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VB257.

Die Vielfalt der Augen in der Natur

Inhalt

Übergeordneter Artikel:
VB230. Kersti: Lichtwahrnehmung und Lichtnutzung
Dieser Text:
VB257.1 Kersti: Augen gehen leichter verloren als sie neu entstehen
VB257.2 Kersti: Typen von Lichtsinneszellen
VB257.3 Kersti: Hautlichtsinn
VB257.3.1 Kersti: Hautlichtsinn Einführung
VB257.3.2 Kersti: Lichtwahrnehmung in der Haut des Menschen
VB257.3.3 Kersti: Die gewöhnliche Krake (Oktopus vulgaris)
VB257.3.4 Kersti:
VB257.4 Kersti: Flachaugen
VB257.5 Kersti: Pigmentbecher- oder Grubenaugen
VB257.6 Kersti: Lochaugen
VB257.7 Kersti: Linsenaugen
VB257.7.1 Kersti: Einleitung
VB257.7.2 Kersti: Warnowiaceae - Einzeller mit Linsenaugen
VB257.7.3 Kersti: Terebratalia transversa - Linsenaugen aus nur zwei Zellen
VB257.7.4 Kersti: Stemmata - kleine Linsenaugen bei Insektenlarven
VB257.7.5 Kersti: Das Rhopalium von Tripedalia cystophora als Beispiel für Linsenaugen bei Quallen
VB257.7.6 Kersti: Springspinnen
VB257.7.7 Kersti: Der Gewöhnliche Tintenfisch (Sepia officinalis), die Lichtwahrnehmung der Chromatophoren und ein schnell wechselndes Aussehen für Tarnung, als Drohung und zur Verständigung
VB257.7.8 Kersti: Malacosteus niger - ein Tiefseefisch mit einer Laterne, deren Licht für andere Tiere der Tiefsee unsichtbar ist und den passenden Augen, um damit zu sehen
VB257.7.9 Kersti: Der Tiefseefisch Argyropelecus hemigymnus und sein Umgang mit abstimmbaren Beleuchtungssystemen
VB257.8 Kersti: Spiegelaugen
VB257.9 Kersti: Facettenaugen (Komplexaugen)
VB257. Kersti: Quellen

1. Augen gehen leichter verloren als sie neu entstehen

Augen gehen leichter verloren als sie entstehen. In Muscheln sind aus einzelnen lichtempfindlichen Zellen am Mantelrand mindestens fünf mal unabhängig voneinander komplexere Augentypen entstanden. Bei den Pterioidea entstanden Augen die wie eine Kappe auf einer pigmentierten Mantelfalte sitzen und dadurch eine ungefähre Einschätzung erlauben, woher das Licht kommt. Bei den Pectinoidea entstanden Spiegelaugen. Bei den Limida entstanden Linsenaugen. Bei den Arcida entstanden Pigmentbecheraugen, die bei einigen ihrer Untergruppen zu Komplexaugen gruppiert wurden. All diese Augentypen gingen sehr häufig wieder verloren. 88.

Bildquelle: 129.1

Die Bärtige Archenmuschel Barbatia barbata zählt zu den Muscheln, die Augen entwickelt haben, indem sie mehrere Punktaugen zu einem Komplexauge kombiniert haben. Komplexaugen kommen bei Muscheln der Gattungen Arca, Glycymeris und Barbatia vor130..

So unterschiedlich Augen auch aussehen, sind ihre genetischen Grundlagen erstaunlich ähnlich. So führt eine Mutation des Pax6-Gens bei Menschen, Mäusen, Zebrabärblingen und der Rotbäuchigen Fruchtfliege zu Fehlbildungen bis hin zum völligen Fehlen der Augen91.. Selbst bei Seeigeln ist es an der Bildung der Augen beteiligt92., 95..
Bildquelle: 91.1

Fehlbildungen der Augen durch Mutationen des Pax6-Gens: Oben ist jeweils das gesunde Auge abgebildet, unten ist die Fehlbildung zu sehen. Von links nach rechts: Mensch, Hausmaus (Mus musculus), Zebrabärbling und Rotbäuchige Fruchtfliege

 
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2. Typen von Lichtsinneszellen

2.1 Bakterien und Archaeen mit Lichtwahrnehmung

 
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2.2 Einzelne eukaryotische Zellen mit Lichtwahrnehmung

 
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Chlamydomonas reinhardtii

Bildquelle: 16.

Chlamydomonas reinhardtii
1. Geißel, 2. Mitochondrium, 3. Kontraktile Vakuole, 4. Augenfleck, 5. becherförmiger Chloroplast, 6. Golgi-Apparat, 7. Stärkekörner, 8. Pyrenoid, 9. Vakuole, 10. Zellkern, 11. Endoplasmatisches Retikulum, 12. Zellmembran, 13. Zellwand

Chlamydomonas reinhardtii ist eine einzellige Alge, die sich mit zwei Geisseln (Flagellen) fortbewegt und einen orangenen Augenfleck hat, den sie benutzt, um herauszufinden, wo sie hinschwimmen muß, um gute Lichtverhältnisse zu haben.
VB218.6.6.4.4 Kersti: Die Flagellen der Eukaryoten
Die Alge besitzt sieben verschiedene Rhodopsine von dem Typ wie sie Bakterien besitzen und die Chlamyopsine genannnt werden.

 
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Sehende Spermien

 
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2.3 Einfache Mehrzeller

 
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Volvox

 
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2.4 Lichtsinneszellen in Augen von Tieren

 
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Stäbchen und Zäpfchen im Auge der Wirbeltiere

Wie Opsine den Seheindruck chemisch im Zusammenhang mit anderen Molekülen erzeugen, ist in folgendem Abschnitt am Beispiel der Lichtaktivierungskette, wie sie beim Menschen funktioniert, beschrieben.
O7.19.2.2.3.2 Kersti: Die Lichtaktivierungskette

 
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Lichtsinneszellen im dritten Auge von Wirbeltieren

 
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Lichtsinneszellen in den Facettenaugen der Insekten

 
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Lichtsinneszellen in den Ozellen der Insekten

 
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Lichtsinneszellen bei Pflanzen

 
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3. Einzelne Lichtsinneszellen

 
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3.1 Hautlichtsinn Einführung

Die einfachsten „Augen“ sind lichtempfindliche Sinneszellen auf der Außenhaut, die als passive optische Systeme funktionieren. Sie können nur erkennen, ob die Umgebung hell oder dunkel ist. Man spricht hier von Hautlichtsinn.19., 20.

 
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3.2 Lichtwahrnehmung in der Haut des Menschen

Wie sich ein Haut-Licht-Sinn anfühlt, wissen wir durchaus, denn denn in der menschlichen Haut werden alle Opsine von Stäbchen (OPN2) und Zäpfchen (OPN1) mit denen wir im Auge sehen, sowie OPN3 (Encephalopsin oder Panopsin) und OPN5 (Neuropsin) produziert29., 30.. In der Haut wird auch Melanopsin (OPN4) exprimiert und hat dabei in den Melanozyten die Funktion die Hautbräunung zu steuern40.. Melanozyten enthalten also OPN1,2,3,4,540., 43. und sind auch mit dem Nervensystem verbunden und können ihre Lichtwahrnehmung daher auch daran weiterleiten42.. Ich zumindest kann mit geschlossenen Augen durchaus fühlen, von woher die Sonne scheint und wo ein heißer Ofen steht und das geht mit der nackten Haut deutlich genauer als wenn ich angezogen bin.

