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erste Version: 7/2014
letzte Bearbeitung: 1/2017

VB156.

Die Organisation des Ichs

Inhalt

VB156. Kersti: 1. Hat jeder Mensch ein höheres Selbst?
VB156. Kersti: Beispiel: "Wenn du kein ich hast, mußt du eines erfinden!"
VB156. Kersti: 2. Ich und Ego
VB156. Kersti: 3. Ich, Über-Ich und Es nach Freud und Kohlbergs Moralstufen
VB156. Kersti: Beispiel: Über-Ich, das sollen und nicht dürfen
VB156. Kersti: Beispiel: Die Erwachsenen sind komisch
VB156. Kersti: Beispiel: Gute oder schlechte Erziehung und heiße Dinge
VB156. Kersti: 4. Multiple Persönlichkeit, Persönlichkeitsanteile und Ich-Zustände
VB156. Kersti: 5. Ich, höheres Selbst und verdrängte Anteile
VB156. Kersti: 6. Die Seele, ihre Anteile, die Gruppenseele und Gott
VB156. Kersti: 6.1 Das Ich als Teil von Gott
VB156. Kersti: 6.2 Die inkarnierte Einzelseele
VB156. Kersti: Beispiel: Der innere Autopilot
VB156. Kersti: 6.3 Die Identifikation des höheren Selbst
VB156. Kersti: 6.4 Die Wandelbarkeit der Zusammensetzung einer Seele
VB156. Kersti: 6.5 Das Ich-Empfinden des Eingeweihten
VB156. Kersti: 6.5.1 Persönlichkeitsanteile und Ich-Empfinden
VB156. Kersti: 6.5.2 Erlebnisse von Parallelinkarnetionen aus der Ich-Perspektive
VB156. Kersti: 6.5.3 Die Perspektive der Ebene über dem innteren Licht: Über den Gefühlen stehen
VB156. Kersti: Als ob man gefühllos geworden wäre
VB156. Kersti: Zustände in denen Gefühle zu unvernünftigem Denken führen, kenne ich nicht
VB156. Kersti: 6.5.4 Götter aus der Ich-Perspektive
VB156. Kersti: 7. Ich-Vorstellungen und Entwicklungspsychologie
VB156. Kersti: 7.1 Kohlbergs Moralstufen und die immer feinere Aufteilung der Beschreibungen des Ichs
VB156. Kersti: 7.2 Ich-Empfinden und die entwicklungspsychologische Trennung zwischen materieller Realität, Fantasie und Geistigen Welten
VB156. Kersti: Quellen

 
Inhalt

1. Hat jeder Mensch ein höheres Selbst?

Beispielgeschichte, Kersti:

"Wenn du kein ich hast, mußt du eines erfinden!"

In der dritten Emailrunde beschrieb ich im Laufe mehrerer Emails, wie ich meine Gruppenseele, die verschiedenen Anteile, meine früheren Inkarnationen und den logischen Zusammenhang zwischen allem wahrnahm. Dabei erwähnte ich ebenfalls, daß ich zur Zeit Jesu, mehrere Inkarnationen hatte. Die Person forderte, ich solle mich mal entscheiden, wer von denen ich sei. Ausführlicher hier:
VB154. Kersti: Und wer von diesen ganzen Wesen bist jetzt Du? Entscheide dich mal
Als ihr sagte, daß ich eben von allen ein Teil sei, gab sie sich damit nicht zufrieden, sondern meinte ich solle mir eben eine dieser Personen aussuchen und mich mit ihr identifizieren.
"Du hast ja keine Mitte!" behauptete sie.
Ich hatte nicht das Gefühl, daß es mir an einer Mitte fehle und erklärte ihr, daß ich nicht beabsichtigte, ihrem Rat zu folgen. Sie bestand mit einer erstaunlichen Hartnäckigkeit in verschiedene Emails und Telefongesprächen darauf, daß ich das machen müsse. Schließlich erklärte ich ihr, daß das meine innere Organisation ist und daß es ihr nicht zusteht, sich darin einzumischen. Sie widersprach nicht.

Als nächstes wollte sie mein Höheres Selbst sprechen. Ich erklärte ihr, daß ich den Begriff zwar aus Esoterik und Psychologie kenne, aber in mir nichts entdecken könne, was diesem Konzept entspricht. Sie versuchte dasselbe auf anderem Wege, indem sie die Zentrale meiner Gruppenseele sprechen wollte. Ich erklärte ihr, daß sie mit dem höchsten Anteil, den ich erreichen kann und der am ehesten als Zentrale betrachtet werden könne nichts anfangen könne, da der zu fremdartig sei. Daher solle sie also eine genauere Angabe machen, mit was sie sprechen wolle. Ich bekam keine genauere Angabe.

Am nächsten Tag schrieb sie eine Mail, in der sie behauptete ich würde die einfachsten Konzepte wie "Höheres Selbst" nicht kennen und wenn ich kein höheres Selbst hätte, solle ich mir eines machen. Ich fragte mich, wie sie zu so einer Forderung kommt, nachdem ich ihr am Vortag strikt verboten hatte, sich in meine innere Organisation einzumischen. Doch sie ging noch weiter und meinte, sie würde meine Persönlichkeitsstruktur im Feinstofflichen untersuchen, um festzustellen, was da los sei.

Ich war doch sehr erstaunt, denn ich hatte in den letzten vierzehn Tagen mehrfach darauf hingewiesen, daß sie bitte mal etwas mehr bei sich schauen solle und nicht ständig versuchen solle, bei mir die Schuld zu suchen. Nicht zu fassen, daß sie sich dennoch berechtigt fühlt, jetzt auch noch meine Persönlichkeitsstruktur zu skannen!

Ich war, wie schon so oft in den letzten Tagen sehr froh, daß ich so viel Ahnung von Psychologie hatte, sonst hätte mich ihr Verhalten sehr verunsichert. So aber sah ich klar, daß das ein versuchter Übergriff auf meine persönlichsten Bereiche war, der ihr einfach nicht zusteht und mit einer Therapie oder einem Aufarbeiten von Problemen so nicht zu vereinbaren ist!

Dieses übergriffige Verhalten erinnerte mich daran, daß Menschen sehr oft irritiert darauf reagiert hatten, wie ich meine inneren Vorgänge geschildert habe und daß sie oft das Gefühl zu haben schienen, daß das so irgendwie falsch sei. Sie hatten es nur nicht so deutlich gesagt, da sie meine persönlichen Grenzen, zumindest wenn ich sie einforderte, respektiert haben. Umgekehrt konnte ich mit vielen Konzepten, die ihnen hilfreich erschienen, nicht viel anfangen und manches kam mir sogar krankhaft vor. Und als ich darüber nachdachte, wurde mir klar, daß ich kein Ich im landläufigen Sinne und auch kein Höheres Selbst habe und warum das so ist.

 
Inhalt

2. Ich und Ego

Ein weitverbreitetes Modell unterscheidet zwischen dem Ich, mit dem man sich identifiziert und das die bewußten Entscheidungen trifft und einem Ego, das für sich selbst im Weg stehen, Selbstsabotage aber auch einfach Gewohnheiten zuständig ist. Andere Autoren nennen das Ego auch "falsches Selbst". Ich habe auch schon mal ein Buch gelesen, wo dann dieses wahre Ich als Ego bezeichnet wurde, wo also die Aufteilung zwischen Ich und Ego gemacht wurde wie oben, aber die Bedeutung beider Wörter ausgetauscht war.

