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erste Version zwischen: 16.5.01 und 29.08.01
letzte Überarbeitung: 6/07

V316.

Mißbrauch von Jesu Lehre für üble Zwecke

  • Verbrennungen von Hexen und Ketzern, zur Rechtfertigung von Kriegen und der Unterdrückung der Bauern (irgendwann habe sich Bauern gegen ihre Fürsten aufgelehnt, einen selbstverwalteten Bauernsstaat gegründet, mit dem Ergebnis, daß zum Kreuzug gegen sie aufgerufen wurde.) und Andersdenkenden.
  • Unterdrückung des inneren Wissens der Gläubigen mit dem Argument, "Du mußt das einfach glauben, dann kommst Du in den Himmel". Das ist nur eines von mehreren Argumenten, mit denen Menschen bei uns das Denken verboten wird - aber daß die Menschen heutzutage ihrem eigenen Urteilsvermögen nicht trauen, ist einer der wesentlichen Gründe für viele der Probleme, die wir heute haben.
  • Der Gehorsam Gott gegenüber wurde fälschlicherweise mit dem Gehorsam gegenüber der geistlichen Obrigkeit (Pfarrer, Bischhöfe, Papst) gleichgesetzt. Tatsächlich ist das einzige, dem man strikt folgen sollte, das eigene Gewissen. Und zwar, indem man sich zuerst informiert und dann Entscheidungen trifft. Jeder kann sich irren - aber erst wenn eine Autorität welcher Art auch immer ihre Irrtümer den anderen aufdrücken darf, entstehen daraus echte Probleme. Wenn jeder sich seinen Möglichkeiten entsprechend informieren würde und seinem eigenen Urteilsvermögen traut, dann würden sich die meisten Irrtümer gegenseitig ausgleichen. Wenn jeder das eigene Gewissen zur höchsten Richtschnur erhoben hätte. - Davon sind wir hier allerdings sehr weit entfernt.
  • Von Gläubigen wurde erwartet, daß sie sich selbst schlechtmachen. - Das ist Frevel, denn jeder Mensch trägt in sich einen göttlichen Kern und der wird dadurch geschmäht.
Aber auch im täglichen Leben wird der Glaube oft dazu mißbraucht, Menschen für Dinge ein schlechtes Gewissen einzureden, die sie nicht zu verantworten haben. Oder er wird benutzt um Kinder dazu zu zwingen, daß sie Eltern in Dingen gehorchen, wo sie es um ihrer selbst Willen besser nicht tun sollten.

Das liegt nicht an dem, was Jesus damals lehrte, sondern es wurden einfach die Fehler, die die Menschen auch damals schon gemacht haben unter einem neuen Deckmäntelchen weiterhin gemacht. Jesus aber hat gelehrt, wie man diese Fehler überwinden kann. Es ist klar, daß es nicht von jedem verstanden wird - dennoch hat es immer wieder Menschen gegeben, die sich die Bibel angeschaut haben, Jesus Ratschläge ungefähr so verstanden haben, wie sie gemeint waren und auf dieser Grundlage Großartiges zuwegegebracht haben. Manche dieser Menschen wurden uns als Heilige überliefert.

Die Fehler und Verbrechen wären mit ziemlicher Sicherheit auch ohne Jesus gemacht worden, denn es sind Handlungmuster, die es schon damals gab - aber für diejenigen, die gehandelt haben, wie Jesus es wirklich lehrte, war es zweifellos hilfreich, daß sie sich durch die Bibel bestätigt fühle konnten.

Aber wenn man Menschen sagt, daß sie die Bibel gefälligst glauben sollen, statt sie zu verstehen und in der Praxis zu überprüfen, kann nichts dabei herauskommen.

Kersti

F3: Kersti: Der Eidmeister
F14: Kersti: Friedenshüter
FFI Kersti: Inhalt: Gefallene Engel
HJI Kersti: Kurzgeschichten über Jesus (Von Kirche halte ich wenig, von Jesus um so mehr)
KI Kersti: Mein Leben zu Jesu Zeit
MI Kersti: 13 Hexen
VB16. Kersti: Die Bedeutung der Optionhaltung
VB22. Kersti: Jesus: Das Gute wirkt nach anderen Gesetzen
V4. Kersti: Merkwürdige Erfahrungen: Reinkarnation und Jesus
V8. Kersti: Eine merkwürdige Faszination für Jesus
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben.
V14. Kersti: Was sind Engel?
V16. Kersti: Manipulation durch Umweltschutz
V31. Kersti: Stimmt mein Buch über Verschwörungstheorien?
V68. Kersti: Ich erinnere mich an Jesus - Bin ich jetzt verrückt?
V70. Kersti: Müßt ihr jetzt glauben, daß ich Jesus kannte?
V71. Kersti: Und wenn das mit Jesus ein Irrtum war?
V75. Kersti: Glaubst du an Heiligenscheine?
V111. Kersti: Warum ich "gut" mit "vernünftig" gleichsetzte
V143. Kersti: Der Zweck heiligt die Mittel?
V145. Kersti: ... eine in den Raum gesprochene Bitte
V146. Kersti: Wahre Weisheit klingt naiv
V147. Kersti: Erst ihr Gutes macht Sekten gefährlich
V159. Kersti: Warum ich nicht hasse
V225. Kersti: Hüter des Lichts
V229. Kersti: Sind die Bibelcodes mehr als eine nutzlose Zahlenspielerei?
V311. Kersti: Warum ich glaube, daß es stimmt, daß ich Jesus kannte
V314. Kersti: Es gibt viele Menschen, die irrtümlicherweise meinen, Jesus gekannt zu haben
V315. Kersti: Meine Überzeugungen, die ich schon als Kleinkind hatte, passen dazu, daß ich Jesus kannte
V317. Kersti: Meine Reaktion auf die Bibel
V318. Kersti: Option: "Und ich hatte doch recht gehabt!"
V320. Kersti: Im oberen Teil der Brücke wird man verrückt!

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.