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erste Version vor: 7/2009
letzte Bearbeitung: 2/2012

VB77.

Waren materielle Inkarnationen gewollt?

Rudolf Steiners Vorwurf an Luzifer

In dem Buch "Die Welt der Sinne und die Welt des Geistes" von Rudolf Steiner steht auf Seite 59 Luzifers zentraler Fehler sei der Vorschlag gewesen, das Ich in den Astralleib eintauchen zu lassen. Auf Seite 80ff schreibt er weiter, daß das zufolge gehabt hätte, daß der Mensch sich in einem materiellen Körper inkarniert hätte und daß dort sein Ich ichlicher geworden sei, als gut sei. Es führte also zu einer zunehmenden Vereinzelung.

Von dem Kontakt zur Gruppenseele, der früher stark genug war um das Gefühl der Allwissenheit zu vermitteln bleibt nur ein Gefühl übrig: Die Liebe, die uns ahnen läßt, daß wir irgendwie mit allem verbunden sind.

Materielle Erfahrungen sind die intensivsten bekannten Erfahrungen

Die materiellen Erfahrungen haben einerseits dazu beigetragen, den Kontakt zur Gruppenseele vollständig abreißen zu lassen, andererseits sind es aber auch sehr intensive, tiefgehende Erfahrungen.

Wer auf der Erde leidet wird dadurch wesentlich stärker geprägt, als er das durch die schlimmsten Foltern in der Hölle würde. Wer auf der Erde Freude erlebt, wird dadurch wesentlich stärker geprägt als durch die größten Freuden im Himmel. Und doch umfaßt das Gefühlsspektrum auf der Erde nur einen Teil der Gefühle, die in den geistigen Welten möglich sind. Die Gefühle der Erde gehen tiefer, aber sie sind nicht so unterschiedlich wie in der Geistigen Welt.

Wahrnehmung der vereinzelten Seele

Aus Sicht der vereinzelten Seele scheint das durch und durch schlecht zu sein. Nachdem sie auf die Astralebene hinuntergegangen ist verliert sie nach und nach ihren Kontakt zum größeren Ganzen - zuerst zu Gott und später sogar zur Gruppenseele und damit fehlt ihr auch die Fähigkeit jederzeit auf das Wissen der jeweiligen übergeordneten Gesamtpersönlichkeit zuzugreifen.

Aus Sicht der vereinzelten Seele ist das schlimm - ohne die Lenkung der Gruppenseele muß man viele Entscheidungen treffen, von denen man meint, man wäre ihnen nicht gewachsen - und man macht durch diese Unwissenheit Fehler, die einem teuer zu stehen kommen. Früher wußte man unmittelbar, was der gegenüber gerade fühlt, heute auf der Erde müssen wir den Gesichtsausdruck ansehen, um es vage zu erahnen.

Doch nicht nur den inneren Kontakt zu unseren Mitseelen verlieren wir, selbst der Kontakt zu uns selbst wird immer schlechter. Ein erheblicher Teil der Menschen kann sich während eines Lebens nicht an die eigenen vorhergehenden Leben - also die eigene Vergangenheit erinnern. Genauso schlecht können die meisten Menschen auf ihr eigenes Wissen aus der geistigen Welt zugreifen.

Wenn wir die Erde und die politische Situation anschauen sehen wir überall die Folgen dieser Vereinzelung. Auf jeder politischen Ebene werden äußerst kurzsichtige und egoistische Entscheidungen getroffen, die selbst für diejenigen, die diese Entscheidungen treffen, letztlich verheerende Auswirkungen haben.

Aus Sicht der des inkarnierten Menschen ist kein Sinn zu erkennen, der all diese Probleme auch nur annähernd rechtfertigen könnte. Aus Sicht der vereinzelten Seele in der Geistigen Welt erscheint es ebenfalls als ein Haufen völlig unnötiger Probleme die durch nichts zu rechtfertigen sind.

Wahrnehmung aus der Sicht der Gruppenseele

Auch aus der Sicht der Gruppenseele war lange kein Vorteil dieser Vereinzelung zu erkennen. Inzwischen ändert sich das aber langsam, da jetzt die Phase der Vereinzelung zuendegeht. Die vereinzelten Seelenanteile werden geheilt und ihre Verbindung zur Gruppenseele wieder bewußt gemacht, indem den einzelnen Wesen das innere Licht gezeigt wird.
VA215. Kersti: 1.2 Das innere Licht zeigen
Dadurch bekommt auch die Gruppenseele wieder Zugang zu den einzelnen Anteilen, mit dem Ergebnis, daß sie merkt, wie diese sich verändert haben.

Bevor die Anteile der Gruppenseelen vereinzelt wurden konnte die Gruppenseele sie bewegen wie ein Mensch seine Finger bewegen kann und ihre Schmerzen wirkten auf die Gruppenseele, wie es auf uns wirkt, wenn unser Finger wehtut. Das hat sich jetzt geändert. Die Seelenanteile waren lange auf sich selbst angewiesen und sind nun weit genug entwickelt, um eine Anweisung der Gruppenseele als nicht von ihnen selbst stammend wahrzunehmen und sie auszuführen oder abzulehnen.

