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erste Version vor: 01.05.00
letzte Überarbeitung: 7/07

VB10.

Gute Chancen bei Krebs?

Bevor ich mich ausführlich damit beschäftigt hatte, hielt ich Krebs für eine nahezu unheilbare Krankheit. Deshalb mußte zu harten Methoden gegriffen werden.

Mein Heilpraktikerfernstudium enthielt vor allem schulmedizinisches Grundwissen, um die Überprüfung beim Gesundheitsamt bestehen zu können. Selbständig habe ich mich in der darauffolgenden Phase über die Methoden außerhalb der Schulmedizin informiert.
Buch: B133. Bücher über Krebs

Während ich 20 Bücher über Krebs und 250 über Krankheiten und Heilkunde allgemein las, kam ich aus der Fassungslosigkeit nicht mehr heraus: Gab es wirklich so viele ungefährliche, aber dennoch sehr wirksame Heilmethoden für Krebs? Machen diese Leute sich selbst und uns da nicht einiges vor?

Wendet die Schulmedizin wirklich vor allem die drei Methoden an, die erhebliche Nebenwirkungen haben, und vollkommen ungeeignet sind, Krebs zu heilen?

Ich suchte dringend nach Gegenbeweisen, um mich abzusichern. Dabei stieß ich auf ein Hindernis, das mich fassungslos zurückließ:

Da Onkologie nicht mein Hauptfachgebiet ist, kann ich nicht 100 oder 200 Einzelstudien auf ihre Stichhaltigkeit prüfen, sondern ich brauche eine zusammenfassende Auswertung dieser Studien, die aber die vollständige Beweisführung für die Nützlichkeit der Methode enthalten, also:
Beobachtungen -> Theorien zu ihrer Erklärung -> Weltbild

Ich fand keine wissenschaftliche Arbeit, die die Nützlichkeit der schulmedizinischen Methoden bewies, wohl aber eine die die Zweifelhaftigkeit der Chemotherapie für diverse Krebsarten widerlegt.
Buch: Abel, Ulrich / Chemotherapie fortgeschrittener Karzinome

Kersti:

7/07

Anmerkung

Teilweise entstand dieser Eindruck durch die unterschiedlichen Werbestrategien die für Schulmedizin und Naturheilkunde typisch sind. Beides ist keine völlig offensichtliche Werbung sondern mehr oder weniger verschleiert.
VA280. Kersti: Verschleierte Werbung
Aber nichtsdestrotrotz haben sowohl Ärzte und Pharmaunternehmen als auch Heilpraktiker und die Hersteller Naturheilkundlicher Mittel immer Werbung betrieben, so weit es die Gesetzeslage zuließ.

In beiden Fällen waren die Hauptkanäle um Werbung für die jeweiligen Methoden an den Mann oder die Frau zu bringen wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Bücher und Zeitschriften. Und Werbung richtete sich zu einem erheblichen Teil an Ärzte und Heilpraktiker.

Unterschiedlich war vor allem der Inhalt der Werbung:
In der Naturheilkunde gibt es verglichen mit der Schulmedizin sehr wenig wissenschaftliche Forschung. Dennoch werden in Fachzeitschriften und Populärwissenschschaftlichen Büchern die vorhandenen Forschungsarbeiten so ausführlich diskutiert, daß der typische Heilpraktiker auf Nachfrage oft durchaus überzeugende Literaturhinweisee für interessierte Laien geben kann. Auch in Patienteninformationen, die Heilpraktiker und Naturheilkundlich orientierte Ärzte herausgeben, werden nicht einfach nur Anweisungen gegeben, sondern auch begründet, warum diese Anweisungen wichtig sind.

