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erste Version: 5/2009
letzte Bearbeitung: 1/2010

VB70.

Weitere therapeutische Kniffe

Paradoxe Intention

Wenn eine Person zwanghaft etwas tut oder im Gegenteil darunter leidet, daß es ihr nicht gelingt, sich dazu überwinden, hilft es manchmal, wenn man sie scherzhaft dazu auffordert, genau das zu tun, was sie nicht tun will.

"Und wenn Du das nächste mal in die Situation kommst, dann beweis mir mal, wie toll Du Dich blamieren kannst!"

Häufig führt das dazu, daß das Problem verschwindet. Am Wirkungsvollsten ist es, wenn man die Situation konkret benennt - das heißt im konkreten Beispiel wird "in die Situation kommst" durch eine Beschreibung der Situation ersetzt und "Dich blamieren kannst" durch eine Beschreibung des Problemverhaltens.

Beispiel: "Und wenn Du das nächste mal auf der Bühne stehst, dann beweis mir mal, wie toll Du alles vergessen kannst!" oder noch konkreter "Und morgen bei der Aufführung zeigst Du mir, wie toll Du Deinen Text vergessen kannst!"

Wunsch-Widerstands-Betrachtung

Wenn ein Mensch etwas fühlt aber dieses Gefühl nicht haben will, wenn er etwas wünscht und diesen Wunsch als falsch empfindet, bei Zwängen und Ähnlichem kann eine Wunsch-Widerstands-Betrachtung helfen.

Man sagt laut:
"Im Moment erlebe ich, wie ich begehre XXX und wie ich im Widerstand zu dieser Haltung bin."
und beobachtet, wie dieses Erleben sich anfühlt und funktioniert. Bei XXX wird das Problem eingesetzt.

Welche Überzeugung könnte eine Person haben, die das erlebt?

Eine weitere Methode um die psychischen Ursachen von Problemen bewußt zu machen, ist folgendes:

1. Frage: "Welche Überzeugung könnte eine Person haben, die XXX erlebt."
Der Betroffene gibt eine denkbare Überzeugung an.
2. Frage: "Hast Du einen Beweis daß das wahr ist?"
Der Betroffene sagt etwas, das zu zeigen scheint, daß diese Überzeugung wahr ist.
Danach kehrt man zu der ersten Frage leicht abgewandelt zurück:
"Welche andere Überzeugung könnte eine Person haben, die XXX erlebt?" und fragt nach der Antwort erneut nach einem Beweis für die Richtigkeit der Überzeugung. Das macht man so lange, bis man zu einem Ergebnis kommt, das einen weiterbringt. Wie oben schon ist XXX der Platzhalter für das Problem.

Eine Variante dieser Methode besteht darin, daß man die Frage nach der Überzeugung durch die Frage:
1. Frage: "Welche Absicht könnte jemand haben, der xxxx erlebt." ersetzt und dann wie gehabt mit der

2. Frage: "Hast Du einen Beweis daß das wahr ist?" und der ständigen Wiederholung des Vorgehens fortfährt.

Die Hmm-Hmm-Methode

Als mit die Option-Methode begegnete, hielt ich sie für das Non-Plus-Ultra und wollte jeden dazu animieren, das auch auszuprobieren. Das geschah eher mit wenig Erfolg, denn ich hatte ja selber noch diverse Probleme, die ich noch nicht gelöst hatte.
V26. Kersti: Option
Zuerst stellte ich fest, daß die Option-Dialoge, die ich mit anderen machte immer kürzer, immer direkter wurden. Dann wurde mit der Zeit die verwendete Methode immer unwichtiger. Ich stellte fest, daß es völlig reichte, wenn ich meinem Gegenüber entspannt, aufmerksam und ohne ihn zu be- oder verurteilen zuhörte - und da mir das immer besser gelang, mußte ich oft keine therapeutische Methode anwenden, damit mein Gegenüber die Lösungen seiner Probleme selber fand.

