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erste Version: 1/2004
letzte Bearbeitung: 6/2012

VA166.

Eine Schule für Indigokinder?

Ich halte das Phänomen (Indigokinder) eigentlich für real, aber wie manche Menschen damit umgehen, ist schon ziemlich naiv.

So fand ich irgendwo im Netz einen Indigotest für Kinder von 0-6 Jahren und da wurde die Mutter dann gefragt, ob ihr Kind wisse, wozu es auf die Welt gekommen sei, ob es mit seinem Schutzengel oder Naturgeistern reden würde und Ähnliches.

Das alles habe ich mein ganzes Leben lang gewußt und getan - aber meine Mutter hätte, bis ich etwa 18 war, jeden dieser Punkte mit "nein" beantwortet. Schon als ich gerade sprechen lernte, wußte ich (ich kann mich an die Zeit erinnern), daß sie merkwürdigerweise reagierte, als würden all diese Dinge nicht existieren.
Ich konnte mir das zwar gar nicht erklären, redete aber schon längst nicht mehr darüber, als ich gut genug sprechen konnte, damit meine Mutter hätte verstehen können, was ich ihr erzähle.
Das heißt, gerade die Menschen, die ein solches Kind haben, und dabei wirklich Hilfe gebrauchen könnten, werden es anhand der Aufzählungen nicht erkennen können.

Deshalb würde ich es prinzipiell für nützlicher halten, einen Ratgeber zum Thema "Wie erziehe ich ein Kind, das (oder dessen Probleme) ich nicht ganz verstehe", zu schreiben, als einen zum Thema "Indigokinder".

Mitspracherecht für Kinder

Denn die Ratschläge sind in beiden Fällen im Prinzip dieselben: es hat wenig Sinn, das Kind so zu behandeln, wie es für mich richtig war, als meine Eltern mich erzogen hatten. Deshalb macht es Sinn, dem Kind ein Mitspracherecht bei der Ausarbeitung der konkreten Regeln zu gewähren, so daß es immer für die Eltern gleichwertige Alternativen vorschlagen kann, wenn ihm die von den Eltern ins Auge gefaßten Lösungen unannehmbar erscheinen. Dagegen ist es falsch, dem Kind in allem nachzugeben und die eigenen Bedürfnisse nicht ausreichend deutlich zu machen. Als Anleitung hierfür kann das Buch "Lehrer-Schüler-Konferenz" von Thomas Gordon hilfreich sein.

Wenn man sein Kind nicht so ganz versteht - und das dürfte heute buchstäblich allen Eltern so gehen, weil sich ja die Welt immer schneller ändert, so daß jedes Kind durch andere Erfahrungen geprägt ist als die eigenen Eltern - dann ist es auch sinnvoll, in den Alltagsdingen die Entscheidungen, die nur oder weit überwiegend das Kind betreffen und für das Kind in seinen Auswirkungen leicht überschaubar sind dem Kind zu überlassen. (Gemeint sind damit NUR Sachen, deren Auswirkungen nicht zehn Jahre in der Zukunft liegen oder so - man muß sich bewußt sein, daß ein Kind gefühls- mäßig noch nicht sein ganzes Leben überblicken kann, selbst wenn es dazu intellektuell fähig ist.)

Freies Lernen

Außerdem ist die Erziehung der Kinder in den letzten Jahrzehnten immer unterschiedlicher geworden - sowohl was die Lebenssituation angeht als auch was die Vorstellungen von einer guten Erziehung angeht, als auch was die Nationalität der Schüler betrifft (die ja auch oft mit sehr unterschiedlichen Vorstellungen darüber verbunden ist, wie sich ein Mensch verhalten sollte). Das ist zweifellos einer der Gründe, warum mir jeder ältere Lehrer, den ich kenne erzählt: "Das Unterrichten wird immer schwieriger". Ich beziehe mich hier auf ältere Lehrer, weil die jungen Lehrer, die ich kenne, dem durchaus widersprochen haben - ich denke nur, man braucht schon über zehn Jahre Unterrichtspraxis, um eine solche Entwicklung erkennen zu können.

