erste Version: 7/2014
letzte Bearbeitung: 1/2024
Beispielgeschichte, Kersti:Dieses übergriffige Verhalten erinnerte mich daran, daß Menschen sehr oft irritiert darauf reagiert hatten, wie ich meine inneren Vorgänge geschildert habe und daß sie oft das Gefühl zu haben schienen, daß das so irgendwie falsch sei. Sie hatten es nur nicht so deutlich gesagt, da sie meine persönlichen Grenzen, zumindest wenn ich sie einforderte, respektiert haben. Umgekehrt konnte ich mit vielen Konzepten, die ihnen hilfreich erschienen, nicht viel anfangen und manches kam mir sogar krankhaft vor. Und als ich darüber nachdachte, wurde mir klar, daß ich kein Ich im landläufigen Sinne und auch kein Höheres Selbst habe und warum das so ist."Wenn du kein ich hast, mußt du eines erfinden!"
In der dritten Emailrunde beschrieb ich im Laufe mehrerer Emails, wie ich meine Gruppenseele, die verschiedenen Anteile, meine früheren Inkarnationen und den logischen Zusammenhang zwischen allem wahrnahm. Dabei erwähnte ich ebenfalls, daß ich zur Zeit Jesu, mehrere Inkarnationen hatte. Die Person forderte, ich solle mich mal entscheiden, wer von denen ich sei. Ausführlicher hier:
VB154.2.2 Beispielgeschichte: Und wer von diesen ganzen Wesen bist jetzt Du? Entscheide dich mal!
Als ihr sagte, daß ich eben von allen ein Teil sei, gab sie sich damit nicht zufrieden, sondern meinte ich solle mir eben eine dieser Personen aussuchen und mich mit ihr identifizieren.
"Du hast ja keine Mitte!" behauptete sie.
Ich hatte nicht das Gefühl, daß es mir an einer Mitte fehle und erklärte ihr, daß ich nicht beabsichtigte, ihrem Rat zu folgen. Sie bestand mit einer erstaunlichen Hartnäckigkeit in verschiedene Emails und Telefongesprächen darauf, daß ich das machen müsse. Schließlich erklärte ich ihr, daß das meine innere Organisation ist und daß es ihr nicht zusteht, sich darin einzumischen. Sie widersprach nicht.Als nächstes wollte sie mein Höheres Selbst sprechen. Ich erklärte ihr, daß ich den Begriff zwar aus Esoterik und Psychologie kenne, aber in mir nichts entdecken könne, was diesem Konzept entspricht. Sie versuchte dasselbe auf anderem Wege, indem sie die Zentrale meiner Gruppenseele sprechen wollte. Ich erklärte ihr, daß sie mit dem höchsten Anteil, den ich erreichen kann und der am ehesten als Zentrale betrachtet werden könne nichts anfangen könne, da der zu fremdartig sei. Daher solle sie also eine genauere Angabe machen, mit was sie sprechen wolle. Ich bekam keine genauere Angabe.
Am nächsten Tag schrieb sie eine Mail, in der sie behauptete ich würde die einfachsten Konzepte wie "Höheres Selbst" nicht kennen und wenn ich kein höheres Selbst hätte, solle ich mir eines machen. Ich fragte mich, wie sie zu so einer Forderung kommt, nachdem ich ihr am Vortag strikt verboten hatte, sich in meine innere Organisation einzumischen. Doch sie ging noch weiter und meinte, sie würde meine Persönlichkeitsstruktur im Feinstofflichen untersuchen, um festzustellen, was da los sei.
Ich war doch sehr erstaunt, denn ich hatte in den letzten vierzehn Tagen mehrfach darauf hingewiesen, daß sie bitte mal etwas mehr bei sich schauen solle und nicht ständig versuchen solle, bei mir die Schuld zu suchen. Nicht zu fassen, daß sie sich dennoch berechtigt fühlt, jetzt auch noch meine Persönlichkeitsstruktur zu skannen!
Ich war, wie schon so oft in den letzten Tagen sehr froh, daß ich so viel Ahnung von Psychologie hatte, sonst hätte mich ihr Verhalten sehr verunsichert. So aber sah ich klar, daß das ein versuchter Übergriff auf meine persönlichsten Bereiche war, der ihr einfach nicht zusteht und mit einer Therapie oder einem Aufarbeiten von Problemen so nicht zu vereinbaren ist!
Im Buddhismus gibt es den Begriff der Ichlosigkeit und es wird gesagt, man solle durch Meditation und andere Methoden nach und nach sein Ich auflösen, um den Zustand der Ichlosigkeit zu erreichen. In diesem Fall ist mit "Ich" natürlich das gemeint, was ich oben als "Ego" bezeichnet habe. Das, was ich oben als "ich" bezeichnet habe, bleibt im Zustand der Ichlosigkeit natürlich erhalten. Die Meditation wird in diesem Fall als Therapiemethode verwendet, und sich der ganzen Selbstsabotageprogramme und unbwußten Gewohnheiten bewußt zu werden.
VA250.
Meditation als Werkzeug von Therapie und Aufstieg
Vergleichbares gilt auch für viele magische Übungen:
VB52.
Das "üben" magischer Praktiken ist kein üben sondern eine Therapie
Ich selber bin irgendwann auf Option gestoßen.
V26.
Option-Fragen
In einem Option-Dialog geht man von irgendeiner Alltagssituation aus, die nicht so gelaufen ist, wie man sich das gewünscht hat. Der Therapeut hinterfragt dann jeweils die letzte Aussage. Der Patient lernt die sehr einfache Dialogtechnik gewöhnlich sehr schnell, braucht aber für eine Weile noch jemanden, der ihn beim Thema hält. Irgendwann hat er dann die Methode so weit verinnerlicht, daß er jedes auftauchende Problem mit einem inneren Option-Dialog bearbeitet hat, bevor er Zeit hatte, sich an den Therapeuten zu wenden. Das war bei mir nach zwei Jahren Option der Fall.
