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erste Version: 16. Apr. 2008
letzte Überarbeitung: 7/2008

VB57.

Die Fehler der GWUP am Beispiel von Sitchin

Der GWUP erfüllt zwar formal die Forderungen an wissenschaftliche Texte, indem beispielsweise Quellenangaben unter den Texten gemacht werden, inhaltlich erfüllte aber bisher kein Text den ich dort gelesen habe, die inhaltlichen Ansprüche, an Exaktheit und Bemühung um Wahrheitssuche, die man an solche Texte gewöhnlich stellt.

Wenn mir bisher nur ein oder zwei solche offensichtlichen Fehler bei Texten, die die GWUP veröffentlicht, aufgefallen wären, hätte ich mir gesagt: OK - irren ist menschlich. Tatsächlich entdecke ich bei Texten, die der GWUP veröffentlicht, beim ersten Lesen gewöhnlich mehrere Fehler - und wenn ich in wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlichte grenzwissenschaftliche Texte lese, entdecke ich keinen einzigen derartigen Fehler. Natürlich enthalten auch diese Texte Fehler, aber keine, die ich beim ersten lesen entdecke, sondern Fehler die ich erst beim gründlichen durcharbeiten und vergleichen mit anderen Texten klar nachweisen kann.

Beispielgeschichte, Kersti:

Beispiel GWUP

So erwartet man von einem Wissenschaftler beispielsweise, daß er zwischen Buchautor und Klappentextautor unterscheidet, bei denen es sich so gut wie immer um verschiedene Personen handelt. Den Klappentextautor wählt gewöhnlich nicht der Buchautor aus, sondern der Verlag. Dem GWUP oder seinen Autoren oder beiden scheint es dieser Fähigkeit zu ermangeln.

Diskutierter Text:
Welt: Dr. Klaus Richter: "Fehler und Fehlinterpretationen Zecharia Sitchins." Zuletzt geändert: 30. Juni 2003. http://www.gwup.org/
Es wird behauptet "Sitchin nennt sich selbst einen anerkannten Altertumsforscher, wird auch so von anderen Autoren des grenzwissenschaftlichen Spektrums bezeichnet." Während letzteres stimmt und so im Klappentext des Buches "Der Zwölfte Planet" vom Ullstein Verlag 1995 steht, sieht die Selbstdarstellung von Sitchin im Vorwort etwas anders aus: er sagt, daß er in der Schule das alte Testament im hebräischen Original las und danach Sprachen, Geschichte und Archäologie studierte. Über seinen augenblicklichen Beruf macht er keine Aussage. Wenn er Journalist ist, ist das für das Buch aber auch irrelevant. Der GWUP schießt mit seiner Kritik über das Ziel hinaus und ist bereit dabei sogar glatte Lügen zu tolerieren.

Leute die Klappentexte für einen Verlag schreiben, machen häufig falsche Aussagen. Aber es ist unredlich eine solche Werbeaussage des Verlages dem Autor des Buches in die Schuhe zu schieben, der den Klappentext vielleicht nicht einmal kennt oder ihn nicht ändern lassen konnte.

Dieses Beispiel für eine Fehler ist nicht harmlos, denn es stellt Sitchin als Betrüger dar und entwertet damit seine gesamte Hobby-Forschungsarbeit.

Der GWUP stellt seine eigenen Texte als "wissenschaftliche" Ansichten dar. Klar muß man kein Diplom haben, um wissenschaftlich arbeiten zu können, aber nach dem Kriterium vorgeht, das man anlegen müßte, um diesen Text als wissenschaftlich zu bezeichenen, könnte man auch Sitchin als anerkannten Altertumsforscher bezeichnen. Irgendjemand (wenn auch keine Wissenschaftler), hat ihn offensichtlich anerkannt, anders lassen sich die 87 Treffer bei Worldcat am 16. Apr. 2008 für Ausgaben von durch Sitchin geschriebene Bücher kaum erklären.
Welt: Sitchin bei Worldcat
Verschiedene deutschsprachige Ausgaben desselben Buches sind dabei jeweils zu einem Treffer zusammengefaßt. Kleinauflagen in seltenen Sprachen tauchen vielleicht gar nicht in der Liste auf. Sitchin hat sich zweifellos hobbymäßig etwas zusammengeforscht und dabei durchaus wissenschaftliche Arbeitsmethoden verwendet. Andererseits finde ich natürlich mit Google Sholar keinen einzigen in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift veröffentlichten Artikel von Sitchin.

Wenn ich in Richters Artikel beim ersten Lesen einen groben Fehler finde, bin ich mir ziemlich sicher, daß es wesentlich mehr Fehler in dem Artikel gibt, die ich aber nicht gefunden habe, weil ich mich nicht gründlich genug damit auseinandergesetzt habe, um unauffälligere Verfälschungen zu entdecken. Und das ist eben weit von den Ansprüchen entfernt, die man gewöhnlich an wissenschaftliche Forschungsarbeiten oder Übersichtsartikel stellt. Eine wissenschaftliche Fachzeitschrift würde den Artikel wegen inhaltlicher Mängel sofort zurückschicken. Besonders weil es sich bei dem Fehler um einen persönlichen Angriff auf Sitchin handelt.

Ich hätte mehr Achtung vor der GWUP, wenn der Text Ungenauigkeiten enthalten würde, die einem Menschen einfach so passieren könnten, oder wenn ich JEMALS einen Text bei der GWUP gelesen hätte, bei dem mir nicht beim ersten Lesen des Textes etwas aufgefallen wäre, das falsch ist - und ich habe doch nun wirklich nicht von jedem Bereich, der in das Themengebiet der GWUP fällt, so viel Ahnung, daß mit JEDER Fehler auffallen würde.

Kersti

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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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