erste Version: 12/2003
letzte Bearbeitung: 7/2019

VA117.

Reinkarnation: Nur hundert Leben? - Von der Vielschichtigkeit der Realität

Inhalt

Übergeordneter Artikel:
VA106. Kersti: Übersicht über das Themengebiet Reinkarnation auf meiner Internetseite

Dieser Text:
VA117.1 Kersti: Die überschaubare geistige Welt der meisten Menschen, die spirituelle Erfahrungen machen
VA117.2 Kersti: Wann immer ich etwas verstanden zu haben glaube, zeigt sich eine neue Ebene der Realität
VA117.3 Kersti: Einweihungen machen es schwer, zu entscheiden, was zu einem selbst gehört und was nicht
VA117.4 Kersti: Verhältnisse bei normalen Inkarnationen

1. Die überschaubare geistige Welt der meisten Menschen, die spirituelle Erfahrungen machen

Zu den Dingen, die mich bei der Beschäftigung mit frühere Leben verblüfft haben, zählte, daß so viele Menschen, die Erfahrung darin hatten, mit anderen Menschen und ihren Reinkarnationserfahrungen zu arbeiten, so Sätze fallen ließen wie "Zu Beginn der Sitzung verschaffe ich mir einen Überblick über die Reinkarnationen des Klienten." - und "Menschen haben durchschnittlich etwa 100 Leben gelebt".

Viele Reinkarnationstherapeuten aber auch Schamanen oder Spiritisten bewegen sich offensichtlich überhaupt in einer erstaunlich kleinen, überschaubaren, geordnet erscheinenden Welt, in der sie immer wieder dieselben Typen von Erfahrungen mit der Geistige Welt machen.

Das seltsame ist nur: Es wirkt, als wäre es nicht bei allen dieselbe Welt. So behaupten Autor: Carl August Wicklands Geister beispielsweise, es gäbe keine Reinkarnation1..
VB119. Kersti: Haben Wicklands Geister recht, wenn sie glauben, es gäbe keine Reinkarnation?
Bei Autor: Michael Newton2.-6., Autor: Brian L. Weiss7., Autor: Ulrich Kramer8. und den Scientologen9.-11. gibt es Reinkarnation, doch während Newtons und Weiss Welt geordnet und von Fürsorge bestimmt zu sein scheint
VB98. Kersti: Newton und der Teufel - eine Vergleichsstudie um zu zeigen, wie die Herkunft in der geistigen Welt die feinstoffliche Weltsicht verzerrt
wirkt die Welt von Kramer und die der Scientologen ziemlich grausam, ungeordnet und rücksichtslos. Insgesamt haben Geister also mindestens so unterschiedliche Weltbilder bezüglich der feinstofflichen Welten, wie Menschen unterschiedliche Weltbilder zu unserer Welt haben.
VA148. Kersti: Die unterschiedlichen Jenseitsvorstellungen der verschiedenen Geister

Andererseits zeigt mir meine Erfahrung, daß man sich gegenseitig Dinge in der Geistigen Welt zeigen kann und dabei dieselben Einzelheiten beobachtet, wenn man das tut. Feinstoffliche Wahrnehmung können daher keine reine Einbildung sein. Genau wie es bei irdischen Wahrnehmungen viele verschiedene möglichkeiten gibt, wie Halluzinationen, Illusionen und Irrtümer entstehen können:
O7.4 Kersti: Halluzinationen, Illusionen und Irrtümer
gibt es auch bei feinstofflicher Wahrnehmung diverse Ursachen, durch die solche Irrtümer entstehen können.
VB121. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Channelings und anderen Methoden, Wissen aus der geistigen Welt und höheren feinstofflichen Welten zu erhalten
Darüber hinaus kann ich mir auch im Feinstofflichen ansehen, wovon die verschiedenen Buchautoren geredet haben, weil in den meisten Büchern im feinstofflichen Anhang darauf hingewiesen wird, wo man sich melden muß, wenn man mit dem Autor reden will oder was die feinstofflichen Quellen des Textes sind.
VB110. Kersti: Feinstofflicher Anhang

 
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2. Wann immer ich etwas verstanden zu haben glaube, zeigt sich eine neue Ebene der Realität

Ich habe zu Anfang meiner Beschäftigung mit Reinkarnation - etwa die ersten fünf Jahre - versucht mir zu jedem Leben, das hoch kam Notitzen zu machen. Als ich je eine kurze Notitz zu hundert einzelnen Leben, die ich jeweils Anhand der Todesscene identifiziert habe, zusammen hatte, habe ich das aufgegeben. Inzwischen erinnere ich mich seit über zwanzig Jahren an immer neue frühere Leben und an immer neue Sorten von früheren Leben - und der Vorrat scheint nie auszugehen. Von einem "Überblick über meine früheren Leben" kann jedenfalls keine Rede sein, obwohl ich mich bestimmt inzwischen an über tausend Leben erinnert habe. Hinzu kommt, daß immer mehr neue Typen von früheren Leben auftreten. Zuerst hatte ich nur Erinnerungen an irdische Inkarnationen als Mensch, dann kamen Erinnerungen aus feinstofflichen Welten und Parallelinkarnationen hinzu, dann Tierinkarnationen oder auch als Drache.

