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Zuerst erschienen in Idee und Bewegung Heft 45 (Heft 4/1999)
zuerst auf dieser Internetseite zwischen dem 15.02.2000 und dem 01.05.2000
letzte Überarbeitung: 1-2/2017
letzte Überarbeitung: 2/2017

VB18.

Wieviel Eiweiß braucht der Mensch?

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V6. Kersti: Gesunde Ernährung
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VB18. Kersti: Quellen

 
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Traditionelle Ernährungsweisen: Es gibt alles von 90% fleischlicher Ernährung bis rein pflanzlich

Bei Jägern und Sammlern gibt es Menschen, die sich zu 80% von pflanzlicher Nahrung ernähren und andere wie Eskimos, die zu 90% von tierischen Produkten leben. Eine rein pflanzliche Ernährung wäre schwierig und tritt üblicherweise nicht auf, da die mengenmäßig wenigen tierischen Produkte überproportional zur Kalorienversorgung beitragen, da Wildpflanzen im Vergleich zu ihrer jeweils domestizierten Form weniger Kohlehydrate und Fette und dafür mehr Ballaststoffe und Abwehrstoffe gegen Freßfeinde enthalten. Kinder von Jäger- und Sammlervölkern sind darauf angewiesen, drei Jahre lang die Brust der Mutter zu bekommen, da sie sich vorher noch nicht ausschließlich von der Nahrung ihrer Eltern ernähren können.

Hirtenvölker haben oft einen hohen Anteil tierischer Produkte in ihrer Ernährung, der um die 90% tierische Nahrung wie Bild, Käse, Fleisch und Blut liegt. Diese wird durch gesammelte Pflanzen ergänzt. Michlziegen, Schafe und Kühe ermöglichen es dem Menschen öfter als alle drei Jahre ein Kind zu bekommen, da Kinder unter drei jahren bei Bedarf Mich zugefüttert bekommen können.

Das Phänomen das Menschen sich aus religiösen Gründen rein vegetarisch ernähren tritt erst bei Bauern auf, da erst durch domestizierte Pflanzen eine Kalorienversorgung ausschließlich über Pflanzen möglich wird. Das normale ist aber, daß auch Bauern einen nennenswerten Anteil tierischer Produkte in der Ernährung haben, da sie den Mist dieser Tiere brauchen, um ihre Felder zu düngen.
VA71.1 Kersti: Geschichte des Getreideanbaus und der Getreidenutzung

 
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1. Was Menschen von Grasfressern unterscheidet

In meinem persönlichen Leben sind mir, da ich aus dem jugendbewegten Umfeld stamme, wo es jede Art von alternativer Lebens- und Denkweise häufiger gibt als in der Normalbevölkerung öfter Leute begegnet, die sich von veganer Rohkost ernährt haben.
Z9998.4.3 Kersti: Wandern, Jugendbewegung und die Kulturinitiative
Meist waren es gleichzeitig Leute, die in ihre Ernährung - was ich übrigens auch tue - viele Wildkräuter integrieren.
VA240. Kersti: Wie man mit Kräutern kocht
Wir sagten dann scherzhaft über diese Menschen "die gehen in der Garten grasen" - eine Behauptung, die so natürlich nicht zutraf und dieselben Leute, die diesen Spruch brachten nicht daran hinderte, selber an einer AG zum Kräutersammeln teilzunehmen und dabei diese Wildkräuter ins Essen zu integrieren.

Natürlich haben die veganen Rohköstler sich nicht ausschließlich von Gras und Kräutern ernährt, denn das ist einem Menschen so nicht möglich. Trotzdem wirkten sie oft ziemlich ausgezehrt.
V279. Kersti: Reine Rohkost?

Autor: Marianne Niederer zählt zu den Autoren die für vegane Ernährung plädieren1.. An einer Stelle gibt sie einen Gedankenfehler wieder, der in der veganen Subkultur weit verbreitet ist2., die ich aber so nie im jugendbewegten Umfeld gehört hatte, vermutlich weil sie bei den naturverbunderen Jugendbewegten sofort auf gut begründeten Widerspruch gestoßen wäre.