Weil die Schüler unterschiedlicher sind als früher, braucht man Schulformen, die nicht alle Schüler zwingen, nach einem Einheitsschema denselben Unterrichtsstoff in derselben Zeit zu bewältigen. Da komen beispielsweise die Methoden der Montessourischulen, Peter-Petersen-Schulen, Wochenplanunterricht, Stationenarbeit etc. infrage.

Gefährliche Weltbilder?

Das Wichtigste für Schüler ist, daß sich nicht alle Lehrer gemeinsam auf ein Weltbild eingeschworen haben, das zu ihrer eigenen Weltwahrnehmung in schreiendem Widerspruch steht.

Ich fand mal eine Internetseite von einem ehemaligen Waldorfschüler, dessen Eltern völlig von Steiners Weltbild überzeugt waren und die sich nur in anthroposophischen Kreisen bewegten. Er hat sich dort ausführlichst darüber ausgelassen, wie schrecklich es sei, einen Schüler mit einem derart "unrealistischen" Weltbild zu belasten. Andererseits kenne ich aber auch sehr positive Aussagen von und über ehemalige Waldorfschüler, die belegen, daß es für einige Schüler wohl auch eine sehr gute Entscheidung war, sie dorthinzuschicken.

Ich selber stimme in meinem Weltbild heute sicherlich weitaus mehr mit Steiner als mit diesem ehemaligen Waldorfschüler überein. Doch ich hatte beinahe dasselbe Problem nur mit umgekehrten Vorzeichen. Ich habe ein normales Gymnasium besucht und für mein gesamtes persönliches Umfeld existierten Dinge wie Telepathie, Magie, Lichtheilung, Hellsichtigkeit nur im Märchen und jeder der behauptete, eine solche Fähigkeit zu besitzen, war in ihren Augen entweder verrückt oder ein Lügner. Da ich nun mal jede dieser Fähigkeiten habe und deshalb gar nicht umhin kam, sie anzuwenden machte die Welt auf mich einen sehr verrückten Eindruck.

Ich begriff nicht, warum die Menschen anderen Menschen Gefühle oder Absichten unterstellten, die sie "offensichtlich" nicht hatten. Offensichtlich erschien es mir, denn Gefühle nahm ich telepathisch wahr und ich hatte immer auch einen Eindruck von der Richtung ihrer Absichten - das ergibt sich aus dem, was sie mit ihrer Aura (Dem Energiefeld des menschlichen Körpers) machen. Ich fand es unglaublich, wie rücksichtslos sie die Gefühle ihrer Mitmenschen übergingen - ohne zu begreifen, daß sie diese Gefühle eben nicht spürten und deshalb keine Rücksicht nehmen konnten. Es war mir nicht nachvollziehbar, warum sie Streits begannen, deren Ergebnis in meinen Augen vorhersehbar war, weil der eine das Streitobjekt so viel mehr begehrte als der andere, daß klar war, wer sich durchsetzen würde.
Außerdem - wenn man die Gefühle des anderen mitfühlt und sein Leid mitträgt - wie könnte man da einem Menschen unnötigerweise Schmerz zu fügen, wie andere es tun, wenn sie jemanden "zum Spaß" ärgern.
Noch viel weniger wußte ich, wie ich nun meine Gespräche mit Bäumen, Steinen, Toten, einem nicht verkörperten Freund meinem Hund einordnen sollte. Klar es funktionierte alles wunderbar und half mir im Alltag weiter - aber wer so etwas tut ist doch verrückt - oder?

Damit Kinder das für sie passende Weltbild annehmen können, ist es also wichtig, daß sie unterschiedliche Lehrer und sonstige erwachsene Bezugspersonen haben, die sehr unterschiedliche Weltbilder haben. Das zur eigenen Lebenserfahrung passendste Weltbild kann der Schüler dann schon selbst herausfinden.