VB95.8
Beispiel: Als ich glaubte, keine psychischen Probleme mehr zu haben
Damit ist der Teil des Egos aufgelöst, der im Alltag gewöhnlich zur Geltung kommt. Man hat den Zustand erreicht, der im Buddhismus als Ichlosigkeit und in der Scientology-Church als Clear bezeichnet.
V319.
Was heißt "Ichlosigkeit"?
V235.
Was heißt "clear"?
Es gibt natürlich immer noch Probleme, die im augenblicklichen Leben gerade keine Rolle spielen und die man deshalb einfach noch nicht entdeckt hat. Einige davon sind durchaus so gravierend, daß man sich alleine nicht an sie herantraut und sie alleine nicht aufgearbeitet bekommt, wenn man sie schließlich entdeckt. Aber zunächst spielt das Ego im eigenen Leben keine erkennbare Rolle mehr.
Eine echte Ichlosigkeit oder eine vollständige Auflösung des Ego, bei der tatsächlich alle Probleme aufgelöst sind, ist mit dem Leben auf der Erde nicht vereinbar.
VB154.2
Dualität: Tätererfahrungen, Angreifbarkeit und Opfererfahrungen
VB95.8
Gibt es Leute, die schon all ihre Probleme aufgearbeitet haben?
Mit diesem Bild kommte ich wenig anfangen, denn dort wird dem Über-Ich zugeschrieben, daß von ihm Befehle oder moralische Regeln ausgehen, die zunächst auf ein Vorbild zurückgehen.
"Das Über-Ich ist aber nicht einfach ein Residuum der ersten Objektwahlen des Es, sondern es hat auch die Bedeutung einer energischen Reaktionsbildung gegen dieselben. Seine Beziehung zum Ich erschöpft sich nicht in der Mahnung: »So (wie der Vater) sollst du sein«, sie umfaßt auch das Verbot: »So (wie der Vater) darfst du nicht sein, das heißt nicht alles tun, was er tut; manches bleibt ihm vorbehalten.«"1.3Ich hatte aber moralische Regeln nicht als ein "soll" oder "darf nicht" erlebt, sondern als ein "Es ist sinnvoll, das Zusammenleben so zu organisieren, weil wir alle (zunächst die Familie, später die Gesellschaft) damit besser leben können, als wenn wir es anders machen würden." - Regeln sind nicht beliebig, weil nicht alles funktionieren würde, aber sie sind verhandelbar, da sie auf individuelle Bedürfnisse genauso abgestimmt werden müssen, wie auf das Funktionieren der Familie und der Gesellschaft als ganzem. Wenn man den Sinn einer Regel verstanden hat, kann man sie freier interpretieren oder durch Alternativregeln ersetzen, die denselben Zweck erfüllen.
Warum ich mit Freuds Über-Ich, das oft als moralisierender Despot, auf den das ich aber nicht immer hört, beschrieben wird, nichts anfangen konnte, wurde mir aufgrund der Lektüre von Lawrence Kohlbergs " Die Psychologie der Moralentwicklung"2. klar.
Auf der Prämoralischen Ebene nach Kohlberg, kann es noch kein Über-Ich im Freudschen Sinne geben, denn dort ist Moral im eigentlichen Sinne noch nicht präsent. Es existiert also nur Ich und Es oder Ich und Ego
VB217.3
Niveau 1 - Prämoralisch
Die Moral der konventionellen Rollenkonformität, Kohlbergs Niveau zwei, erfordert die Existenz eines Über-Ichs, das die Einhaltung der Regeln einfordert. Lediglich die Erklärung ist anders: Kohlberg deutet dieses als ein Lernen, das eingeleitet wurde, weil das Kind erkannt hat, daß es wichtig ist, die Regeln einzuhalten, um in einer Gemeinschaft akzeptiert zu werden. Freud erklärt seine Entstehung mit dem Ödipus-Komplex1.3. Mir kommt der Ödipus-Komplex wie ein unnötiger Schnörkel vor, dessen Existenz erst einmal für alle oder fast alle Personen auf Kohlbergs Niveau 2 nachgewiesen werden müßte.
VB217.4
Niveau 2 - Moral der Gesetzeswerke und auswendig gelernten Moralsysteme
Mein eigenes Denken entdeckte ich aber erst auf Niveau 3:
VB217.5
Niveau 3 - Ableitung der Moralsysteme von grundlegenden moralsichen Prinzipien
Und damit meine ich nicht meine augenblickliche Moralstufe, sondern die, die ich, so weit ich mich zurückerinnern konnte, auch schon als Kleinkind hatte.
Beispielgeschichte, Kersti:Zu jeder Regel gehörte für mich untrennbar die Begründung warum man das an dieser Stelle so macht.Die Erwachsenen sind komisch
Als ich vier war, entdeckte ich etwas Verblüffendes: "Die Erwachsenen sind komisch. Irgendwoher haben sie Regeln, die ihnen sagen, was gut ist. Aber sie wissen nicht, warum es gut ist."
Das lag natürlich teilweise daran, wie meine Eltern mich erzogen haben. Bei jeder Regel waren die Erklärungen gleich mit inbegriffen.
VB136.1.1.6
Erziehung durch Personen auf Moralstufe 6: Antiautoritäre Erziehung
Beispielgeschichte, Kersti:Auch moralische Regeln hatte Gründe nämlich: "Sonst ist Mutti traurig, weil du so gemein zu ihr bist!", "Wenn du lügst, glaube ich dir nichts mehr!" oder "Du mußt dich nicht wundern wenn deine Freundin nicht mehr mit dir spielen will, wenn du nie ihre Wünsche berücksichtigst." - alles Dinge die man aus unterschiedlichen Gründen nicht will.Gute oder schlechte Erziehung und heiße Dinge
Eines Tages - da es in der ersten Wohnung spielt, an die ich mich erinnere, kann ich damals noch keine zwei Jahre alt gewesen sein - rief mein Vater mich in die Küche. Er sagte mir, ich solle meine Hand auf die Herdplatte legen und stellte dann den Herd an. Er wartete, bis ich die Hand wegzog, weil mir die Platte zu heiß geworden war und erklärte mir dann, daß man vorsichtig mit dem Herd sein müsse, weil die Platten manchmal auch noch nach dem Kochen heiß sind oder weil manchmal jemand vergessen hat, die Herdplatte auszuschalten. Dann sagte er mir, daß ich die Hand über die Herdplatte halten solle. Ich stellte fest, daß die Luft darüber viel wärmer war als im Rest der Küche. Er erklärte mir, daß man feststellen kann, ob die Platte heiß ist, indem man die Hand in die Luft über die Platte hält, weil warme Luft nach oben steigt.Ich erzählte das später als Erwachsene einer Freundin, um zu erklären, was gute Erziehung ausmacht und sie meinte: "Das hätte meine Eltern mal so machen sollen. Mir haben sie nur verboten an den Ofen zu fassen, ohne zu erklären warum und dann habe ich doch dran gefaßt und mir eine richtig schwere Verbrennung geholt."