Marianne Niederer: Elefanten, Wasserbüffel und Nashörner bauen ihren imposanten Körper ausschließlich mit Pflanzenkost

Marianne Niederer erwähnte am Anfang der Seite 71 ihres Buches, daß der Eiweißanteil in der menschlichen Muttermilch bei 1-2 % liegen würde, ohne zu sagen ob sich die Angabe auf die Milch samt Wassergehalt oder die Trockenmasse bezieht, was durchaus ein erheblicher Unterschied wäre, da Milch nun einmal zum größten Teil aus Wasser besteht.

Weiter unten auf der Seite schreibt sie:
"Wir können die menschliche Ernährung zusammenstellen wie wir wollen, mehr als 1-2% Eiweiß sind immer dabei, selbst wenn wir uns nur von Früchten und Gemüsen ernähren wie die Menschenaffen. Kein wildlebender Menschenaffe leidet an Eiweißmangel. Ein ausgewachsener Gorilla ist etwas 30 mal stärker als ein erwachsener Mann. Die größten und stärksten Tiere der Erde, wie Elefanten, Wasserbüffel und Nashörner bauen ihren imposanten Körper ausschließlich mit Pflanzenkost." 1. S.71

Diese wenigen Sätze enthalten eine ganze Reihe sachlicher Fehler.

Zunächst mal zum Eiweißgehalt im Vergleich zu Fett und Kohlehydraten. Ich nehme hier die Werte aus der GU Nährwerttabelle5. (Frischmasse abgekürzt als f) und berechne daraus den Nährstoffgehalt bezogen auf die Trockenmasse (t:) mit der Formel t=f*(100/(100-Wassergehalt)). + heißt in Spuren
Nahrungsmittel Eiweiß Fett verwertbare
Kohlehydrate
nicht verwertbare
Kohlehydrate (Ballaststoffe)
Wassergehalt
Muttermilch f: 1,2; t: f: 3,7 t: f: 7,1; t: f: 0; t: 87,7
Vorzugsmilch f: 3,3; t: f: 3,8; t: f: 4,8; t: f: 0; t: 87,5
Camenbert 60% Fett f: 16,8; t: f: 33,2; t: f: +; t: f: 0; t: 46,0
Schweineschnitzel f: 20,3; t: f: 7,6; t: f: +; t: f: 0; t: 66,9
Weißbrot f: 7,5; t: f: 1,2; t: f: 48,0; t: f: 3,0; t: 39,0
Roggenschrot- und Vollkornbrot f: 6,8; t: f: 1,2; t: f: 38,8; t: f: 8,1; t: 43,0
Linsen f: 23,5; t: f: 1,4; t: f: 52,0; t: f: 10,6; t: 11,8
Haselnuß f: 13,0; t: f: 61,0; t: f: 11,4; t: f: 7,4; t: 5,6
Blumenkohl, roh f: 2,4; t: f: 0,3; t: f: 2,3; t: f: 2,9; t: 91,7
Kartoffel, roh f: 2,0; t: f: 0,1; t: f: 14,8; t: f: 2,1; t: 77,8
Vorzugsmilch f: ; t: f: ; t: f: ; t: f: ; t:
Vorzugsmilch f: ; t: f: ; t: f: ; t: f: ; t:
Vorzugsmilch f: ; t: f: ; t: f: ; t: f: ; t:
Vorzugsmilch f: ; t: f: ; t: f: ; t: f: ; t:

 

Zum einen ist es schlicht falsch, daß alle Menschenaffen sich ausschließlich von pflanzlicher Nahrung ernähren würden, wie das Beispiel der Schimpansen zeigt. Schimpansen sind Allesfresser, die sich aber zum überwiegenden Teil von Pflanzen ernähren. Schimpansen fressen aber auch regelmäßig Insekten und verschiedene kleine Säugetiere (wie etwa Fledermäuse, kleine Primaten und Ducker). Neben diesen allgemeinen Bestandteilen der Ernährung kann Schimpansenverhalten aber auch entgleisen, so beobachteten Autor: Jane Goodall und ihre Mitarbeiter, nachdem sie zehn Jahre lang den Eindruck gehabt hatten, Schimpansen seien ähnlich wie Menschen, nur besser plötzlich, wie in der von ihnen beobachteten Horde einige Mitglieder die Kinder anderer Schimpansen zunächst hordenfremder und später Mitglieder der eigenen Horde fraßen. 1974-78 wurden in der Horde zehn Schimpansenkinder geboren und nur eins überlebte. Bei fünven ist bekannt, daß sie von einem bestimmten Weibchen der Horde und ihrer erwachsenen Tochter getötet und gefressen wurden, bei drei weiteren wird es vermutet. Nach diesen Ereignissen kam es zu einem regelrechten Krieg zwischen zwei Gruppen der beobachteten Horde bei dem die meisten Mitglieder der der einen Teilgruppe getötet wurden.3. S.155ff