Im Buddhismus gibt es den Begriff der Ichlosigkeit und es wird gesagt, man solle durch Meditation und andere Methoden nach und nach sein Ich auflösen, um den Zustand der Ichlosigkeit zu erreichen. In diesem Fall ist mit "Ich" natürlich das gemeint, was ich oben als "Ego" bezeichnet habe. Das, was ich oben als "ich" bezeichnet habe, bleibt im Zustand der Ichlosigkeit natürlich erhalten. Die Meditation wird in diesem Fall als Therapiemethode verwendet, und sich der ganzen Selbstsabotageprogramme und unbwußten Gewohnheiten bewußt zu werden.
VA250. Kersti: Meditation als Werkzeug von Therapie und Aufstieg
Vergleichbares gilt auch für viele magische Übungen:
VB52. Kersti: Das "üben" magischer Praktiken ist kein üben sondern eine Therapie

Ich selber bin irgendwann auf Option gestoßen.
V26. Kersti: Option-Fragen
In einem Option-Dialog geht man von irgendeiner Alltagssituation aus, die nicht so gelaufen ist, wie man sich das gewünscht hat. Der Therapeut hinterfragt dann jeweils die letzte Aussage. Der Patient lernt die sehr einfache Dialogtechnik gewöhnlich sehr schnell, braucht aber für eine Weile noch jemanden, der ihn beim Thema hält. Irgendwann hat er dann die Methode so weit verinnerlicht, daß er jedes auftauchende Problem mit einem inneren Option-Dialog bearbeitet hat, bevor er Zeit hatte, sich an den Therapeuten zu wenden. Das war bei mir nach zwei Jahren Option der Fall.
VB95.8 Kersti: Beispiel: Als ich glaubte, keine psychischen Probleme mehr zu haben
Damit ist der Teil des Egos aufgelöst, der im Alltag gewöhnlich zur Geltung kommt. Man hat den Zustand erreicht, der im Buddhismus als Ichlosigkeit und in der Scientology-Church als Clear bezeichnet.
V319. Kersti: Was heißt "Ichlosigkeit"?
V235. Kersti: Was heißt "clear"?
Es gibt natürlich immer noch Probleme, die im augenblicklichen Leben gerade keine Rolle spielen und die man deshalb einfach noch nicht entdeckt hat. Einige davon sind durchaus so gravierend, daß man sich alleine nicht an sie herantraut und sie alleine nicht aufgearbeitet bekommt, wenn man sie schließlich entdeckt. Aber zunächst spielt das Ego im eigenen Leben keine erkennbare Rolle mehr.

Eine echte Ichlosigkeit oder eine vollständige Auflösung des Ego, bei der tatsächlich alle Probleme aufgelöst sind, ist mit dem Leben auf der Erde nicht vereinbar.
VB154.2 Kersti: Dualität: Tätererfahrungen, Angreifbarkeit und Opfererfahrungen
VB95.8 Kersti: Gibt es Leute, die schon all ihre Probleme aufgearbeitet haben?

 
Inhalt

3. Ich, Über-Ich und Es nach Freud und Kohlbergs Moralstufen

Aus "Das Ich und das Es"1. von Autor: Sigmund Freud stammt die Vorstellung, daß sich die Persönlichkeit des Menschen aus einem ich, das wie in der obigen Aufteilung in Ich und Ego unser bewußtes Handeln repräsentiert, einem Es, das unsere Triebe und Bedürfnisse repräsentiert (da müßten aber auch andere verdrängte Inhalte angesiedelt sein, damit das Bild halbwegs vollständig ist) und einem Über-Ich, das für Moral- und Wertvorstellungen steht zusammensetze.

Mit diesem Bild kommte ich wenig anfangen, denn dort wird dem Über-Ich zugeschrieben, daß von ihm Befehle oder moralische Regeln ausgehen, die zunächst auf ein Vorbild zurückgehen.

"Das Über-Ich ist aber nicht einfach ein Residuum der ersten Objektwahlen des Es, sondern es hat auch die Bedeutung einer energischen Reaktionsbildung gegen dieselben. Seine Beziehung zum Ich erschöpft sich nicht in der Mahnung: »So (wie der Vater) sollst du sein«, sie umfaßt auch das Verbot: »So (wie der Vater) darfst du nicht sein, das heißt nicht alles tun, was er tut; manches bleibt ihm vorbehalten.«"1.3
Ich hatte aber moralische Regeln nicht als ein "soll" oder "darf nicht" erlebt, sondern als ein "Es ist sinnvoll, das Zusammenleben so zu organisieren, weil wir alle (zunächst die Familie, später die Gesellschaft) damit besser leben können, als wenn wir es anders machen würden." - Regeln sind nicht beliebig, weil nicht alles funktionieren würde, aber sie sind verhandelbar, da sie auf individuelle Bedürfnisse genauso abgestimmt werden müssen, wie auf das Funktionieren der Familie und der Gesellschaft als ganzem. Wenn man den Sinn einer Regel verstanden hat, kann man sie freier interpretieren oder durch Alternativregeln ersetzen, die denselben Zweck erfüllen.

Warum ich mit Freuds Über-Ich, das oft als moralisierender Despot, auf den das ich aber nicht immer hört, beschrieben wird, nichts anfangen konnte, wurde mir aufgrund der Lektüre von Autor: Lawrence Kohlbergs "Buch: Die Psychologie der Moralentwicklung"2. klar.

Auf der Prämoralischen Ebene nach Kohlberg, kann es noch kein Über-Ich im Freudschen Sinne geben, denn dort ist Moral im eigentlichen Sinne noch nicht präsent. Es existiert also nur Ich und Es oder Ich und Ego
O4. Kersti: Niveau 1 - Prämoralisch
Die Moral der konventionellen Rollenkonformität, Kohlbergs Niveau zwei, erfordert die Existenz eines Über-Ichs, das die Einhaltung der Regeln einfordert. Lediglich die Erklärung ist anders: Kohlberg deutet dieses als ein Lernen, das eingeleitet wurde, weil das Kind erkannt hat, daß es wichtig ist, die Regeln einzuhalten, um in einer Gemeinschaft akzeptiert zu werden. Freud erklärt seine Entstehung mit dem Ödipus-Komplex1.3. Mir kommt der Ödipus-Komplex wie ein unnötiger Schnörkel vor, dessen Existenz erst einmal für alle oder fast alle Personen auf Kohlbergs Niveau 2 nachgewiesen werden müßte.
O4. Kersti: Niveau 2 - Moral der konventionellen Rollenkonformität
Mein eigenes Denken entdeckte ich aber erst auf Niveau 3:
O4. Kersti: Niveau 3 - Moral der selbst akzeptierten moralischen Prinzipien
Und damit meine ich nicht meine augenblickliche Moralstufe, sondern die, die ich, so weit ich mich zurückerinnern konnte, auch schon als Kleinkind hatte.

Beispielgeschichte, Kersti:

Die Erwachsenen sind komisch

Als ich vier war, entdeckte ich etwas Verblüffendes: "Die Erwachsenen sind komisch. Irgendwoher haben sie Regeln, die ihnen sagen, was gut ist. Aber sie wissen nicht, warum es gut ist."
Zu jeder Regel gehörte für mich untrennbar die Begründung warum man das an dieser Stelle so macht.

Das lag natürlich teilweise daran, wie meine Eltern mich erzogen haben. Bei jeder Regel waren die Erklärungen gleich mit inbegriffen.
VB136.1.1.6 Kersti: Erziehung durch Personen auf Moralstufe 6: Antiautoritäre Erziehung

Beispielgeschichte, Kersti:

Gute oder schlechte Erziehung und heiße Dinge

Eines Tages - da es in der ersten Wohnung spielt, an die ich mich erinnere, kann ich damals noch keine zwei Jahre alt gewesen sein - rief mein Vater mich in die Küche. Er sagte mir, ich solle meine Hand auf die Herdplatte legen und stellte dann den Herd an. Er wartete, bis ich die Hand wegzog, weil mir die Platte zu heiß geworden war und erklärte mir dann, daß man vorsichtig mit dem Herd sein müsse, weil die Platten manchmal auch noch nach dem Kochen heiß sind oder weil manchmal jemand vergessen hat, die Herdplatte auszuschalten. Dann sagte er mir, daß ich die Hand über die Herdplatte halten solle. Ich stellte fest, daß die Luft darüber viel wärmer war als im Rest der Küche. Er erklärte mir, daß man feststellen kann, ob die Platte heiß ist, indem man die Hand in die Luft über die Platte hält, weil warme Luft nach oben steigt.

Ich erzählte das später als Erwachsene einer Freundin, um zu erklären, was gute Erziehung ausmacht und sie meinte: "Das hätte meine Eltern mal so machen sollen. Mir haben sie nur verboten an den Ofen zu fassen, ohne zu erklären warum und dann habe ich doch dran gefaßt und mir eine richtig schwere Verbrennung geholt."

Auch moralische Regeln hatte Gründe nämlich: "Sonst ist Mutti traurig, weil du so gemein zu ihr bist!", "Wenn du lügst, glaube ich dir nichts mehr!" oder "Du mußt dich nicht wundern wenn deine Freundin nicht mehr mit dir spielen will, wenn du nie ihre Wünsche berücksichtigst." - alles Dinge die man aus unterschiedlichen Gründen nicht will.