Daneben hat Melanopsin in der Haut noch an anderer Stelle Funktionen: Im Unterhautfettgewebe ist Melanopsin dafür verantwortlich, daß wir im Winter, wenn die Haut weniger Licht erhält, ein dickeres Unterhautfettgewebe haben als im Sommer39.. Darüber hinaus wird Melanopsin in Blutgefäßen exprimiert, wo Beleuchtung dazu führt, daß die Adern sich ausdehnen41..

 
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3.3 Di Haut der gewöhnlichen Krake (Oktopus vulgaris)

Die gewöhnliche Krake gehört zu den Kopffüßlern (Cephalopoda) und diese wie Schnecken und Muscheln zu den Weichtieren (Mollusca). Er hat eine viel einfacher aufgebaute Retina. Die Sinneszellen bestehen aus zwei Segmenten. Dem Glaskörper zugewendet ist der Teil mit den Rhabdomeren,

 
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4. Flachaugen

Diverse Quallen und Seesterne besitzen flache Augen mit vielen nebeneinander liegende Lichtsinneszellen, die innen an eine Schicht aus Pigmentzellen anschließen können. Die Konzentrierung der Sinneszellen verbessert die Hell-Dunkel-Wahrnehmung.19., 20.

 
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5. Pigmentbecher- oder Grubenaugen

 
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Planula-Larven der Qualle Tripedalia cystophora

Die Planula-Larven der Qualle Tripedalia cystophora haben eine extrem einfache Organisation ohne Nervensystem aber eine 10-15 Pigmentbecheraugen, die gleichmäßig über die hintere Hälfte der Larve verteilt sind. Jedes dieser Augen besteht nur aus einer Zelle mit lichtempfindlichen Microvilli. Diese rhabdomerischen Sinneszellen haben keine Nervenverbindungen zu anderen Zellen besitzen aber jeweils eine bewegliche Zilie, mit der sich das Tier fortbewegt. Wie schnell die Zilien das Tier fortbewegen hängt vom Lichteinfall ab. 89.

 
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Pigmentbecheraugen Strudelwürmer und Schnecken.

Die Sehzellen liegen vom Licht abgewandt (inverse Lage) in einem Becher aus lichtundurchlässigen Pigmentzellen. Das Licht kann nur durch die Öffnung des Bechers eindringen, um die Sehzellen zu stimulieren. Da daher immer nur ein kleiner Teil der Sehzellen gereizt wird, kann neben der Helligkeit auch die Einfallsrichtung des Lichts bestimmt werden. Solche Augen besitzen unter anderem Strudelwürmer und Schnecken.19., 20.

 
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xxx

Das Grubenauge unterscheidet sich vom Pigmentbecherauge durch die dem Licht zugewandte (everse) Lage der Sinneszellen und dadurch, dass die Grube mit Sekret gefüllt ist. In der Grube bilden die Sehzellen eine Zellschicht, die innen an eine Schicht von Pigmentzellen anschließt. Es ist also eine Weiterentwicklung des Flachauges. Es ermöglicht auch die Bestimmung der Intensität und der Einfallsrichtung des Lichts.19., 20.

 
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6. Lochaugen

Lochaugen sind verbesserte Grubenaugen. Die Öffnung der Grube ist nur noch ein kleines Loch und der Hohlraum ist vollständig mit Sekret gefüllt. Durch die erhöhte Anzahl der Sehzellen ist nun auch Bildsehen möglich. Das Bild ist jedoch lichtschwach und nur schemenhaft. Diesen Typ findet man bei niederen Tintenfischen. Eine Abart des Lochauges ist das Blasenauge, bei dem die Öffnung von einer durchsichtigen Haut bedeckt ist. Sie kommen bei manchen Schneckenarten vor. Das Sekret kann auch zu einer einfachen Art von Linse verfestigt sein, wie das bei Weinbergschnecken der Fall ist. Diese Modifikationen verbessern das Bild geringfügig.19., 20.

 
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7. Linsenaugen

7.1 Einleitung

Im Tierreich gibt es viele verschiedene Formen der Linsenaugen. Die Auswertung der Bilder beginnt oft schon im Auge.

 
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7.2 Warnowiaceae - Einzeller mit Linsenaugen

Bei der Frage, was die kleinsten Linsenaugen sind, würden sicherlich die meisten Menschen genau wie ich falsch raten und vermuten, daß sie vielleicht bei Schnecken oder ähnlichen mehrzelligen Tieren zu finden sein könnten. Tatsächlich wurden die kleinsten Linsenaugen bei Einzellern gefunden, die zu den Warnowiaceae gehören.

Bildquelle: 2.1

Augen bei den Warnowiaceae: a-f gehören zur Gattung Proterythropsis, e ist ein Ozelloid, bei f handelt es sich um eine Nesselkapsel oder Nematocyste, q gehört zur Gattung Erythropsidinium. Das schwarze n markiert den Zellkern, die Doppelpfeile zeigen auf Linsenaugen. In a repräsentiert der schwarze Strich eine Länge von 10 μm, in e, f und q 5 μm

Diese Linsenaugen werden Ocelloide genannt und setzen sich aus dem durchsichtigen Haylosom, das einen Einschluß enthält der als Linse wirkt und durch irisähnliche Konstriktionsringe verformt werden kann und einer dunklen Struktur zusammen, dem Melanosom, einem Pigmentbecher der auch die Lichtrezeptoren enthält und damit die Funktion der Retina übernimmt. Das Hyalosom wird durch die Zelle aufgebaut, während es sich bei dem Melanosom um eine umgewandelte Plastide handelt, es also von einer blattgrünkörperchen-ähnlichen Struktur abstammt.
VB216.5.3.3 Kersti: Endosymbiosebeziehung von Blaualgen (Cyanobacteria) als Blattgrünkörperchen (Chloroplasten) in Pflanzen (Plantae) und Schnecken
Das Ozelloid ist in der Lage, sich an unterschiedliche Lichtverhältnisse anzupassen, indem das Melanosom sich zusammenzieht oder streckt.1., 2.

Bildquelle: 1.1

Durchlichtelektronenmikroskopische Aufnahmen des Ocelloids, die zeigen, wie es sich bei veränderter Helligkeit verformt

  • LA Bei Helligkeit ist das Retinoid dicker und dafür enger zusammengezogen
    • A - Ocelloid, H Hyalosom, R Retinoid
    • B - Ausschnitt aus dem Retinoid, wie im vorherigen Bild durch das weiße Kästchen markiert
    • C - Ausschnitt aus dem Retinoid, wie im vorherigen Bild durch den Pfeil markiert
  • DA Bei Dunkelheit ist das Retinoid dünner und dafür weiter ausgebreitet
    • D - Ocelloid, H Hyalosom, R Retinoid
    • E - Ausschnitt aus dem Retinoid, wie im vorherigen Bild durch das weiße Kästchen markiert
    • F - Ausschnitt aus dem Retinoid, wie im vorherigen Bild durch den Pfeil markiert

 
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7.3 Terebratalia transversa - Linsenaugen aus nur zwei Zellen

Bildquelle: 90.