Es reicht tatsächlich, einfach nur in regelmäßigen Abständen Hmm-Hmmm zu machen, damit das ganze funktioniert .... sofern man in der richtigen geistigen Haltung ist.

Ich habe seither viele weitere therapeutische und geistheilerische Methoden kennengelernt und in mein Repertoire aufgenommen. Das gibt mir die Möglichkeit, flexibler auf die Bedürfnisse meine Gegenübers einzugehen. Aber ich weiß auch daß diese geistigen Haltung der Kern jeder funktionierenden therapeutischen Methode ist.
VB95. Kersti: Die therapeutische Haltung und ihre Macht
VB16. Kersti: Die Bedeutung der Optionhaltung

Kersti

VB7. Kersti: Danke für Kritik
VB47. Kersti: Hubbard hat im Grunde das erreicht, wozu er angetreten ist
VB48. Kersti: Das Therapiesitzungs-High
VB50. Kersti: Entwicklungspsychologie: Weltbild-Stufen
VB51. Kersti: Verdrängung - oder warum der Teufel verteufelt wurde
VB52. Kersti: Das "üben" magischer Praktiken ist kein üben sondern eine Therapie
VB55. Kersti: Psychologisches Wissen durch Reinkarnationserinnerungen
VB58. Kersti: Drei Arten der Disziplin
VB60. Kersti: Der Unterschied zwischen Menschen, die Leben als leiden definieren und Menschen, die tatsächlich über das irdische Leben hinauswachsen
VB62. Kersti: Der typische Verlauf einer Therapie
VB67. Kersti: Wozu wir unsere verdrängten Anteile brauchen
VB71. Kersti: Maßlose Grausamkeit: Leben die sich nicht mehr wirklich sortieren lassen
VB72. Kersti: Was Vergebung nicht ist
VB73. Kersti: Wenn Du glaubst, ohne jemanden nicht leben zu können, fühlst Du nicht Liebe sondern Angst
VB81. Kersti: Eifersucht als Überlebensinstinkt des Kleinkindes
VB84. Kersti: Die alten Abschirmungsmethoden funktionieren nicht mehr...
VB85. Kersti: 1. ADHS - Die Suche nach Nervenkitzel
VB86. Kersti: 4. ADHS - Je nach Stimmung zeigen sich verschiedene Teile der Selbsteinschätzung
VB87. Kersti: 3. ADHS und Kreativität: Erfolg ist nicht einfach Zufall
VB88. Kersti: 2. ADHS - Der Neid auf Manager und Professoren
VB89. Kersti: Hamers Biologische Konflikte sind so etwas Ähnliches wie Schlüsselreize
VB92.5.2 Kersti: Auflösung aller Absichten, die sich auf Vergangenes beziehen
VB93. Kersti: Wie ist die Zeit abgelaufen, unmittelbar nach Deiner Erleuchtung, Kersti?
VB94. Kersti: Esoterik: Verdrängung aufheben kann krank machen
VB95. Kersti: Die therapeutische Haltung und ihre Macht
VB96. Kersti: Das Alien-Problem der außergewöhnlichen Menschen
V15. Kersti: Was ist Toleranz?
V26. Kersti: Option-Fragen
V220. Kersti: Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Methoden, Karten zu legen
V222. Kersti: Die L.Kin Schule
V223. Kersti: Option - was mir einmal sehr geholfen hat
V235. Kersti: Was heißt "clear"?
V256. Kersti: Warum hat ein Gedankenkristall mindestens sechs Dimensionen?
V257. Kersti: Leben in zwei getrennten Welten
V265. Kersti: Der Unterschied zwischen Kopfblind und verblendet
V285. Kersti: Keine Liebe ohne "Nein"
V318. Kersti: Option: "Und ich hatte doch recht gehabt!"
V319. Kersti: Was heißt "Ichlosigkeit"?
V320. Kersti: Im oberen Teil der Brücke wird man verrückt!

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im Voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.
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