Später kam dann ein Verständnis für immer größere Systeme hinzu: Damit eine Familie funktioniert, muß jeder darin seine Aufgabe übernehmen und die Aufgaben sind unterschiedlich je nach eigenen Fähigkeiten, Bedürfnissen und äußeren Möglichkeiten, sie zu erfüllen. In einem Staat ist die Rollenverteilung komplexer, aber auch da gibt es unterschiedliche Aufgaben, Bedürfnisse und Möglichkeiten, sie zu erfüllen. Bei einer guten Rollenverteilung übernimmt jeder entsprechend seinen Kräften und Fähigkeiten Aufgaben und alle Bedürfnisse werden angemessen berücksichtigt. Wenn zu viele Menschen sich zu oft falsch verhalten funktioniert die Familie oder der ganze Staat nicht mehr und alle leiden darunter.
Ich kann mich an keine Phase der Verunsicherung erinnern, wie Kohlberg sie für den Übergang zwischen Niveau zwei und drei seiner Moralstufen beschrieben hat. Ich erinnere mich aber, daß ich als sehr kleines Kind, das gerade sprechen lernt, die Regeln samt Erklärung einfach fraglos als gegeben hingenommen und mir gemerkt habe. Ich habe mich also trotz der Erklärungen für jede Regel wie eine Person auf Niveau 2 von Kohlbergs Moralstufen verhalten.
Dagegen habe ich später, etwa ab dem Alter von zwei Jahren zunehmend nach den Zusammenhängen gefragt und eine Regel ohne Erklärung kam mir zunehmend unvollständig vor. Ich fand daß man sie nicht richtig befolgen kann, ohne den Grund zu wissen, da man sonst nicht weiß an welcher Stelle man die Regel abändern muß, weil man sonst das Gegenteil von dem erreicht, was mit der Regel erreicht werden soll. Ich habe die Regeln als Vierjährige also wie eine Person auf Niveau 3 von Kohlbergs Moralstufen aufgefaßt.
Wer sich nicht an Regeln hält, ist also nach dieser Philosophie kein "böses Kind" sondern selbst schuld, wenn er Probleme mit Gegenständen oder seinen Mitmenschen bekommt. Ersteres sind Naturgesetze zweiteres hat mit Moral zu tun.
Damit gibt es aber kein vom normalen Ich abgetrenntes Über-Ich, das moralische Regeln einfordert, sondern die Moral ist Teil des bewußten Nachdenkens über Lösungen für Alltagsprobleme und es gibt keinen Grund, gegen moralische Regeln zu rebellieren: Es ist im eigenen Interesse sich daran zu halten, man will schließlich ein geschätzter Teil einer gut funktionierenden Gesellschaft und Familie sein.
Allerdings kommen Kinder bei so einer Erziehung sehr früh auf den Gedanken daß manchmal eine Regel schlicht falsch ist, weil eigene Bedürfnisse oder die Bedürfnisse von anderen nicht angemessen berücksichtigt wurden und sie argumentieren dann so wie die Eltern es ihnen mit den Regelbegründungen vorgemacht haben. In dem Fall ist aber das moralische Empfinden des Kindes mit der Argumentation einig.
Wenn ich bei mir also kein Über-Ich entdecken kann, dann liegt es daran, daß ich auf Niveau 3 nach Kohlberg bin und daher diese scharfe Trennung zwischen Über-Ich und normalem Ich so nicht existiert.
Diese Vorstellung wurde zunächst an Multiplen Persönlichkeiten also Personen, bei denen die einzelnen Persönlichkeitsanteile sehr stark voneinander abgetrennt sind, entwickelt.
VB158.
Therapie von Multiplen Persönlichkeiten und die Angst des Therapeuten vor seinem multiplen Patienten
Das eigentliche Thema dieses Abschnittes ist aber eine Aufteilung, bei der das höhere Selbst auf einer feinstofflichen Ebene wahrgenommen wird und einen Überblick über die Persönlichkeit hat und auf einem Entwicklungsstand ist, der weiter ist als das irdische Ich.
VB171.2.2
Kindseelen lernen die Grundlagen des Lebens in einer Welt
Bei Kindseelen, die sich nach und nach als von ihrem Gruppenseelenselbst abgetrenntes Wesen zu empfinden beginnen, suchen sich wie irdische Kinder eine Autorität, von der sie den Umgang mit der Welt lernen können. Diese Autorität ist bei Anteilen mit ungestörter Beziehung zum Hauptanteil normalerweise ein Lehrer aus der eigenen Gruppenseele oder befreundeten Gruppenseelen. Anteile verdrängter Gruppenseelenfraktionen hängen sich an wen immer sie sich hängen können. Dabei tritt ganz ähnlich, wie das bei irdischen Kindern der Fall ist, eine Über-Ich-Bildung auf.
VB156.
3. Ich, Über-Ich und Es nach Freud und Kohlbergs Moralstufen
Das heißt, ein Anteil der Seele in der geistigen Welt identifiziert sich mit den Forderungen der feinstofflichen Autorität und vertritt sie gegenüber dem Rest der Seele.