Die schulmedizinische wissenschaftliche Forschung hat einen Umfang der die Forschung der Naturheilkunde mengenmäßig um mehr als das tausendfache übertrifft. Doch ist der Zugang der praktizierenden Ärzte dieser Forschungslage in keiner Weise angemessen. Um mit einer so großen Menge an Forschungsergebnissen sinnvoll arbeiten zu können, wenn man Allgemeinmediziner und nicht hochspezialisierter Facharzt ist, ist es wesentlich, daß man sich hauptsächlich auf zusammenfassende wissenschaftliche Übersichtsarbeiten stützt, die das jeweilige Thema sowohl inhaltlich als auch statistisch bearbeiten. Das Dumme an der Geschichte ist, daß für die Bereiche, die von der Naturheilkunde in Frage gestellt werden, solche zusammenfassenden Arbeiten nicht in einer Form existieren, die tatsächlich geeignet ist die naturheilkundliche Argumentation zu widerlegen.
VA21. Kersti: Beispiel für die Argumentation der Impfbefürworter
Hinzu kommt, daß auf Zweifel, die auf naturheilkundlichen Standpunkten beruhen oft mit Argumentationsmustern geantwortet wird, die beim besten Willen nicht wissenschaftlich zu nennen sind. Beispiel:
V150. Kersti: Den Fachleuten vertrauen?
V32. Kersti: Heilpraktiker sind realistischer als Ärzte

Kersti

V21. Kersti: Krebs: Alles psychisch?
V33. Kersti: Wissenschaftliche Arbeit, Doktortitel und Verschwörungstheorien
V34. Kersti: Medizin: Bitte informiert euch...
V35. Kersti: Warum es in der Naturheilkunde wenig placebokontrollierte Doppelblindstudien gibt
V97. Kersti: Krebs: Schulmedizinische Argumentationsweise
V98. Kersti: Krebs: Heilen heißt Probleme aus dem Weg schaffen
V101. Kersti: Ablauf der Krebserkrankung
V102. Kersti: Krebsbehandlung: Naturheilkunde
V103. Kersti: Krebsbehandlung: Die Schulmedizin
V134. Kersti: Hamers Fehler
V140. Kersti: Die zerstörerische Arroganz der herrschenden Meinung
V152. Kersti: Krebs-Vorbelastung (Präkanzerose)
V153. Kersti: Seelischer Schutz vor Konflikten
V243. Kersti: Ist die Schulmedizin wirklich so schlecht, wie das hier auf meiner Internetseite erscheint?
V310. Kersti: Gibt es einen Krebserreger?
VA16. Kersti: Wissenschaft als Sekte
VA41. Kersti: Düngung als Krankheitsursache
VA43. Kersti: Randomisierte Doppelblindstudien - braucht man noch andere Methoden in der Medizin?
VA48. Kersti: Direkte Zensur - indirekte Zensur - Gedankenzensur
VA49. Kersti: Literaturrecherche nach wissenschaftlich fundierter Literatur
VA67. Kersti: Welche nichtwissenschaftlichen Faktoren verfälschen das Wissen der Fachleute über den Stand medizinischer Forschung?
VA81. Kersti: Haben Viren vielleicht gar nichts mit Krankheiten zu tun?
VA83. Kersti: Aids: manchmal liest man auch seltsame Behauptungen...
VA105. Kersti: Gesunde Ernährung
VA107. Kersti: Gesundheit
VA123. Kersti: Krebs
VA125. Kersti: Fehlertypen in der Wissenschaft
VA126. Kersti: Forschungsstrategien: Wenn ein Mediziner, ein Physiker und ein Historiker sich mit demselben medizinischen Thema beschäftigen, kommt nicht dasselbe dabei heraus
VA127. Kersti: Um das Wissenschaftliche Weltbild der Fachleute realistischer zu machen, brauchen wir viel mehr auswertende Forschung
VA128. Kersti: Wer sollte die Forschung in der Medizin betreiben?
VA178. Kersti: Der Unterschied zwischen "schlecht recherchiert" und "nicht allwissend sein"
VA251. Kersti: Macht der Erreger oder der Körper die Krankheit
VA253. Kersti: Der Unterschied zwischen wahr, bewiesen, nicht bewiesen, nicht belegbar, nicht beweisbar, widerlegt, falsch
VA259. Kersti: Gibt es einen Unterschied zwischem geistigem Heilen und dem Placebo-Effekt?
VA288. Kersti: Ist die Schulmedizin kritikfähig?
VA294. Kersti: Inwieweit ist Homöopathie bewiesen und beweisbar?

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.