Erwachsenes lebendes Exemplar von Terebratalia transversa

Terebratalia transversa gehört zu den Armfüßern (Brachiopoda) meereslebende Tieren mit zweiklappigem Gehäuse, ähnlich Muscheln (Bivalvia), aber anstatt einer linken und rechten Schale (Klappe) eine obere und eine untere, wobei die bauchseitige Schale meist größer als die Rückenschale ist. Brachiopoden haben hinten einen Stiel zum Festklammern und an beiden Seiten des Mundes armförmige Tentakel, mit denen sie Beutetiere fangen. Die Larve von Terebratalia transversa sieht der Veliger-Larve von Muscheln und wasserlebenden Schnecken ein wenig ähnlich, hat aber ebenfalls erkennbare Unterschiede im Bauplan.

Nach einer Zelle kommen zwei - jedenfalls wenn man einfach zählt. Die Larve von Terebratalia transversa hat tatsächlich Linsenaugen, die aus nur zwei Zellen bestehen, von denen die eine eine Linse bildet, während die andere einen Pigmentbecher aus ein paar Pigmentkörnern enthält. Die Zilien beider Zellen nehmen in dem als Retina dienenendem Zwischenraum das Licht wahr, das dort hineinfällt. Diese Zilien sind auch das, was an dem Tierchen ungewöhnlich ist, denn es hat damit den Photorezeptortyp den wir von Wirbeltieren - beziehungsweise der übergeordneten Gruppe Deuterostomia - kennen und nicht den, den wir von Protostomia, zu denen Terebratalia transversa gehört, erwarten. 84.

Bildquelle: 84.1

Die Larve von Terebratalia transversa.
Die Bilder A bis C zeigen jeweils das ganze Tier, die schwarzen Pfeile zeigen auf die Augen, die im Lichtmikroskop rotbraun aussehen. A von hinten, B von derseite, C Schnitt unter dem Elektronenmikroskop.
Die Bilder D bis G zeigen zunehmend vergrößerte elektronenmikroskopische Bilder des Larvenauges.

  • D - zwei nebeneinanderliegende Augen, dazwischen liegen zwei Zellen der Außenhaut (Epidermis)
  • E - Das eigentliche Auge vergrößert
  • F - Spalt zwischwen Linse und Pigmentbecher
  • G - Der Pfeil zeigt auf einen Querschnitt der Zilie, in dem der typischen Aufbau des Zilienskelettes aus 9 × 2 + 2 Mikrotubuli erkennbar ist.
  • H - Lage des Auges im Kopf der Larve
  • I - Das Auge. Links oben die Linsenzelle, rechts unten die Pigmentzelle, die unten sichtbaren axone beider Zellen leiten das Gesehene an den vorderen Nervenknoten (Apicales Ganglion) der Larve weiter.
Die Buchstaben im Bild bedeuten
  • ls Linse (lc - Linsenzelle, in der sich die linse befindet)
  • pg Pigmentkörnchen (pc Pigmentzelle, in der sich diese Körnchen befinden)
  • - Zilie der Pigmentzelle
  • Pfeilspitze - Zilie der Linsenzelle
  • y - Dotter als Nahrungsvorrat der Zelle
  • * - Vergrößerte Membran der Zilie zur Lichtwahrnehmung, die dieselbe Funktion hat wie die Membranscheibchen im Äußeren Segment des Wirbeltierauges
Die Farben im Bild bedeuten
  • grün: apical ganglion - der Vorderen Nervenknoten der die Funktion des Gehirns hat, Teil des Exoderms
  • weiß - Exoderm - Äußeres Keimblatt der ursprünglichen embryonalen Aufteilung: Haut, Zähne, Nervensystem und Sinnesorgane
  • rosa - Mesoderm - Mittleres Keimblatt: Nervensystem, Herz und Blutgefäße und Lymphsystem inklusive Milz, Nieren, Geschlechtsorgane, Muskeln von Skelett, Adern und Eingeweisen
  • blau - Endoderm - Inneres Keimblatt: Verdauungssystem, Harnleiter und Lunge

 
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7.4 Stemmata - kleine Linsenaugen bei Insektenlarven

Bildquelle: 52.

Ein Weibchen des Gemeinen Furchenschwimmers (Acilius sulcatus) holt Luft an der Wasseroberfläche, indem es eine frische Luftblase unter die Flügeldecken nimmt

Der Gemeine Furchenschwimmer (Acilius sulcatus) gehört zu den Schwimmkäfern (Dytiscidae) und während der erwachsene Käfer wie die meisten Imagos (=erwachsene Insekten) Facettenaugen besitzt, haben seine Larven an dieser Stelle Stemmata, kleine Linsenaugen.
Bildquelle: 54.

Larve des Gemeinen Furchenschwimmers (Acilius sulcatus)

Bildquelle: 53.

Das kleine Linsenauge oder Stemma der Larve der Gattung Acilius zu der der Gemeine Furchenschwimmer (Acilius sulcatus) gehört

  • l = Linse aus dem Chitin der Cutikula, der nach außen abgeschiedene Chitinhülle, der äußersten Zellage des Insektenkörpers.
  • c = corneagen: Zellage die die Linse produziert
  • pr = prä-retinale Zellage
  • rh = Rhabdite - Derjenige Teil der Lichtsinneszellen der die Rhabdomere enthält, in dem sich die Opsine befinden.
  • ret = Lichtsinneszellen der Retina
Die Retina der Stemmata besteht nur aus den Sinneszehlen, deren Axone direkt in den Teil des Gehirns ziehen, der für die Auswertung des Gesehenen zuständig ist, sie ist also einschichtig.

 
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7.5 Das Rhopalium von Tripedalia cystophora als Beispiel für Linsenaugen bei Quallen

Auch einige Quallen haben Linsenaugen, die sich gleich zu mehreren in den sogenannten Rhopalien befinden, kleine aus Tentakeln entstandene Anhänge, die zusätzlich Statozysten zur Schwerkraftwahrnehmung enthalten.3.
Bildquelle: 3.1

Das Rhopalium von Tripedalia cystophora ist nicht einmal einen Millimeter groß, enthält aber gleich mehrere Augen.

  • LLE Unteres Linsenauge
  • ULE Oberes Linsenauge
  • PE Grubenauge
  • SE Schlitzauge
  • NP Lichtsensibler Bereich, vermutlich mit der inneren Uhr gekoppelt
Bildquelle: 3.2

Tripedalia cystophora zählt zu den Würfelquallen (Cubozoa), um das Rhopalium ist ein rotes Kästchen gezeichnet.

Insgesamt entstanden bei den Nesseltieren (Cnidaria) mindestens acht mal unabhängig voneinander Augen, einmal bei den Würfelquallen (Cubozoa), einmal in Schirmquallen (Scyphozoa), sechs mal beiden Hydrozoen (Hydrozoa).25.. Tripedalia cystophora zählt zu den Würfelquallen (Cubomedusae) und nutzt seine Augen um in den Mangrovenwäldern der Karibischen Meeres und des zentralen pazifischen Ozeans zu navigieren. Dabei achten sie darauf unter dem Laubdach der Mangrovenwälder zu bleiben und vermeiden beim schwimmen Hindernisse.6.

Bildquelle: 7.

