Hauptseite  /   Suche und Links  /   Philosophie und Autorin dieser Seite

erste Version in "Magie und Parawissenschaften": 09:53, 8. Okt. 2011
hierher übertragen: 10/2014
letzte Bearbeitung: 10/2014

VB161.

Wissenschaftliche Experimente zur telepathischen Bildübertragung

Inhalt

Übergeordneter Artikel:
VA129. Kersti: Telepathie

 
Inhalt:

VB161.1 Kersti: Auflistung der Experimente zur telepathischen Bildübertragung

VB161.2 Kersti: Der Versuchsaufbau bei den verschiedenen Versuchen zur telepathischen Bildübertragung
VB161.2.1 Kersti: Telepathische Bildübertragung im selben Zimmer mit verbundenen Augen
VB161.2.2 Kersti: Telepathische Bildübertragung zwischen verschiedenen Räumen
VB161.2.3 Kersti: Telepathische Bildübertragung über weite Entfernungen
VB161.2.4 Kersti: Telepathische Bildübertragung: Senden aus einem Pharadeyschen Käfig heraus

VB161.3 Kersti: Die Erfahrung der Telepathie bei der telepathischen Bildübertragung
VB161.3.1 Kersti: Der Geisteszustand des Empfängers bei der telepathischen Bildübertragung
VB161.3.2 Kersti: Der Geisteszustand des Senders bei der telepathischen Bildübertragung
VB161.3.3 Kersti: Ein Beispiel für eine Abfolge übertragener Bilder und die dabei auftretenden typischen Fehler bei der telepathischen Bildübertragung
VB161.3.4 Kersti: Fehlerquellen bei der telepathischen Bildübertragung
VB161.3.4.1 Kersti: Telepathische Störungen bei der telepathischen Bildübertragung
VB161.3.4.2 Kersti: Telepathische Bildübertragung: Fehlende Vorstellung des Empfängers führte zum Mißerfolg
VB161.3.4.3 Kersti: Fehler bei der telepathischen Bildübertragung wegen zu geringer Motivation der Beteiligten
VB161.3.4.4 Kersti: Fehler bei Experimenten zur telepathische Bildübertragung wegen mangelnden Fähigkeiten, einen gesehenen Gegenstand zeichnerisch wiederzugeben
VB161.3.4.5 Kersti: Fehler bei der telepathischen Bildübertragung wegen mangelnder Konzentrationsfähigkeit des Empfängers aufgrund von Störungen oder von Erschöpfung
VB161.3.4.6 Kersti: Einfluß von Übung auf die Erfolgsrate bei Telepathische Bildübertragung

VB161.4 Kersti: Handelt es sich um Telepathie? - Abweichende Erklärungen für Erfolge bei telepathischer Bildübertragung
VB161.4.1 Kersti: Betrug als Erklärung für Erfolge bei telepathischer Bildübertragung
VB161.4.2 Kersti: Unbewußte Informationsübermittlung über die normalen Sinnee als Erklärung für scheinbare telepathische Bildübertragung
VB161.4.3 Kersti: Andere paranormale Effekte als Erklärung für scheinbare telepathische Bildübertragung
VB161.4.4 Kersti: Telepathische Bildübertragung: Bewertung der Versuche aufgrund der alternativen Erklärungen für Erfolge

VB161. Kersti: Quellen

 
Inhalt

1. Auflistung der Experimente

Experimente zur telepathischen Bildübertragung bei der sowohl Original als auch Reproduktion gezeichnet vorliegen, wurden in der parapsychologischen Forschung zur Telepathie eine ganze Reihe durchgeführt.

