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erste Version: 4/2004
letzte Bearbeitung: 6/2014

VA181.

Bestandteile des Gewissens

Die Unterscheidung zwischen Fachwissen und moralischer Beurteilung

Es gibt die grundlegende Unterscheidung zwischen Fachwissen und Moral, die beide letztlich nötig sind, um eine Handlung moralisch sinnvoll einzuordnen.

Fachwissen an sich hat keine moralische Wertung. Es ist nicht gut oder böse, etwas für wahr zu halten, sondern für sich genommen moralisch wertfrei. Allerdings hängt von der Qualität unseres Fachwissens ab, ob wir richtig vorhersagen können, wie sich eine Handlung auf unser Umfeld auswirkt.

Erst bei der Beurteilung der Folgen einer Handlung kommt die Moral ins Spiel. Da erst läßt sich die Frage beantworten, ob diese Folgen gut oder schlecht sind, ob sie langfristig unser Umfeld und unsere Welt verbessern oder zu einem schlimmeren Ort machen.

Intuitiver oder kognitiver Zugang zum Gewissen

Es gibt grob gesagt, drei Arten, wie Menschen Gewissen auffassen können.
  1. Intuitiv: Manche Menschen sagen, daß sie fühlen, was sich richtig oder falsch anfühlt und danach handeln. Gelegentlich wird das mit der Behauptung verbunden, dieses Wissen käme direkt von Gott, in anderen Fällen nehmen die Betroffenen an, das Gewissen wäre ein Instinkt.
  2. Von einer Autorität oder aus einem allgemeinen geschriebenen oder ungeschriebenen Gesetz übernommen: Viele Menschen sind der Ansicht, das Gewissen wäre ein von außen vorgegebener Satz an Regeln, an den man sich halten müsse.
  3. Verstandesmäßig erfaßt: Die Person nutzt ihr Wissen und ihre geistigen Fähigkeiten um einzuschätzen welche Auswirkungen die verschiedenen Handlungsalternativen auf sie selbst und die Umwelt haben und beurteilt die Handlungen die ihr Umfeld und die Welt als Ganzes zu einem schlechteren Ort machen als moralisch schlecht, die die ihr Umfeld und die Welt verbessern als moralisch gut.
Von diesen drei Möglichkeiten, handelt es sich nur bei der dritten um ein bewußtes eigenständiges moralisches Urteilen. Die erste und zweite Möglichkeit verwenden ein moralisches Urteil aus einer anderen Quelle. Wer seine moralischen Handlungsanweisungen von einer Autorität oder aus einem allgemeinen Gesetz übernimmt, weiß zumindest wo sie herkommen, nämlich letztlich von anderen Menschen. Wer intuitiv moralisch handelt, indem er tut, was sich richtig anfühlt, ist sich der Quellen seines moralischen Urteils nicht im Einzelnen bewußt. Das heißt aber nicht, daß ein solches intuitives moralisches Urteil deshalb zwangsläufig schlechter wäre. Im allgemeinen ist es so, daß die Intuition auf einen größeren Datenbestand - nämlich unter anderem auf vieles was wir vergessen oder nicht bewußt zur Kenntnis genommen haben, nachdem wir es wahrgenommen haben - zurückgreift, während unser bewußtes Denken und Urteilen weniger anschaut, das aber sorgfältiger prüft.

Quellen des Gewissens

Instinkt: Es gibt einen instinktiven Teil, der uns beispielsweise sagt, daß an sich um Babys gut kümmern muß, weil die doch so süß sind. Während Instinkte allein bei weitem nicht reichen, um ein menschliches Leben zu bewältigen, geben sie uns doch eine notwendige Grundlage, ohne die unsere Gesellschaft und unser Familienleben nicht funktionieren würde. Sie statten uns mit einem Grundgerüst an Verhaltenseweisen und Verständigungsmöglichkeiten aus, so daß es beispielsweise bis zu einem gewissen Grade funktioniert, sich mit Händen und Füßen zu verständigen, wenn der andere keine Sprache kennt, die wir auch sprechen.