Zuerst wirkt das auf die Gruppenseele, wie es auf uns wirken würde, wenn unser kleiner Finger plötzlich anfangen würde, eine eigene Meinung zu vertreten. Absolut verblüffend und nebenbei bemerkt auch ziemlich lästig, obwohl man froh ist, den kleinen Finger wieder zu haben. Mit der Zeit merkt sie, daß die neue Selbstständigkeit durchaus sehr praktisch ist. Jetzt kann man dem kleinen Finger nämlich eine eigene Aufgabe übertragen, die er vollständig selbstständig erfüllt, statt für jede Kleinigekeit den Kopf zu fragen, wie er das denn machen soll. Und wenn er fertig ist kommt er von alleine an und meldet das Ergebnis im Gruppenseelengedächtnis. Dadurch kann die Gruppenseele alles was ihr wie lästige Routinearbeit erscheint an ihre Seelenanteile abgeben - für die es dann eine interessante und herausfordernde Aufgabe ist. Gleichzeitig haben die einzelnen Anteile jeder eigene Fähigkeiten erworben, die die Gruppenseele vorher nicht hatte und können sie an die anderen Gruppenseelenanteile weitergeben.

Sofern ein solcher Anteil nicht irgendwann endgültig aufgegeben hat gilt: Je schwieriger und intensiver die gemachten Erfahrungen waren, desto selbstbewußter, kompetenter und innerlich stärker ist er geworden.

Fazit: Die Vereinzelung und materielle Inkarnationen sind wertvolle Erfahrungen

Wie man aus der letzten Erklärung sehen kann, hätten wir Menschen keine deutlich ausgeprägte individuelle Persönlichkeit entwickelt oder wesentlich länger dafür gebraucht, wenn diese Vereinzelung und materielle Erfahrungen nicht stattgefunden hätten.

Anmerkung 6/2012: Aliens - oder - wer ist das ich, daß in den Astralleib eintauchte?

Inzwischen denke ich, daß mit dem oben genannten Vorschlag, das Ich in den Astralleib eintauchen zu lassen, folgendes Ereignis gemeint war:
FF114. Kersti: Das Körperspiel: Die Genetischen Entitäten und ihre Sehnsucht nach dem Licht
Wie dort beschrieben ist, gab es zwischen dem "Astralleib" - also unseren Anteilen, die Körper spielten und den von Steiner als "ich" bezeichneten Fremdlingen in dieser Welt einen Interessenkonflikt, der aber meiner Erinnerung nach exakt umgekehrt lief, wie Steiner behauptet. Unsere von Steiner hier als Astralleib bezeichneten Anteile wollten lernen wie man heller wird und an Masse verliert, die von Steiner als "ich" bezeichneten Fremdlinge wollten immer festere und immer massivere Körper.

Da Steiner meines Wissens zu unserer Gruppenseele gehörte, entstand diese Verwechslung wohl dadurch, daß er sich diese alten Aufzeichnungen angesehen hat, ohne sich bewußt zu sein, daß er selbst in dieser Verbindung der "Astralleib" war! In seiner Inkarnation als Rudolf Steiner hatte er keinen der Fremdlinge mehr im Körper, war also sozusagen ein Mensch ohne Seele, also war alles was sich für ihn fremd anfühlte dieser Staub.
VB138. Kersti: Gibt es Menschen ohne Seele?