Ein Mangrovenwald im Laguna de la Restinga Nationalpark der Isla Margarita, einer karibischen Insel der Kleinen Antillen, die zum Staatsgebiet Venezuelas gehört

 
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7.6 Die Augen der Springspinnen

Wir stellen uns Spinnen immer als reine Fleischfresser vor, das ist allerdings nicht ganz richtig. Viele Pflanzen locken mit ihren Extrafloralen Nektarien (Nektarorgane außerhalb der Blüten) auch Spinnen an und profitieren davon, daß diese dann pflanzenfressende Insekten vertilgen, während die Spinnen durch die Nektaraufnahme erheblich bessere Überlebensraten und Wachstumsraten haben.101., 107., 108., 109., 110., 111., 112.. Tatsächlich wurden bei einer Untersuchung 90 Springspinnenarten gefangen und geprüft, ob sie auch Nektar zu sich nehmen und alle diese Arten tranken auch Nektar105.. Für Evarcha culicivora eine ostafrikanische Springspinne die auf Mücken - insbesondere die Anophelesmücken spezialisiert ist, die Malaria übertragen, geht mit Vorliebe an die Extrafloralen Nektarien vom Sommerflieder (Lantana camara) und Ricinus communis, um Nektar zu trinken. Es ist nachgewiesen, daß gerade junge Spinnen nach einer solchen Nektarmalzeit wesentlich erfolgreicher bei der Mückenjagd sind. Sie müssen sich also vor der Jagd erst einmal stärken, um die Kraft zu haben, eine Mücke zu fangen und festzuhalten.101.

Bildquelle: 101.1

Eine junge Springspinne der Art Evarcha culicivora trinkt Nektar an einer Extrafloralen Nektarie von Ricinus communis

Gleich von vier Augen angestarrt fühlt man sich, wenn man von einer Springspinne fixiert wird. Und falls man eine Fliege ist, sollte man vorsichtig sein. Sie hat durchaus recht gute Linsenaugen und kann auf 20cm Entfernung gezielt springen.
Bildquelle: 4.

Mauer-Zebraspringspinne (Salticus scenicus) - rechts etwas über den vierten äußeren Auge ist ein fünftes Auge zu sehen, das zur Seite und nach hinten sieht

Wie die untere Graphik zeigt haben die beiden äußeren vorderen Augen und die hinteren Augen jeweils einen sehr weiten Blickwinkel. Wenn man diese beiden kleinen Augenpaare zusammennimmt, vermitteln sie der Spinne beinahe einen Rundumblick, bieten aber nur eine geringe optische Auflösung. Die äußeren vorderen Augen haben einen Bereich, wo sich ihr Sichtfeld überlagert und der Entfernungseinschätzung dienen kann. Sie dienen dem erkennen von Bewegungen, wenn etwas beispielsweise immer größer wird, wird es als Bewegung auf die Spinne zu interpretiert, wenn diese Augen es sehen, nicht aber wenn nur die hochauflösenden mittleren Augen es sehen, weil die äußeren Augen verdeckt wurden102..

Bildquelle: 5.1

Die Augen der Springspinnen der Gattung Phidippus und ihr Blickfeld. Die Posterior medialen Augen sind bei manchen anderen Springspinnengattungen merklich größer und decken einen Teil des Sichtfeldes mit ab.

Die mittleren großen Augen nennen sich Anterior laterale Augen und können mit hilfe von sechs Muskeln gemeinsam oder einzeln hin und her, hoch und runter bewegt und gedreht werden, um das, was sie sehen, Stück für Stück zu betrachten. Dieses mittlere Augenpaar hat zwar ein viel kleineres Blickfeld, stellt den Bereich aber auch in wesentlich höherer Auflösung dar, so daß die Spinne damit viel mehr Details erkennen kann.5. Von Art zu Art ist die Entfernung, in der sie ein Männchen der eigenen Art von einer Beute unterscheiden können unterschiedlich. 104.

Bildquelle: 113.

Brettus cingulatus ist eine der Springspinnen, die größere Posterior medialen Augen haben. Wie man bei diesem Springspinnenweibchen erkennen kann, sind sie nach oben gerichtet, decken also das Sichtfeld über der Spinne ab. Diese Art jagt Radnetzspinnen indem sie an das Netz geht und daran wackelt, als wäre er eine gefangene Beute oder ein Männchen, je nachdem was erfolgreicher ist und wenn die Netzbesitzerin dann kommt, wird sie gefangen und gefressen114..

Die Beute ist eine Radnetzspinne der Gattung der Kreuzspinnen (Araneus). Ihre Augen sind anders angeordnet als die der Springspinnen und sie können deutlich schlechter sehen.

Wenn die Spinne mit den sechs kleinen Augen etwas sieht, was wichtig sein könnte, will sie das natürlich genauer erkennen, als ihre kleinen Augen das ihr zeigen können. Sie dreht sich dort hin und fixiert es mit dem großen mittleren vorderem Augenpaar, um zu sehen, was das genau ist. Die Erfahrung der Spinne dürfte also grob so ablaufen: "Da bewegt sich was. Mal schaun was es ist." Sie dreht sich zu dem sich bewegenden Etwas um und schaut es mit ihren großen Augen an. "Ach es ist ein Männchen, mal schaun ob es Sex mit mir will." Bei einer Fliege hätte sie sich natürlich dann zu einem Platz geschlichen, von dem sie die Fliege gut anspringen und fangen kann. Um ihre Beute zu fangen bewegen sich Springspinnen ähnlich wie Eichhörnchen in der Vegetation. Sie rennen Zweige hoch und runter, während sie immer wieder nachschauen wo sich ihre Beute befindet, springen von einem Blatt oder Zweig zum anderen, bis sie in einer Position sind, von der aus sie die Beute anspringen können.5.

 
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7.7 Der Gewöhnliche Tintenfisch (Sepia officinalis), die Lichtwahrnehmung der Chromatophoren und ein schnell wechselndes Aussehen für Tarnung, als Drohung und zur Verständigung

Bildquelle: 55.

Gewöhnlicher Tintenfisch (Sepia officinalis)

Der Gewöhnliche Tintenfisch (Sepia officinalis) ist eine zu den Zehnarmigen Tintenfischen gerechnete Kopffüßerart. Normalerweise sieht man bei ihm nur acht dieser zehn Arme, denn die beiden langen Fangarme versteckt er in der Mantelhöhle und holt sie nur zum fangen kleiner ungefährlicher Beutetiere heraus, aber für Illustrationen wurden sie oft herausgezogen und ebenfalls dargestellt.
Bildquelle: 56.

Auf Illustrationen sind die Fangarme des Gewöhnlichen Tintenfisches (Sepia officinalis) häufig zu sehen.

Bildquelle: 67.

Auge des Gewöhnlichen Tintenfisches (Sepia officinalis). Die schwarz gepünktelte Linie zeigt wo das auge geschnitten wurde.

