Kassel gelegenen Dörfer waren damals noch Dörfer, denn die bereiche dazwischen wüurden erst nach dem zweiten Weltkrieg zugebaut, um die ganzen Flüchtlinge aus Ostpreußen unterzubringen, von denen viele durch die Flucht schwere Traumata erlitten haben.

Wie man an den oben von mir beschriebenen irrationalen Reaktionen auf das Thema drites Reich erkennen kann sind diese Traumata bisher kaum aufgearbeitet.

Inzwischen arbeite ich seit Jahren meine Reinkarnationserinnerungen an das dritte Reich auf. Von den Ergebnissen habe ich bis 2017 wenig auf meiner Internetseite veröffentlicht, weil das was ich dazu aufgeschrieben habe, immer noch ein chaotischer Lückentext ist, bei dem ich mir sicher bin, daß ich die wichtigsten Stellen noch verdränge.

Zunächst erinnerte ich mich, wie ich im dritten Reich UFOs gebaut hätte. Dabei hatte ich eine leitende Funktion und ich hätte mich irgendwann mit der Regierung zerstritten, und gesagt, daß ich nicht tue, was sie wollen. Das Arbeitsklima in der Abteilung war ungewöhnlich harmonisch und liebevoll und die Mitarbeiter haben einander vertraut. Allerdings waren diese Erinnerungen nicht wie meine anderen Reinkarnationserinnerungen, sondern vermischte mit sich ständig ändernden Bildern, die wie Träume wirkten. Die Macht der Regierung die Stirn zu bieten hatte ich laut meinen Erinnerungen, weil ich auf "alte" Technik zurückgreifen konnte, die der normalen Technik des Dritten Reiches weit überlegen war.

Ich fragte mich allerdings, wie es möglich war, daß ich in einem geheimen Projekt für eine Regierung arbeitete, mit der ich nach meinen persönlichen Erinnerungen aus moralischen Gründen absolut nicht einverstanden war, warum ich es durchaus auf Streits mit jedem dort - inklusive Hitler - ankommen ließ, aber immer noch nicht irgendwo im Ausland oder im Widerstand war.

Ich hätte sicherlich das Ganze einfach als Schwachsinn verworfen, weil ich es nicht mit meinem historischen Wissen übereinbringen konnte und weil es sich einfach nicht zu einem Ganzen fügte, wenn mir nicht gleichzeitig Augenzeugenberichte aus diesem Leben, bestätigende Reinkarnationserinnerungen von anderen und Literatur4.; 5.; 6.; 7.; 8.; 9.; 10. gefunden hätte, die bestätigten, daß es tatsächlich so etwas wie UFOs im dritten Reich gegeben hätte. So war es nur ein "Irgendetwas ist dran, aber wirklich verstehen tue ich es nicht". So etwas Unverstandenes ist in keiner Hinsicht veröffentlichbar.

Aus meiner heutigen Sicht handelte es sich bei diesem ersten Schlaglicht auf meine 3. Reich Erinnerungen um ein typisches Beispiel für eine Licht-und-Liebe-Verdrängung.
V42.4.1 Kersti: Die Licht-und-Liebe-Verdrängung
Ich habe mir nur die Bruchstücke dieses Lebens vergegenwärtigt, die sich positiv anfühlten.

Als die nächste Phase der Aufarbeitung um 2000 begann, wurde dadurch alles nur noch verwirrender: Plötzlich schien das ganze damalige Leben nur aus Foltererinnerungen zu bestehen. Aller Logik nach müßte jemand, der so gefoltert wurde, ein psychisches oder körperliches Wrack sein, aber ich hatte den Eindruck, die meiste Zeit durchaus bei Verstand zu sein und fand mich meist in einem gesunden Körper wieder. Zunächst handelte es sich immer noch um eine absurde Mischung an Foltererinnerungen war mit Dingen vermischt, die eher an Träume erinnerten und ich hätte sie sicherlich als Schwachsinn verworfen, wenn nicht immer wieder konkrete Details durch Reinkarnationserinnerungen von anderen, Bücher und wissenschaftliche Artikel als real bestätigt worden wären. So blieb es ein dauerndes unverständliches Chaos, was ich aber nicht als völlig gegenstandlos verwerfen konnte.

2012 änderte sich der Charakter der Erinnerungen. Die Traumbilder traten zurück, es wurde konkreter und zusammenhängender, aber es erinnerte noch stärker an einen Fantasy- oder Science-Fiction-Roman. In dieser Zeit bekam ich keine positiven Erfahrungen und Aspekte des Lebens mehr zu fassen, obwohl ich mich doch daran erinnern konnte, daß ich früher positive Erlebnisse erinnert und aufgeschrieben hatte. Ich hatte plötzlich nur noch einen Blick für das Schlechte, von dem es auch deutlich mehr gab als ich so ohne weiteres verarbeiten konnte. Ich nannte das Leben im dritten Reich "dieses Höllenleben" und war regelmäßig entsetzt darüber, wenn ich wieder ein neues Detail entdeckte, das mir vor Augen führte, wie wörtlich das zu nehmen war. Ich kam nach und nach zu dem Ergebnis, daß die jetzt allgemein als richtig anerkannte Geschichte des dritten Reiches, die Realität eher verharmlost hatte, als das ganze Ausmaß des Grauens darzustellen.
V42.4.2 Kersti: Die "Die Welt ist böse und ungerecht"-Verdrängung
Auch das war nicht veröffentlichbar, weil es ein Lückentext war war.