Autor: Malcolm Guthrie führte mit seinen beiden Versuchspersonen Miss. E. und Miss. R. in den 1880ger Jahren eine Reihe unterschiedlicher telepathischer Experimente durch. Daneben lud er wohl jeden Wissenschaftler, der Interesse zeigte ein, seine Experimente zu variieren und zu verbessern, um das Phänomen der Telepathie besser zu verstehen. Daher existieren von verchiedenen Wissenschaftlern wissenschaftliche Artikel über Versuche mit diesen beiden Frauen.1., 2., 3.
BP1. Kersti: Miss. E. und Miss. R. - Angestellte und Versuchspersonen in Telepathieexperimenten von Malcolm Guthrie

Weitere ähnliche Experimente wurden von verschiedenen Personen durchgeführt:

Ich habe als Jugendliche oft mit Geschwistern und Freunden Gedankenübertagung gespielt, wobei wir uns im selben Raum aufhielten und jeweils ein Sender sich eine der neun Ziffern bildlich vorgestellt hat.
V116. Kersti: Telepatische Spiele

 
Inhalt

2. Versuchsaufbau

2.1 Im selben Zimmer mit verbundenen Augen

Autor: Malcolm Guthrie und Autor: James Birchall 1884: In den wenigen Fällen, wo Sender und Empfängerin des Bildes sich nicht in unterschiedlichen Räumen aufhielten, waren der Empfängerin die Augen verbunden und der Sender befand sich in einigem Abstand und so, daß das Originalbild für die Empfängerin und jeden anderen völlig unsichtbar gewesen wäre, selbst wenn sie den Versuch gemacht hätte, es zu sehen. Während der Übertragung schaute der Sender dauernd schweigend auf das Originalbild, das auf einem dazwischenstehendem hölzernen Ständer ("stand" - sehr unklar formuliert) lag. Die Empfängerin saß mit verbundenen Augen auf der gegenüberliegenden Seite und der Aufbau war so, daß sie einige Schritte hätte näherkommen müssen, um das Bild zu sehen. Erst wenn sie meinte, sie sei bereit zu zeichnen, wurde die Augenbinde entfernt.1.

Autor: Oliver Joseph Lodge besuchte später Autor: Malcolm Guthrie und variierte dessen Experimente mit den beiden Frauen (Miss. E. und Miss. R.). Er beschrieb, den Aufbau so: Ein schwarzer hölzerner Schirm befand sich zwischen Sender und Empfänger, so daß es unmöglich war, den Gegenstand selbst versehentlich zu sehen, die Augen wurden jedoch nicht sehr sorgfältig verbunden, da die Augebinde nur verwendet wurde, da die beiden Frauen das vorzogen.2.

Autor: Max Dessoir machte Experimente zur telepathischen Bild-Übertragung, bei denen Herr Weiss, Herr Biltz und Herr Sachse als Sender fungierten. Sender und Empfänger saßen am selben Tisch, der Empfänger hatte die Augen verbunden. Außerdem machte Dessoir ähnliche Experimente mit dem Baron von Ravensburg und seiner Frau, wo der Empfänger jedoch an einem getrennten Tisch saß.7.

Bei Autor: Anton Schmoll saßen die drei Sender nebeneinander an einem Tisch und sahen sich das Bild an, der Empfänger saß mit verbundenen Augen und abgewandt vom Tisch in einer Ecke des Raumes.8.

 
Inhalt

2.2 Unterschiedliche Räume

Autor: Malcolm Guthrie und Autor: James Birchall 1884: Sender und Empfängerin des telepathischen Bildes hielten sich in den meisten Fällen in unterschiedlichen Räumen auf. Auch wenn Sender und Empfänger sich in unterschiedlichen Räumen aufhielten, wurde das Experiment mit Guthries Versuchspersonen erfolgreich durchgeführt.1.

 
Inhalt

2.3 Über weite Entfernungen

Autor: Auguste Glardon machte Gedankenübertragungsexperimente über weite Entfernungen mit Mr. M., die so etwas bisher nicht gemacht hatte. Die Ergebnisse waren nicht besonders überzeugend, man bekommt aber den Eindruck, es wurde tatsächlich etwas übertragen.5.