  • bm: Basilarmembran in der Retina
  • co: Hornhaut (Cornea)
  • il: Innere Schicht derRetina
  • ir: Iris
  • ls: Linse
  • lt: Zellen, die die Linse bilden
  • ol: Äußere Schicht der Retina
Er besitzt Linsenaugen, die vergleichbar komplex aufgebaut erscheinen wie die der Wirbeltiere, aber nur die einschichtige Retina aller Nicht-Wirbeltiere und eine W-förmige Pupille haben. Man nahm lange an, daß seine beindruckende Fähigkeit sich durch einen Wechsel der Hautfärbung an die unterschiedlichsten Hintergründe anzupassen, über das Auge gesteuert wird. Obwohl die Tintenfische nur ein Opsin besitzen und daher farbenblind sein müßten68., sind sie in natürlicher Umgebung normalerweise auch farblich dem Hintergrund so ähnlich, daß farbsehtüchige Fische sie kaum vom Hintergrund unterscheiden können, unabhängig davon, wie gut das Farbempfinden derjenigen Tiere ausgeprägt sind, die ihn jagen66.. Ihr Gehirn errechnet die Farben aufgrund der unterschiedlichen Lichtbrechung unterschiedlicher Wellenlängen des Lichts, auf die zurückzuführen ist, daß ein Regenbogen entsteht, wenn man mit einem Prisma das Licht bricht. Die komplizierte Form der Pupille dient dazu, diesen Fehler auch bei fast geschlossener Pupille möglichst deutlich erkennbar zu machen. Daß der Tintenfisch das Scharfstellen verwendet, um Farben zu erschließen, bedeutet aber auch, daß er die üblichen Tests der Farbsichtigkeit nicht besteht, die darauf beruhen, daß man farblich unterschiedliche gleich helle Bereiche nebeneinanderstellt, da diese Tests eben keine Kanten unterschiedlicher Helligkeit haben, die man verwenden kann, um zu prüfen, bei welcher Einstellung die Kante scharf gestellt ist.80.

Bildquelle: 81.

Eine Linse bricht - wenn man keine Gegenmaßnahmen ergreift - Licht unterschiedlicher Wellenlängen unterschiedlich stark.

Sie berücksichtigen bei der Wahl ihrer Tarnung auch, ob das Licht deutliche Schatten wirft76.. Außerdem können Tintenfische auch in einer mondlosen Nacht mit Sternenlicht noch gut genug sehen, um sich an Veränderungen in der Umgebung anpassen zu können50., erst wenn es eine Größenordnung dunkler ist (< 0.0001 lux) passen sie ihre Musterung nicht mehr an die Umgebung an79.. Hierbei wird nicht nur die Farbe sondern auch die Struktur der Haut an die Umgebung angepaßt. Die Haut kann je nach Hintergrund völlig glatt sein oder, ähnlich wie Menschen eine Gänsehaut bekommen können, kleine Auswüchse bekommen, die ebenfalls der Tarnung dienen.65. Da man sich dort leichter verstecken kann, ziehen Tintenfische es vor, sich an Orten aufzuhalten, die nicht einfarbig sind, sondern wo es viele verschiedene Dinge gibt, so daß ein getarnter Tintenfisch auch wenn er keinem der anderen Elemente des Hintergrundes genau entspricht nicht auffällt. Dies ist teilweise erlernt78..

Bildquelle: 57.

Gewöhnlicher Tintenfisch (Sepia officinalis), Ushaka Sea world, 10. Juli 2014, 15:07:27

Der Gewöhnliche Tintenfisch braucht weniger als eine Sekunde, um seine Farbe zu ändern und wechselt auch beim Schwimmen gelegentlich sein Muster. Wenn er vor demselben Hintergrund schwimmt, wo er vorher geruht hat, benutzt er manchmal dasselbe, manchmal ein anderes Muster als beim Ruhen. Während einfarbige Hautfärbungen oder gepünktelte Muster meist beibehalten werden, wechselt ein Tintenfisch fürs Schwimmen oft von einem groben Muster, das die Körperform verbergen soll zu einer gleichmäßigeren Farbe, wenn er anfängt sich zu bewegen.69.

Bildquelle: 58.

Gewöhnlicher Tintenfisch (Sepia officinalis), Ushaka Sea world, 10. Juli 2014, 15:07:53

Bildquelle: 59.

Gewöhnlicher Tintenfisch (Sepia officinalis)

Bildquelle: 60.

Gewöhnlicher Tintenfisch (Sepia officinalis)

Bildquelle: 61.

Während die Muster, die zur Tarnung dienen normalerweise symmetrisch gezeigt werden, werden die Augenflecken der Warnfärbung nur auf der Seite gezeigt, von der die Gefahr kommt.64.
Bildquelle: 63.

Daß Die Anpassung an den Hintergrund nicht perfekt ist, merkt man bei künstliche Hintergründen. Tintenfische sind farbenblind, daher fühlt sich das gelb gepunktete 2 Monate alte Jungtier auf dem blauen Hintergrund gut angepaßt. Erkennbar ist hier auch eine sehr zottelige Hautstuktur. Ein grobes Schachbrettmuster führt auch beim Tintenfisch zu einem gröberen Muster dessen genaue Form durch die Körperformen vorgegeben ist, daher ergibt sich kein Schachbrett. In Bild C wurde das Tier erschreckt und zeigt eine Warnzeichnung, in der vorne die Augen durch dunkle Ränder betont werden und hinten zwei Augenflecken zu sehen sind. In D ist eine Mischung zwischen dem gepunkteten und dem gröberen Tarnmuster gezeigt.

Opsine werden in der Haut exprimiert77.

 
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7.8 Malacosteus niger - ein Tiefseefisch mit einer Laterne, deren Licht für andere Tiere der Tiefsee unsichtbar ist und den passenden Augen, um damit zu sehen

Tiefseefische haben diverse Anpassungen an das sehen bei schwacher Beleuchtung, die nicht durch die Sonne sondern durch Biolumineszenz entsteht, wie große Augen, weite Pupillen, die teilweise noch größer sind als die Linse des Auges oder ein Tapetum lucidum hinter der Netzhaut, das das Licht zurück in die Netzhaut reflektiert, damit die Lichtsinneszellen mehr von dem Licht auffangen können. Die meisten Tiefseefische haben Retina die hauptsächlich Stäbchen enthält. Außerdem sind diese Stäbchen länger und haben daher mehr Membranscheibchen mit Rhodopsin und die Retina mancher Tiefseefische hat mehrere Lagen Stäbchen.36. Die meisten Tiefseefische sehen in Wellenlängen zwischen 470–490 nm am Besten weil in diesem Bereich der letzte Rest Tageslicht liegt, der noch bis in tiefere Lagen dringt und weil der größte Teil der Biolumineszens in denselben Wellenlängen liegt.
Bildquelle: 46.

Beroe abyssicola gehört zu den tentakellosen Nuda unter den Rippenquallen (Ctenophora) und kann, wie viele andere Rippenquallen auch, durch Biolumineszens Licht erzeugen, das wie bei den meisten Tiefseetieren im blaugrünen Bereich liegt.

Bildquelle: 45.

Malacosteus niger

Malacosteus niger ist ein Tiefseefisch mit zwei auffallenden Eigenarten: Einem ausgesprochen großen Maul, bei dem man sich fragt, wie er das, was er damit gefangen hat, im Rest des Körpers unterbringen will. Außerdem hat er unter dem Auge ein großes infrarotes und dahinter ein weißes Leuchtorgan. Das infrarote Leuchtorgan unter dem Auge nennt man suborbiotale Photophore, das weiße heißt auch postorbitale Photophore (sub=unter, post=hinter/nach, Photo=Licht, Phoreus=Träger). Er kann die beiden Photophoren unabhängig voneinander aufblitzen lassen.

