erste Version: 9/2004
letzte Bearbeitung: 2/2016
Dieser Artikel:
VA193.1
Was ist Homöopathie
VA193.1.1
Definitionen: Homöopathie, Allopathie und Methoden die nicht in diese beiden Schemata fallen
VA193.1.1.1
Definition: Homöopathie
VA193.1.1.2
Definition: Allopathie
VA193.1.1.3
Medizinische Methoden die weder Homöopathie noch Allopathie sind
VA193.1.2
Die Entwicklung der homöopathischen Potenzen durch Hahnemann
VA193.1.3
Homöopathische Potenzen - viele enthalten kein einziges Atom der Ausgangssubstanz
VA193.1.4
Homöopathie und Allopathie unterscheiden sich in der Art der möglichen Wirkungen und Nebenwirkungen
VA193.1.4.1
Allopathie: Die erwünschte Wirkung tritt zuerst auf, dann folgen die Nebenwirkungen
VA193.1.4.2
Homöopathie: Nebenwirkungen kommen vor der gewünschten Wirkung
VA193.2
Wissenschaftliche Forschung zur Wirksamkeit von Homöopathie
VA193.2.1
Wie sollten Placebokontrollierte Studien zur Homöopathie ausfallen, falls sie so funktioniert, wie ihre Befürworter es annehmen?
VA193.2.2
Ergebnisse von Übersichtsstudien der vorhandenen Studien zu allen Indikationen
VA193.3
Wie wirkt Homöopathie?
VA193.4
Die Bedeutung des Gesprächs mit dem Homöopathen
VA193.5
Die Bedeutung des Repertorisierens für den Therapeuten
VA193.
Quellen
Der Grundgedanke der Homöopathie wird üblicherweise in dem Satz: "Similia similibus curentur" oder deutsch: "Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt" zusammengefaßt. Dieses "Similia similibus curentur" stammt übrigens nicht von Hahnemann selbst, sondern von Hippokrates (460-370 v. Chr.), der es bereits als Heilungsprinzip kannte. Auch bei Paracelsus (1493-1541) findet sich eine Beschreibung dieser Wirkungsweise. 30.
Als Homöopathie bezeichnet er jeden Versuch eine Krankheit zu heilen, indem man etwas tut, was eine ähnliche Krankheit hervorrufen kann, wie die, die geheilt werden soll. Der Reiz sollte dabei ein schwacher Reiz sein, da die Heilung nicht durch diesen Reiz, sondern durch die Gegenregulation des Körpers zustandekommt. Häufig werden dabei homöopathische Potenzen von Mitteln gegeben, die ähnlich wie Hormone oder Botenstoffe im Körper wirken.
Ein Beispiel für Homöopathie, gab Hahnemann selbst in seinem " Organon der Heilkunst." - er hat nämlich empfohlen Verbrennungen nicht zu kühlen sondern warm zu halten. Gleichzeitig hat die Patientin andere Verbrennungen gekühlt, die sie sich gleichzeitig zugezogen hat. Die durch Wärme behandelte Verbrennung hat sich schneller gebessert.16. S. 59ff
Auch in der Psychologie gibt es ein Verfahren, daß Hahnemanns Definition der Homöopathie entspricht. So schlägt Frankel bei seinem Verfahren der Paradoxen Intention vor, daß man bei Neurosen sich das Gegenteil von dem Vornehmen solle, was man tatsächlich beabsichtigt. So könne man beispielsweise der Angst vor einer Blamage Herr werden kann, wenn man sich vorher im Scherz vornimmt: "Jetzt zeige ich den Leuten mal, wie toll ich mich blamieren kann!"1. S.119ff
Impfungen wenden das Homöopathische Prinzip an, führen aber merkliche Mengen von Virenbestandteilen und Giftstoffen dem Körper zu und können deshalb zu erheblichen Dauerschäden führen.
V95.
Impfungen nutzlos?
V96.
Suche nach Beweisen für den Nutzen von Impfungen
V69.