 
Inhalt

2.4 Senden aus einem Pharadeyschen Käfig heraus (Puthoff)

Autor: Harold E. Puthoff und Autor: Russell Targ führten ein Gedankenübertragungsexperiment mit Autor: Uri Geller als Versuchsperson durch. Geller befand sich in einem Pharadeyschen Käfig, der durch einen doppelwandigen Stahlraum auch akustisch und visuell abgeschirmt war. Geräusche konnten nur von innen nach außen übertragen werden, um ihn bei der Arbeit zu überwachen. In drei Fällen zeichnete er kein Bild, im ersten davon, wurde ihm der Sender nicht vorgestellt, in den anderen beiden Fällen, störte ihn der Versuch ein EEG zu machen so sehr, daß er keinen klaren Eindruck bekam. Personen die alle Originale je eine Kopie vorgelegt bekamen und sie einander zuordnen sollten, ordneten alle Zeichnungen korrekt dem richtigen Original zu, obwohl sie nicht völlig übereinstimmten.6.

 
Inhalt

3. Die Erfahrung der Telepathie bei der telepathischen Bildübertragung

3.1 Der Geisteszustand des Empfängers bei der telepathischen Bildübertragung

Der Empfänger wurde bei Autor: Malcolm Guthries Experimenten aufgefordert einen passiven Zustand einzunehmen und den Geist so leer wie möglich zu machen. Um das zu unterstützen, wurde während des Experimentes Ruhe bewahrt und die Augen der Empfängerinnen wurden verbunden. Die beiden Frauen E. und R. hatte Guthrie durch Zufall unter seinen Angestellten gefunden. Wie verbreitet die Fähigkeit ist, ist unbekannt, Autor: Oliver Joseph Lodge gibt jedoch an, als Empfänger keinen Erfolg gehabt zu haben. Die Empfänger sind nicht hypnotisiert und befreien sich zwischen den einzelnen Experienten oft von der Augenbinde, um sich zu unterhalten.2.

Die Empfängerinnen geben an, sie würden von den Bildern, die sie sehen, das nehmen, das immer wiederkehrt. Sie scheinen den Einfluß des Senders zu spüren und haben sich gelegentlich beschwert, sie würden keine Kraft spüren.2.

Wenn ein telepathisch übertragener Gegenstand nicht gemalt sondern verbal beschrieben wurde, entstand zuerst ein Farbeindruck, dann kam eine Beschreibung der Form, erst zum Schluß wurde die Bezeichnung genannt. Beispiel:

Autor: Max Dessoir schreibt, daß nach der anfänglichen Dunkelheit bald Bilder und Diagramme vor dem inneren Auge erscheinen werden. Der Empfänger sollte dann warten, bis eines dieser Bilder ihm sicher (definite) erscheint, bevor er die Binde abnimmt und das Bild aufzumalen versucht.7.

Autor: Auguste Glardons Versuchsperson Mrs. M. schreibt über ihre subjektiven Eindrücke, sie hätte die Zeichnung meist mit geschlossenen Augen weiß auf schwarzem Hintergrund gesehen, manchmal auch schwarz auf weißem oder hellgrauem Hintergrund. Manchmal ist die Zeichnung klar und kommt schnell, manchmal ist da aber auch zuerst viel Durcheinander, aus dem sich die Zeichnung letztlich herauslöst. Bei geschriebenen Botschaften sah sie die Worte meist, hörte oder fühlte sie aber manchmal auch.5.

 
Inhalt

3.2 Der Geisteszustand des Senders bei der telepathischen Bildübertragung

Der Sender wird bei Autor: Malcolm Guthries Experimenten aufgefordert, sich stark auf die Zeichnung zu konzentrieren und nur daran und an nichts anderes zu denken. Autor: Oliver Joseph Lodge empfand das, wenn er es versuchte, als sehr anstrengend. Die meisten Personen sind fähig als Sender zu arbeiten, wobei jedoch einige dabei erfolgreicher sind als andere. Lodge gibt an, als Sender meist erfolglos gewesen zu sein, aber gelegentlich auch Erfolg gehabt zu haben.2.