Bildquelle: 38.1

a) Kopf und Unterkiefer von Malacosteus niger im normalen Licht, s-o suborbitale Photophore, bei normaler Beleuchtung kaum erkennbar, p-o postorbitale Photophore
b) Infrarotaufnahme etwa desselben Bereiches, in der zu erkennen ist, daß die suborbitale Photophore im infrarotem Bereich intensiv leuchtet.
c, d, e) Die Photophoren können unabhängig voneinander aufleuchten

Passend zu seiner infraroten Photophore, die in einem für die meisten Tiefseetiere und auch für uns unsichtbaren Bereich von mehr als 700 nm leuchtet, bräuchte Malacosteus niger natürlich auch Augen, um dieses Licht zu sehen. Er hat nur ein Gen für ein Opsin, das aber mit zwei unterschiedlichen Chromophoren gepaart ist. Statt Retinal enthalten einige der Zäpchen 3,4-Dehydro-Retinal. Das führt dazu, daß es Zäpchen mit zwei verschiedenen Wahrnehmungsmaxima gibt, nämlich bei 515nm und 540nm. Außerdem enthält das Auge die Bacteriochlorophylle c and d, die mit den Opsinen zusammenarbeiten, so daß der Fisch ein zusätzliches Wahrnehmungsmaximum bei 671nm hat, mit dem er sein eigenes Licht sehen kann. Dieses Bakteriochlorophyll wird mit der Nahrung aufgenommen.37., 47.

Bildquelle: 48.

Wellenlängen elektromagnetischer Strahlung

  • 0,1-1nm Gammastrahlung
  • 1nm-100nm Rönthgenstrahlung
  • 100nm-400nm ultraviolettes Licht
  • 400-700nm sichtbares Licht
  • 1μm-1cm Mikrowellen, Infrarot
  • 1m-1km Radiowellen
Neben diesen speziellen Anpassungen an sein eigenes Licht hat Malacosteus niger auch Anpassungen, die allgemein typisch für Tiefseefische sind. Beispielsweise hat er eine Schicht in der Retina, das Tapetum lucidum, das das Licht, wenn es die Netzhaut durchquert hat, wieder zurückspiegelt, so daß es noch einmal durch die Netzhaut muß. Das Tapetum lucidum wirft rotes Licht besonders gut zurück. Er hat mehrere Schichten Stäbchen übereinander, statt nur eine zu haben wie wir Menschen37.. Dabei werden die Stäbchen an der Membran an der Grenze zur Körnerschicht (Im Bild: ELM) gebildet und wandern dann Richtung Pigmentepitel und Tapetum luzidum um dort abgebaut zu werden, wenn sie zu alt sind, um noch gut zu arbeiten.120.

Bildquelle: 37.1

Retina von Malacosteus niger, gefärbt mit Toluidinblau.

a und b zeigt Ausschnitte der Retina vom Rand des Sichtfeldes, die vom Pigmentepithel (RPE) bis zu der äußeren Körnerschicht reichen, a ist radial geschnitten, der Schnitt zeigt also zum Zentrum der Retina und die Schichtung ist so nicht zu erkennen, b ist quer geschnitten und in dieser Darstellung scheinen die Pigmentepithelzellen mehrere übereinanderliegende Schichten zu bilden, von denen die äußerste das Melanin enthält.
c ist ein Ausschnitt der zentralen Retina, mit allen Schichten außer dem Pigmentepithel. Hier gibt es mehr Lagen an äußeren und inneren Segmenten als am Rand der Retina.

  • mel - Melanin
  • TS - hellere Bereiche im Tapetum lucidum
  • RPE - Pigmentepitel der Retina
  • ROS - äußere Segmente der Stäbchen (für: rod outer segments)
  • RIS - innere Segmente der Stäbchen (für: rod inner segments) Sie sind etwas dunkler gefärbt als die äußeren Segmente
    Äußere und innere Segmente sind in mehreren Lagen angeordnet.
  • ELM - (für: external limiting membrane)
  • ONL - Äußere Körnerschicht (für: outer nuclear layer) mit den Zellkernen der Photorezeptorzellen)
  • OPL - Äußere plexiforme Schicht (für: outer plexiform layer) Axone der Nervenzellen deren Zellkerne in der inneren Körnerschicht liegen
  • INL - Innere Körnerschicht (für: inner nuclear layer) enthält die Zellkerne verschiedener Nervenzellen
  • IPL - Innere plexiforme Schicht (für: inner plexiform layer)
  • GCL - Ganglienzellschicht (für: ganglion cell layer) Zellkerne und Nervenfasern, die zum Sehnerv ziehen
  • ILM - Innere Membran (für: internal limiting membrane), Grenze zum Glaskörper
Die Retina des Menschen ist zwar prinzipiell gleich aufgebaut, doch an eine weitaus hellere Beleuchtung angepaßt und besitzt daher neben den Stäbchen auch Zäpfchen. Die äußeren und inneren Segmente der Stäbchen sind in nur einer Lage angeordnet. Da weniger Stäbchen und Zäpfchen zu einem Bildpunkt zusammengefaßt werden, sind mehr Nervenbahnen nötig, um alles ans Gehirn weiterzuleiten, daher sind die innere Körnerschichte (INL), die Innere plexiforme Schicht und die Ganglienzellschicht dicker als bei dem Tiefseefisch.
VB23011.JPG
Bildquelle: 44.

Zum Vergleich: Die zentrale Retina des Menschen nahe dem Austrittspunkt des Sehnervs. Bezeichnungen wie oben. Im Präparat ist das Pigmentepithel gerissen, die weiße Schicht gehört also nicht dahin, sondern die braun gepunkteten Pigmetzellen schließen direkt an die Äußeren Segmente (ROS) der Stäbchen an.
O7.19.2.2.2 Kersti: Die Zellen der Retina

Da wir selber Säugetiere sind, ist für uns das Linsenauge, wie es Säugetiere besitzen, der Inbegriff des Auges.
O7.19.2.2 Kersti: Das Sehen als Beispiel für eine Sinneswahrnehmung des Menschen

 
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7.9 Der Tiefseefisch Argyropelecus hemigymnus und sein Umgang mit abstimmbaren Beleuchtungssystemen

Bildquelle: 126.1

Die Leuchtorgane von Argyropelscus hemigymnus sind von einer pigmentierten Hautschicht umgeben, die innen von einer spiegelnden Schicht bedeckt ist. Sie bestehen aus einem kugelförmigen Teil im inneren des Tieres (oben), dann folgt eine Einschnürung ähnlich einer Pupille, an die ein zylindrischer äußerer Teil anschließt. Das Licht, das im kugelförigen Teil entsteht, wird von den Wänden der Kugel zurückgespiegelt und kann sie nur durch die Pupille verlassen.126.

Argyropelecus hemigymnus gehört zur Familie der Tiefsee-Beilfische (Sternoptychidae). Die Fische der Gattung Argyropelecus besitzen Leuchtorgane, von denen man zuerst vermutet hat, es könnte sich um zusätzliche Augen handeln, weil sie etwas besitzen, was man als Pupille deuten kann und auch mit einem Nerv ausgestattet sind. Daß sie beim lebenden Tier leuchten fand man erst später heraus, da man zunächst nur tote Fische untersucht hat126.. Sie sollen den Fisch von unten unsichtbar machen, indem sie nach unten leuchten und so bewirken, daß der Fisch nicht als dunkler Schatten vor dem von oben kommenden Licht erscheint. Eines dieser Leuchtorgane leuchtet nicht nach unten sondern in das Auge des Fisches und es wird angenommen, daß es dazu dienen soll, die Helligkeit der Leuchtorgane auf das Umgebungslicht abzustimmen119.. Er jagt mit seinen nach oben gerichteten Augen Beute, die dieselbe Technik zur Tarnung anwendet und hat gut auflösendende, nach oben gerichtete Augen, um die einzelnen Punkte der tarnenden Leuchtorgane einzeln wahrnehmen zu können122., 123..

Bildquelle: 124.