Später kam dann ein Verständnis für immer größere Systeme hinzu: Damit eine Familie funktioniert, muß jeder darin seine Aufgabe übernehmen und die Aufgaben sind unterschiedlich je nach eigenen Fähigkeiten, Bedürfnissen und äußeren Möglichkeiten, sie zu erfüllen. In einem Staat ist die Rollenverteilung komplexer, aber auch da gibt es unterschiedliche Aufgaben, Bedürfnisse und Möglichkeiten, sie zu erfüllen. Bei einer guten Rollenverteilung übernimmt jeder entsprechend seinen Kräften und Fähigkeiten Aufgaben und alle Bedürfnisse werden angemessen berücksichtigt. Wenn zu viele Menschen sich zu oft falsch verhalten funktioniert die Familie oder der ganze Staat nicht mehr und alle leiden darunter.

Ich kann mich an keine Phase der Verunsicherung erinnern, wie Kohlberg sie für den Übergang zwischen Niveau zwei und drei seiner Moralstufen beschrieben hat. Ich erinnere mich aber, daß ich als sehr kleines Kind, das gerade sprechen lernt, die Regeln samt Erklärung einfach fraglos als gegeben hingenommen und mir gemerkt habe. Ich habe mich also trotz der Erklärungen für jede Regel wie eine Person auf Niveau 2 von Kohlbergs Moralstufen verhalten.

Dagegen habe ich später, etwa ab dem Alter von zwei Jahren zunehmend nach den Zusammenhängen gefragt und eine Regel ohne Erklärung kam mir zunehmend unvollständig vor. Ich fand daß man sie nicht richtig befolgen kann, ohne den Grund zu wissen, da man sonst nicht weiß an welcher Stelle man die Regel abändern muß, weil man sonst das Gegenteil von dem erreicht, was mit der Regel erreicht werden soll. Ich habe die Regeln als Vierjährige also wie eine Person auf Niveau 3 von Kohlbergs Moralstufen aufgefaßt.

Wer sich nicht an Regeln hält, ist also nach dieser Philosophie kein "böses Kind" sondern selbst schuld, wenn er Probleme mit Gegenständen oder seinen Mitmenschen bekommt. Ersteres sind Naturgesetze zweiteres hat mit Moral zu tun.

Damit gibt es aber kein vom normalen Ich abgetrenntes Über-Ich, das moralische Regeln einfordert, sondern die Moral ist Teil des bewußten Nachdenkens über Lösungen für Alltagsprobleme und es gibt keinen Grund, gegen moralische Regeln zu rebellieren: Es ist im eigenen Interesse sich daran zu halten, man will schließlich ein geschätzter Teil einer gut funktionierenden Gesellschaft und Familie sein.

Allerdings kommen Kinder bei so einer Erziehung sehr früh auf den Gedanken daß manchmal eine Regel schlicht falsch ist, weil eigene Bedürfnisse oder die Bedürfnisse von anderen nicht angemessen berücksichtigt wurden und sie argumentieren dann so wie die Eltern es ihnen mit den Regelbegründungen vorgemacht haben. In dem Fall ist aber das moralische Empfinden des Kindes mit der Argumentation einig.

Wenn ich bei mir also kein Über-Ich entdecken kann, dann liegt es daran, daß ich auf Niveau 3 nach Kohlberg bin und daher diese scharfe Trennung zwischen Über-Ich und normalem Ich so nicht existiert.

 
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4. Multiple Persönlichkeit, Persönlichkeitsanteile und Ich-Zustände

Außerdem gibt es auch Leute, die von mehr und unterschiedlicheren Persönlichkeitsanteilen (auch Ich-Zustände, Ego-States) ausgehen. Es gibt verschiedene Kindpersönlichkeiten, die unterschiedliche Defizite haben, Anteile, die seelische Verletzung tragen, in denen die Hauptpersönlichkeit weiter oder gesünder ist. Es gibt aber auch Anteile, die Fähigkeiten und Qualitäten haben, die der Hauptpersönlichkeit fehlen. Neben einem Über-Ich das als Hüter der Moral fungiert, können das beispielsweise Lehreranteile, mütterlichen Anteile oder Verteidigeranteile sein. Es kann sich aber auch um Anteile mit unterschiedlichen künstlerischen oder handwerklichen Fähigkeiten handeln.

Diese Vorstellung wurde zunächst an Multiplen Persönlichkeiten also Personen, bei denen die einzelnen Persönlichkeitsanteile sehr stark voneinander abgetrennt sind, entwickelt.
VB158. Kersti: Therapie von Multiplen Persönlichkeiten und die Angst des Therapeuten vor seinem multiplen Patienten

 
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5. Ich, höheres Selbst und verdrängte Anteile

5.1 Die abgespaltenen Anteile der Säuglingsseele

Wie Menschen im irdischen Leben unterschiedlich alt sein können, kann auch die Seele in der geistigen Welt unterschiedlich alt sein.
VB171. Kersti: Seelenalter
Das erste solche Seelenalter ist dem menschichen Säuglings- und Kleinkndalter analog.
VB171.2.1 Kersti: Säuglingsseelen müssen sich akklimatisieren
Die Säuglingsseele empfindet das Leben als Überforderung und die Welt als zu hart und unangenehm. Sie mach immer wieder Erfahrungen, die sie nicht verarbeiten kann und wegen derer sie dann Anteile abspaltet und verdrängt. Es entsteht also wie bei Menschlichen kindern eine Aufteilung zwischen Ich und Ego.
VB156. Kersti: 2. Ich und Ego

 
Inhalt

5.2 Die Über-Ich-Formation der Kindseele und die Rebellion der jugendlichen Seele

Es gibt natürlich Leute die von Ich, höheren Selbst und verdrängten Anteilen reden, aber letztlich nur die obige Aufteilung von Ich, Über-Ich und Es anders benennen, also das Über-Ich als höheres Selbst und das Es als Verdrängtes bezeichnen und sich allesim irdischen Ich befindet.

Das eigentliche Thema dieses Abschnittes ist aber eine Aufteilung bei der das höhere Selbst auf einer feinstofflichen Ebene wahrgenommen wird und einen Überblick über die Persönlichkeit hat und auf einem Entwicklungsstand ist, der weiter ist als das irdische Ich.
VB171.2.2 Kersti: Kindseelen lernen die Grundlagen des Lebens in einer Welt
Bei Kindseelen, die sich nach und nach als von ihrem Gruppenseelenselbst abgetrenntes Wesen zu empfinden beginnen, suchen sich wie irdische Kinder eine Autorität, von der sie den Umgang mit der Welt lernen können. Diese Autorität ist bei Anteilen mit ungestörter Bezieung zum Hauptanteil normalerweise ein Lehrer aus der eigenen Gruppenseele oder befreundeten Gruppenseelen. Anteile verdrängter Gruppenseelenfraktionen hängen sich an wen immer sie sich hängen können. Dabei tritt ganz ähnlich, wie das bei irdischen Kindern der Fall ist, eine Über-Ich-Bildung auf.
VB156. Kersti: 3. Ich, Über-Ich und Es nach Freud und Kohlbergs Moralstufen
Das heißt, ein Anteil der Seele in der geistigen Welt identifiziert sich mit den Forderungen Eine Variante ist die Vorstellung, das Gewissen käme direkt von Gott und die Stimme der Versuchung würde zum Teufel gehören. In dieser Form halte ich es für schlicht falsch. Ich denke, kein inkarnierter Mensch kann direkt mit Gott sprechen, sondern es handelt sich bei der Stimme des Gewissens immer um die Stimme eines Wesens, das zur eigenen Seelenfamilie oder gar zum irdischen ich des Betroffenen gehört. Versuchungen gehen meist auf eigene abgespaltene Anteile zurück, seltener mischen sich auch andere Wesen ein, die aber gewöhnlich wesentlich zu klein sind, um gleich als der ganze Teufel gelten zu können und zudem oft nicht zum Teufel gehören sondern abgespaltene Anteile von anderen Menschen sind.

Wenn man von Ich, höherem Selbst und verdrängten Anteilen redet, ist das eine Vereinfachung, aber eine, die, wenn der Betroffene etwas damit anfangen kann, nicht wesentlich irreführend ist, da man meist etwas finden wird, das dem im etwa entspricht.