Mich vewirrte das, denn nach allem, was ich wußte, tat ich sehr viel weniger, um an Reinkarnationserinnerungen zu kommen, als der typische Reinkarnationstherapeut. Wenn irgendein Gefühl im Alltag auftrat, das in seiner Richtung oder Heftigkeit nicht durch die Situation, in der ich mich gerade befand, zu erklären war, fragte ich mich nur, wo dieses Gefühl herkommt und dann kam die nächste Erinnerung ins Bewußtsein. Ich verwende keine Entspannungstechniken, keine Hypnose und tue meistens noch irgendetwas nebenher, wenn ich mich erinnere.

Aber auch was die aktuellen Erfahrungen mit feinstofflichen Wahrnehmungen angeht, kommen immer mehr unterschiedliche Erfahrungsbereiche hinzu, ich erfahre sowohl immer mehr und immer unterschiedlichere Detailinformationen als auch immer neue Erfahrungstypen und Erinnerungen an immer fremdartigere Zeiten und Ebenen hoch.

Und den Menschen, mit denen ich regelmäßig arbeite, geht es zu einem erheblichen Teil ebenso.
VB62. Kersti: Der typische Verlauf einer Therapie
Nicht allen, aber die, denen es so geht, rufen mich regelmäßiger an als die, die sich nur mit irdischen Themen beschäftigen.
VB212.2.6.2 Kersti: Glaubenssätze auflösen erweitert die Realität, die wir wahrnehmen
VB145. Kersti: Das Verhältnis zwischen Glauben und Realität

 
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3. Einweihungen machen es schwer, zu entscheiden, was zu einem selbst gehört und was nicht

Inzischen weiß ich, daß dieses Phänomen auf Einweihungen, die in der Geistigen Welt durchgeführt wurden, zurückzuführen waren.
VA80.2 Kersti: Wie komme ich zu meinen Fähigkeiten? Meine Sicht im Dezember 2011
VA179. Kersti: Was heißt Einweihung, was Erleuchtung?
Ich habe aufgrund dieser Einweihung Millionen an Anteilen in meine Persönlichkeit integriert, so daß ich jetzt Erinnerungen aus diversen verschiedenen Inkarnationslinien habe.

Die Integration dieser Anteile führte dazu, daß ich es inzwischen sehr schwierig finde, zu entscheiden, welche der Leben, an die ich mich erinnert habe, man denn als meine Leben bezeichnen kann. Hinzu kommt, daß bei mir häufig für begrenzte Zeit mehrere Anteilen, die sich in unterschiedlichen feinstofflichen Körpern in der geistigen Welt befinden, nur eine einziges Ich-Gefühl und ein einziges Bewußtsein haben, während dieselben Anteile zu anderen Zeiten in der Geistigen Welt nur einen Körper haben, in diesem Körper aber möglicherweise ein Teil des Bewußtseins völlig abgetrennt ist, um irgendeine zeitlich begrenzte Aufgabe zu lösen. Was "ein" Anteil von mir ist, ist völlig unklar, weil nahe verwandte Anteile sich beliebig miteinander vereinigen und aufteilen können. Dafür sind mehrere Anteile unterschiedlicher Gruppenseelenfraktionen in meinem Körper inkarniert, die so wenig miteinander verwandt sind, daß sie sich zwar über die Gruppenseelenverbindung verständigen aber nicht völlig zu einem Anteil vereinigen können.

Ich kann zuordnen zu welcher Gruppenseelenfraktion ein Anteil zählt, dessen Sichtweise ich aufschreibe, doch es ist beispielsweise nicht zu entscheiden, ob man diesem Anteil oder mir das aufschreiben zuordnen soll, weil während des Aufschreibens nur ein ich für diesen Anteil und für den in mir inkarnierten Anteil gemeinsam existiert, der das aufschreibt. In manchen Fällen handelt es sich um einen in mir inkarnierten Anteil, in anderen Fällen handelt es sich um einen Anteil mit dem sich ein in mir inkarnierter Anteil vor dem Leben eins war und sich nach dem Leben wieder vereinigen wird, bevor er für die nächste Inkarnation einen Anteil abspaltet, der aus anderen Teilen zusammengesetzt ist, als der, der diesmal in mir inkarniert ist.

Sehr frühe Inkarnationen fanden häufig statt, bevor sich die heutigen Gruppenseelenfraktionen so aufgeteilt haben, wie sie heute sind. Daher ist das ich, dem sie zugehören völlig anders zusammengesetzt als unser heutiges ich.

Bei Erinnerungen an Inkarnationen aus Parallelwelten besteht das Problem, daß sie einen völlig anderen Erfahrungshintergrund haben als die zugehörigen Anteile aus dieser Welt sich aber trotzdem mit dieser vereinen.