Der Tiefseefisch Argyropelecus hemigymnus fängt einen Zehnfußkrebs der Gattung Sergestes, der ebenfalls leuchtet. Das Leuchtorgan das ins Auge leuchtet ist der Lichtpunkt zwischen Mundwinkel und Auge des Fisches, die nach unten gerichteten Leuchtorgane sind die Lichtpunkte, die sich am unteren Rand des Fisches entlangziehen.

Der Zehnfußkrebs Sergestes similis hat kein spezielles Leuchtorgans sondern nutzt die Hepatopankreas, ein Organ, das sowohl die Funktion unserer Leber als auch die der Bauchspeicheldrüse übernimmt, gleichzeitig auch noch als Leuchtorgan und gibt nach unten ziemlich genau so viel Licht ab, wie er zur selben Zeit mit seinen Augen von oben kommen sieht, wird also je nach Beleuchtung heller oder dunkler. Von unten kommendes Licht hat keinen Einfluß darauf, wie hell der Krebs leuchtet.125.

 
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8. Spiegelaugen

 
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9. Facettenaugen (Komplexaugen)

Facettenaugen setzen sich aus einer Vielzahl von Einzelaugen (Ommatidien) zusammen. Jedes Einzelauge sieht nur einen winzigen Ausschnitt der Umgebung, das Gesamtbild ist ein Mosaik aus allen Einzelbildern. Die Anzahl der Einzelaugen kann zwischen einigen Hundert bis hin zu einigen Zehntausend liegen. Die Auflösung des Facettenauges ist durch die Anzahl der Einzelaugen begrenzt und ist daher weit geringer als die Auflösung des Linsenauges. Allerdings kann die zeitliche Auflösung bei Facettenaugen weit höher sein als bei Linsenaugen. Sie liegt etwa bei fliegenden Insekten bei 250 Bildern pro Sekunde, was etwa dem zehnfachen des menschlichen Auges entspricht. Dies verleiht ihnen eine extrem hohe Reaktionsgeschwindigkeit. Zu finden sind diese Augen bei Krebsen und Insekten.19., 20.

 
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Pecks Immenbremse (Xenos peckii) - Linsenaugen zu Komplexaugen zusammengesetzt

Bildquelle: 82.1

Rasterelektronenmikroskopisches Bild von den Augen der Männchen des Fächerflüglers Pecks Immenbremse (Xenos peckii)

Bildquelle: 82.2

Schematische Darstellung der Augen der Männchen des Fächerflüglers Pecks Immenbremse (Xenos peckii)

Kersti

 
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Quellen

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  2. Autor: Mona Hoppenrath, Autor: Tsvetan R. Bachvaroff, Autor: Sara M. Handy, Autor: Charles F. Delwiche, Autor: Brian S. Leander: Molecular phylogeny of ocelloid-bearing dinoflagellates (Warnowiaceae) as inferred from SSU and LSU rDNA sequences. In: Zeitschrift: BMC Evolutionary Biology, volume 9, Article number: 116 (2009) (Welt: Volltext)
  3. Autor: Jan Bielecki, Autor: Alexander K. Zaharoff, Autor: Nicole Y. Leung, Autor: Anders Garm, Autor: Todd H. Oakley: Ocular and Extraocular Expression of Opsins in the Rhopalium of Tripedalia cystophora (Cnidaria: Cubozoa). In: Zeitschrift: PLoS One 9(6): e98870 (2014). https://doi.org/10.1371/journal.pone.0098870 (Welt: Volltext)
  4. Bild VB23001.JPG: Welt: File:Salticus scenicus, Nant Gwrtheyrn, North Wales, June 2015 3 (19379049041).jpg (oder Welt: hier) von Welt: Flickr-User Janet Graham
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  5. Autor: David Edwin Hill: Use of location (relative direction and distance) information by jumping spiders (Araneae, Salticidae, Phidippus) during movement toward prey and other sighted objectives. In: Zeitschrift: Peckhamia 83.1, 28 October 2010, p. 14. (Welt: Volltext)
  6. Autor: Takeo Katsuki, Autor: Ralph J. Greenspan: Jellyfish nervous systems. In: Zeitschrift: Current biology, Volume 23, Issue 14, pR592-R594, July 22, 2013 (Welt: Volltext)
  7. Bild VB257.JPG: Welt: File:La Restinga Lagoon.jpg von Welt: User:Wilfredor von Wikimedia Commons
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  8.  

  9. Bild VB23004.PNG: Welt: File:Chlamydomonas reinhardtii vector scheme.svg von Welt: User:Nefronus von Wikimedia Commons
    Vielen Dank, daß Du das Bild unter Welt: CC0 1.0 hochgeladen hast! Thank you very much!
  10. Autor: Jörg Peter Ewert, Autor: Sabine Beate Ewert: Buch: B69.11 Wahrnehmung. (1981) Heidelberg: Quelle und Meyer, ISBN 3-494-01060-9

     

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  12. Autor: Hiroshi Suga, Autor: Volker Schmid, Autor: Walter J. Gehring: Evolution and Functional Diversity of Jellyfish Opsins. In: Zeitschrift: Current biology, Volume 18, Issue 1, 8 January 2008, Pages 51-55 Welt: https://doi.org/10.1016/j.cub.2007.11.059 (Welt: Volltext)
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  28. Bild VA08301.PNG: Welt: File:Spectre.svg von Welt: User:Tatoute und Welt: User:Phrood von Wikimedia Commons
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  29.  