Wie häufig sind Impfschäden?
Ausgerechnet Homöopathen zählen häufig zu den Menschen, die gegen Impfungen argumentieren.
V3.
Impfungen und Homöopathie
Krankheiten führt Hahnemann auf eine "Verstimmung der Lebenskraft" zurück, die in etwa dem entspricht, was die Kybernetik als eine Verstellung des Sollwertes in einem Regelkreis bezeichnet. Homöopathie hilft den Sollwert zu korrigieren, so daß der Körper selber das Problem auf Anregung durch die Homöopathie heilt3.. Das wird in dem Buch von Georg Bayr dargelegt, das vermutlich in der Naturheilkunde so wenig Beachtung fand, da die wenigsten Ärzte und Naturheilkundler Ahnung von Kybernetik haben und es ihnen deshalb schwer fällt die Fachsprache der Kybernetik zu verstehen während Kybernetiker sich meist nicht mit Homöopathie beschäftigen. Daran daß der Autor mit seinen Aussagen und seiner Zuordnung der homöopathischen Ausdrücke zu denen der kybernetischen Fachsprache recht hat, kann wohl kein Zweifel bestehen.
Nahrungsmittel spielen eine Rolle bei der Behandlung von Krankheiten, da sie den Körper mit den notwendigen Baustoffen versorgen und deren Zweck nicht darin besteht in die eine oder andere Richtung das Zusammenspiel der Körperfunktionen zu steuern oder zu beeinflussen.
VA105.
Gesunde Ernährung
Allerdings enthalten Nahrungsmittel Stoffe, die ähnlich Hormonen oder Botenstoffen wirken, da die Pflanzen oder Tiere aus denen sie hergestellt werden, ihre eigenen Körpervorgänge ebenfalls steuern und versuchen ihre Freßfeinde loszuwerden indem sie sie vergiften oder abschrecken.
Auch wenn man einen Bruch vor der Heilung richtig einrichtet oder eine Wunde näht, ist das weder Homöopathie noch Allopathie, da in beiden Fällen nicht in die innere Steuerung der Heilungsvorgänge eingegriffen wird, sondern nur bessere Ausgangbedingungen für eine Heilung geschaffen werden. Das reduziert den Arbeitsaufwand des Körpers bei der Heilung der Verletzung auf ein Maß, das der Körper bewältigen kann und verringert deshalb Folgeschäden.
Hygiene in der Medizin ist aus denselben Gründen ebenfalls weder Homöopathie noch Allopathie. Auch hier ist die Hauptwirkung, daß der Arbeitsaufwand des Körpers bei der Verteidigung gegen Viren und Bakterien auf ein für den geschwächten kranken Körper bewältigbares Maß reduziert wird.
Was damit gemeint ist, beschreibe ich an zwei modernen Beispielen, weil dabei die ablaufenden Vorgänge genauer bekannt und besser erforscht sind, als das zu Hahnemanns Zeit möglich gewesen wäre.
Ein Beispiel ist die Wirkung von Opiaten. Opiate wirken indem sie den Rezeptor für Neurotransmitter blockieren. Das führt zu der typischen Drogenwirkung der Opiate (Erstwirkung). Nimm die Person regelmäßig Opiate zu sich, werden in den Synapsen zusätzliche Rezeptoren für die Transmitter produziert, so daß trotz Anwesenheit der Droge noch funktionsfähige Rezeptoren da sind. Wenn die Droge nicht mehr im Körper ist, führt das zu den Entzugserscheinungen (Zweitwirkung).
Die Erstwirkung ist homöopathisch betrachtet immer die direkte chemische Wirkung des Stoffes, die Zweitwirkung ist die Gegenregulation des Körpers.
In den Medikamententestungen der Homöopathie wird Gesunden das Medikament in ungefährlicher Dosis gegeben und dann die Erstwirkung protokolliert. Die Beschreibungen der Erstwirkung ergeben das Arzeneimittelbild.
