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erste Version: 7/2017
letzte Bearbeitung: 7/2017

VB206.

Erinnerungen, an die man nicht glaubt

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VB206. Kersti: Text
VB206. Kersti: Quellen

 
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In einer Studie zu Erinnerungen an die die Betroffenen selber nicht glauben, hatten zwischen einem Viertel und einem Fünftel der befragten Erstsemester eine Erinnerung, an die sie selbst nicht glaubten. 98 von den Studenten, die ein Erlebnis hatten, an das sie selbst nicht glaubten, nahmen an der Studie teil. Jeder von diesen wurde gebeten, drei Beispiele zu geben
  • Eine Erinnerung an ein Erlebnis, von dem er meint, daß es nicht stimmt
  • Eine Erinnerung an ein Erlebnis, von dem er meint, daß es tatsächlich stattgefunden hat
  • Eine Situation, von der er glaubt, daß sie stattgefunden hat, an der er sich aber nicht erinnern kann
Die Gründe für diese Ungläubigkeit waren Folgende

  • 56% hatten erzählt bekommen, daß das Ereignis nicht stattgefunden hätte
    • 4% hatten gesagt bekommen, daß es nicht ihnen sondern einem anderem passiert sei, beispielsweise einem Bruder.
    • 52% hatten mitgeteilt bekommen, daß das Ereignis nie stattgefunden hätte.
  • 36% der Erinnerungen erschienen zu unplausibel, einige sogar unmöglich, beispielsweise weil sie meinten einen echten Nikolaus, einen lebenden Dinaosaurier gesehen zu habe. Ein Teilnehmer erinnerte sich daran, ein Monster gesehen zu haben, zwei ohne hilfe geflogen zu sein. Ein anderer erinnerte sich ein Hockeyspieler gewesen zu sein, obwohl er tatsächlich nie Hockey gespielt hatte. diverse der Erinnerungen handelten von bizarren Verhaltensweisen der Eltern.
  • 7% hatten mit Beweisen zu tun, die das Ereignis widerlegten. So erinnerte sich jemand einen Film gesehen zu haben, an den sich niemand anders erinnern konnte und zu dem auch keine schriftlichen Hinweise zu finden waren.
35% der Teilnehmer vermuteten, daß es sich in der Erinnerung um einen Traum gehandelt haben könnte.1.

Die als Erinnerungen deklarierten Beispiele - ob sie geglaubt oder nicht geglaubt wurden - ließen sich besser nacherleben, man konnte geistig besser in die Zeit des Erlebnisses zurückkehren, die Details erscheinen lebhafter in den Sinneswahrnehmungen und im Nacherleben des Denkens und Fühlens, in der räumlichen Anordnung der Gegenstände und Personen. Sie sind als einzelne zusammenhängende Episoden mit zusammenhängender Handlung im Gedächtnis geblieben. All diese Eigenarten hatten Ereignisse, von denen man nur wußte, aber an die man sich nicht erinnerte, nicht in dem Maße.1.

Erinnerungen, an die man glaubt, haben mehr persönliche Bedeutung, sind stärker mit anderen Erlebnissen verbunden und sind länger als nicht geglaubte Erinnerungen und Ereignisse, an die man sich nicht erinnert. Außerdem enthalten sie intensivere postive Gefühle und intensivere Geräusche, Gerüche und Geschmackserlebnisse.1.

Das Wiedererleben von Gefühlen, das Gefühls für die Zeit, in der das Erlebte geschah, die Lebhaftigeit der Details und die Komplexität des erlebten Ereignisses, sind bei geglaubten Erinnerungen am stärksten, bei nicht geglaubten Erinnerungen etwas schwächer und bei nicht erinnerten aber geglaubten Ereignissen am geringsten ausgeprägt.1.

Die Stärke der damit verbundenen negativen Emotionen war bei nicht geglaubten Erinnerungen höher als als bei geglaubten Erinnerungen und geglaubten aber nicht erinnerten Ereignissen.1.

Prinzipiell kann es zwei mögliche Formen von Erinnerungen geben an die man nicht glaubt: False Memories die man als falsch erkannt hat und echte Erinnerungen, die fälschlicherweise für unecht erklärt wurden. Die unmöglichen Erlebnisse zeigen, daß es sich zumindest bei einem Teil der nicht geglaubten Erinnerungen um Dinge handelt, die tatsächlich nie geschehen sind, um false Memories. Wie viele der restlichen Erinnerungen verworfene echte Erlebnisse sind, ist unklar.1.

 
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False Memories als nicht geglaubte Erinnerungen

Nachfolgend wurden zwei andere Untersuchungen durchgeführt. In der einen wurden zunächst falsche Erinnerungen für Erlebnisse, die noch nicht lange her waren hervorgerufen. Es wurde eine Reihe einfacher Handlungen vorgeführt, die die Versuchperson nachmachen sollte. Nachher wurden ihr einige Montagen gezeigt, wo ihr vorgeblich Handlungen vorgeführt wurden, die sie tatsächlich nicht nachgemacht hatte. Wenn dadurch Falsche Erinnerungen an die nicht durchgeführten Bewegungen entwickelt wurden, wurde ihnen mitgeteilt, welche Aktionen gefälscht wurden und danach wurde erneut geprüft, an welche Ereignisse sie sich erinnern konnten und an welche sie glaubten.2.

VB167. Kersti: False Memories - falsche Erinnerungen und wie sie entstehen

 
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Echte verworfene Erinnerungen

Untersuchung zu echten Erinnerungen, die verworfen wurden3.

Kersti

 
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Quellen


Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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