Wenn zwei Sender2., ein ganzer Kreis von Leuten sich auf denselben Gegenstand konzentrieren, funktioniert es oft auch1.. Als zwei Leute sich auf unterschiedliche Gegenstände konzentrieren konnte der Empfänger beide wahrnehmen2..

 
Inhalt

3.3 Ein Beispiel für eine Abfolge übertragener Bilder und die dabei auftretenden typischen Fehler bei der telepathischen Bildübertragung

Die folgende Bilderfolge stammt aus einem Gedankenübertragunsexperiment aus einem wissenschaftlichen Artikel, der von Autor: Malcolm Guthrie und Autor: James Birchall 1884 in den "Zeitschrift: Proceedings of the Society for Psychical Research." veröffentlicht wurde und ist hier vollständig wiedergegeben.1.


1. übertragenes Bild. Von Malcolm Guthrie gesendet, von Miss. E. empfangen, kein Kontakt.


2. übertragenes Bild. Von Guthrie gesendet, von Miss. E. empfangen, kein Kontakt.


3. übertragenes Bild. Von Guthrie gesendet, von Miss. E. empfangen, kein Kontakt.


4. übertragenes Bild. Von Guthrie gesendet, von Miss. E. empfangen, kein Kontakt.


5. übertragenes Bild. Von Guthrie gesendet, von Miss. E. empfangen, kein Kontakt.


6. übertragenes Bild. Von Guthrie gesendet, von Miss. E. empfangen, kein Kontakt.


7. übertragenes Bild. Von Autor: Edmund Gurney gesendet, von Miss. E. empfangen, Kontakt für eine halbe Minute, bevor das Bild gemalt wurde.


8. übertragenes Bild. Von Gurney gesendet, von Miss. R. empfangen, kein Kontakt.


9. übertragenes Bild. Von James Birchall gesendet, von Miss. R. empfangen, kein Kontakt. Sie sagte, daß sie lauter Ringe zu sehen schien, als wenn sie sich bewegten und sie könnte sie nicht ruhig vor ihre Augen bekommen.


10. übertragenes Bild. Von Birchall gesendet, von Miss. ? empfangen, kein Kontakt.


11. übertragenes Bild. Von Birchall gesendet, von Miss. ? empfangen, kein Kontakt.


12. übertragenes Bild. Von Herrn Steel, Präsident der Literary and Philosophical Society of Liverpool gesendet, von Miss. R. empfangen, kein Kontakt.


13. übertragenes Bild. Von Herrn Steel gesendet, von Miss. E. empfangen, kein Kontakt.


14. übertragenes Bild. Von Frank S. Hughes gesendet, von Miss. E. empfangen, Kontakt vor der Reproduktion.


15. übertragenes Bild. Von Hughes gesendet, von Miss. E. empfangen, kein Kontakt.


16. übertragenes Bild. Von Hughes gesendet, von Miss. E. empfangen, kein Kontakt.

Auch völlig unregelmäßige Formen, die keinen Namen haben wurden gelegentlich recht gut reproduziert, die Erfolge waren aber seltener als bei bekannten Gegenständen. Manche Empfänger schienen jedoch eher die Idee als das Bild zu empfangen.2.

Es scheint reiner Zufall zu sein, ob der Gegenstand richtig herum, oder gedreht oder gespiegelt dargestellt wird.2.

 
Inhalt

3.4 Fehlerquellen bei der telepathischen Bildübertragung

Autor: Malcolm Guthrie sagt, daß Erfolge - oder Fehlschläge - oft in Reihe auftraten.1.

 
Inhalt

3.4.1 Telepathische Störungen bei der telepathischen Bildübertragung

Mehrere unterschiedliche gesendete Bilder oder abschweifende Gedanken des Senders führen zu Verwirrung.

Wenn die Aufmerksamkeit des Senders abschweift, können Fehlschläge wie der Folgende auftreten: Statt des Objekts wurde ein Bild, das über dem Objekt hing, beschrieben.1.