Wenn nun ein Kranker zum homöopathischen Arzt oder Heilpraktiker kommt, läßt der Arzt sich dessen Krankheitssymptome beschreiben und gibt ihm dann das Mittel, dessen Arzeneimittelbild den Krankheitssymptomen am ähnlichsten ist. Deshalb: Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt. Ursprünglich geschah das in einer geringen aber durchaus meßbaren Dosis.
Das geschieht in der Hoffnung, daß die Gegenregulation (Zweitwirkung) die der Körper gegen die Arzenei aktiviert gleichzeitig auch die Krankheit des Patienten mitbekämpft. Die Erstwirkung - also die chemische Medikamentenwirkung - ist in der homöopathischen Behandlung nicht erwünscht. Wenn sie aber auftritt - also sich die Krankheitssymptome anfangs verstärken - wird das als Zeichen betrachtet, daß das richtige Mittel gefunden wurde.
Hahnemann hat dann experimentiert, wie er die Zweitwirkung (Gegenregulation des Körpers) erzielen kann, ohne die Erstwirkung (Chemische Wirkung des Arzeneimittels) in Kauf nehmen zu müssen und kam dabei zu den Ergebnis, daß er dazu das Medikament mehrfach verdünnen und miteinander verschütteln oder verreiben muß (Potenzieren). Er war selbst der Ansicht, daß die Wirkung seiner potenzierten Mittel keine chemische ist, sondern daß nur die Arzeneimittelinformation übertragen wird.
Da für die homöopathische Behandlung die chemische Wirkung unnötig und unerwünscht ist, scheint es durchaus konsequent und denkbar, daß das Mittel nicht anwesend sein muß, um wirksam zu sein, solange nur im Körper die Information ankommt, es wäre da und deshalb sei eine Gegenregulation nötig.
Daß also kein einziges Atom des ursprünglichen Mittels im homöopathischen Medikament vorhanden ist, heißt deshalb nicht zwangsläufig, daß es unwirksam sein muß.
Viele Homöopathen, die klassische Homöopathie nach Hahnemann anwenden, arbeiten heute überwiegend mit den Potenzen C30 und C100. Das heißt die Stoffe wurden 30 mal nacheinander auf 1/100 verdünnt. Das ist 1*10-60 bzw. 1*10-200. Ein Mol Wasserstoff wiegt 1g und enthält nur 6*1023 Atome (vgl. Lohschmidsche Zahl oder Avogadro Konstante). Um 1 Atom eines auf C30 potenzierten Wasserstoffs zu finden, müßte man durchschnittlich 10 000 000 000 000 000 000 000 Tonnen Milchzuckerkügelchen durchsuchen. Für größere Atome und Moleküle wäre das Ergebnis entsprechend schlechter - man müßte je nach Molekülgewicht noch bis zu drei Nullen anhängen. Für C100 müßte man an die errechnete Zahl noch 140 Nullen anhängen. Also vergiß es - da ist nichts mehr drin.17. S.85
Nebenwirkungen:
Insgesamt treten - abgesehen von der akuten Vergiftung - die meisten unerwünschten Nebenwirkungen nach der erwünschten Hauptwirkung auf. Je langfristiger eine Studie zur Wirkung von allopathischen Mitteln ist, desto besser lassen sich die Nebenwirkungen beobachten.
Nebenwirkungen:
Bei homöopathischen Mitteln treten sowohl die Erstverschlimmerung als auch Überreaktionen vor der erwünschten Wirkung auf und können dann einige Zeit anhalten. Sie werden, wenn nötig, beispielsweise mit Kaffee bekämpft, meist wartet man aber einfach, bis sie von allein abklingen. Die positive Wirkung der homöopathischen Mittel braucht dagegen Wochen bis Monate, um sich zu entwickeln, da der Körper sich in einem neuen, gesunderen Zustand erst einmal einpendeln muß. Je langfristiger eine Studie zur Homöopathie angelegt ist, desto besser lassen sich die positiven Wirkungen der Homöopathie beobachten, je kurzfristiger sie angelegt ist, desto stärker gehen ihre Nebenwirkungen in das Gesamtergebnis der Studie ein.
