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erste Version: 9/2016
letzte Bearbeitung: 2/2017

VB196.

Das Verdauungssystem von Mensch und Tier

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VB196. Kersti: Quellen

 
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Übersicht


Übersicht über des Verdauungssystem1.

 
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Im Kopf: Prüfen, zerkleinern, Stärkerverdauung

Kann man das überhaupt essen? - Prüfung des Essens

Wenn wir entscheiden wollen, was eßbar ist, sehen wir uns das, was wir möglicherweise essen wollen zuerst an. Ist es überhaupt das richtige, ist es verschimmelt, sind da braune Stellen, ist es dreckig? Als nächstes riechen wir daran. Riecht es gut oder gammlig, faulig, verdorben?

Erst dann probieren wir, wie es schmeckt.

Diese Vorgänge des Prüfens interagieren auf vielfältige Weise mit dem was wir gerade an Nährstoffen benötigen und was wir zuvor darüber gelernt haben, was für uns gut ist.

Wenn wir von unseren Eltern gelernt haben, daß bestimmte Dinge eßbar oder nicht eßbar sind, empfinden wir sie entsprechend dem, was wir gelernt haben als appetitlich oder unappetitlich.
V37. Kersti: Uns schmeckt, was wir für gut halten
Beispielsweise hält der typische Europäer Insekten nicht für essen und ekelt sich davor, wenn er sie essen soll. In anderen Ländern sind verschiedene Insekten aber durchaus als Nahrungsmittel oder sogar als Delikatessen bekannt.
V36. Kersti: Der "Was der Bauer nicht kennt, das frißt er nicht"-Instinkt

Außerdem ist unser Geschmack mit unseren körperlichen Bedürfnissen und früheren Erfahrungen mit Essen so rückgekoppelt, daß wir das als lecker empfinden, was uns gerade gut tut.
V9. Kersti: Auf den eigenen Körper hören

Zudem meldet der Geschmack an den Körper, welches Nahrungsmittel jetzt kommt. Wenn diese Meldung falsch ist, kann das zu Problemen führen. Bei Süßstoffen wird an den Körper gemeldet, daß jetzt Zucker kommt, die Bauchspeicheldrüse schüttet Insulin aus, der Zuckerspiegel sinkt, es kommt kein Zucker sondern etwas unverdauliches, wir haben einen zu niedrigen Zuckerspiegel wegen Insulinausschüttung und bekommen Hunger. Daher wirken Süßstoffe appetitanregend.

 
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Zerkleinern und einspeicheln

Neben dem Vorgang des Prüfens der Nahrung, hat der Mundraum noch zwei Funktionen. Einerseits zerkleinern wir beim Kauen die Nahrung, andererseits wird sie eingespeichelt. Das zerkleinern dient dazu, daß bei pflanzen die unverdaulichen Zellwände zerlegt werden, damit man an den nahrhaften Inhalt kommt. Fleisch muß weniger gründlich gekaut werden, daß tierische Zellwände durch den Magensaft zerlegt werden können. Der Speichel zerlegt Stärke wie sie beispielsweise in Getreide oder Kartoffeln vorkommt in Zweifachzucker. Sehr weiche Brote, Kuchen und Breie verführen dazu, die Nahrung nicht lange im Mund zu behalten, so daß für diesen Schritt der Verdauung zu wenig Zeit bleibt. Außerdem besteht die Gefahr, daß dem Darm zu viel Stärke in zu kurzer Zeit zugeführt wird.

 
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Kehlkopf und Speiseröhre: Transport zm Magen

Im Hals, wo der Kehlkopf liegt, kreuzen sich die Atemwege mit den Verdauungssystem. Der

Zwischen Mund und dem Rest des Verdauungssystems liegen Lunge und Herz, daher muß die Speiseröhre die Nahrung diesen Bereich überbrücken und die Nahrung in den Magen transportieren.