Ein zweiter Gedankenfehler ist die Vermutung, daß, wenn Grasfresser und andere Tiere, die an faserreiche Pflanzenkost angepaßt sind, davon leben können, daß das dem Menschen auch möglich sein müßte. Das ist aber nicht der Fall, denn jede Art, die von solcher Nahrung leben kann, hat einen weitaus längeren Darm als Menschen und spezielle Anpassungen, um Mikroorganismen im Magen-Darm-Kanal einen Lebensraum zu bieten, in dem sie ausreichend Zeit haben, daß sie einen erheblichen Teil der Zellulose abbauen und daraus Zucker, Fette und Eiweiße herstellen können. Wo diese Räume für die Mikroorganismen sind, ist unterschiedlich. Der Wasserbüffel ist wie alle Rinder, Schafe, Ziegen, Hirsche ein Wiederkäuer und hat einen gekammerten Magen bei dem die Nahrung in den ersten Kammern von Mikroorganismen umgebaut wird, die dann in der nachfolgenden Kammer mit verdaut werden4..
VB196. Kersti: Der Wiederkäuermagen
Nashörner sind genau wie Pferde und Esel Blinddarmfermentierer, bei denen ein sehr viel größerer Blinddarm den Mikroorganismen Zeit und Raum für ihre Arbeit bietet4.. Der Gorilla ist tatsächlich ein weit ausgeprägterer Pflanzenfresser als der Schimpanse oder Mensch. Bei Gorilla und Elefant findet die Arbeit der Mikroorganismen im Dickdarm statt, der entsprechend größer ist4.. Der Mensch hat diese Anpassungen nicht und eine solche Fermentation kann daher nicht in ausreichendem Maße im Magen-Darm-Kanal stattfinden, daher können wir uns auch nicht ausschließlich oder überwiegend von dieser Art Nahrung ernähren. Wir würden schlicht verhungern, wenn wir es versuchen würden, weil wir selbst keine Zellulose verdauen können und Mikroorganismen im Darm nicht ausreichend Zeit lassen können, das für uns zu erledigen.

 
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Machen tierische Produkte süchtig?

Autor: Marianne Niederer schreibt:
(1) "Viele Menschen, die man als ausgeprägte Fleischesser bezeichnen würde, fühlen sich einfach nicht mehr gut in ihrer Haut, wenn sie längere Zeit kein Fleisch und keine Fleischerzeugnisse zu ssich genommen haben. Das Gefühl, "daß etwas fehlt", dass man nach etwas Sehnsucht hat, wird dann immer dominanter. Dieses Gefühl stellt sich selbst dann ein, wenn sie Fleisch durch sehr eiweißreiche pflanzliche Nahrungsmittel (Sojaprodukte, Hülsenfrüchte ...) oder Ergänzungsstoffe ersetzen und ihr Grundbedarf an Nährstoffen eigentlich gedeckt sein müßte."

(2) Sie macht dann im nachfolgenden Text Hypoxanthin dafür verantwortlich, das eine anregende Wirkung haben und deshalb süchtig machen soll. Sie schreibt, daß dieser Stoff regelrecht abhängig machen könne.1. S.77

Das erste was auffällt ist: (1) gehört nicht zu (2), denn körperliche Abhängigkeiten verlaufen anders und fühlen sich anders an. Was Marianne Niederer unter (1) beschreibt ist nicht, wie sich eine Sucht anfühlt sondern wie sich ein Nährstoffmangel anfühlt.
V9. Kersti: Ernährungsintuition: Auf den eigenen Körper hören
VB29. Kersti: Essen als Sucht

Es mag sein, daß eine Sucht nach Fleisch möglich ist, aber ich habe aus zwei Gründen so meine Zweifel daran. Der erste Grund ist, daß mir noch niemand etwas über seinen Fleischgenuß erzählt hat, das sich für mich wie eine körperliche Abhängigkeit anhörte. Der zweite Grund ist, daß es mir sehr unwahrscheinlich klingt, daß ein Nahrungsmittel, daß unseren Jäger-und-Sammler-Ahnen schon vergleichsweise oft in größeren Mengen zur Verfügung stand nicht zu Anpassungen geführt haben soll, die es ihnen ermöglicht, Fleisch sinnvoll zu dosieren.

