erste Version zwischen 07.06.2000 und
26.02.2001
letzte Überarbeitung: 9/2006
In den sechs Jahren, die ich in der Schule ausgegrenzt und geärgert wurde, ist mir kein einziger Lehrer begegnet, der etwas getan hat, was mir irgendwie genützt hätte. Die meisten kamen über ein "sich hilflos fühlen" nicht hinaus, andere haben - meist ohne es böse zu meinen - mit ihrem Verhalten noch zur
Verschärfung der Situation beigetragen.
Aus dieser Situation schließe ich, daß die Ausbildung von Lehrern, was den Umgang mit häufigen sozialen Konflikten angeht, miserabel ist. Wenn ein Lehrer eine solche Situation nicht lösen kann, ist das der Ausbildung anzulasten. Kann er sie lösen, hat er es höchstwahrscheinlich nicht in der regulären Lehrerausbildung gelernt. Sondern beispielsweise bei den Pfadfindern. Es ist mit Sicherheit wesentlich schwieriger, eine ganze Gruppe von 20 zehn bis vierzehnjährigen Mädchen innerhalb von drei Jahren, dazu zu bringen, daß sie fähig und um der Menschlichkeit Willen bereit ist, Kinder zu integrieren, die zuvor jahrelang ausgegrenzt wurden und deshalb Schwierigkeiten haben, sich einzufügen, als eine Schulklasse dazu zu bringen, daß sie ein Kind integriert, das alle diese Probleme noch nicht gehabt hat und deshalb weitaus weniger schwierig ist. Bei Jugendbünden wie Wandervögel und Pfadfinder nimmt, falls es so etwas überhaupt gibt, nur ein Teil der Gruppenführer an Grußppenfüherschulungen teil. Dennoch wird ein weitaus größeres Handlungswissen über Tricks, um Probleme im sozialen Umgang miteinander zu lösen, weitergegeben, als die meisten Lehrer im Laufe ihrer Arbeit je erwerben. |
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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5,
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https://www.kersti.de/,
Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal
im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von
Lesern immer bekomme.