Eine Variante ist die Vorstellung, das Gewissen käme direkt von Gott und die Stimme der Versuchung würde zum Teufel gehören. In dieser Form halte ich es für schlicht falsch. Ich denke, kein inkarnierter Mensch kann direkt mit Gott sprechen, sondern es handelt sich bei der Stimme des Gewissens immer um die Stimme eines Wesens, das zur eigenen Seelenfamilie oder gar zum irdischen ich des Betroffenen gehört. Daneben gibt es auch andere wesen die sich als einzig wahrer Gott oder gott aufspielen, aber tatsächlich ziemlich verletzt und manchmal auch recht klein sind. Versuchungen gehen meist auf eigene abgespaltene Anteile zurück, seltener mischen sich auch andere Wesen ein, die aber gewöhnlich wesentlich zu klein sind, um gleich als der ganze Teufel gelten zu können und zudem oft nicht zum Teufel gehören sondern abgespaltene Anteile von anderen Menschen sind.
VB104.
"Es ist, als wäre da ein Teufelchen"
- Besessenheit oder eigener Persönlichkeitsanteil?
Wenn man von Ich, höherem Selbst und verdrängten Anteilen redet, ist das eine Vereinfachung, aber eine, die, wenn der Betroffene etwas damit anfangen kann, nicht wesentlich irreführend ist, da man meist etwas finden wird, das dem im etwa entspricht.
Grob könnte man es so darstellen:
Tatsächlich sind die Verhältnisse sehr viel komplizierter, es gibt unterschiedliche Typen von Seelen und sehr viel mehr Ebenen als dieses Schaubild darstellt.
Die wichtigsten Ebenen sind folgende: die Quellebene, die Ebene der Urseelen, die Schlüsselebene, die Ebene ohne festgehaltene Absichten, die Ebene über dem inneren Licht (=Fluchebene), die Geistige Welt und die materielle Welt.
VA130.
Feinstoffliche Welten: Das Sieben mal Sieben-Ebenen-System
Von jeder dieser Ebenen gibt es Inkarnationen auf die nächst tiefere Ebene.
VA39.
Wie funktioniert Reinkarnation?
Die in diesem Schaubild verwendete menschliche Silhouette wurde von Mikael Häggström erstellt und in die Gemeinfreiheit entlassen, der Rest des Schaubildes stammt von mir
Sowohl der nicht inkarnierte Hauptanteil als auch der inkarnierte Anteil eines Menschen spalten immer wieder Anteile ab, die irgendwelche Aufgaben übernehmen und sich danach meist wieder mit dem Anteil vereinigen, der sie abgespalten hat.
Wenn sich ein Anteil auf eine Aufgabe konzentrieren soll, trennt er sich dafür oft sehr stark vom Hauptanteil ab, um nicht durch allgemeine Bekanntmachungen und Ähnliches in der Konzentration gestört zu werden. Wenn er fertig ist integriert er sich wieder in das Ganze, um sich auf den aktuellen Stand zu bringen und einfach um die Einheit zu spüren.
Beispielgeschichte, Kersti:VB163.1.2 Bewußtseinsmanagement: Wie ich meine Alltagsaufgaben auf verschiedene Persönlichkeitsanteile verteileDer innere Autopilot
Ein Beispiel dafür ist unser innerer Autopilot, den ein geübter Autofahrer gewöhnlich für die Autofahrt abspaltet. Während der Fahrt macht dieser Anteil fast die gesamte Arbeit des Autofahrens allein, während der Hautpteil des inkarnierten Ichs sich mit dem Beifahrer unterhält oder über etwas ganz andere nachdenkt. Nur in Situationen, die die volle Aufmerksamkeit erfordern, verschmilzt er mit dem Haupt-Ich und das Gespräch wird unterbrochen, bis die Situation vorbei ist. Nach dem Ende der Autofahrt integriert sich der innere Autopilot wieder in das Haupt-Ich. Daß der innere Autopilot ein recht abgespaltener Anteil ist, merkt man dann, wenn man nach der Arbeit eine Freundin besuchen wollte und erst, wenn man zuhause aus dem Auto steigt, bemerkt, daß man wie gewohnt nach Hause gefahren ist.
Neben diesen zeitweisen Abspaltungen gibt es aber auch dauerhafte Abspaltungen. Beispielsweise spalten Menschen oft einen Anteil ab, wenn sie eine traumatische Erfahrung machen und verdrängen diesen Anteil. Oder sie verdrängen einen Teil ihrer Persönlichkeit, der ihnen nicht gefällt. Außer als vorübergehende Notlösung ist eine solche Handlungsweise nicht besonders sinnvoll. Mit diesen verletzten Anteilen verdrängt man nämlich gleichzeitig deren Wissen und deren Fähigkeiten.
VB67.
Wozu wir unsere verdrängten Anteile brauchen
Gelegentlich kommt es dann zu Streit mit eigenen Anteilen und diese werden als fremd wahrgenommen.
VB104.
"Es ist, als wäre da ein Teufelchen" - Besessenheit oder eigener Persönlichkeitsanteil?
Probleme ein höheres Selbst eindeutig zu identifizieren gibt es jedoch, wenn man sich zusätzlich der höheren Ebenen über der Geistigen Welt bewußt ist und Wahrnehmungen von dort jeweils dem Anteil, der sie hat, zuordnen kann. Dann ist einem bewußt, daß es viele verschiedene Anteile gibt, die sich wie ich anfühlen und die auf höheren Ebenen sitzen. Jeden Kernanteil einer höheren eigenen Gruppenseele könnte man mit gleicher Berechtigung als sein eigenes "Höheres Selbst" bezeichnen, wie man das nicht inkarnierten Haupt-Ich "Höheres Selbst" nennen könnte.
Das ist kein Problem, wenn man eine konkrete Übung machen soll, in der das höhere Selbst eine bestimmte Aufgabe hat. In diesem Fall greift man einfach irgendeinen Anteil heraus, der für diese Aufgabe ausreichend qualifiziert ist. Wenn man aber einfach nur sagen soll, was das Höhere Selbst ist, lautet die Antwort: "Ich habe da mehrere! Welches meinst du?"
Die Wahrnehmung von höheren Selbsten aus der Ich-Perspektive kann bis hoch zu dem "Gott" führen, der in dieser Graphik auftaucht.