 
Inhalt

Wahrnehmung der höheren Anteile aus der Ich-Perspektive

Ich merke allerdings hierbei - ähnlich wie beim Über-Ich - daß für mich keine klare Trennung zwischen Höherem Selbst und Alltags-Ich besteht und daß ich, wenn ich auf die Fähigkeiten des Höheren Selbstes zugreifen will, das gewöhnlich auch der Ich-Perspektive tue. Ich tue also all die Dinge die dem höheren Selbst zugeschrieben werden selbst. Auch so Dinge wie Wissen aus der Akasha-Chronik abfragen mache ich auf eine Weise, die sich fast so anfühlt, als würde ich in meinem eigenen irdischen Gedächtnis kramen.

 
Inhalt

6. Die Seele, ihre Anteile, die Gruppenseele und Gott

Mein eigenes Modell unterschiedet sich von dem Modell mit dem Ich, dem höheren Selbst und verdrängten Anteilen, wie sich die Vorstellung der Persönlichkeit mit vielen verschiedenen Persönlichkeitsanteilen von dem mit Ich, Über-Ich und Es nach Freud unterscheidet. Es ist wesentlich komplizierter.

6.1 Das Ich als Teil von Gott

Zunächst einmal ist jede Einzelseele Teil einer Gruppenseelenfraktion, mit der sie telepathisch Verbindung aufnehmen oder zu einem einzigen Ich verschmelzen kann. Diese Gruppenseelenfraktion ist Teil einer Gruppenseele, diese Teil einer noch größeren Gruppenseele und so weiter bis hoch zu Gott.

Grob könnte man es so darstellen:

Tatsächlich sind die Verhältnisse sehr viel komplizierter, es gibt unterschiedliche Typen von Seelen und sehr viel mehr Ebenen als dieses Schaubild darstellt.

Die wichtigsten Ebenen sind folgende: die Quellebene, die Ebene der Urseelen, die Schlüsselebene, die Ebene ohne festgehaltene Absichten, die Ebene über dem inneren Licht (=Fluchebene), die Geistige Welt und die materielle Welt. Von jeder dieser Ebenen gibt es Inkarnationen auf die nächst tiefere Ebene.
VA39. Kersti: Wie funktioniert Reinkarnation?

Außerdem hat die typische Gruppenseele sehr viel mehr Gruppenseelenfraktionen, Gruppenseelenfraktionen haben mehr Anteile als gezeigt. Es sind nicht nur alle Menschen, Tiere, Pflanzen und Gegenstände dieser Welt Teile von Gott, sondern es gibt auch noch Milliarden an feinstofflichen und materiellen Parallelwelten, auf denen ebenfalls die unterschiedlichsten Wesen leben.
VB34. Kersti: Das Wesen der Zeit

 
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6.2 Die inkarnierte Einzelseele

Greift man aus diesem Schaubild jetzt eine inkarnierte menschliche Einzelseele mit ihren Anteilen heraus, und ergänzt ein paar der ausgelassenen Details, könnte man das etwa so darstellen:


Die in diesem Schaubild verwendete menschliche Silhouette wurde von Mikael Häggström erstellt und in die Gemeinfreiheit entlassen, der Rest des Schaubildes stammt von mir

Wenn eine Seele sich inkarniert, inkarniert sie meist sich nicht vollständig sondern ein Teil der Seele (im Schaubild: Nicht inkarnierter Hauptanteil des Ichs) bleibt im feinstofflichen Zuhause zurück und tut dort weiterhin dieselben Dinge, die sie dort tut, so lange sie nicht inkarniert ist. Nur ein Teil geht in den Körper (inkarniertes Ich). Nach dem Ende des Lebens kehrt das so inkarnierte Ich zum Hauptanteil, der im Feinstofflichen zurückgeblieben ist, zurück und vereinigt sich wieder mit dem nicht inkarniertem Hauptanteil.

Sowohl der nicht inkarnierte Hauptanteil als auch der inkarnierte Anteil eines Menschen spalten immer wieder Anteile ab, die irgendwelche Aufgaben übernehmen und sich danach meist wieder mit dem Anteil vereinigen, der sie abgespalten hat.

Wenn sich ein Anteil auf eine Aufgabe konzentrieren soll, trennt er sich dafür oft sehr stark vom Hauptanteil ab, um nicht durch allgemeine Bekanntmachungen und Ähnliches in der Konzentration gestört zu werden. Wenn er fertig ist integriert er sich wieder in das Ganze, um sich auf den aktuellen Stand zu bringen und einfach um die Einheit zu spüren.

Beispielgeschichte, Kersti:

Der innere Autopilot

Ein Beispiel dafür ist unser innerer Autopilot, den ein geübter Autofahrer gewöhnlich für die Autofahrt abspaltet. Während der Fahrt macht dieser Anteil fast die gesamte Arbeit des Autofahrens allein, während der Hautpteil des inkarnierten Ichs sich mit dem Beifahrer unterhält oder über etwas ganz andere nachdenkt. Nur in Situationen, die die volle Aufmerksamkeit erfordern, verschmilzt er mit dem Haupt-Ich und das Gespräch wird unterbrochen, bis die Situation vorbei ist. Nach dem Ende der Autofahrt integriert sich der innere Autopilot wieder in das Haupt-Ich. Daß der innere Autopilot ein recht abgespaltener Anteil ist, merkt man dann, wenn man nach der Arbeit eine Freundin besuchen wollte und erst, wenn man zuhause aus dem Auto steigt, bemerkt, daß man wie gewohnt nach Hause gefahren ist.
VB163.1.2 Kersti: Bewußtseinsmanagement: Wie ich meine Alltagsaufgaben auf verschiedene Persönlichkeitsanteile verteile
Neben diesen zeitweisen Abspaltungen gibt es aber auch dauerhafte Abspaltungen. Beispielsweise spalten Menschen oft einen Anteil ab, wenn sie eine traumatische Erfahrung machen und verdrängen diesen Anteil. Oder sie verdrängen einen Teil ihrer Persönlichkeit, der ihnen nicht gefällt. Außer als vorübergehende Notlösung ist eine solche Handlungsweise nicht besonders sinnvoll. Mit diesen verletzten Anteilen verdrängt man nämlich gleichzeitig deren Wissen und deren Fähigkeiten.
VB67. Kersti: Wozu wir unsere verdrängten Anteile brauchen
Gelegentlich kommt es dann zu Streit mit eigenen Anteilen und diese werden als fremd wahrgenommen.
VB104. Kersti: "Es ist, als wäre da ein Teufelchen" - Besessenheit oder eigener Persönlichkeitsanteil?

 
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6.3 Die Identifikation des höheren Selbst

Wenn man einen normalen Menschen nach seinem Höheren Selbst fragt, gibt es mehrere Möglichkeiten, was er als Höheres Selbst präsentieren könnte. Wenn er keinerlei Wahrnehmungen der feinstofflichen Ebenen hat, wird er sehr wahrscheinlich das freudsche Über-Ich als höheres Selbst präsentieren. Wenn er nur in einem entspannten Zustand Zugriff auf den nicht inkarnierten Hauptanteil des Ichs bekommen kann, wird er diesen sehr wahrscheinlich als "Höheres Selbst" präsentieren. Hat er im Alltagsbewußtsein regelmäßig Wahrnehmungen der geistigen Welt/Astralwelt wird er sehr wahrscheinlich so daran gewöhnt sein, sich regelmäßig mit dem nicht inkarnierten Hauptanteil zu verschmelzen, daß er stattdessen den Kernanteil der eigenen Gruppenseelenfraktion als "Höheres Selbst" präsentiert.

Probleme ein höheres Selbst eindeutig zu identifizieren gibt es jedoch, wenn man sich zusätzlich der höheren Ebenen über der Geistigen Welt bewußt ist und Wahrnehmungen von dort jeweils dem Anteil, der sie hat, zuordnen kann. Dann ist einem bewußt, daß es viele verschiedene Anteile gibt, die sich wie ich anfühlen und die auf höheren Ebenen sitzen. Jeden Kernanteil einer höheren eigenen Gruppenseele könnte man mit gleicher Berechtigung als sein eigenes "Höheres Selbst" bezeichnen, wie man das nicht inkarnierten Haupt-Ich "Höheres Selbst" nennen könnte.