Autor: Oliver Joseph Lodge ließ in einem seiner Versuche zwei Sender je ein unterschiedliches Bild sehen, das sie senden sollte. Die Versuchperson, die telepathisch empfangen sollte, sah zuerst beide Bilder getrennt herumwandern malte sie dann aber als ein zusammengesetztes Bild.2.


Die beiden unabhängig gesendeten Bilder wurden in der Zeichnung des empfangenen Bildes zu einem zusammengesetzt.2.

Bei Autor: Anton Schmoll waren die ersten 3-4 Versuche weitgehend erfolglos. Danach setzten die Sender sich an dieselbe Seite des Tisches um das Bild aus demselben Winkel zu sehen und die Erfolge verbesserten sich.8.

Fremde, die während der Experimente anwesend sind, verhindern laut Lodge meist den Erfolg, entpuppen sich aber auch selten sofort als sehr gute Sender2.. Auch Autor: Malcolm Guthrie schrieb, daß seine Experimente normalerweise ein Erfolg waren, mit wissenschaftlichen Beobachtern jedoch oft völlige Mißerfolge auftraten1..

Daß die Empfängerinnen der verschiedenen Versuche oft beschreiben daß zuerst mehrere oder viele unterschiedliche Bilder oder viel durcheinander zu sehen seien, wo man dasjenige Bild heraussuchen müsse das immer wiederkehrt oder ihm gesichert erscheint2., 5., 7. deutet daraufhin, daß oft viele telepathisch gesendete Bilder vorhanden sind. Es erscheint daher denkbar, daß die wissenschaftlichen Beobachter unbewußt störende Bilder gesendet oder sonstwie als Störsender gewirkt haben könnten.

 
Inhalt

3.4.2 Telepathische Bildübertragung: Fehlende Vorstellung des Empfängers führte zum Mißerfolg

In drei Fällen zeichnete Autor: Uri Geller in Autor: Harold E. Puthoffs Versuchen kein Bild, im ersten davon, wurde ihm der Sender nicht vorgestellt, in den anderen beiden Fällen, störte ihn der Versuch ein EEG zu machen so sehr, daß er keinen klaren Eindruck bekam.6.

 
Inhalt

3.4.3 Fehler bei der telepathischen Bildübertragung wegen zu geringer Motivation der Beteiligten

Autor: Max Dessoir äußerte, daß der Erfolg von der Stimmung der Beteiligten abzuhängen schien.7.

In seinem Artikel von 1885 schreibt Autor: Malcolm Guthrie, daß die Erfolge in seinen Telepathieexperimenten nachgelassen hätten. Er äußert die Vermutung, daß das darauf zurückzuführen sein könnte, daß sie Guthrie und seinen Versuchpersonen langweilig geworden sind.9.

Ergebnisse von Guthries Versuchen:9.
Serie Gesamtzahl der Versuche Versuche mit Ergebnis Versuche ohne empfangenes Ergebnis richtige und teilweise richtige Ergebnisse falsche Ergebnisse Mißerfolge in Prozent der Versuche mit Ergebnis
I 457 387 (84%) 70 (15%) 319 (70%) 68 (15%) 18%
II 123 108 (87%) 15 (12%) 73 (59%) 35 (28%) 32%
III 133 109 (81%) 24 (18%) 69 (51%) 40 (30%) 37%
Summe 713 604 (85%) 109 (15%) 461 (65%) 143 (20%) 24%
Deutlich erkennbar ist, daß der Anteil der Mißerfolgen an den erhaltenen Ergebnissen zunahm. Die Zahl der

 
Inhalt

3.4.4 Fehler bei Experimenten zur telepathische Bildübertragung wegen mangelnden Fähigkeiten, einen gesehenen Gegenstand zeichnerisch wiederzugeben


Das telepathisch empfangene Bild wurde nicht schlechter gezeichnet als das gesehene Bild.2.

Autor: Oliver Joseph Lodge ließ - nachdem sich seine Versuchperson bemüht hatte, ein telepathisch empfangenes Bild richtig wiedergzugeben - diese das Bild einige Zeit anschauen und es dann erneut versuchen. Der Versuch, nachdem sie das Original gesehen hatte, gelang nicht besser als der Versuch nach dem telepathisch gesehenen Bild.2.