 
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4. Verhältnisse bei normalen Inkarnationen

Es gibt zwei übliche Formen der Inkarnation. Die Ureinwohner dieser Welt, die derselben höheren Gruppenseele angehören, wie diese Welt selbst, projizieren den feinstofflichen Körper, den sie brauchen, um sich mit dem irdischen Körper zu verbinden, selbst. Wesen, die nicht zu unserer höheren Gruppenseele zählen, verbinden sich mit einer einheimischen Seele und nutzen den von ihr projizierten feinstofflichen Körper um sich zu inkarnieren.
VB138. Kersti: Gibt es Menschen ohne Seele?
Gemeinsam ist ihren normalen Inkarnationen, in denen keine Einweihungen durchgeführt werden, jedoch, daß sie im Leben im Allgemeinen mehr Anteile abspalten als sie in demselben Leben integrieren, daß sie während des Lebens keine Verbindung zu anderen Gruppenseelenanteilen aufbauen können und daß sie ihre Probleme im allgemeinen nur bis zum letzten schweren Trauma, das zu massiven Abspaltungen und einer vollständigen Erinnerungsblockade führte, aufgearbeiten können.

Daher ist relativ klar, daß jedes Leben, an das sie sich erinnern, auch eindeutig eigenem Ich zuzuordnen ist, das in seiner Zusammensetzung auch dem heutigen Ich sehr ähnlich ist.

Das heißt aber nicht, daß das die einzigen Leben wären, die sie je gelebt hätten. Wenn man ihnen im feinstofflichen ein paar Einweihungen gibt, werden auch sie Anteile integrieren und dadurch einen völlig unüberschaubare Menge an Leben erinnern und es gibt auch vor dieser Erinnerungssperre Leben, die von einem größeren ich gelebt wurden, mit dem sie damals noch eins waren.

Kersti

 
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Quelle

Dieser Artikel beruht auf meinen spirituellen Erfahrungen und dem Wissen meiner eigenen feinstofflichen Anteile.
VB163. Kersti: Wie ich meine feinstofflichen Wahrnehmungen erlebe
Dabei schreibe ich oft recht ungefiltert die Meinungen meiner feinstofflichen Anteile auf.
VA299. Kersti: Fragen beantworten: Das Wissen der eigenen feinstofflichen Anteile

Weitere Quellen waren:

  1. Autor: Carl A. Wickland: Buch: B142.1 Dreissig Jahre unter den Toten. (2009) St. Goar: Reichl ISBN 3-87667-001-2
  2. Autor: Michael Newton: Buch: B117.7.1 Die Reisen der Seelen. Karmische Fallstudien. (2002) Wettswil (Schweiz): Edition Astrodata. ISBN 978-3-907029-50-X
  3. Autor: Michael Newton: Buch: B117.7.2 Abenteuer der Seelen. Neue Fallstudien zum Leben zwischen den Leben. (2001) Wettswil (Schweiz): Edition Astrodata. ISBN 978-3-907029-71-2
  4. Autor: Michael Newton: Buch: B117.7.3 Leben zwischen den Leben. Die Hypnotherapie zur spirituellen Rückführung. (2009) Wettswil (Schweiz): Edition Astrodata. ISBN 978-3-907029-77-0
  5. Autor: Michael Newton (Hrsg.): Buch: B117.7.4 Erinnerungen aus dem Zwischenreich. Leben zwischen den Leben. Erzählungen persönlicher Transformation. (2009) Wettswil (Schweiz): Edition Astrodata. ISBN 978-3-907029-82-4
  6. Autor: Brian L. Weiss (Übersetzerin: Susanne Seiler): Buch: B117.8.1 Die zahlreichen Leben der Seele. Die Chronik einer Reinkarnationstherapie. (2005) München: Wilhelm Goldmann Verlag. ISBN 978-3-4422-21751-9
  7. Autor: Brian L. Weiss (Übersetzerinnen: Marie-Therese Hartogs, Ursula Rahn-Huber): Buch: B117.8.2 Heilung durch Reinkarnationstherapie - Ganzwerdung über die Erfahrung früherer Leben. (2006) Berlin, Ullstein Buchverlage GmbH, ISBN 978-3-548-74352-3
  8. Autor: Ulrich Kramer: Buch: B117.17 MindWalking. Unbelastet in die Zukunft. (2008) Münster: Verlag Perter Jentschura ISBN 978-933874-55-9 7
  9. Autor: L.Kin: Buch: B36. Scientology. - Mehr als ein Modetrend? Die Entwicklung zur monetären Heilslehre. Die Philosophie im Klartext. (1991) Preußisch Oldendorf: VAP, ISBN 3-922367-21-6

     :

  10. Autor: L.Kin: Buch: B117.5 Scientology. Ein Handbuch für Anwender. Band 2: Die Verfahren. Professionelle Ausübung. (1992) Preußisch Oldendorf: VAP, ISBN 3-922367-22-4
  11. Autor: L.Kin: Buch: B80. Gott & Co. Nach wessen Pfeife tanzen wir? Über Geister, Dämonen, Götter, Engel, Schamanen, Gurus, Okkultisten, Magier, Kosmische Mächte, Geheimbünde, Scientologen, UFOs, Außerirdische, Galaktische Konföderationen und Verschwörungen gegen den Planeten Erde. (1996) Preußisch Oldendorf: VAP - Buchversand, ISBN 3-922367-20-8