Es gibt unser irdisches Wissen über das technische und biologische Funktionieren dieser Welt. Wenn sagen wir mal ein Kleinkind im Kalten Krieg in den Kontrollraum gekrabbelt wäre, von dem aus man die ganzen Raketen abschießen kann und ein paar von den hübschen bunten Knöpfchen dort gedrückt hätte, dann hätte es beim Drücken wohl kaum ein schlechtes Gewissen haben können, weil es gar nicht wissen konnte, was es damit anrichtet. Die Erwachsenen, die tatsächlich dort arbeiten und arbeiteten, sind sich der Verantwortung sehr bewußt und haben deshalb einmal einen Atomkrieg verhindert, indem sie im Zweifelsfall erst noch mal nachgeprüft haben, ob die Raketen, von denen ihre Geräte sagte, sie kämen vom Feind, auch tatsächlich da waren.

Reinkarnationserinnerungen: Es gibt unser Wissen, das wir selbst aus früheren Leben mitgebracht haben. Wir haben uns auch in früheren Leben Gedanken gemacht, was zu tun und was zu lassen richtig ist und unser heutige moralsiches Urteil wird wesentlich von unseren früheren Erfahrungen und Entscheidungen mitgeprägt, selbst wenn wir keine bewußte Erinnerung daran haben.

Es gibt das Wissen der übergeordneten Gruppenseelen, das oft als direkt aus Gott stammendes Bedürfnis, liebevoll zu handeln, empfunden wird, aber auch sehr viel differenzierter wahrgenommen werden kann.

Wissen aus anderen feinstofflichen Quellen wie Schutzengeln und feinstofflichen Beratern.

Kognitive und intuitive Auswertung spiritueller Quellen für moralische Urteile

Zunächst würde man sicher annehmen, daß nur unserer irdisches Wissen verstandesmäßig erfaßt und verarbeitet wird, während wir den Rest dieser Quellen nur über die Intuition nutzen können. Sehr viele Menschen tun das natürlich auch genau so.

Ganz so einfach ist es jedoch nicht. Zum einen wird auch unser bewußtes Wissen von unserem Unterbewußtsein mit genutzt, so daß wir auch dieses über die Inuition mit zurückgeliefert bekommen. Zum zweiten gibt es auch Menschen wie mich, die sich bewußt an ihre früheren Leben erinnern und mit Geistern so quatschen wie andere Leute mit ihren Nachbarn. Ich würde mein Gehirn maßlos überlasten, wollte ich mich mit allem was meine Gruppenseele weiß, irdisch bewußt auseinandersetzen. Doch wenn ich zu spezielleren Themen Fragen habe, bekomme ich durchaus sehr klare Antworten, die dann irdisch von mir auf ihre Sinnhaftigkeit beurteilt werden und durchaus auch bei irdischen Entscheidungen mit einfließen.