Kersti

Quelle

  1. Rudolf Steiner: "Die Welt der Sinne und die Welt des Geistes." (GA 134) 2008 Dornach: Welt: Rudolf Steiner Verlag ISBN 978-3-7274-1340-7
  2. Das Wissen meiner eigenen feinstofflichen Anteile.
    VA299. Kersti: Fragen beantworten: Das Wissen der eigenen feinstofflichen Anteile
V4. Kersti: Merkwürdige Erfahrungen
V14. Kersti: Was sind Engel?
V44. Kersti: Dimensionen der Wirklichkeit
V67. Kersti: Entdecke Deine früheren Leben
V142. Kersti: Das Böse ist von Angst erfüllt
V146. Kersti: Wahre Weisheit klingt naiv
V225. Kersti: Hüter des Lichts
V231. Kersti: Frühere Leben von mir, thematisch sortiert
V233. Kersti: Warum ich die wilden Geschichten über Xenu und Konsorten im Wesentlichen für wahr halte
V234. Kersti: Fantasy und Wahrheit
V248. Kersti: Spielverderber - oder - Wer sind die Guten?
V320. Kersti: Im oberen Teil der Brücke wird man verrückt!
VA3. Kersti: Warum spirituelles Lernen so irritierend ist
VA4. Kersti: Tore in die Anderswelt
VA19. Kersti: Kampf in der geistigen Welt
VA91. Kersti: Kersti, aus welchem Hut zauberst du die ganzen Sadisten hervor?
VA93. Kersti: Dunkelwesen
VA101. Kersti: Nicht immer kann man an Gott glauben
VA102. Kersti: Kosmischer Humor
VA119. Kersti: Das Problem der Hüter des Lichts oder zwei Pläne für eine bessere Welt
VA121. Kersti: Kinder der Lichtwelten als Aufstiegshelfer und ihre Irrtümer
VA132. Kersti: Begriffsverwirrung: Götter, Teufel und die Seele
VA133. Kersti: Das Kristallschwert
VA145. Kersti: Hüter des Lichts
VA202. Kersti: Der Humor ehemaliger Dunkler
VA213. Kersti: Ich bin eine Gruppenseele - oder - Der "Es ist echt!"-Schock
VA223. Kersti: Chronik des Aufstiegs...
VA234 Kersti: Aufstieg: Wie sich Menschen verändern müssen, um unsere Weltprobleme zu lösen
VA235. Kersti: Gott - oder der Weg des Glücks
VA243. Kersti: Unbewußte schwarze Magie
VA279. Kersti: Das Teil und das ganze, oder der erleuchtete Rollenspielheld
VA284. Kersti: Dämonen können besser verzeihen als Engel
VA292. Kersti: Gibt es die große Karma-Rechenmaschine, die dafür sorgt, daß alles Böse bestraft wird?
VA293. Kersti: Grobstoffliche und Feinstoffliche Parallelwelten
VA295. Kersti: Die Treppe zwischen Himmeln und Höllen
VA299. Kersti: Verschiedene Möglichkeiten, Wissen aus den feinstofflichen Ebenen hierherzubringen
VA301. Kersti: Patchworkwesen wieder richtig zusammensetzen und verschwundene Körperteile finden und wieder einbauen auf feinstofflichen Ebenen
VA305. Kersti: Die Geistige Welt, Empfindungswelt oder Astralwelt
VB32. Kersti: Tonskala und was sie mit Abstieg und Aufstieg zu tun hat
VB34. Kersti: Das Wesen der Zeit
VB35. Kersti: Wozu sind Wissen über feinstoffliche Welten und Erinnerungen an frühere Leben gut?
VB38. Kersti: Die Erde: Eine Wirklichkeit der Verführung
VB40. Kersti: Die Engelwelt
VB43. Kersti: Die Kristallstadt
VB51. Kersti: Verdrängung - oder warum der Teufel verteufelt wurde
VB62. Kersti: Der typische Verlauf einer Therapie
VB76. Kersti: Unser Gesamt-Ich steht zu unserem Alltags-Ich in demselben Verhältnis wie ein Rollenspieler zu seiner Spielfigur
VB78. Kersti: Der Nachtwald
VB79. Kersti: Steiners Vorwurf an Ahriman: Du willst die Menschen beherrschen
VB80. Kersti: Ahriman ist der Teufel
VB82. Kersti: Die dunklen Anteile der Erzengel
VB90. Kersti: Stammesgeister und Stammesflüche der Steinzeit und Saurierzeit
VB98. Kersti: Newton und der Teufel - eine Vergleichsstudie um zu zeigen, wie die Herkunft in der geistigen Welt die feinstoffliche Weltsicht verzerrt
VB99. Kersti: Seelengenerationen
VB100. Kersti: Wie deutlich und detailliert muß die feinstoffliche Wahrnehmung bei der magischen Arbeit mit der Vorstellungskraft sein?
VB101. Kersti: Wenn Bestellungen beim Universum plötzlich nicht mehr funktionieren
VB104. Kersti: "Es ist, als wäre da ein Teufelchen" - Bessessenheit oder eigener Persönlichkeitsanteil?
VB107. Kersti: Eine Geistheilerausbildung braucht drei Elemente
VB110. Kersti: Feinstofflicher Anhang
VB111. Kersti: Wer verletzt ist, wird angegriffen: über Engel, Reiki und Dunkle
VB112. Kersti: Warum der Teufel zum größten Heiler wurde
VB113. Kersti: Des Teufels Liebeserklärung an Satan
VB114. Kersti: Ein Konzept zum fundierten Umgang mit eigenen Channelings aus der Geistigen Welt und Reinkarnationserfahrungen
VB117. Kersti: Ist Reiki universelle Lebensenergie?
VB118. Kersti: Welten des Bösen?
VB119. Kersti: Haben Wicklands Geister recht, wenn sie glauben, es gäbe keine Reinkarnation?
VB120. Kersti: Probleme in der Beziehung zwischen Hellen und Dunklen, Dämonen und Engeln
VB122. Kersti: Ist es schädlich, Reiki-Symbole in der Aura zu haben?
VB123. Kersti: Warum ich keinen Teil von mir "Niederes Selbst" nenne
VB129. Kersti: "Wenn es einen Gott gibt, dann ist er eine Multiple Persönlichkeit!"
VB130. Kersti: Warum die Esoteriker immer noch an Auras glauben
VB132. Kersti: Cold Reading? - Was an der diesbezüglichen Argumentation der Skeptikervereine daneben ist
VB135. Kersti: Die Persönliche Signatur
VB137. Kersti: Findet man bei Keylontic Science den einzig wahren Weg zum Aufstieg?
VB138. Kersti: Gibt es Menschen ohne Seele?
VB139. Kersti: Antiwelten
VB141. Kersti: Darf man von Gott Rechenschaft über seine Taten verlangen?

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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