Daher stellt sich die Frage inwieweit teilweise oder völlige Fehlschläge in Telepathie-Experimenten dieser Art auf der mangelnden Fähigkeit des Empfängers beruhen, ein gesehenes Bild zeichnerisch aus dem Gedächtnis zu reproduzieren. Leider wurden die Fähigkeiten der Versuchpersonen dabei, gesehene Bilder aus dem Gedächtnis zu reproduzieren, nicht systematisch unabhängig von den Telepathieexperimenten überprüft.

 
Inhalt

3.4.5 Fehler bei der telepathischen Bildübertragung wegen mangelnder Konzentrationsfähigkeit des Empfängers aufgrund von Störungen oder von Erschöpfung

In drei Fällen zeichnete Autor: Uri Geller in Autor: Harold E. Puthoffs Versuchen kein Bild, im ersten davon, wurde ihm der Sender nicht vorgestellt, in den anderen beiden Fällen, störte ihn der Versuch ein EEG zu machen so sehr, daß er keinen klaren Eindruck bekam.6.

Fehlschläge können nach Meinung von Guthrie und Birchall auf Erschöpfung des Mediums zurückgehen1.. Autor: Max Dessoir machte bei einem einzelnen Versuch nicht mehr als zwei Versuche, ein Bild zu übertragen, da der Empfänger sonst zu müde wurde7..

 
Inhalt

3.4.6 Einfluß von Übung auf die Erfolgsrate bei Telepathische Bildübertragung

Nachdem die beiden Empfängerinnen von Guthrie wegen Urlaub eine längere Pause gemacht hatten, hatten sie wenig Erfolg1.. Auch Autor: Max Dessoir meint, daß Übung den Erfolg verbessern würde7..

Bei Autor: Anton Schmoll waren die ersten 3-4 Versuche weitgehend erfolglos. Danach setzten die Sender sich an dieselbe Seite des Tisches um das Bild aus demselben Winkel zu sehen und die Erfolge verbesserten sich8..

Es ist also klar, daß bei der Verbesserung des Erfolges durch Übung irdische Gründe wie eine Verbesserung der Vorgehensweise bei den Experimenten eine Rolle spielen, ob darüber hinaus die Telepathie an sich sich verbessert, ist unklar.

 
Inhalt

4. Handelt es sich um Telepathie? - Abweichende Erklärungen für Erfolge bei telepathischer Bildübertragung

Wenn man nachweisen will, daß es Telepathie überhaupt gibt, muß man alle anderen möglichen Erklärungen ausschließen.

Zufall ist für die erhaltenen Ergebnisse keine gute Erklärung, da bei Guthries 713 Einzelversuchen in 65% der Fälle ein Ergebnis produziert wurde, bei dem Erkennbar war, daß das telepathisch gesendete Original gemeint war9.. Obwohl bei den meisten hier Versuchen keine statistische Auswertung gemacht wurde, ist offensichtlich daß fast alle statistisch signifikant positive Ergebnisse geliefert haben.

 
Inhalt

4.1 Betrug als Erklärung für Erfolge bei telepathischer Bildübertragung

Von Menschen, die im Rahmen von öffentlichen Magie-Shows oder Séancen behauptet haben, telepathisch Bilder zu übertragen, sind verschiedene Tricks bekannt, mit denen sie den Eindruck vermittelten, Telepathie zu beherrschen, obgleich sie in Wirklichkeit nur Tricks angewendet haben. So hatte jemand Spiegelungen in den Augen des Senders zur Benennung von Gegenständen verwendet, die sich hinter seinem Rücken befanden14. S.11. Eine andere Personen hatte die Informationen von den Lippen seines lautlos sprechenden Partners abgelesen14. S.11, andere verwendeten Zeichensprachen aus Augen-, Hand- und Armbewegungen, Geräuschen und Atemzügen14. S.10f, 15.. Insgesamt gesehen läuft es darauf hinaus, daß ein professioneller Trickkünstler immer einen Trick auf Lager haben könnte, den derjenige, der ihn entlarven will, einfach noch nicht kennt oder auf den er nicht kommt, während umgekehrt jeder Trick, den eine Person anwenden könnte, im Prinzip entlarvt werden könnte, wenn man auf den richtigen Gedanken käme.10., 11.