Kersti

Quelle

Dieser Artikel beruht auf dem Wissen meiner eigenen feinstofflichen Anteile.
VA299. Kersti: Fragen beantworten: Das Wissen der eigenen feinstofflichen Anteile
O2. Kersti: Toleranz als Fähigkeit
O3. Kersti: Ist in der Schule das Denken verboten?
O4. Kersti: Unterbindet Ausgrenzung in der Schule soziales Lernen?
VB2. Kersti: Lernen ist Spiel
VB3. Kersti: Das darfst du nicht sagen, du mußt wissen, daß es falsch ist!
VB4. Kersti: Warum ich so viele persönliche Erfahrungen beschreibe (Damit Forschung da landet, wo sie angewendet werden kann)
VB5. Kersti: Spiel macht unser Lernen realitätsbezogen
VB7. Kersti: Danke für Kritik
VB14. Kersti: Wie lernt man etwas grundsätzlich Neues dazu?
VB15. Kersti: Lernen: Zwischen den Stühlen
VB16. Kersti: Die Bedeutung der Optionhaltung
VB20. Kersti: Fachidiotentum
VB26. Kersti: Der instinktive Konfliktthemenkatalog paßt nicht in die moderne Welt
VB31. Kersti: Medizin - Religion oder Wissenschaft?
VB35. Kersti: Wozu sind Wissen über feinstoffliche Welten und Erinnerungen an frühere Leben gut?
VB38. Kersti: Die Erde: Eine Wirklichkeit der Verführung
VB44. Kersti: Hohe Geistige Wesen, die von nichts eine Ahnung haben!
VB46. Kersti: Es muß frustrierend für Jesus gewesen sein ...
VB50. Kersti: Entwicklungspsychologie: Weltbild-Stufen
VB53. Kersti: Ockhams Skalpell dient nicht dazu die richtigste Theorie auszuwählen, sondern dazu, die nützlichste Theorie zu finden
VB54. Kersti: In meinen ältesten Reinkarnationserinnerungen gibt es keine Religion
VB55. Kersti: Psychologisches Wissen durch Reinkarnationserinnerungen
VB56. Kersti: Verschiedene Formen des Ahnung habens
VB58. Kersti: Drei Arten der Disziplin
VB59. Kersti: Reinkarnation: Was sind echte Neuerfindungen?
VB63. Kersti: Zu wissen, was nicht erforscht und noch nicht erforschbar ist, ist wichtig
VB64. Kersti: Entwicklung des Seelengewissens
VB69. Kersti: Gedächtnisleistungen und Gedächtnisfehlleistungen, die mit Reinkarnationserinnerungen verwechselt werden können
VB72. Kersti: Was Vergebung nicht ist
VB73. Kersti: Wenn Du glaubst, ohne jemanden nicht leben zu können, fühlst Du nicht Liebe sondern Angst
VB75. Kersti: Karmische Gewohnheiten
VB76. Kersti: Unser Gesamt-Ich steht zu unserem Alltags-Ich in demselben Verhältnis wie ein Rollenspieler zu seiner Spielfigur
VB77. Kersti: Waren materielle Inkarnationen gewollt?
VB82. Kersti: Die dunklen Anteile der Erzengel
VB92.6.4.7 Kersti: Wahrnehmung des Wyrd: Weltbilder und Gedankenkristalle
VB98. Kersti: Newton und der Teufel - eine Vergleichsstudie um zu zeigen, wie die Herkunft in der geistigen Welt die feinstoffliche Weltsicht verzerrt
VB102. Kersti: Wann und wie erinnern sich Menschen an frühere Leben
VB104. Kersti: "Es ist, als wäre da ein Teufelchen" - Besessenheit oder eigener Persönlichkeitsanteil?
VB105. Kersti: Dunkel heißt nicht böse
VB111. Kersti: Wer verletzt ist, wird angegriffen: über Engel, Reiki und Dunkle
VB112. Kersti: Warum der Teufel zum größten Heiler wurde
VB115. Kersti: Warum ich von alleinseligmachenden Bessere-Welt-Entwürfen gar nichts mehr halte
VB118. Kersti: Welten des Bösen?
VB123. Kersti: Warum ich keinen Teil von mir "Niederes Selbst" nenne
VB129. Kersti: "Wenn es einen Gott gibt, dann ist er eine Multiple Persönlichkeit!"
VB132. Kersti: Cold Reading? - Was an der diesbezüglichen Argumentation der Skeptikervereine daneben ist
VB136. Kersti: Der Unterschied zwischen Religion und Wissenschaft
VB138. Kersti: Gibt es Menschen ohne Seele?
VB141. Kersti: Darf man von Gott Rechenschaft über seine Taten verlangen?
VB145. Kersti: Das Verhältnis zwischen Glauben und Realität

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, Internetseite: http://www.kersti.de/, E-Mail an Kersti_@gmx.de