Wenn heutige Menschen zu viel Fleisch essen, vermute ich dahinter, daß von den ohne nennenswerten Aufwand eßbaren Dingen Fleisch noch mit zu den naturbelassensten zählt. Ich vermute, daß sie einen Nährstoffmangel über Fleisch zu beheben versuchen, der sich nicht wirklich über Fleisch beheben läßt, weil man ungesund viel Fleisch essen muß, um von allem anderen genug zu bekommen.

 
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2. Brauchen Menschen tierische Produkte?

Zitate aus einem Artikel von www.menschennahrung.de:

Hätte ich mich nicht einsichtig gezeigt, dann hätten sie mir mein Kind weggenommen, und das mit dem Stempel, ich hätte mein Kind absichtlich verhungern lassen

( Einschub: Nun, bei Wandmaker, falls einer sich nach seinem Buch ernähren wollte, wovor ich aus eigener Erfahrung nur warnen kann!!! , sollte man im voraus wissen, dass er mit einem Nierenschaden im Krankenhaus lag und mit Fisch aufgepäppelt wurde. Auch hat er keine Zähne und auch keine Haare mehr ... Soviel, was die Überprüfbarkeit seiner Argumente angeht.... Und soviel auch zur Vertrauenswürdigkeit seiner Person, zumal er seine Bücher nie öffentlich revidiert oder korrigiert hat, so dass stets aufs neue Menschen fehlgeleitet werden. !!!...)

Mit 20 fing die sehr gläubige junge Frau an, Rohkost zu essen. Alle drei Monate, in der kalten Jahreszeit auch alle zwei Monate, hatte sie Heißhunger auf Tierisches. Dann aß sie einen Tag reichlich Leber, Eier und Fisch, aber keine Milchprodukte - alles roh, den Fisch mitsamt den Gräten. Es war ihr widerlich, den Fischen die Köpfe abzuschneiden, die feste widerspenstige Leber zu zerschneiden. Es war ihr, als wäre sie mitschuldig am Tod von Gottes Geschöpfen und betete zu Gott, ihr den Heißhunger auf Tierisches zu vergeben. Es ist ja nur fünf, sechsmal im Jahr und sie gab nur ihrem Körper, was er brauchte. Und sie wusste, dass ihr Körper Vitamin B 12 braucht. Lebenswichtige Substanzen, die es nun mal nicht in Pflanzen gibt. Das Ergebnis sprach für sich. Sie war kerngesund, fühlte sich pudelwohl und sie gebar einen gesunden Sohn, dem sie mit ihrer Muttermilch alles gab, was er brauchte.
...
Also wurde sie vor etwa sechseinhalb Jahren vegane Rohköstlerin. "Es war für mich eine Lösung, eine ideale Lösung. So Gott nah zu sein und Gottes Werk zu achten", sagt sie. Und sie machte es konsequent, wie sie alles konsequent tut.
...
Nach 7 Jahre konsequent veganer Rohkost wurde Beate nochmals schwanger und gebar ein Mädchen. Und auf die Frage, weshalb sie mit der veganen Rohkost (nach- dem das Kind 1 Jahr und 4 Monate war) aufhörte, antwortet sie folgendes: "Wissen sie, wenn sie dem Tode nahe sind und ein Kind davon betroffen ist, dann hören sie sofort damit auf. Ansonsten hätte ich - auch von der Ethik her - gern so weiter gemacht, aber dann wäre ich mit meinem Kind gestorben." Ich muss dazu sagen, dass ich in der Schwangerschaft meine Muttermilch und mein Blut untersuchen ließ, und kein einziger Arzt hat mir gesagt, dass ich krank bin - kein einziger...
...
..." Auch hatte ich als es der Kleinen so schlecht ging mit vielen Ärzte gesprochen, v. a. aus der "Natürlich Leben"- Zeitschrift, doch keiner hat wirklich gesagt: "Handeln sie, tun sie was! Sie waren alle so gehirngewaschen.".. Und alles Männer!!! In Eigeninitiative ging Beate dann ins Krankenhaus und wurde gleich 5 Wochen lang festgehalten: "Hätte ich mich nicht einsichtig gezeigt, dann hätten sie mir mein Kind weggenommen, und das mit dem Stempel, ich hätte mein Kind absichtlich verhungern lassen. Ja, ich wäre beinahe im Gefängnis gelandet... Mein Kind hatte Anämie, und die B12 Anämie ist die schlimmste Form von Anämie, die es in der Welt gibt."