Andererseits wird der Begriff Betrug im Zusammenhang mit spirituellen Fähigkeiten oft auch an Stellen verwendet, wo das nicht angemessen ist.
VA198.3.3 Kersti: Sinn und Unsinn der Verwendung des Begriffes Betrug im Zusammenhang mit spirituellen Fähigkeiten

Betrug läßt sich daher nur weitestgehend ausschließen, wenn Sender und Empfänger sich in getrennten Räumen und außer Hörweite voneinander befinden.

 
Inhalt

4.2 Unbewußte Informationsübermittlung über die normalen Sinne als Erklärung für scheinbare telepathische Bildübertragung

Neben dem bewußten Betrug ist es auch denkbar, daß eine Person bewußt davon überzeugt ist, das Bild telepathisch empfangen zu haben, aber es tatsächlich mit seinen Augen wie in den obigen Betrugsfällen gesehen hat14. S.11f.
VB162. Kersti: Spiegelungen in den Augen und auf anderen spiegelnden Oberflächen als eine mögliche Quelle des Betrugs oder unbewußten Selbstbetrugs in der Parapsychologie
Den Schlüssel zum Verständnis dieser Möglichkeit bietet das Phänomen des blinden Sehens, das bei Rindenblindheit auftreten kann. Der Begriff beschreibt Fälle von Kortikaler Blindheit, in denen das Sehzentrum der Gehirnrinde einer Person beschädigt ist und sie dennoch die Wahrnehmungen, die das Auge sieht und die von tieferen Gehirnschichten verarbeitet wurden, korrekt benennt. Die Betroffenen Personen ist haben dabei das Gefühl, den Gegenstand korrekt erraten, ihn aber keinesfalls gesehen zu haben.12. S.88ff
VB160. Kersti: Blindes sehen

Wenn man Bilder telepathisch "sieht", hat man nicht das Gefühl, sie mit den Augen gesehen zu haben. Die Bilder haben eher Ähnlichkeit mit Vorstellungen, die man sich macht. Man hat hierbei jedoch nicht das Gefühl, sich aktiv Vorstellungen zu machen, sondern empfindet es so als würden die Bilder von alleine entstehen, während man versucht passiv zu bleiben und seinen Geist leer zu machen.2., 5., 7.

Wenn ein Mensch sich ein Bild vorstellt, werden hierbei dieselben Bereiche der Gehirnrinde aktiviert, als wenn er diesen Gegenstand sehen würde.

Hierbei ist es denkbar, daß man den scheinbar telepatisch gesehenen Gegenstand auch real gesehen haben könnte, ohne diese primäre Wahrnehmung bewußt als solche identifiziert zu haben, beispielsweise weil es sich um eine unauffällige Spiegelung auf einer Glaskugel, im Augapfel einer anderen Person oder auf sonstigen spiegelnden Oberflächen handelt, die man nicht bewußt registriert hat, obwohl sie durchaus im Blickfeld lag. Bis hierher entspricht das den Vorgängen beim blinden Sehen. Diese unbewußte Wahrnehmung könnte dann, nachdem es in tieferen Gehirnschichten als das gesuchte Objekt identifiziert wurde, an das hier ja intakte Projektionsfeld des Sehens zurückgemeldet werden, wodurch es dann ähnlich einer Vorstellung vor dem inneren Auge erscheint und wie ein gesehenes Bild beschrieben oder gemalt werden kann.