Das ist kein Problem, wenn man eine konkrete Übung machen soll, in der das höhere Selbst eine bestimmte Aufgabe hat. In diesem Fall greift man einfach irgendeinen Anteil heraus, der für diese Aufgabe ausreichend qualifiziert ist. Wenn man aber einfach nur sagen soll, was das Höhere Selbst ist, lautet die Antwort: "Ich habe da mehrere! Welches meinst du?"

Die Wahrnehmung von höheren Selbsten aus der Ich-Perspektive kann bis hoch zu dem "Gott" führen, der in dieser Graphik auftaucht.

Allerdings ist die Behauptung, daß das Gewissen von Gott käme auch in diesem Falle nicht zutreffend. Auf der Ebene gibt es keine Unterscheidung zwischen richtig und falsch, da alle Ziele gleichermaßen gültig sind. Von dieser Ebene kommt bedingungslose Liebe aber keine Entscheidung, zu der es ein Gegenteil geben könnte, keine Absichten, denen das Ergebnis entgegenwirken könnte, kein Wille, gegen den man handeln könnte. All diese Dinge sind Phänomene der tieferen Ebenen, spätere Erfindungen. Auf dieser hohen Ebene existieren sie noch nicht.

 
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6.4 Die Wandelbarkeit der Zusammensetzung einer Seele


Die in diesem Schaubild verwendete menschliche Silhouette wurde von Mikael Häggström erstellt und in die Gemeinfreiheit entlassen, der Rest des Schaubildes stammt von mir

Abgespaltene Anteile bleiben nach einer Inkarnation oft als Erdgebundene Seelen auf der Erde zurück, während das inkarnierte Ich auf seine Heimatebene zurückkehrt und sich mit dem nicht inkarnierten Hauptanteil vereinigt. Gelegentlich bleibt auch die gesamte inkarnierte Seele auf der Erde. Erdgebundene Seelen beider Arten inkarnieren sich manchmal direkt von der Erde aus neu, ohne zwischendurch auf eine höhere Ebene zurückzukehren. Sehr viel häufiger treiben sie sich jedoch längere Zeit nahe der Erde herum und beobachten lebende Menschen.

Wenn nun ein anderes Mitglied derselben Gruppenseelenfraktion in der Nähe inkarniert, wird der abgespaltene Anteil wie magisch von dessen Ausstrahlung angezogen. Er begibt sich zu der verwandte Seele und versucht sie dazu zu bewegen, daß sie ihn integriert. Wenn die inkarnierte Geschwisterseele bereit ist, den Anteil zu integrieren baut sie eine telepathische Gruppenseelenverbindung zu ihm auf und verschmilzt mit ihm.

Dabei hat er nicht immer Glück, denn viele Menschen sind nicht in jedem Fall bereit, abgespaltene Anteile ihrer Seelengeschwister zu integrieren.

Eine Seele kann nicht jeden fremden Seelenanteil integrieren sondern nur Seelenanteile aus ihrer Seelenverwandschaft. Wie eng die Verwandtschaft sein muß, damit eine Integration noch funktioniert, ist sehr unterschiedlich. Es gibt Wesen, die oft nicht in der Lage sind, Anteile wieder zu integrieren, die sie gerade eben abgespalten haben, andere Wesen können sich auch mit Anteilen relativ entfernt verwandter Gruppenseelen vereinigen.

Einen Überblick über die unterschiedlichen Zustände einer Seele und ihrer Seelenanteile findet sich hier.
VB142. Kersti: Eine Typologie der Seelen

Insgesamt gesehen ändert sich die Zusammensetzung einer Seele vor jeder Inkarnation und während jeder Inkarnation. Das Ausmaß und die Richtung der Änderungen ist unterschiedlich, aber die Zusammensetzung bleibt nicht gleich. Ein Wesen, das sich stark in die Dualität hineinbewegt, spaltet immer mehr ab, eines daß sich stark herausbewegt, integriert üblicherweise früher abgespaltene Anteile.
VB154.2.2 Kersti: Woran man erkennt, ob man sich in die Dualität hineinbewegt oder herausbewegt
Wesen die Anteile abspalten, erinnern sich nur an eine Inkarnationslinie, Wesen die viele Anteile integrieren erinnern sich an mehrere Inkarnationslinien als eigene Inkarnationen.

 
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6.5 Das Ich-Empfinden des Eingeweihten

6.5.1 Persönlichkeitsanteile und Ich-Empfinden

Dieser Teil des Artikels beschäftigt sich damit, wie sich das Ich-Gefühl verändert, wenn man durch Einweihungen Zugriff auf höheren Ebenen und die dortigen Gruppenseelen-Ichs-Bekommt.
VA179. Kersti: Was heißt Einweihung, was Erleuchtung?

Bei multiplen Persönlichkeiten ist Phänomen bekannt, daß sie sich nicht mit ihrem Gesamt-Ich sondern nur mit einem einzelnen Anteil von sich selbst identifizieren und das Empfinden haben, daß dieser Anteil ihr gesamtes ich sei. Wenn dann ein anderer Persönlichkeitsanteil zum Zuge kommt, hat der Anteil, der zuerst handelt, eine Gedächtnislücke und bekommt nicht mit, was in der Zwischenzeit passiert. Die einzelnen Anteile haben also keinen Zugriff auch das inkarnierte Gesamt-Ich sondern agieren, als wären sie einzelne Menschen, die nur zufälligerweise in ein und demselben Körper leben.

Bei vorübergehenden Depressionen ist es so, daß ein verletzter und normalerweise verdrängter entmutigter Anteil mit seinem Fühlen und Denken in den Vordergrund tritt. Bei Altersdemenz haben die großen Hauptanteile den Körper verlassen und nur noch kleine abgespaltene Anteile regeln den Alltag eher schlecht als recht.

Der normale Mensch nimmt sein inkarniertes Haupt-Ich als Ich wahr und innerhalb dieses Ich-Empfindens können dann einzelne Anteile in den Vordergrund oder Hintergrund treten.

Der Eingeweihte geht zunächst eine Stufe höher und empfindet das nicht inkarnierte Haupt-Ich als ich. Wenn er das tut, kann er auch auf das umfassendere Wissen dieses größeren Ichs zugreifen, das beispielsweise auch Reinkarnationserinnerungen enthält.

 
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6.5.2 Erlebnisse von Parallelinkarnationen aus der Ich-Perspektive

Weiteres Aufarbeiten führt dazu daß man die eigene Gruppenseelenfraktion als ich erleben kann. Ab diesem Punkt ist es möglich, sich an zwei gleichzeitig stattfindene eigene frühere Leben zu erinnern. Es ist aber auch möglich, ein jetzt stattfindendes Leben einer Parallelinkarnation aus der Ich-Perspektive mitzuerleben. Tarsächlich habe ich aber früher Leben aus Parallelwelten miterlebt, als ich Leben aus dieser Welt miterlebt habe. Ich bin zu dem Schluß gekommen, daß ich Parallelinkarnationen hier in dieser Welt lange verdrängt habe, weil ich das Wissen, daß jemand mit dem ich regelmäßig telefonieren ein Teil von meinem größeren Ich ist, als das ich mich normalerweise als Handelnder erlebe, aus der Ich-Perspektive für mich intellektuell und emotional noch nicht zu verarbeiten wäre. So lange ich es jederzeit als Einbildung wegerklären konnte, war ich zufrieden, wenn es Beweise gab, war das mehr als irritierend! Jedenfalls zu irritierend, um es zuzulassen.

Die Erinnerung "Zur Wissenschaftlerin gezüchtet" in der Vampirwelt habe ich in diesem Leben in der Zeit mitbekommen, wo sie passiert ist, so daß ich ihr helfen konnte, ihre Handlungen auf einer umfassenderen Sicht aufzubauen.
FI24. Kersti: Inhalt: Eine Vampirwelt
Es gibt noch diverse ähnliche Beispiele, wo ich in der Gegenwart solche Parallelweltenerfahrungen mitbekommen habe und dabei einen konkrenten Einfluß auf die Handlungen hatte, indem ich mein irdisches Wissen und Denken als zusätzliche Möglichkeiten miteingebracht habe. Emailaustausche und telefonische Gespräche über solche gegenwärtigen Erfahrungen aus Parallelwelten zeigten mir, daß beide unabhängig dieselben Ereignisse wahrnehmen. Allgemein habe ich mich aber sehr zurückhaltend verhalten, weil das dortige Ich die Führung innhehaben muß, damit die dortigen Konventionen ausreichend eingehalten werden, um keinen Ärger zu bekommen.