Allerdings ist die Behauptung, daß das Gewissen von Gott käme auch in diesem Falle nicht zutreffend. Auf der Ebene gibt es keine Unterscheidung zwischen richtig und falsch, da alle Ziele gleichermaßen gültig sind. Von dieser Ebene kommt bedingungslose Liebe aber keine Entscheidung, zu der es ein Gegenteil geben könnte, keine Absichten, denen das Ergebnis entgegenwirken könnte, kein Wille, gegen den man handeln könnte. All diese Dinge sind Phänomene der tieferen Ebenen, spätere Erfindungen. Auf dieser hohen Ebene existieren sie noch nicht.
Die in diesem Schaubild verwendete menschliche Silhouette wurde von Mikael Häggström erstellt und in die Gemeinfreiheit entlassen, der Rest des Schaubildes stammt von mir
Wenn nun ein anderes Mitglied derselben Gruppenseelenfraktion in der Nähe inkarniert, wird der abgespaltene Anteil wie magisch von dessen Ausstrahlung angezogen. Er begibt sich zu der verwandte Seele und versucht sie dazu zu bewegen, daß sie ihn integriert. Wenn die inkarnierte Geschwisterseele bereit ist, den Anteil zu integrieren baut sie eine telepathische Gruppenseelenverbindung zu ihm auf und verschmilzt mit ihm.
Dabei hat er nicht immer Glück, denn viele Menschen sind nicht in jedem Fall bereit, abgespaltene Anteile ihrer Seelengeschwister zu integrieren.
Eine Seele kann nicht jeden fremden Seelenanteil integrieren sondern nur Seelenanteile aus ihrer Seelenverwandschaft. Wie eng die Verwandtschaft sein muß, damit eine Integration noch funktioniert, ist sehr unterschiedlich. Es gibt Wesen, die oft nicht in der Lage sind, Anteile wieder zu integrieren, die sie gerade eben abgespalten haben, andere Wesen können sich auch mit Anteilen relativ entfernt verwandter Gruppenseelen vereinigen.
Bildquelle: 9. Anteile können sich aufspalten und später wieder anders miteinander verbinden. Dies geht jedoch nicht beliebig
VB135. Die Persönliche Signatur |
Insgesamt gesehen ändert sich die Zusammensetzung einer Seele vor jeder Inkarnation und während jeder Inkarnation. Das Ausmaß und die Richtung der Änderungen ist unterschiedlich, aber die Zusammensetzung bleibt nicht gleich. Ein Wesen, das sich stark in die Dualität hineinbewegt, spaltet immer mehr ab, eines daß sich stark herausbewegt, integriert üblicherweise früher abgespaltene Anteile.
VB154.2.2
Woran man erkennt, ob man sich in die Dualität hineinbewegt oder herausbewegt
Wesen die Anteile abspalten, erinnern sich nur an eine Inkarnationslinie, Wesen die viele Anteile integrieren erinnern sich an mehrere Inkarnationslinien als eigene Inkarnationen.
Bei multiplen Persönlichkeiten ist Phänomen bekannt, daß sie sich nicht mit ihrem Gesamt-Ich sondern nur mit einem einzelnen Anteil von sich selbst identifizieren und das Empfinden haben, daß dieser Anteil ihr gesamtes ich sei. Wenn dann ein anderer Persönlichkeitsanteil zum Zuge kommt, hat der Anteil, der zuerst handelt, eine Gedächtnislücke und bekommt nicht mit, was in der Zwischenzeit passiert. Die einzelnen Anteile haben also keinen Zugriff auch das inkarnierte Gesamt-Ich sondern agieren, als wären sie einzelne Menschen, die nur zufälligerweise in ein und demselben Körper leben.
Bei vorübergehenden Depressionen ist es so, daß ein verletzter und normalerweise verdrängter entmutigter Anteil mit seinem Fühlen und Denken in den Vordergrund tritt. Bei Altersdemenz haben die großen Hauptanteile den Körper verlassen und nur noch kleine abgespaltene Anteile regeln den Alltag eher schlecht als recht.
Der normale Mensch nimmt sein inkarniertes Haupt-Ich als Ich wahr und innerhalb dieses Ich-Empfindens können dann einzelne Anteile in den Vordergrund oder Hintergrund treten.
Der Eingeweihte geht zunächst eine Stufe höher und empfindet das nicht inkarnierte Haupt-Ich als ich. Wenn er das tut, kann er auch auf das umfassendere Wissen dieses größeren Ichs zugreifen, das beispielsweise auch Reinkarnationserinnerungen enthält. Es gibt aber auch die Möglichkeit weit größere Wesen als Ich zu empfinden, beispielsweise wesen die so groß sind, daß sie ganze Universen als niedlich empfinden.
VB243.
Ich und nicht Ich in Reinkarnationserinnerungen und spirituellen Erfahrungen
Die Erinnerung "Zur Wissenschaftlerin gezüchtet" in der Vampirwelt habe ich in diesem Leben in der Zeit mitbekommen, wo sie passiert ist, so daß ich ihr helfen konnte, ihre Handlungen auf einer umfassenderen Sicht aufzubauen.
FI24.
Inhalt: Eine Vampirwelt
VB212.2.2.3
Der Junge in der Erinnerung an die Zukunft, der dann ein Mädchen war
VB212.2.3.8
Unverschämtheit, was sucht dieser fremde Kerl in meinem Bett?
VB34.7.3 Fiona Broome:
Wißt ihr, ich dachte, Nelson Mandela wäre im Gefängnis gestorben
VB34.7.1
Wenn man ein fremdes Leben aus einer Parallelwelt miterlebt und jemand anders auch, der die wesentlichen Erlebnisse bestätigt
Es gibt noch diverse ähnliche Beispiele, wo ich in der Gegenwart solche Parallelweltenerfahrungen mitbekommen habe und dabei einen konkrenten Einfluß auf die Handlungen hatte, indem ich mein irdisches Wissen und Denken als zusätzliche Möglichkeiten miteingebracht habe. Emailaustausche und telefonische Gespräche über solche gegenwärtigen Erfahrungen aus Parallelwelten zeigten mir, daß beide unabhängig dieselben Ereignisse wahrnehmen. Allgemein habe ich mich aber sehr zurückhaltend verhalten, weil das dortige Ich die Führung innhehaben muß, damit die dortigen Konventionen ausreichend eingehalten werden, um dort keinen Ärger zu bekommen.