Neben der Möglichkeit mit dem Blinden sehens könnten in ähnlicher Weise auch andere bewußt nicht wahrgenommene Hinweise, die über die normalen Sinne aufgenommen wurden, unbewußt verarbeitet und in ein Bild übersetzt werden, das der Empfänger, der nur scheinbar telepathischen Botschaft dann malt. Das ist besonders in den Fällen naheliegend, in denen eher die Idee, die hinter dem Bild steht, als das Bild selbst richtig dargestellt wurde.

Eine solche Deutung ist bei den Versuchen denkbar, bei denen Sender und Empfänger sich in demselben Raum aufhielten. In den Fällen, wo Sender und Empfänger in unterschiedlichen Räumen waren, ist eine Informationsübermittlung durch Schallübertragung noch marginal denkbar.

 
Inhalt

4.3 Andere paranormale Effekte als Erklärung für scheinbare telepathische Bildübertragung

Hellsehen: Charles Robert Richet machte Experimente mit verschlossenen, undurchsichtigen Umschlägen, deren Inhalt weder seine Versuchsperson noch er selbst kannte. Bei einigen anderen Versuchen, hatte er sie nur so lange aufbewahrt, daß er meinte, ihren Inhalt völlig vergessen zu haben. Dennoch lieferte seine Versuchsperson Ergebnisse, die vergleichbar waren mit denen von Telepathieexperimenten zur Bildübertragung.13.

Aufgrund dieser Versuche ist es denkbar, daß auch die aufgemalten Originale der gesendeten Bilder hellsichtig gesehen worden sein könnten, statt telepathisch aus dem Geist des Senders empfangen worden zu sein.

 
Inhalt

4.4 Telepathische Bildübertragung: Bewertung der Versuche aufgrund der alternativen Erklärungen für Erfolge

Wenn nur einer oder wenige der namhaften Forscher nennenswerte Erfolge bei ihren telepathischen Versuchen gehabt hätten, läge es nahe, die wenigen Erfolge mit Betrug zu erklären. Wenn man das in diesem Falle tun wollte, könnte man wissenschaftliche Forschung gleich abschaffen, da zu wenig Vertrauen in die Ehrlichkeit der Forscher bestände.

Bei den weitaus meisten oben beschriebenen Versuche befanden sich Sender und Empfänger in ein und demselben Raum. In all diesen Fällen besteht die Möglichkeit, daß ausreichend Informationen über normale Sinneskanäle ausgetauscht hätten werden können, um die scheinbare Telepathie durch einen dem blinden Sehen analogen Vorgang zu erklären. Deshalb sind sie nicht hilfreich, um die Frage zu klären, ob es Telepathie überhaupt gibt.

Da die Bildübertragung auch in andere Räume, über große Entfernungen und aus einem akustisch und durch einen Pharadeyschen Käfig abgeschirmten Raum heraus möglich war, scheint es sich zumindest in diesen Fällen um Telepathie gehandelt zu haben.

Nachdem auf diese Weise und durch andere Experimente nachgewiesen wurde, daß Telepathie existiert, kann man auf die Experimente, bei denen Sender und Empfänger sich in demselben Raum befanden, zurückschließen, daß zumindest überwiegend ebenfalls eine telepathische Übertragung vorlag, da gegenüber den Fällen, wo die normalen Erklärungen ausscheiden, keine erkennbare Verbesserung der Qualität, Art und Häufigkeit der Erfolge auftrat.

Andere paranormale Erklärungen wie das Hellsehen zu widerlegen, würde dagegen weitere anders geartete Versuche erfordern. Jedoch legt die Tatsache, daß unbeteiligte Zuschauer den Erfolg der Versuche behindern können1., 2. und daß ein Abschweifen der Gedanken des Senders dazu führt, daß das Bild beschrieben wird, zu dem die Gedanken abgeschweift sind1. eine telepathische Interpretation der Experimente nahe.

Kersti

 
Inhalt

Quellen


Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im Voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.
Werbung - auch in Form spiritueller Newsletter - ist nicht erwünscht und ich bin nicht damit einverstanden, daß diese Adresse für Werbezwecke gespeichert wird.