Beim integrieren von verletzten Gruppenseelenanteilen tritt dieses miterleben anderer Denkweisen und Gefühlswelten, während man den Anteil bei der Lösung seiner Probleme unterstützt, ebenfalls auf.
VA217.1.3.b1 Kersti: Auffinden und zurückholen verschwundener Seelenanteile, Beispiel: Das "ich" mit dem zerfleischten Arm
VA222.3.2.4.b1 Kersti: Selbstmordabsichten aus einem früheren Leben
VA230.2.4.b1 Kersti: Verdrängte Workaholics und die Instant-Erschöpfung
Ein weiteres ähnliches Beispiel bei dem der abgespaltene Anteil wie ein Gegenstand erscheint.
VA133. Kersti: Das Kristallschwert
VA305.7.b2 Kersti: Schwert-Erinnerungen

 
Inhalt

6.5.3 Die Perspektive der Ebene über dem innteren Licht: Über den Gefühlen stehen

Wenn man in der weiteren Entwicklung die Fluchebene (Ebene über dem inneren Licht) direkt wahrnehmen kann, entwickelt man eine Perspektive, in der man, in der man über den Gefühlen steht und diese Gefühle lenken, einfach aufrufen und jederzeit ändern kann. Wie das auf Leute wirkt, die diese Perspektive noch nicht ihr ganzes Leben hatten, hat Mario Walz mit folgenden Worten zusammengefaßt.
In seinem Text "Wie das Erlangen von Bewusstheit eine neue Art und Weise des Fühlens aktiviert" schreibt Autor: Mario Walz:

Als ob man gefühllos geworden wäre

"Viele Menschen erleben im Zuge ihrer Bewusstwerdung eine Veränderung ihrer Gefühlswelt. Es geht dabei um die Art und Weise, wie man auf Informationen von außen reagiert und welche Gefühle man dabei entwickelt. Es ist dann nicht nur so, dass man nicht mehr so „mitleidet“ wie gewohnt, sondern dass auch das eigene Gefühlsleben verändert wird. Es kann dann sein, dass man sich ärgert, ohne sich zu ärgern. Oder dass man in Löcher fällt, ohne in das Loch zu fallen. Unsere Gefühle scheinen dann nicht mehr so intensiv zu sein. Man könnte dann den Eindruck haben, als ob die altbekannten Gefühle nicht mehr gefühlt werden können, als ob man neben sich oder über den Gefühlen stehen würde, als ob man gefühllos geworden wäre…"3.
Ich wäre nie auf den Gedanken gekommen das so zu sehen, denn diese übergeordnete Perspektive hatte ich mein ganzes Leben gehabt.
Beispielgeschichte, Kersti:

Zustände in denen Gefühle zu unvernünftigem Denken führen, kenne ich nicht

Nach dem was ich bei anderen spüren konnte und danach wie sich die Gefühle auf meinen Körper auswirkten war mir bewußt, daß ich deutlich stärkere Gefühle hatte als die meisten Menschen. Selbst wenn mich die Gefühle aus irgendeinem Grund so heftig durchschütteln daß ich mich danach krank fühle, weil ihre Intensität den Körper überfordert hat, überollen die Gefühle zwar meinen Körper, ich fühle sie auch, aber ein Teil von mir beobachtet sie einfach und mein Denken bleibt völlig klar und ruhig. Zustände in denen Gefühle zu unvernünftigem Denken führen, kenne ich nicht.

Andererseits verlangten normale Menschen aber höchst seltsame Dinge, was Gefühle anging. Verlangen sage ich deshalb, weil sie einen bestrafen, wenn man anders reagiert, durch Mobbing, indem sie einem erklären, man würde lügen, indem sie behaupten solche Gefühle, wie ich sie habe, gäbe es nicht und ich solle deshalb nicht so tun, als würde ich so fühlen. Offensichtlich war mein Gefühlsleben nicht so, wie andere es erwarteten.

Ich konnte nachlesen und bekam auch von anderen erzählt, Liebe würde einen hinterrücks überfallen. Meinen persönlichen Erfahrungen entsprach das nicht. Ich bekam vor jeder Beziehug, die ich führte, im Feinstofflichen ein Beziehungsangebot und entschied mich dann bewußt dafür, verliebt zu sein. Daher war ich auch nie in jemanden verliebt, der es nicht in mich war. Allerdings gab es mal eine Person die sowohl irdisch als auch im Feinstofflichen widersprüchliche Signale, die fast wie ein Beziehungsangebot wirkten, gab und als ich fragte ob das denn auch so gemeint war, weder mit "Ja" noch mit "ich weiß nicht" noch mit "nein" antortete.

Ich kan auch generell Gefühle bewußt an und abschalten, ohne Vermittlung von Gedanken und Handlungen, einfach als würde ich einen Schalter umlegen.

Manchmal legen aber auch körperliche Schalter den Hebel um, so daß ich den Gefühlsablauf nur noch beobachten kann, ohne eingreifen zu können.

Ich habe mir vergleichsweise lange ziemlich oft beim Hinfallen die Knie aufgeschlagen. Ich fand das nicht weiter schlimm. Aber da das Hinfallen, bei dem ich mir die Knie aufschlug, immer unerwartet kam, konnte ich mich darauf nicht gefaßt machen und ich begann augenblicklich zu weinen. Ohne das schlimm zu finden, aber der Ablauf war, wenn er einmal angestoßen war, so vollautomatisch daß ich keine Stelle mehr fand, um da einzugreifen. Wenn sie vorhersehbar waren konnte ich deutlich stärkere Schmerzen aber durchaus schweigend hinnehmen, wie das bei meinen in der Schulzeit sehr heftigen Regelschmerzen, gegen die keine Schmerzmittel halfen, der Fall war.

Eine andere Situation wo emotionale Reaktionen direkt durch Reize von außen angestoßen wurde, war Folgende:
VB86.2 Kersti: Autofahren ...
Auch hierbei gab es durchgehend einen ruhigen inneren Beobachter, der die Situation als Problem bewertete, weil es nicht möglich war, den Körper in einen Zustand zu bringen, in dem eine irdische Konzentration auf das Fahren überhaupt möglich war.

 
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6.5.4 Götter aus der Ich-Perspektive

Wenn man sich selber als den passiven Teil erlebt, der ein größeres ich durchfließen läßt, hat man das Gefühl plötzlich mehr Wissen zu haben und kreativer zu sein.
VB145.2.5 Kersti: Mein Parallelweltentext: "Und das soll ich jetzt glauben?" fragte ich mich
Wenn man sich die Graphik mit der Seele, den unterschiedlich großen Gruppenseelenfraktionen und Gruppenseelen und Gott ansieht, kann man sich mit einem beinahe beliebig hoch in dieser Graphik angesiedelten Anteil verbinden. Diese Gruppenseelen sind in den alten Religionen als Götter und im Christentum als Erzengel bekannt.

VB62. Kersti: 2.6 Und plötzlich wird Dir klar, daß Du ein Erzengel bist, einer der Heidnischen Götter oder auch Luzifer, Satan oder der Teufel
Als einer - oder bei noch höheren Anbindungen mehreren - dieser Götter kann man sich in der Ich-Perspektive erleben. So habe ich mich beispielsweise aus der Ich-üperspektive erlebt, wie ich organisiert habe, daß die Akasha-Chronik repariert und neu verbunden wird und wie ich dabei ganze Armeen von Technikern orgsanisiert habe.
AI5. Kersti: Inhalt: Reparatur der Akasha-Chronik
Natürlich ist in so einem Fall nicht das irdische Ich das Wesen, das dieses tut, sondern der Kernanteil einer Gruppenseele der feinstofflich die Leitung dieser Aufgabe hat. Die Aufgabe des irdischen ich, besteht einerseits darin, die Vorgänge irdisch zu ankern, andererseits darin im Gespräch mit einem irdischen Arbeitspartner Mißverständnisse und Verdrängungen als solche zu entlarven. Wenn derselbe Satz von zwei unterschiedlichen Leuten unterschiedlich übersetzt wird, dann ist da wohl ein Mißverständnis aufgetreten. Die feinstoffliche aussage wird im Feinstofflichen unterschiedlich verstanden und führt deshalb zu deutlich unterschiedlichen Übersetzungen.