Das heißt die homöopathische Wirkung müßte nachweisbar aber nicht sehr groß sein. Außerdem ist zu erwarten, daß Homöopathie bei den Krankheiten die durch Placebos gut zu beeinflussen sind, größere Wirkungen erzielt als bei Krankheiten, auf die die Placebowirkung keinerlei nachweisbaren Einfluß hat. Homöopathie sollte bei Krankheiten, wo eine Fehlregulation im Körper vorliegt, wirksam sein, wo dies nicht der Fall ist, sollte sie unwirksam sein.
Je langfristiger eine Studie zur Homöopathie angelegt ist, desto besser lassen sich die positiven Wirkungen der Homöopathie beobachten.
Außerdem zeigt die physikalische und paraspsychologische wissenschaftliche Forschung, daß Probleme mit den üblichen Forschungsmethoden auftreten, sobald man in den subatomaren oder feinstofflichen Bereich vordringt.
Die Ergebnisse der Übersichts-Studien zur Homöopathie passen exakt zu dem, was zu erwarten wäre, wenn Homöopathie so funktionieren würde, wie es die Homöopathen annehmen und dabei so wirksam wäre, die bei einer die Selbstheilungskräfte nutzenden Therapieform möglich: Es ist eine Wirkung festzustellen, sie ist aber schwer vom Placeboeffekt zu trennen, wie die vielen nicht statistisch signifikanten positiven Studienergebnisse zeigen. Bei größeren Metanalysen ist dieser positive Effekt statistisch signifikant, auch wenn für jede mögliche Fehlerquelle kontrolliert wird, wenn man dagegen nur wenige Studien berücksichtigt, kann die Signifikanz verlorengehen.
Da bei über alle Homöopathievarianten und Indikationen gemittelten Übersichtsstudien, auch Behandlungen von Krankheiten, für die Homöopathie nicht erkennbar wirksam ist, mit einfließen müssen, werden weitere solche Studien keine nützlicheren Ergebnisse liefern als die bisherigen.
Aus der wissenschaftlich in Doppelblindstudien erwiesenen Tatsache, daß Homöopathie funktioniert
VA294.
Metanalysen zu kontrollierten klinischen Studien zur Homöopathie
im Verein mit der Tatsache, daß auch Mittel wirken, die kein einziges Atom der Ausgangssubstanz enthalten, kann man schließen, daß es sich bei der Wirkung der homöopathischen Hochpotenzen nicht um eine chemische Wirkung handelt.
Der typische Esoteriker sagt, daß Homöopathie feinstofflich wirkt und ist zufrieden.
VA309.
Ist Feinstoffliches materiell?
Daß, wenn er es nicht genau wissen will, eine solche Erklärung dem Esoteriker ausreichend erscheint, ist logisch, denn wenn wir bei mir telepathische und ähnliche Phänomene zu täglichen Arbeit gehören und da ich insbesondere auch bewußt einen feinstofflichen Anhang an Mails anhänge und feststelle daß gewisse Leute das ebenso bewußt lesen - und ich ihre feinstofflichen Antworten umgekehrt auch - dann braucht mich die Medikamentenfinformation am Milchzuckerkügelchen nun ehrlich nicht wundern.
VB110.
Feinstofflicher Anhang
Es kann kein Zweifel bestehen, daß so die homöopathische Wirkung mit dem Begriff "feinstofflich" durchaus richtig beschrieben ist, da wir die materiellen Wirkmechanismen bereits ausgeschlossen haben: Offensichtlich wirkt Homöopathie weder mechanisch noch chemisch. Licht, elektrische und magnetische Felder sind bereits feinstofflich. Informationen, Gedanken, Ideen und Gefühle werden vom Esoteriker ebenfalls als feinstoffliche Phänomene gesehen. Daher sind wir, nachdem wir diesem Satz zugestimmt haben, nicht schlauer als vorher. Der genaue Wirkmechanismus ist immer noch unbekannt.