Beim integrieren von verletzten Gruppenseelenanteilen tritt dieses miterleben anderer Denkweisen und Gefühlswelten, während man den Anteil bei der Lösung seiner Probleme unterstützt, ebenfalls auf.
VA217.1.3.b1
Auffinden und zurückholen verschwundener Seelenanteile, Beispiel:
Das "ich" mit dem zerfleischten Arm
VA222.3.2.4.b1
Selbstmordabsichten aus einem früheren Leben
VA230.2.4.b1
Verdrängte Workaholics und die Instant-Erschöpfung
Ein weiteres ähnliches Beispiel bei dem der abgespaltene Anteil wie ein Gegenstand erscheint.
VA133.
Das Kristallschwert
VA305.7.b2
Schwert-Erinnerungen
In seinem Text "Wie das Erlangen von Bewusstheit eine neue Art und Weise des Fühlens aktiviert" schreibt Mario Walz:Ich wäre nie auf den Gedanken gekommen das so zu sehen, denn diese übergeordnete Perspektive hatte ich mein ganzes Leben gehabt.Als ob man gefühllos geworden wäre
"Viele Menschen erleben im Zuge ihrer Bewusstwerdung eine Veränderung ihrer Gefühlswelt. Es geht dabei um die Art und Weise, wie man auf Informationen von außen reagiert und welche Gefühle man dabei entwickelt. Es ist dann nicht nur so, dass man nicht mehr so „mitleidet“ wie gewohnt, sondern dass auch das eigene Gefühlsleben verändert wird. Es kann dann sein, dass man sich ärgert, ohne sich zu ärgern. Oder dass man in Löcher fällt, ohne in das Loch zu fallen. Unsere Gefühle scheinen dann nicht mehr so intensiv zu sein. Man könnte dann den Eindruck haben, als ob die altbekannten Gefühle nicht mehr gefühlt werden können, als ob man neben sich oder über den Gefühlen stehen würde, als ob man gefühllos geworden wäre…"3.
Beispielgeschichte, Kersti:Interessanterweise beschreibt Brit Wilczek in seinem Buch diese Art des Fühlens, die das Denken nicht beherrscht als die typische Art des Fühlens von Autisten8.. Das ist in sofern interessant, da das Nervensystem von Autisten feinstoffliche Wahrnehmungen begünstigt, indem es weniger Daten ausfiltert. Es handelt sich bei Asperger/Autismus also um eine der Veranlagungen, die man als magische Hochbegabung verstehen kann.Zustände in denen Gefühle zu unvernünftigem Denken führen, kenne ich nicht
Nach dem was ich bei anderen spüren konnte und danach wie sich die Gefühle auf meinen Körper auswirkten war mir bewußt, daß ich deutlich stärkere Gefühle hatte als die meisten Menschen. Selbst wenn mich die Gefühle aus irgendeinem Grund so heftig durchschütteln daß ich mich danach krank fühle, weil ihre Intensität den Körper überfordert hat, überollen die Gefühle zwar meinen Körper, ich fühle sie auch, aber ein Teil von mir beobachtet sie einfach und mein Denken bleibt völlig klar und ruhig. Zustände in denen Gefühle zu unvernünftigem Denken führen, kenne ich nicht.Andererseits verlangten normale Menschen aber höchst seltsame Dinge, was Gefühle anging. Verlangen sage ich deshalb, weil sie einen bestrafen, wenn man anders reagiert, durch Mobbing, indem sie einem erklären, man würde lügen, indem sie behaupten solche Gefühle, wie ich sie habe, gäbe es nicht und ich solle deshalb nicht so tun, als würde ich so fühlen. Offensichtlich war mein Gefühlsleben nicht so, wie andere es erwarteten.
Ich konnte nachlesen und bekam auch von anderen erzählt, Liebe würde einen hinterrücks überfallen. Meinen persönlichen Erfahrungen entsprach das nicht. Ich bekam vor jeder Beziehug, die ich führte, im Feinstofflichen ein Beziehungsangebot und entschied mich dann bewußt dafür, verliebt zu sein. Daher war ich auch nie in jemanden verliebt, der es nicht in mich war. Allerdings gab es mal eine Person die sowohl irdisch als auch im Feinstofflichen widersprüchliche Signale, die fast wie ein Beziehungsangebot wirkten, gab und als ich fragte ob das denn auch so gemeint war, weder mit "Ja" noch mit "ich weiß nicht" noch mit "nein" antwortete.
Ich kan auch generell Gefühle bewußt an und abschalten, ohne Vermittlung von Gedanken und Handlungen, einfach als würde ich einen Schalter umlegen.
Manchmal legen aber auch körperliche Schalter den Hebel um, so daß ich den Gefühlsablauf nur noch beobachten kann, ohne eingreifen zu können.
Ich habe mir vergleichsweise lange ziemlich oft beim Hinfallen die Knie aufgeschlagen. Ich fand das nicht weiter schlimm. Aber da das Hinfallen, bei dem ich mir die Knie aufschlug, immer unerwartet kam, konnte ich mich darauf nicht gefaßt machen und ich begann augenblicklich zu weinen. Ohne das schlimm zu finden, aber der Ablauf war, wenn er einmal angestoßen war, so vollautomatisch, daß ich keine Stelle mehr fand, um da einzugreifen. Wenn sie vorhersehbar waren konnte ich deutlich stärkere Schmerzen aber durchaus schweigend hinnehmen, wie das bei meinen in der Schulzeit sehr heftigen Regelschmerzen, gegen die keine Schmerzmittel halfen, der Fall war.
Eine andere Situation wo emotionale Reaktionen direkt durch Reize von außen angestoßen wurde, war Folgende:
VB86.2 Autofahren ...
Auch hierbei gab es durchgehend einen ruhigen inneren Beobachter, der die Situation als Problem bewertete, weil es nicht möglich war, den Körper in einen Zustand zu bringen, in dem eine irdische Konzentration auf das Fahren überhaupt möglich war.