Kersti

V4. Kersti: Merkwürdige Erfahrungen
V10. Kersti: Bilde ich mir meine übersinnlichen Fähigkeiten nur ein?
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben.
V40. Kersti: Als käme ich von einem anderen Stern
V41. Kersti: Das Gewicht einer Gabe
V63. Kersti: Wie könnten Geheimgesellschaften ihre wahren Ziele verbergen?
V89. Kersti: Nicht alles ist käuflich
V92. Kersti: ...als hätte ihnen jemand das Denken verboten!
V93. Kersti: Fantasyersatz und die Scheißwahrheit...
V94. Kersti: Eine Sammlung sämtlicher denkbarer Verrücktheiten
V104. Kersti: Fehler bei früheren Leben: Sprache
V107. Kersti: Der Unterschied zwischen konstruktiver und freundlicher Kritik
V215. Kersti: Der dunkle Tunnel mit dem Licht am Ende und Scientology
V216. Kersti: Wirklichkeitsebenen und wo findet sich Gott
V217. Kersti: Ist es schlecht, ein Wirtschaftsunternehmen zu betreiben?
V218. Kersti: Wie kann man das Geldsystem abschaffen, ohne ein Chaos heraufzubeschwören?
V219. Kersti: Wie macht man das Geldsystem zu einem möglichst guten Maßstab für den Nutzen und Schaden, den wir der Allgemeinheit zufügen?
V220. Kersti: Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Methoden, Karten zu legen
V221. Kersti: Abschirmen - das wichtigste, was jeder lernen muß, der auf die höheren Sinne zurückgreift
V225. Kersti: Hüter des Lichts
V226. Kersti: Was war die gute Nachricht des Neuen Testaments?
V228. Kersti: Für was ist ein Mensch verantwortlich?
V229. Kersti: Sind die Bibelcodes mehr als eine nutzlose Zahlenspielerei?
V230. Kersti: Kriterien zum Bau eines realistischen Weltbildes: Repräsentative Ergebnisse und Ausnahmen
V231. Kersti: Frühere Leben von mir, thematisch sortiert
V243. Kersti: Ist die Schulmedizin wirklich so schlecht, wie das hier auf meiner Internetseite erscheint?
V244. Kersti: Warum Vertreter von Außenseitermeinungen besser informiert sind, als Vertreter weit verbreiteter Meinungen
V245. Kersti: Satire: Drogenübertragung durch den Bildschirm
V246. Kersti: Esoterik und Exoterik
V247. Kersti: Was hat Reiki mit Tachionen und Nullpunktenergie zu tun?
V248. Kersti: Spielverderber - oder - Wer sind die Guten?
V255. Kersti: Einer wissenschaftlichen Überprüfung standhalten...
V256. Kersti: Warum hat ein Gedankenkristall mindestens sechs Dimensionen?
V257. Kersti: Leben in zwei getrennten Welten
V261. Kersti: Liebe und ihre Bedeutung
V262. Kersti: Schreibt keine "Kauft euch einen neuen Computer"-Internetseiten
V263. Kersti: Bei Frames: Notfalls sollte die Seite auch ohne Frames funktionieren
V264. Kersti: Telepathie ist nichtsprachlich
V265. Kersti: Der Unterschied zwischen Kopfblind und verblendet
V266. Kersti: Wieso mir der Begriff "Kopfblind" gefällt
V267. Kersti: Aurensehen: Wahrnehmung, für die unserer Sprache Worte fehlen
V268. Kersti: Kostenlose Homepages: Vorsicht Diebstahl geistigen Eigentums
V269. Kersti: Geschichtsschreibung durch lesen in der Akascha-Chronik: Die Welt ist ganz anders...
V270. Kersti: Fehler bei früheren Leben: Weltbilder, Beispiel Atlantis
V271. Kersti: Was ist Zufall?
V281. Kersti: Wie man Menschen von außen in eine Sekte sperren kann...
V282. Kersti: Ratschläge für Angehörige von Sektenmitgliedern
V283. Kersti: Die Billigsten sind oft die Besten...
V302. Kersti: Strafe dafür, daß man etwas schon vor den anderen kann
V311. Kersti: Warum ich glaube, daß es stimmt, daß ich Jesus kannte
V312. Kersti: Manchmal wünschte ich mir, ich hätte wenigstens in irgendeinem Bereich eine durchschnittliche Begabung
V313. Kersti: Einserzeugnis als Gefahrenzeichen

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im Voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.
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