Konkrete Erklärungsansäze sind mit den Begriffen Biophotonenforschung, Elektromagnetische Bioinformation, Systemtheorie, Systemorganisation, Chaostheorie und Fraktale, Thermodynamik, Quantenphysik und Quantenbiologie verbunden.
Allerdings gibt es zwei Gründe, die es ziemlich sicher erscheinen lassen, daß jegliche Forschung an Feinstofflichem uns vor Probleme stellt, auf die wir vorher nicht gekommen wären. In dem Augenblick, wo die Physiker angefangen haben, sich mit Teilchen zu beschäftigen die kleiner als Elektronen sind, hatten sie plötzlich Probleme, Wellen von Teilchen zu unterscheiden und fanden immer neue verwirrende Dinge heraus, die letztlich dazu führten, daß sich diverse Physiker zu spirituellen Themen verstiegen haben. Wenn man anfängt, sich mit Quanten und Kleinerem (=feinstofflichem) zu befassen, fängt die Physik, in der vorher alles so klar und eindeutig schien, wieder rätselhaft und verwirrend zu werden.
VB212.
Das bewußte Universum der Quantentheorie erklärt die spirituellen Phänomene
In der Parapsychologie, dem wissenschaftlichen Forschungsbereich der sich unter anderem mit den Bereichen beschäftigt, die der Esoteriker "feinstofflich" nennt. Auch hier machte man die Erfahrung, daß sich der Forschungsgegenstand der Forschung immer auf höchst merkwürdige Weise entzog.27., 28., 29.
VB164.
Einfluß der Überzeugungen auf Ergebnisse von PSI-Experimenten
Eine anders geartete Betrachtung zu diesem Thema habe ich hier angestellt.
VA259.
Gibt es einen Unterschied zwischem geistigem Heilen und dem
Placebo-Effekt?
Jetzt fragt sich nur, wie die Information eigentlich transportiert wird. Die Antwort auf diese Frage wird
in der Clusterstruktur des Wassers vermutet, die nach den Forschungen beispielsweise von Masaru Emotos18., durchaus geeignet ist, Informationen zu transtportieren.
In der Esoterik und in der Physik32. gibt es die Vorstellung, daß alles Bewußtsein hätte. Eine solche Betrachtungsweise würde es logisch erscheinen lassen, daß der Träger der Medikamenteninformation - beispielsweise das Milchzuckerkügelchen tatsächlich mit Aspekten des Körpers feinstofflich redet und ihm erzählt, daß er das Gift aber gesehen hätte und daß der Körper dagegen aber Maßnahmen ergreifen müsse.
Dies würde - da Placeboeffekte psychologische Phänomene sind - bedeuten, daß Placebowirkungen auf derselben Ebene ansetzen wie homöopathische Mittel und daher komplexe Interaktionen zwischen den Überzeugungen von Patient, Homöopath und homöopathischen Mittel möglich sind.
VA56.
Wie wirkt Homöopathie?
Zunächst einmal ist zu erwarten, daß die homöopathische Repertorisierung eine therapeutische Wirkung entfaltet, denn in ihm wird - quasi als Nebenwirkung des Prinzips der Repertorisation das wichtigste Prinzip des therapeutischen Gesprächs beachtet. Der Homöopath beschäftigt sich, während der Patient seine Probleme erzählt, nicht damit, diese Symptome und Handlungsweisen moralisch oder sonstwie zu beurteilen, sondern ist darauf fixiert, sie einem Mittelbild zuzuordnen. Dadurch kann der Patient sich mit seinen Problemen in Ruhe auseinandersetzen, ohne eine Verurteilung durch den Therapeuten fürchten zu müssen.
VB16.
Die Bedeutung der Optionhaltung
Da Psychosomatik gerell eine wesentliche Rolle bei der Entstehung und Heilung von Krankheiten spielt, ist also mit einer therapeutischen Wirkung des Repertorisierens auf den Körper zu rechnen.