(Die betroffene Frau blieb anonym)

Also hat sich mein vages Gefühl, daß da bei den meisten Rohköstlern, die ich erlebte, gesundheitlich irgendetwas nicht stimmte, bestätigt. Und es ist gefährlicher als ich angenommen hätte.

Es dauert manchmal über zehn Jahre, bis beim Menschen ein Vitamin B12-Mangel auftritt und richtig gefährlich wird es meist nur bei Müttern mit Kindern - im Großen und Ganzen haben wir zur Deckung unseres Bedarfs an diesem Vitamin dieselben Alternativen wie die Tiere, die keine Wiederkäuer sind: Erde, Scheiße oder Fleisch essen.

Vitamin B12 wird ausschließlich von Mikroorganismen produziert, und stammt bei den Grasfressern vermutlich aus deren viel zahlreicheren Darmbakterien. Von Kaninchen weiß man, daß sie ihre Köttel fressen, Pferde fressen öfter absichtlich Erde mit. Kühe, Rehe, Hirsche, Schafe, Ziegen etc sind Wiederkäuer, das heißt die Nahrung kommt zuerst in den Pansen, wird dort von Mikroorganismen verarbeitet (daher bekommen Kühe ihr Eiweiß und ihr Fett aber auch einige Vitamine) dann hochgewürgt, durchgekaut und wieder heruntergeschluckt. Ich nehme an, daß ihr Vitamin B12 im Pansen produziert wird und dann im Darm aufgenommen wird.

Wildschweine, Schimpansen und Ratten fressen, wie wir Menschen, manchmal auch Fleisch.

Kersti


2/2010

Grundsätzlich kann man wohl sagen: Bei gesunder Ernährung kommt es sehr oft auf Details an, die man nicht alle im Einzelnen kennen kann. Wenn ein Mensch mit veganer Rohkost Probleme bekommt, ist zweifellos Vitamin B12 eines der ersten woran man denken sollte und falls er nicht reagiert, sobald sich Probleme zeigen, kann es durchaus gefährlich werden.

Eine weitere Alternative zu tierischen Nahrungsmitteln habe ich inzwischen gefunden: Milchsauer vergorene Nahrungsmittel wie Sauerkraut enthalten ebenfalls Vitamin B12. Aus dem Thema Erde essen leitet sich der Ratschlag ungewaschene Wildkräuter zu essen ab.

 
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3.

VA71.1.1 Kersti: Aßen Jäger- und Sammlervölker Getreide?
VA71.2.2 Kersti: Getreideanbau und die Gesundheit der Menschen: Bauern hungern länger

Kersti

 
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Ich schildere, wann immer möglich, selbst erlebte Beispiele. Das tue ich nicht, weil es keine anderen gäbe, mit denen man dasselbe belegen kann, sondern weil ich die Literatur mit neuen, zusätzlichen Beispielen bereichern will.
VA272. Kersti: Wenn meine Beispiele alle von mir handeln - heißt das etwa, daß ich selbstbezogen bin?
Selbst erlebte Beispiele sind - da sie aus erster Hand sind - genauer beschrieben als Beispiele aus meiner Praxis, wo ich die Erklärungen meiner Patienten mißverstanden haben könnte und sie deshalb möglicherweise falsch wiedergeben könnte.
V175. Kersti: Kriterien zum Bau eines realistischen Weltbildes: Realitätsnähe
Und diese sind genauer und richtiger als aus der Literatur übernommene Beispiele, da ich bei diesen die betroffene Person nicht einmal persönlich kenne und das Beispiel deshalb möglicherweise in einen falschen Kontext einordne.

Weitere Quellen waren:


Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.