Manchmal bekommt man bewußt mit, wie man sich mit einem höheren Ich verbindet. Man fühlt sich dabei sofort ein ganzes Stück größer. Und wenn dann die emotionalen Reaktionen dieses größeren Ichs die irdischen Reaktionen färben, kann das zu höchst seltsamen Situationen führen.
VA217.2.2.2.b1 Kersti: Verschwundene Seelenanteile, Beispiel: "Ist Mahakala aber süß!"

 
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7. Ich-Vorstellungen und Entwicklungspsychologie

7.1 Kohlbergs Moralstufen und die immer feinere Aufteilung der Beschreibungen des Ichs

In dem obigen Abschnitt
VB156. Kersti: 3. Ich, Über-Ich und Es nach Freud und Kohlbergs Moralstufen
habe ich bereits erwähnt, daß das Verständnis verschiedener Ich-Vorstellungen davon abhängt, welche entwicklungspsychologische Moralstufe jemand bisher erreicht hat.

Diese Betrachtungsweise läßt sich weiter ausbauen. Laut Freud existieren zunächst Ich und Es, wobei das Ich die bewußten Absichten bezeichnet, während das Es dem Unbewußten entspricht, das unser bewußtes Handeln beinflußt. Das wiederum entspricht der Aufteilung in Ich und Ego, die im zweiten Abschnitt beschrieben wurde.
VB156. Kersti: 2. Ich und Ego

Die Untersuchungen von Kohlberg2. S.58 zeigen, daß in abgelegenen Bergdörfern aus Yukatan und der Türkei bei sechzehnjährigen noch die prämoralischen Stufen (Niveau 1) häufiger waren als die der konventionellen Moral (Niveau 2), während Mittelschichtjungen aus Städten in Taiwan und Mexiko vorwiegend auf auf den Stufen der konventionellen Moral waren (Niveau 2), wurde bei den 16-jährigen aus den USA mit der 5. Moralstufe zum ersten mal eine postkonventionelle Stufe (Niveau 3) zur häufigsten vorhandenen Moralstufe.

Wie ich oben bereits schrieb, entwickelt man ein Über-Ich erst auf den konventionellen Moralstufen. Wenn diese sich ohne den Zugang zu Bildung und einem formellen Rechtssystem - wie Kohlbergs Untersuchung nahelegt - nicht entwickelt, wird klar, daß es zur Zeit der Entstehung des Buddhismus nur sehr wenige Menschen gegeben haben kann, die ein Über-Ich entwickelt haben. Damit wäre Freuds Modell für die Mehrheit der Bevölkerung unverständlich geblieben. Das erklärt auch, warum in dieser alten Religion mit einer Zweiteilung gearbeitet wird, die dann auch für die Mehrheit der Bevölkerung verständlich war.

Wenn die Stufen der konventionellen Moral (Niveau 2) überwiegen, wie in Kohlbergs Untersuchung bei den Jungen aus Städten in Taiwan und Mexiko, wird dadurch Freuds Dreiteilung in Ich, Es und Über-Ich verständlich und kann sich als Theorie verbereiten.

In den Stufen der postkonventionellen Moral (Niveau 3) verlieren Es und Über-Ich ihre überragende Bedeutung. Dadurch wird der Blick frei für komplexere Aufteilungen, wie im Abschnitt 4. erwähnt:
VB156. Kersti: 4. Multiple Persönlichkeit, Persönlichkeitsanteile und Ich-Zustände
Während Menschen auf diesen Moralstufen solche komplexeren Aufteilungen bei Bedarf anwenden und anwenden können, mögen sie zu anderen Zeiten der Ansicht sein, daß eine Zweiteilung in Bewußtes und Unbewußtes oder Ich und Ego für die augenblicklichen Zwecke völlig ausreichend ist. Da sie Weltbilder als eigene Schöpfungen erkennen, gehen sie auch wesentlich flexibler mit ihren Weltbildern um und nutzen bei Bedarf sinnvolle Vereinfachungen.

 
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7.2 Ich-Empfinden und die entwicklungspsychologische Trennung zwischen materieller Realität, Fantasie und Geistigen Welten

Bei den folgenden beiden Abschnitten:
VB156. Kersti: 5. Ich, höheres Selbst und verdrängte Anteile
VB156. Kersti: 6. Die Seele, ihre Anteile, die Gruppenseele und Gott
kommt eine andere Entwicklungsreihe der Entwicklungspsychologie ins Spiel.
O7.A7 Kersti: Entwicklungspsychologische Trennung zwischen materieller Realität, Fantasie und Geistigen Welten (=feinstoffliche Welten)

Trennung zwischen materieller Realität, Fantasie und feinstoffliche Welten

 

Kohlbergs Moralstufen

1. Stufe: Spirituell undifferenziertes Weltbild - Träume und Schutzengel erscheinen auf dieselbe Weise real wie Alltagsereignisse 2. Stufe - Materialistisches Weltbild: Aufteilung in real und irreal 3. Stufe - Spirituelles Weltbild: Aufteilung des "irrealen" in feinstoffliche Realität und Fantasie
Niveau 1: prämoralisch
  • Stufe 1: Orientierung an Lob und Strafe (fraglose Unterwerfung unter Macht)
  • Stufe 2: Naiver instrumenteller Hedonismus (Moral ist wie ein Handelsgeschäft: wichtig sind Fairneß, Gefälligkeiten erwidern, aber auch Rache für Unrecht. Wie Du mir, so ich dir.)
VB156. Kersti: 2. Ich und Ego
Bei einem prämoralischen spirituell undifferenzierten Weltbild wird zwischen Ich und Ego aufgeteilt, jedoch werden spirituelle und irdisch relevante Teile von beidem gleichermaßen wahrgenommen. Wenn die Persönlichkeit sich in Träumen oder Fantasiereisen oder feinstofflichen Wahrnehmungen als Märchenfee wahrnimmt, die in einem Zauberwald lebt, wird sie das genauso als Ich bezeichenen wie ihre irdische Identität.
VB156. Kersti: 2. Ich und Ego
Bei einem materialistischen prämoralischen Weltbild ist ebenfalls eine Aufteilung in Ich und Ego nachvollziehbar, doch würde die Märchenfee im Zauberwald eindeutig als Fantasieprodukt tituliert, das man erfunden hat um sich in einer Zauberwelt hineinzuträumen.
VB156. Kersti: 2. Ich und Ego
Bei einem spirituellen prämoralischen Weltbild ist ebenfalls eine Aufteilung in Ich und Ego nachvollziehbar, doch gibt es plötzlich zwei Typen von Feen im Zauberwald.
  1. Die Märchenfee im Fantasie-Zauberwald kann nur über die Spannung und Schönheit der erfundenen Geschichte unser Alltagsleben verschönern. Man kann alles an ihr und am Zauberwald nach Belieben ändern, wie es einem gefällt und die Geschichte hat keinen Einfluß auf andere Menschen, die nur unsere Erzählungen von ihrer Existenz in unserer Fantasie erfahren können.
  2. Die Fee im feinstofflichen magischen Wald beeinflußt über ihre Existenz zunächst einmal den Zauberwald selbst, existiert dort aber auch, wenn wir nicht hinschauen und kann dort von feinstofflichen Anteilen anderer Menschen beobachtet werden. Berichte über das Beobachtete bestätigen sich gegenseitig. Über die Fee und ihre Begegnungen mit den feinstofflichen Anteilen anderer Menschen werden zunächst diese feinstofflichen Anteile und darüber das fühlen, denken, handeln und über die psychosomatische Schiene manchmal auch der Körper ihrer irdischen Gegenstücke beinflußt. Im Zauberwald sind Dinge selbstverständlich, die uns hier wie Magie vorkommen würden, dennoch gibt es dort so etwas wie Naturgesetze, die sich nicht ohne weiteres außer Kraft setzen lassen.
Niveau 2: konventionelle Moral - Moral der konventionellen Rollenkonformität
  • Stufe 3: Moral des guten Kindes, das gute Beziehungen aufrechterhält und die Anerkennung der anderen sucht.
  • Stufe 4: Moral der Aufrechterhaltung von Autorität.
VB156. Kersti: 5. Ich, höheres Selbst und verdrängte Anteile
Eine Person auf konventioneller Moralstufe mit einem spirituell undifferenzierten Weltbild wird nicht sagen können ob ihr höheres Selbst Teil ihres irdischen Ichs ist oder Teil des ichs im Feinstofflichen. Wenn das höhere Selbst stark abgespalten ist, könnte es aber durchaus sein, daß sie es als Gott bezeichnet ohne den Gott erkennbar auf einer feinstofflichen Ebene anzusiedeln. Ebenso können auch auf dieser Stufe eigene stark abgespaltene Anteile als Dämonen wahrgenommen werden.