 
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Magen

 
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Der menschliche Magen

 
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Der Wiederkäuermagen

Wiederkäuer wie Rinder, Schafe, Ziegen, Hirsche, Hirschferkel, sind Grasfresser und unterscheiden sich von Allesfressern dadurch, daß sie einen gekammerten Magen haben. Während der letzte Teil des Magens dieselbe Funktion hat wie der Magen von Nichtwiederkäuern, dienen die vorgeschalteten Magenteile dazu, verschiedenen Bakterien, Einzellern und Pilzen einen Lebensraum zu bieten, die die Zellulose der Zellwände der Pflanzen verdauen und darauf verschiedene Nährstoffe wie Eiweiße, Fette und Vitamine (besonders B-Vitamine) aufbauen. Dies geschieht zu einem geringeren Grad auch im Blind- und Dickdarm von anderen Tieren, doch während bei Fleisch- und Allesfressern die meisten Nährstoffe bereits im Futter vorhanden sein müssen, wird bei den Wiederkäuern ein erheblicher Teil der wesentlichen Nährstoffe, die Fleisch- und Allesfresser mit der Nahrung aufnehmen müssen, im Vormagen aus Zelludose produziert.2.

Unabhängig von den Wiederkäuern haben einige andere Tiergruppen ebenfalls einen gekammerten Magen entwickelt, mit dem sie die Nahrung auf fast dieselbe Weise verdauen. Dazu zählen Kamele, Flusspferde, Nabelschweine, Faultiere, Schlank- und Stummelaffen und die Kängurus. Der Hoatzin verdaut ähnlich wie Wiederkäuer, jedoch sind hier das untere Ende der Speiseröhre und der Kropf zu Vormägen umgebildet . Auch bei Hamstern3. und Klippschliefern dient ein gekammerter Magen zur Fermentation von Zellulose.2.

Die Wale sind mit den Flusspferden verwandt und haben von ihren landlebenden Vorfahren den gekammerten Magen geerbt. Ihr Magen funktioniert jedoch nicht als Wiederkäuermagen, da sie sich von tierischer Nahrung ernähren. Grauwale, Grönlandwale und Zwergwale nutzen Bakterien, um das Chitinskelett des Krills zu verdauen.2.

 
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Kot

 
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Grasfresser

Einige grasfressende Tiere, wie beispielsweise Kaninchen, fressen Teile ihres Kotes, um die Verwertung der durch Mikroorganismen produzierten Nährstoffe zu verbessern.2.

 
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Allgemeine Exkurse

 
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Mikrorganismen und Parasiten im Darm und ihre Kontrolle durch den menschlichen und tierischen Körper

Wie ich bei meinem Exkurs zu den Grasfressern schrieb, spielen Bakterien bei diesen Tieren eine Wesentliche Rolle in der Nährstofversorgung. Auch alle anderen tiere und der Mensch haben Mikroorganismen im Magen-Darm-Trakt. Die Zusammensetzung der Bakterienflora hängt einerseits von der Ernährung ab, andererseits wird sie aber auch durch das betreffende Tier und den Menschen selbst beeinflußt indem verschiedene Stoffe, beispielsweise Cholesterol4. vom Körper in den Darm abgegeben werden, indem die Darmperistaltik sich ändert.

Durchfall wird nicht durch die Bakterien selbst erzeugt, sondern ist ein Versuch des Körpers Mikroorganismen loszuwerden. Daneben gibt es aber auch die Möglichkeit, daß ein Durchfall entsteht, weil der osmotische Druck im Darm höher ist als üblich. Das ist einerseits bei Katzen die Milch trinken und deshalb Durchfall bekommen der Fall, ich kenne es aber auch, wenn ich an einem Tag so viel suppe Suppe, daß sie mehr als zwei Liter Kräuterbrühe enthält, zu mir nehme und reichlich dazu trinke. In diesem Fall wird dann offensichtlich das überschüssige Salz nicht mehr vom Körper aufgenommen sondern im Darm belassen. Weder der Durchfall der Katzen bei Milchgenuß, noch mein Suppendurchfall hat Krankheitswert. Anders kann ich mir nicht werklären, daß wenn Pottenger wenn er Katzen zu 2/3 mit roher Milch gefüttert hat, diese keine für ihn erkennbaren Krankheitszeichen aufwiesen, während das bei gekochter oder konservierter Milch durchaus der Fall war5..

Wenn der Körper nicht ausreichend mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt ist, scheint das ebenfalls die Kontrollmöglichkeiten für die Mikroorganismen und Parasiten im Darm zu beeinflussen. Man sollte annehmen, daß ausschließlich mit gekochtem Futter ernährte Katzen weniger Darmparasiten haben als mit Rohfutter ernährte Katzen, da die Ansteckungsmöglichkeit über das Futter wegfällt, tatsächlich war es aner umgekehrt5. S.11.

Kersti

 
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Quellen


Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im Voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.
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