In der darauf folgenden Phase des Aufarbeitens, die 2016 begann, tauchten die positiven Erfahrungen allmählich wieder auf. Das lag nicht daran, daß es eine tolle Zeit gewesen wäre, aber wenn es im dritten Reich keine positiven Erfahrungen gegeben hätte, keine Freunde, die mich unterstützt haben, keine Verbündeten, die mit mir zusammengehalten hatten, wäre ich damals genauso wahnsinnig geworden, wie viele andere, die ich damals erlebt habe. Ohne positive Erfahrungen im Dritten Reich wäre ich 1969 nicht in der Lage gewesen, als gesundes Kind zur Welt zu kommen.

Denn so weit ich mich erinnern konnte, wurden diese ganzen verschwundenen Menschen nicht einfach nur durch vergasen getötet sondern in grausamen Menschenversuchen zu Tode gefoltert, die dazu dienen sollten, Übermenschen zu erschaffen. Diese Versuche waren im eigentlichen Sinne des Wortes seelenzerstörend, denn durch die Foltern wurden die feinstofflichen Körper der Opfer der Versuche so schwer verstümmelt und wenn unverschämterweise kein Übermensch entstand, zerfetzt, daß sie für viele Leben Schwierigkeiten haben, sich wieder zusammenzusetzen. Verwendet wurde meiner Erinnerung nach eine Mischung aus Gentechnik, Magie und psychologischem Wissen, um dieses Ziel zu erreichen. Und dieser Satz verharmlost das, denn die Psychologischen Methoden hatten damit zu tun, daß man Menschen gefoltert hat, um künstlich multiple Persönlichkeiten zu erzeugen, die die betreffenden Menschen zu beherrschen können glaubten....11.

Daß sie dabei tatsächlich Übermenschen entdeckten, lag daran, daß Heilige und andere Menschen, die überragende spirituelle Fähigkeiten besitzen, gewöhnlich nicht das Geringste Interesse haben, als solche entlarvt zu werden. Und wenn einer entlarvt wird, verstecken sich üblicherweise diverse andere hinter dem Unglücklichen und schreiben ihm ihre eigenen Wunder mit zu, während sie sich gleichzeitig bemühen, ihn vor den schlimmsten Verhaltensweisen der Menge zu schützen. Der Grund warum der Ruhm eines Heiligen so schlecht bei den Betroffenen ankommt, hat damit zu tun, wie unmöglich die meisten Menschen mit Menschen umgehen, die in irgendeiner Form überragende Fähigkeiten haben, daß es den normalen menschlichen Rahmen sprengt.
FI22. Kersti: Inhalt: Der an die Kette gelegte Heilige
FI23. Kersti: Inhalt: Thakars faszinierendes Abenteuer
Letzlich ist es kein großer unterschied, ob jemand mit spirituellen Fähigkeiten als Hexe verbrannt oder ob ihm als Heiliger alle menschlichen Bedürfnisse abgesprochen werden, in jedem Fall schadet dieses Verhaltem dem Betroffenen.

Letztlich geschah das, was vorhersehbarerweise geschehen mußte: Die "Übermenschen" haben den Aufstand geprobt und das dritte Reich ist an innerer Zerrüttung zugrundegegangen. Wenn das nicht so gewesen wäre, hätte aber durchaus auch Deutschland mit Hilfe seiner Wunderwaffen, zu denen neben der Atombombe auch UFOs12. und magische Waffen gezählt haben tatsächlich den Krieg gewinnen können. Auch hier - wenn sich nicht immer wieder Sachen bestätigt hätten, von denen ich nie geglaubt hätte daß man dafür Beweise finden kann, hätte ich meinen Erinnerungen nicht geglaubt, schon weil sie etwas sind, was man nicht glauben will.

Es gibt offensichtlich Leute, die das heute noch glauben und die Methoden des dritten Reiches irgendwie für erfolgreich halten.7.; 8.; 9.; 10.; 13.; 14.; 15.; 17.

 
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4. Magisches Arbeiten um Probleme aus dem dritten Reich aufzulösen

VA310. Kersti: Ein esoterisches Weltbild hat kaum Einfluß auf das Alltagsleben
VA306. Kersti: Was bringt einen halbwegs vernunftbegabten Menschen dazu einen solchen Mist zu glauben?
V244. Kersti: Warum Vertreter von Außenseitermeinungen besser informiert sind, als Vertreter weit verbreiteter Meinungen
V253. Kersti: Manchmal frage ich mich: "Leben wir überhaupt in derselben Welt?"
V277. Kersti: Das Prinzip der Narrenfreiheit
VA63. Kersti: Heißwassertrinken, Knetfiguren - oder woran man Scientology erkennt
Es gibt eine ganze Reihe spirituelle Gründe, warum spirituelle Menschen historische Orte aufsuchen, an denen schreckliches passiert ist oder wo andere Menschen magische Handlungen vollzogen haben. Man kann diese Gründe grob in zwei Kategorien aufteilen. Einerseits das erschaffen einer neuen magischen - oder psychologischen Struktur, andererseits das auflösen einer solchen.