Manchmal bekommt man bewußt mit, wie man sich mit einem höheren Ich verbindet. Man fühlt sich dabei sofort ein ganzes Stück größer. Und wenn dann die emotionalen Reaktionen dieses größeren Ichs die irdischen Reaktionen färben, kann das zu höchst seltsamen Situationen führen.
VA217.2.2.2.b1
Verschwundene Seelenanteile, Beispiel: "Ist Mahakala aber süß!"
V232.
Götter, Dämonen, Erzengel - oder - Wer oder was ist Gott?
Diese Betrachtungsweise läßt sich weiter ausbauen. Laut Freud existieren zunächst Ich und Es, wobei das Ich die bewußten Absichten bezeichnet, während das Es dem Unbewußten entspricht, das unser bewußtes Handeln beinflußt. Das wiederum entspricht der Aufteilung in Ich und Ego, die im zweiten Abschnitt beschrieben wurde.
VB156.
2. Ich und Ego
Die Untersuchungen von Kohlberg2. S.58 zeigen, daß in abgelegenen Bergdörfern aus Yukatan und der Türkei bei sechzehnjährigen noch die prämoralischen Stufen (Niveau 1) häufiger waren als die der konventionellen Moral (Niveau 2), während Mittelschichtjungen aus Städten in Taiwan und Mexiko vorwiegend auf auf den Stufen der konventionellen Moral waren (Niveau 2), wurde bei den 16-jährigen aus den USA mit der 5. Moralstufe zum ersten mal eine postkonventionelle Stufe (Niveau 3) zur häufigsten vorhandenen Moralstufe.
Wie ich oben bereits schrieb, entwickelt man ein Über-Ich erst auf den konventionellen Moralstufen. Wenn diese sich ohne den Zugang zu Bildung und einem formellen Rechtssystem - wie Kohlbergs Untersuchung nahelegt - nicht entwickelt, wird klar, daß es zur Zeit der Entstehung des Buddhismus nur sehr wenige Menschen gegeben haben kann, die ein Über-Ich entwickelt haben. Damit wäre Freuds Modell für die Mehrheit der Bevölkerung unverständlich geblieben. Das erklärt auch, warum in dieser alten Religion mit einer Zweiteilung gearbeitet wird, die dann auch für die Mehrheit der Bevölkerung verständlich war.
Wenn die Stufen der konventionellen Moral (Niveau 2) überwiegen, wie in Kohlbergs Untersuchung bei den Jungen aus Städten in Taiwan und Mexiko, wird dadurch Freuds Dreiteilung in Ich, Es und Über-Ich verständlich und kann sich als Theorie verbereiten.
In den Stufen der postkonventionellen Moral (Niveau 3) verlieren Es und Über-Ich ihre überragende Bedeutung. Dadurch wird der Blick frei für komplexere Aufteilungen, wie im Abschnitt 4. erwähnt:
VB156.
4. Multiple Persönlichkeit, Persönlichkeitsanteile und Ich-Zustände
Während Menschen auf diesen Moralstufen solche komplexeren Aufteilungen bei Bedarf anwenden und anwenden können, mögen sie zu anderen Zeiten der Ansicht sein, daß eine Zweiteilung in Bewußtes und Unbewußtes oder Ich und Ego für die augenblicklichen Zwecke völlig ausreichend ist. Da sie Weltbilder als eigene Schöpfungen erkennen, gehen sie auch wesentlich flexibler mit ihren Weltbildern um und nutzen bei Bedarf sinnvolle Vereinfachungen.
Trennung zwischen materieller Realität, Fantasie und feinstoffliche Welten
Kohlbergs Moralstufen | 1. Stufe: Spirituell undifferenziertes Weltbild - Träume und Schutzengel erscheinen auf dieselbe Weise real wie Alltagsereignisse | 2. Stufe - Materialistisches Weltbild: Aufteilung in real und irreal | 3. Stufe - Spirituelles Weltbild: Aufteilung des "irrealen" in feinstoffliche Realität und Fantasie |
Niveau 1: prämoralisch
|
VB156.
2. Ich und Ego Bei einem prämoralischen spirituell undifferenzierten Weltbild wird zwischen Ich und Ego aufgeteilt, jedoch werden spirituelle und irdisch relevante Teile von beidem gleichermaßen wahrgenommen. Wenn die Persönlichkeit sich in Träumen oder Fantasiereisen oder feinstofflichen Wahrnehmungen als Märchenfee wahrnimmt, die in einem Zauberwald lebt, wird sie das genauso als Ich bezeichenen wie ihre irdische Identität. |
VB156.
2. Ich und Ego Bei einem materialistischen prämoralischen Weltbild ist ebenfalls eine Aufteilung in Ich und Ego nachvollziehbar, doch würde die Märchenfee im Zauberwald eindeutig als Fantasieprodukt tituliert, das man erfunden hat um sich in einer Zauberwelt hineinzuträumen. |
VB156.
2. Ich und Ego Bei einem spirituellen prämoralischen Weltbild ist ebenfalls eine Aufteilung in Ich und Ego nachvollziehbar, doch gibt es plötzlich zwei Typen von Feen im Zauberwald.
|
Niveau 2: konventionelle Moral - Moral der konventionellen Rollenkonformität
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VB156.
5. Ich, höheres Selbst und verdrängte Anteile Eine Person auf konventioneller Moralstufe mit einem spirituell undifferenzierten Weltbild wird nicht sagen können ob ihr höheres Selbst Teil ihres irdischen Ichs ist oder Teil des ichs im Feinstofflichen. Wenn das höhere Selbst stark abgespalten ist, könnte es aber durchaus sein, daß sie es als Gott bezeichnet ohne den Gott erkennbar auf einer feinstofflichen Ebene anzusiedeln. Ebenso können auch auf dieser Stufe eigene stark abgespaltene Anteile als Dämonen wahrgenommen werden.