VB156. Kersti: 3. Ich, Über-Ich und Es nach Freud und Kohlbergs Moralstufen
Ich, Über-Ich und Es nach Freud - oder meine andere Ableitung einer solchen Aufteilung anhand von Kohlbergs Moralstufen - erklärt Ich, Überich und Es allein aus irdischen Ursachen, weil alles feinstoffliche zu reiner Fantasie erklärt wird.

Auf Moralstufe 3 wird das Überich eher als internalisierte Forderung einer Autoritätsperson wahrgenommen. "Mutti sagt, so etwas tut man nicht.", auf Stufe vier wird sich eher auf die Regel oder ein irdisches Gesetz bezogen.

VB156. Kersti: 5. Ich, höheres Selbst und verdrängte Anteile
  • Auf Moralstufe 3 wird das höhere Selbst im spirituellen Weltbild im Feinstofflichen angesiedelt.
  • Auf Moralstufe 4 kann eine Person ein Über-Ich nach Freudscher Manier wahrnehmen, das im irdischen Ich angesiedelt ist und ein höheres Selbst auf einer höheren Ebene.
Niveau 3: postkonventionelle Moral - Moral der selbst akzeptierten moralischen Prinzipien
  • Stufe 5: Moral des Vertrages, der individuellen Rechte und des demokratisch anerkannten Gesetzes- /Rechtssystems.
  • Stufe 6: (Abweichend von Kohlberg) Gesetzgeber
VB156. Kersti: 2. Ich und Ego
VB156. Kersti: 4. Multiple Persönlichkeit, Persönlichkeitsanteile und Ich-Zustände
Für den Menschen mit einem spirituell undifferenziertem Weltbild und postkonventioneller Moral verliert das Höhere Selbst seine Bedeutung als Moralapostel, es wird teilweise in das bewußte Ich integriert. Je nach Persönlichkeit mag die Aufteilung in Ich und Ego oder eine Beschäftigung mit vielen unterschiedlichen Persönlichkeitsanteilen, von denen einige durchaus Satan oder Engel-Ich genannt werden mögen, ohne erkennbar auf der feinstofflichen Ebene angesiedelt zu werden, hilfreicher erscheinen. Die Person kann auch zwischen beiden Betrachtungsweisen wechseln, je nachdem was ihr gerade praktischer erscheint. Persönlichkeitsanteile die unmoralisch handeln werden hinterfragt und es gibt überzeugende Argumente, warum unmoralisches Handeln sich nicht lohnt.

Allgemein wird das Weltbild nicht als die Wahrheit betrachtet, sondern als eine Modellvorstellung, die die Realität mehr oder weniger genau wiedergibt. Je nach Situation wird eine sehr differenzierte oder eine stark vereinfachte Darstellung als nützlicher betrachtet.

VB156. Kersti: 2. Ich und Ego
VB156. Kersti: 4. Multiple Persönlichkeit, Persönlichkeitsanteile und Ich-Zustände
Für den Menschen mit einem materiellen Weltbild und postkonventioneller Moral verliert das Höhere Selbst seine Bedeutung als Moralapostel, es wird teilweise in das bewußte Ich integriert. Je nach Persönlichkeit mag die Aufteilung in Ich und Ego oder eine Beschäftigung mit vielen unterschiedlichen Persönlichkeitsanteilen, die alle als Bestandteile des irdischen ichs betrachtet werden, vorgezogen werden. Die Person kann auch zwischen beiden Betrachtungsweisen wechseln, je nachdem was ihr gerade im Einzelfall praktischer erscheint. Persönlichkeitsanteile, die unmoralisch handeln werden hinterfragt und es gibt überzeugende Argumente, warum unmoralisches Handeln sich nicht lohnt.

Wenn ein Persönlichkeitsanteil fremd erscheint wird das als Täuschung betrachtet, da Bewußtsein im materialistischen Weltbild als körperabhängig gilt. Schutzengel, Dämonen, Anteile von Eltern oder Freunden im eigenen Körper werden als eigene Persönlichkeitsanteile betrachtet, die so stark abgespalten sind, daß man sie nicht als Eigenes akzeptieren will.

VB156. Kersti: 2. Ich und Ego - unterstützt durch Schutzengel, Schutztiere, Geistführer, weitere gebetene und ungebetene Gäste sind möglich
VB156. Kersti: 6. Die Seele, ihre Anteile, die Gruppenseele und Gott - unterstützt durch Schutzengel, Schutztiere, Geistführer, weitere gebetene und ungebetene Gäste sind möglich
Für den Menschen mit einem spirituellem Weltbild und postkonventioneller Moral verliert das höhere Selbst seine Bedeutung als Moralapostel, es wird teilweise in das bewußte Ich integriert. Je nach Persönlichkeit mag die Aufteilung in Ich und Ego oder eine Beschäftigung mit vielen unterschiedlichen Persönlichkeitsanteilen, die alle als Bestandteile des irdischen ichs betrachtet werden, vorgezogen werden. Die Person kann auch zwischen beiden Betrachtungsweisen wechseln, je nachdem was ihr gerade praktischer erscheint. Persönlichkeitsanteile, die unmoralisch handeln werden hinterfragt und es gibt überzeugende Argumente, warum unmoralisches Handeln sich nicht lohnt.

Zusätzlich zu den eigenen Persönlichkeitsanteilen werden auch fremde Persönlichkeitsanteile denkbar, die das eigene Ich beeinflussen. Wenn jemand das Gefühl hat, seinen Vater im eigenen Inneren zu hören, denkt er darüber nach, ob es ein eigener abgespaltener Anteil ist, der sich nur als Vater ausgibt oder ob es sich um einen abgespaltenen Anteil des Vaters handelt, der heimgeschickt gehört.

Ein echtes spirituell undifferenziertes Weltbild in Verbindung mit Postkonventioneller Moral ist sehr unwahrscheinlich, da ja für beide Entwicklungslinien Intelligenz benötigt wird und sich moralische Fragen im leben immer stellen. Wer keine spirituellen Erfahrungen und keine überzeugenden Begegnungen mit Leuten mit deutlich ausgeprägten spirituellen Fähigkeiten hat, landet am Ende bei einem materialistischen Weltbild mit postkonventioneller Moral, da er keinen Anlaß hat, sich weiterzuentwickeln.

Wer überzeugende spirituelle Erfahrungen hat, entwickelt sich normalerweise eher diagonal durch die die Tabelle: erst ein prämoralisches undifferenziertes Weltbild, dann ein materialistisches Weltbild mit konventioneller Moral und schließlich ein spirituelles Weltbild mit postkonventioneller Moral. Allerdings werden ihm sein Leben lang immer wieder Erfahrungen begegnen, die sich nicht in ein materialistisches Weltbild einordnen lassen. Daher wird die materialistische Phase vergleichsweise kurz sein und er wird von Anfang bis Ende dieser Phase wissen, daß es Dinge gibt, die sich nicht in ein materialistisches Weltbild einordnen lassen und deshalb durchgehend in seinem Materialismus verunsichert sein, bis er ein echtes spirituelles Weltbild hat.

Leute, denen ausreichend spirituelles begegnet, aber die das weitaus meiste materialistisch erklären können, werden in ihrer materialistischen Phase sich ihres materialistischen Weltbildes recht sicher sein und die spirituellen Erfahrungen erst ernsthaft betrachten, wenn ihre Neugier sie zum nächsten Schritt animiert. Die materialistische Phase ist also länger und intensiver.

Kersti

Quelle

Dieser Artikel beruht auf dem Wissen meiner eigenen feinstofflichen Anteile.
VA299. Kersti: Fragen beantworten: Das Wissen der eigenen feinstofflichen Anteile

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im Voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.
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