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erste Version zwischen: 03.01.03 und 15.02.03
letzte Bearbeitung: 12/2011

VA72.

Was machen Transfette in der Butter?

Übergeordnete Artikel:
V6. Kersti: Gesunde Ernährung
V240. Kersti: Intuition
Dieser Artikel:
In dem Buch "Fit mit Fett"(B111.) fand ich völlig unkommentiert die Angabe, daß in Butter 5% des Fettgehaltes aus Transfetten bestehe und deshalb Butter ungesund sei.

Tatsächlich enthält Butter Transfette. Diese Fette werden von den Bakterien im Pansen von Widerkäuern hergestellt und es gibt sie in der Natur, so lange, wie die entsprechenden Mikroorganismen bestehen (B113. S.161.). Bestandteil der menschlichesn Ernährung sind sie, seit Menschen Fleisch von Widerkäuern essen oder ihre Milch trinken. Widerkäuer sind unter anderem Rehe, Hirsche, Rinder, Kamele, Schafe, Ziegen, also die meisten unserer grasfressenden Haustiere. Wenn also diese speziellen Transfette schädlich wären, gäbe es keine Hirtenvölker wie die Massai, die sich zu 90% von Fleisch und Milch gerade dieser Tiere ernähren.

Anders ist es mit den Transfetten aus gehärteten Fetten: viele der beim Härten von Fetten entstandenen Transfette kommen in der Natur nirgendwo vor. Da Lebewesen nicht ihre eigenen Bestandteile verdauen dürfen, die vielleicht Bestandteile des Zellskellets sind, oder Teile der Zellmembranen. Müssen ihre Enzyme, mit denen sie Nährstoffe abbauen, diese Nährstoffe erkennen und von anderen Stoffen, unterscheiden können. Deshalb kann jedes Enzym nur eine oder sehr wenige bestimmte chemische Reaktion ausführen. Das hat zur Folge, daß unnatürliche Stoffe wie künstlich gehärtete Fette, Plastik und andere aus Erdöl hergestellte Stoffe, Pestizide, Chlorierte Kohlenwasserstoffe für Makroorganismen (Mehrzellige Tiere und Pflanzen) meist nicht verwertbar sind. Da Mikroorganismen sich evolutionär viel schneller verändern, gibt es heute schon einige wenige, die diese neuen Moleküle verwerten können. (B114.)

Kurz: Die Transfette in der Butter sind für uns gesundheitlich unbedenklich. Viele von denen in gehärteten Fetten sind für uns dagegen sehr ungesund.

Kersti

VB1. Kersti: Gesunde Ernährung - zu umständlich?
VB8. Kersti: Verwirrung um Säuren-Basen Haushalt
VB18. Kersti: Eiweißüberernährung, Ursache vieler Zivilisationskrankheiten
VB23. Kersti: Nicht Fett macht fett
VB24. Kersti: Nur Wasser ist ein Getränk
VB25. Kersti: Fasten
VB29. Kersti: Essen als Sucht
V1. Kersti: Eine Gesundheitsempfehlung
V2. Kersti: Bio ist besser
V6. Kersti: Ernährungstabelle nach Kollath
V7. Kersti: Vollwerternährung
V9. Kersti: Auf den eigenen Körper hören
V18. Kersti: Körperliche Abhängigkeit
V29. Kersti: Einzelne Krankheiten
V30. Kersti: Wie wichtig ist gesunde Ernährung?
V36. Kersti: Der "Was der Bauer nicht kennt, das frißt er nicht"-Instinkt
V37. Kersti: Uns schmeckt, was wir für gut halten
V43. Kersti: Geschmack, die beste chemische Kurzanalyse
V250. Kersti: Diabetes und Ernährung
V251. Kersti: Vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen, Beispiel Ernährung
V252. Kersti: Fischöl, Margarine und Eiweißmastkrankheiten
V279. Kersti: Reine Rohkost?
V280. Kersti: Bloß keine Kohlehydrate, 32 mal kauen oder Trennkost

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/ ; Kersti_@gmx.de
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