Das erschaffen einer magischen Struktur ist, wenn man irgendeine Art Ritual oder eine feinstoffliche Handlung vollführt, um ein Ziel zu erreichen. Das kann sehr alltäglich sein - man faßt eine Absicht, beispielsweise: "Ab heute lege ich mir jeden Tag ein paar Euro für ein neues Auto zurück." - Jede solche Absicht hat schon an sich eine Wirkung. Tatsächlich kann unter umständen schon der wunsch nach einem auto die zufälle beeinflussen.
V145. Kersti: ... eine in den Raum gesprochene Bitte
Das funktioniert aber nicht immer.
VB101. Kersti: Wenn Bestellungen beim Universum plötzlich nicht mehr funktionieren
Normalerweise ist es sinnvoll, nachzuschauen, ob man irgendwelche Gegenabsichten hat, mit denen man sich selbst im Weg steht. Wenn man jetzt ein Ritual mit Kerzen für ein eneues Auto machen würde, dann würde das vom eigenen Unterbewußtsein als Anweisung verstanden, Absichten, die zu einem Auto führen führen können, zu fassen. Ein hellsichtiger Mensch, der die Fluchebene wahrnimmt, kann diese Absichten vielleicht als Seile wahrnehmen. Es könnte aber auch sein daß sich die eigenen feinstofflichen Anteile in der geistigen Welt dazu aufgefordert fühlen, nachzuschauen welcher inkarnierte Mensch ein passendes Auto hat, das dem Menschen dann wie durch Zufall im Leben begegnet und vielleicht sehr günstig gekauft wird.

Wenn man einen feinstofflichen Krieg führt oder foltert, fällt das unter "eine magische Struktur schaffen" - auf die Absicht, etwas zu erschaffen, beispielsweise Magische Handlungen, die etwas auflösen, können irdisch sehr ähnlich aussehen. So ist es beispielsweise üblich ein Ritual rückwärts durchzuführen, wenn man seine Wirkung wieder aufheben will. Ich arbeite nicht im eigentlichen Sinne mit Ritualen, sondern nehme einige feinstoffliche Ebenen sehr konkret wahr und wenn ich in der Geistigen Welt oder auf der Fluchebene magisch arbeite, fühlt sich das sehr handlwerklich an. Ich habe das Gefühl, wie ein Arzt zu operieren, wenn ich Implantate auflöse und ich habe das Gefühl Hände zu öffnen wenn ich Absichten loslasse. Ich habe aber auch oft das Gefühl mit Geistern ein psychotherapeutisches Gespräch zu führen, wenn ich ihnen helfen will in ihr feinstoffliches Zuhause heimzukehren oder ihre feinstofflichen Probleme zu lösen. Unabhängig davon, wie bewußt ein Mensch arbeitet, ist es hilfreich, Schauplätze der Vergangenheit aufzusuchen, wenn man daran arbeiten will, um sie aufzulösen, weil man dann das Problem was man lösen will einfach besser sehen kann.

Grundsätzlich kann man also, wenn man irdische Handlungen beobachtet, nicht sagen, was diese magisch bedeuten und warum sie ausgeführt werden. Um herauszufinden, was die Betreffenden bewußt tun wollen, muß man sie fragen und um zu wissen, was sie tatsächlich tun, muß man die feinstofflichen Vorgänge beobachten.

Beispielgeschichte, Kersti:

Die Wewelsburg und der Verfolgungswahn ihrer Gesinnungswächter

VB108.2 Kersti: Verschwörungstheorien und "Braune Esoterik"

Kersti

 
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Quelle

Ich schildere, wann immer möglich, selbst erlebte Beispiele. Das tue ich nicht, weil es keine anderen gäbe, mit denen man dasselbe belegen kann, sondern weil ich die Literatur mit neuen, zusätzlichen Beispielen bereichern will.
VA272. Kersti: Wenn meine Beispiele alle von mir handeln - heißt das etwa, daß ich selbstbezogen bin?
Selbst erlebte Beispiele sind - da sie aus erster Hand sind - genauer beschrieben als Beispiele aus meiner Praxis, wo ich die Erklärungen meiner Patienten mißverstanden haben könnte und sie deshalb möglicherweise falsch wiedergeben könnte.
V175. Kersti: Kriterien zum Bau eines realistischen Weltbildes: Realitätsnähe

Und diese sind genauer und richtiger als aus der Literatur übernommene Beispiele, da ich bei diesen die betroffene Person nicht einmal persönlich kenne und das Beispiel deshalb möglicherweise in einen falschen Kontext einordne.

Weitere Quellen waren:


Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.