VB174.1
Psychosomatik: Die Seele steuert den Körper, der Körper die Seele
Die Deutung, daß homöopathische Mittel an sich keine Wirkung hätten, läßt sich mit dieser Studie nicht beweisen, da das Ergebnis nicht statistisch signifikant war, aber auch nicht widerlegen, so daß man für die Frage ob Homöopthische Mittel an sich wirksam sind, andere Studien zu Rate ziehen muß.
Aus meiner Sicht läßt sich diese Selbstsicherheit durch das Repertorisieren erklären. Wer bei jedem Besuch eines Patienten zunächst die Wirkung des bisherigen Mittels und zudem alle neuen Symptome erfagt, weil er für die nächste Mittelgabe repertorisieren muß, sammelt mit der Zeit einen großen Schatz zu Erfahrungen von allen von ihm und anderen Behandlern im Behandlungszeitraum verwendeten Methoden an, den man nicht bekommt, wenn man diese Fragen eben nicht stellt. Zudem erzieht Homöopathie zum genauen hinhören und nachfragen.
Beispielgeschichte, Kersti:Der Homöopath will alles ganz genau wissen: Regelschmerzen
In einem Buch las ich einmal, daß ein Heilpraktiker, der Autor dieses Buches, der Ansicht war, Regelschmerzen würden dadurch entstehen, daß sich die abgestorbene Gebärmutterschleimhaut nicht richtig löst und würden sich daher bessern, wenn man sich möglichst viel bewegt. Mir war sofort klar, daß dieser Ratschlag für mich als Frau, die oft Regelschmerzen hatte, sehr sehr schlecht ist: Bei mir hat Bewegung die Regelschmerzen immer verschlimmert. Ich gehöre bei so etwas ins Bett und nebenbei bemerkt kann ich mir Schmerzmittel sparen, weil sie sowieso nicht wirken. Irgendeine Frau wird dem Heilpraktiker, der ein Mann war erzählt haben, daß bei ihr Bewegung hilft. So etwas gibt es, wie mir andere Frauen erzählt haben.Ein Homöopath aber wäre sicherlich nicht auf den Gedanken gekommen, zu glauben daß Bewegung immer hilft, denn wenn es um Schmerzen bei der Menses geht, muß er sehr genau nachfragen, um das richtige Mittel zu finden. In Kents Repertorium wird unterschieden, ob sie vor während oder nach der Menses auftreten, ob sie an den Ovarien, im Uterus, in der Vagina auftreten. Es ist interessant, ob es ein abwärtszerrender, beißender, bohrender, brennender, drückender, greifender, kneifender, krampfartiger, lanzinierender (das sind lanzenstichähnliche, blitzartige Schmerzen), mahlender, nagender, packender, quetschender, reissender, scharfer, schneidender, scharf oder fein stechender, wühlender, ziehender oder zusammenschnürender Schmerz ist. Man sollte erfragen, ob Bewegung ihn verschlechtert oder verbessert, ob bücken, Stuhlgang, urinieren, waschen, stehen, liegen auf der rechten oder linken Seite ihn verbessert, ob Wärme oder Kälte hilft. Auch welche Gefühle ihn beeinflussen, wird erfragt. Insgesamt werden in der Homöopathie also etwa 40 Einelsymptome allein durch Beschreibung von Regelmerzen abgefragt, wenn der Homöopath kompetent ist. Regelschmerzen allein sind kein ausreichend genau bezeichnetes Symptom.33. S.1887-1939
Eine Krankenbehandlung erfordert sowohl theoretisches Wissen auf professionellem Niveau als auch jahrelange praktische Erfahrung. Das Lesen weniger Bücher oder Internetseiten ersetzt keine jahrelange fachliche Ausbildung!
Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5,
34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615,
https://www.kersti.de/,
Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal
im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von
Lesern immer bekomme.