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erste Version zwischen: 13.1.2002 und 20.04.2002
letzte Bearbeitung: 1/2011

VA42.

Warum es nicht sinnvoll ist, sich in der Physik gleich gar keine Modellvorstellungen mehr zu machen

In der neueren Physik wird es immer schwieriger, sich anschauliche Modellvorstellungen zu konstruieren, die die neueren Beobachtungen und Messungen erklären können. - das liegt unter anderem daran, daß manche Modelle dann mit mehr als drei Dimensionen arbeiten müßten.

Deshalb kamen dann einige Physiker auf den Gedanken, es wäre vielleicht sinnvoll, sich gleich gar keine Modellvorstellung mehr zu machen, denn ganz richtig könne eine solche Modellvorstellung ja sowieso nicht sein und die Mathematik wäre ja die einzig absolut richtige Methode.

Meiner Ansicht nach ist das sachlich nicht gerechtfertigt, denn wenn man eine Aufgabe rechnet, macht man nachher eine Probe um zu schauen, ob man richtig gerechnet hat - die Mathematik war die übliche Probe für die Weltbilder der Physik. Was nützt eine Probe, ohne daß man weiß, welches Weltbild man überhaupt damit überprüfen will?

Das zweite, was an dieser Argumentation falsch ist, ist die Behauptung, daß Mathematik ABSOLUT richtig wäre - sie ist immer nur einen Annäherung an die wirklichen Verhältnisse in nur einem Teil der relevanten Bereiche.

Und die Fragen: "Was stellt meine berechnung eigentlich dar?" und "Welchen Vorgang modelliert sie nach?" sind durchaus zentral wichtige Fragen.

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