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3. Ich, Über-Ich und Es nach Freud und Kohlbergs Moralstufen Ich, Über-Ich und Es nach Freud - oder meine andere Ableitung einer solchen Aufteilung anhand von Kohlbergs Moralstufen - erklärt Ich, Überich und Es allein aus irdischen Ursachen, weil alles feinstoffliche zu reiner Fantasie erklärt wird. Auf Moralstufe 3 wird das Überich eher als internalisierte Forderung einer Autoritätsperson wahrgenommen. "Mutti sagt, so etwas tut man nicht.", auf Stufe vier wird sich eher auf die Regel oder ein irdisches Gesetz bezogen.
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5. Ich, höheres Selbst und verdrängte Anteile
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Niveau 3: postkonventionelle Moral - Moral der selbst akzeptierten moralischen Prinzipien
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2. Ich und Ego VB156. 4. Multiple Persönlichkeit, Persönlichkeitsanteile und Ich-Zustände Für den Menschen mit einem spirituell undifferenziertem Weltbild und postkonventioneller Moral verliert das Höhere Selbst seine Bedeutung als Moralapostel, es wird teilweise in das bewußte Ich integriert. Je nach Persönlichkeit mag die Aufteilung in Ich und Ego oder eine Beschäftigung mit vielen unterschiedlichen Persönlichkeitsanteilen, von denen einige durchaus Satan oder Engel-Ich genannt werden mögen, ohne erkennbar auf der feinstofflichen Ebene angesiedelt zu werden, hilfreicher erscheinen. Die Person kann auch zwischen beiden Betrachtungsweisen wechseln, je nachdem was ihr gerade praktischer erscheint. Persönlichkeitsanteile die unmoralisch handeln werden hinterfragt und es gibt überzeugende Argumente, warum unmoralisches Handeln sich nicht lohnt. Allgemein wird das Weltbild nicht als die Wahrheit betrachtet, sondern als eine Modellvorstellung, die die Realität mehr oder weniger genau wiedergibt. Je nach Situation wird eine sehr differenzierte oder eine stark vereinfachte Darstellung als nützlicher betrachtet.
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2. Ich und Ego VB156. 4. Multiple Persönlichkeit, Persönlichkeitsanteile und Ich-Zustände Für den Menschen mit einem materiellen Weltbild und postkonventioneller Moral verliert das Höhere Selbst seine Bedeutung als Moralapostel, es wird teilweise in das bewußte Ich integriert. Je nach Persönlichkeit mag die Aufteilung in Ich und Ego oder eine Beschäftigung mit vielen unterschiedlichen Persönlichkeitsanteilen, die alle als Bestandteile des irdischen ichs betrachtet werden, vorgezogen werden. Die Person kann auch zwischen beiden Betrachtungsweisen wechseln, je nachdem was ihr gerade im Einzelfall praktischer erscheint. Persönlichkeitsanteile, die unmoralisch handeln werden hinterfragt und es gibt überzeugende Argumente, warum unmoralisches Handeln sich nicht lohnt. Wenn ein Persönlichkeitsanteil fremd erscheint wird das als Täuschung betrachtet, da Bewußtsein im materialistischen Weltbild als körperabhängig gilt. Schutzengel, Dämonen, Anteile von Eltern oder Freunden im eigenen Körper werden als eigene Persönlichkeitsanteile betrachtet, die so stark abgespalten sind, daß man sie nicht als Eigenes akzeptieren will.
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2. Ich und Ego - unterstützt durch Schutzengel, Schutztiere, Geistführer, weitere gebetene und ungebetene Gäste sind möglich VB156. 6. Die Seele, ihre Anteile, die Gruppenseele und Gott - unterstützt durch Schutzengel, Schutztiere, Geistführer, weitere gebetene und ungebetene Gäste sind möglich Für den Menschen mit einem spirituellem Weltbild und postkonventioneller Moral verliert das höhere Selbst seine Bedeutung als Moralapostel, es wird teilweise in das bewußte Ich integriert. Je nach Persönlichkeit mag die Aufteilung in Ich und Ego oder eine Beschäftigung mit vielen unterschiedlichen Persönlichkeitsanteilen, die alle als Bestandteile des irdischen ichs betrachtet werden, vorgezogen werden. Die Person kann auch zwischen beiden Betrachtungsweisen wechseln, je nachdem was ihr gerade praktischer erscheint. Persönlichkeitsanteile, die unmoralisch handeln werden hinterfragt und es gibt überzeugende Argumente, warum unmoralisches Handeln sich nicht lohnt. Zusätzlich zu den eigenen Persönlichkeitsanteilen werden auch fremde Persönlichkeitsanteile denkbar, die das eigene Ich beeinflussen. Wenn jemand das Gefühl hat, seinen Vater im eigenen Inneren zu hören, denkt er darüber nach, ob es ein eigener abgespaltener Anteil ist, der sich nur als Vater ausgibt oder ob es sich um einen abgespaltenen Anteil des Vaters handelt, der heimgeschickt gehört.
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Wer überzeugende spirituelle Erfahrungen hat, entwickelt sich normalerweise eher diagonal durch die die Tabelle: erst ein prämoralisches undifferenziertes Weltbild, dann ein materialistisches Weltbild mit konventioneller Moral und schließlich ein spirituelles Weltbild mit postkonventioneller Moral. Allerdings werden ihm sein Leben lang immer wieder Erfahrungen begegnen, die sich nicht in ein materialistisches Weltbild einordnen lassen. Daher wird die materialistische Phase vergleichsweise kurz sein und er wird von Anfang bis Ende dieser Phase wissen, daß es Dinge gibt, die sich nicht in ein materialistisches Weltbild einordnen lassen und deshalb durchgehend in seinem Materialismus verunsichert sein, bis er ein echtes spirituelles Weltbild hat.
Leute, denen ausreichend spirituelles begegnet, aber die das weitaus meiste materialistisch erklären können, werden in ihrer materialistischen Phase sich ihres materialistischen Weltbildes recht sicher sein und die spirituellen Erfahrungen erst ernsthaft betrachten, wenn ihre Neugier sie zum nächsten Schritt animiert. Die materialistische Phase ist also länger und intensiver.
Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5,
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Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal
im Voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von
Lesern immer bekomme.
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