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  32. Bild VB23014.JPG: Welt: File:2018.04.07.-03-Kirschgartshaeuser Schlaege Mannheim--Gemeiner Furchenschwimmer-Weibchen.jpg von Andreas Eichler (Welt: User:Hockei von Wikimedia Commons)
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  33. Bild VB23006.PNG: Welt: File:Origin of Vertebrates Fig 035.png oder Welt: hier aus: Autor: Walter Holbrook Gaskell: Buch: B86.12 The origin of vertebrates. (1908) London, New York, Bombay, Calcutta, Longmans, Green, and co. (Welt: Volltext)
    Das Bild ist aufgrund seines Alters gemeinfrei
  34. Bild VB23015.JPG: Welt: File::Acilius.sulcatus5.-.lindsey.jpg von James K. Lindsey Welt: The Ecology of Commanster
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  35. Bild VB23016.JPG: Welt: File:Washington DC Zoo - Sepia officinalis 2.jpg von Jarek Tuszyński (Welt: User:Jarekt von Wikimedia Commons)
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  36. Bild VB23017.JPG: Welt: File:Herklots 1859 I 1 Sepia officinalis - dier.jpg aus: Autor: Janus Adrian Herklots Buch: B167.14 De Weekdieren van Nederland. Natuurlijke Historie van Nederland. De Dieren van Nederland, Weekdieren. (1859) Haarlem: Kruseman
    Das Bild ist aufgrund seines Alters gemeinfrei.
  37. Bild VB23018.JPG: Welt: File:Sepia officinalis 2648.jpg von Welt: User:Amada44 von Wikimedia Commons
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  38. Bild VB23019.JPG: Welt: File:Sepia officinalis 2651.jpg von Welt: User:Amada44 von Wikimedia Commons
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  39. Bild VB23020.JPG: Welt: File:Sepia officinalis.001 - Aquarium Finisterrae.jpg von Fernando Losada Rodríguez (Welt: User:Drow male von Wikimedia Commons)
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  40. Bild VB23021.JPG: Welt: File:Gewöhnlicher Tintenfisch.jpg von Marco Almbauer (Welt: User:A,Ocram von Wikimedia Commons)
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  41. Bild VB23022.JPG: Welt: File:Sepia officinalis - Carantec-2.jpg von Matthieu Sontag (Welt: User:Mirgolth) von Wikimedia Commons
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  50. Autor: Jennifer M. Enright, Autor: Matthew B. Toomey, Autor: Shin-ya Sato, Autor: Shelby E. Temple, Autor: James R. Allen, Autor: Rina Fujiwara, Autor: Valerie M. Kramlinger, Autor: Leslie D. Nagy, Autor: Kevin M. Johnson, Autor: Yi Xiao, Autor: Martin J. How, Autor: Stephen L. Johnson, Autor: Nicholas W. Roberts, Autor: Vladimir J. Kefalov, Autor: F. Peter Guengerich, Autor: Joseph C. Corbo: Cyp27c1 Red-Shifts the Spectral Sensitivity of Photoreceptors by Converting Vitamin A1 into A2. In: Zeitschrift: Current biology, Volume 25, ISSUE 23, P3048-3057, December 07, 2015 (Welt: doi: 10.1016/j.cub.2015.10.018)
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  55. Autor: Alexander L. Stubbs, Autor: Christopher W. Stubbs: Spectral discrimination in color blind animals via chromatic aberration and pupil shape. In: Zeitschrift: PNAS, July 19, 2016, vol. 113, no. 29, 8206–8211, https://doi.org/10.1073/pnas.1524578113 (Welt: Volltext)
  56. Bild O00071913.PNG: Welt: File:Lens6a.svg von Welt: User:Pitel und Welt: User:DrBob von Wikimedia Commons
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  57. Autor: Dongmin Keum, Autor: Kyung-Won Jang, Autor: Daniel S. Jeon, Autor: Charles S. H. Hwang, Autor: Elke K. Buschbeck, Autor: Min H. Kim, Autor: Ki-Hun Jeong: Xenos peckii vision inspires an ultrathin digital camera. In: Zeitschrift: Light: Science & Applications, volume 7, Article number: 80 (2018) (Welt: Volltext)
  58. Autor: Yale J. Passamaneck, Autor: Nina Furchheim, Autor: Andreas Hejnol, Autor: Mark Q. Martindale, Autor: Carsten Lüter: Ciliary photoreceptors in the cerebral eyes of a protostome larva. BZ467. Zeitschrift: EvoDevo, volume 2, Article number: 6 (2011) (Welt: Volltext)
  59. Autor: M. Desmond Ramirez, Autor: Autum N. Pairett, Autor: M. Sabrina Pankey, Autor: Jeanne Marie Serb, Autor: Daniel I. Speiser, Autor: Andrew J. M. Swafford, Autor: Todd H. Oakley: The Last Common Ancestor of Most Bilaterian Animals Possessed at Least Nine Opsins. In: Zeitschrift: Genome Biology and Evolution, Volume 8, Issue 12, December 2016, Pages 3640–3652, (Welt: Volltext)
  60. Autor: Karin Nordström, Autor: Rita Wallén, Autor: Jamie Seymour, Autor: Dan Nilsson: A simple visual system without neurons in jellyfish larvae. In: Zeitschrift: Proceedings of the Royal Society of London B (2003) 270, 2349–2354, DOI 10.1098/rspb.2003.2504 (Welt: Volltext)
  61. Autor: Jorge Alves Audino, Autor: Jeanne Marie Serb, Autor: José Eduardo Amoroso Rodriguez Marian: Hard to get, easy to lose: Evolution of mantle photoreceptor organs in bivalves (Bivalvia, Pteriomorphia). In: Zeitschrift: Evolution (2020) 74-9: 2105–2120, Welt: PMID: 32716056,Welt: DOI: 10.1111/evo.14050 (Welt: Volltext)
  62. Bild VB23010.PNG: Welt: File:Fossil sea urchin (FindID 551527) cropped transparent background.png (oder Welt: hier) von Portable Antiquities Scheme (PAS), Lincolnshire County Council
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  63. Bild VB23026.JPG: Welt: File:Terebratalia transversa 141510036.jpg (oder Welt: hier) von Welt: Marilynne Box von iNaturalist
    Welt: CC BY 4.0 Vielen Dank! Thank you very much!
  64. Autor: Nicole L. Washington, Autor: Melissa A. Haendel, Autor: Christopher J. Mungall, Autor: Michael Ashburner, Autor: Monte Westerfield, Autor: Suzanna E. Lewis: Linking Human Diseases to Animal Models Using Ontology-Based Phenotype Annotation. In: Zeitschrift: PLOS Biology, 24.11.2009, Welt: https://doi.org/10.1371/journal.pbio.1000247 (Welt: Volltext)
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  66. Autor: Michael P. Lesser, Autor: Karen L. Carleton, Autor: Stefanie A. Böttger, Autor: Thomas M. Barry, Autor: Charles W. Walker: Sea urchin tube feet are photosensory organs that express a rhabdomeric-like opsin and PAX6. In: Zeitschrift: Proceedings of the Royal Society of London, B 2011 Mar 30;278(1723):3371–3379. Welt: PMCID: PMC3177635, Welt: PMID: 21450733, Welt: doi: 10.1098/rspb.2011.0336 (Welt: Volltext)
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  68. Autor: Georgina E. Carvell, Autor: Josiah O. Kuja, Autor: Robert R. Jackson: Rapid nectar-meal effects on a predator's capacity to kill mosquitoes. In: Zeitschrift: Royal Society open science, 2015 May 13;2(5):140426. doi: 10.1098/rsos.140426. eCollection (Welt: Volltext)
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  70. Autor: Elizabeth M. Jakob, Autor: Skye M. Long, Autor: Duane P. Harland, Autor: Robert R. Jackson, Autor: Ashley Carey, Autor: Mary Emma Searles, Autor: Adam H. Porter, Autor: Cristina Canavesi, Autor: Jannick P. Rolland: Lateral eyes direct principal eyes as jumping spiders track objects. In: Zeitschrift: Current biology, Volume 28, Issue 18pR1092-R1093, September 24, 2018 (Welt: Volltext)
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  72. Autor: Robert R. Jackson, Autor: Simon D. Pollard, Autor: Ximena J. Nelson, Autor: G. B. Edwards, Autor: Alberto T. Barrion: Jumping spiders (Araneae: Salticidae) that feed on nectar. In: Zeitschrift: Journal of Zoology, Volume 255, Issue 1, September 2001, Pages 25-29 (Welt: Volltext 1, Welt: 2)
  73. Autor: Angélica M. Arango, Autor: Jorge López-Portillo, Autor: Victor Parra-Tabla, Autor: Laura Teresa Hernández-Salazar, Autor: Jorge E. Morales-Mávil, Autor: Victor Rico-Gray: Effect of the spider Peucetia viridans (Oxyopidae) on floral visitors and seed set of Cnidoscolus multilobus (Euphorbiaceae) In: Zeitschrift: Acta botánica mexicana, no.100 Pátzcuaro jul. 2012 (Welt: Volltext)
  74. Autor: Robin M. Taylor, Autor: Robert S. Pfannenstiel: How Dietary Plant Nectar Affects the Survival, Growth, and Fecundity of a Cursorial Spider Cheiracanthium inclusum (Araneae: Miturgidae). In: Zeitschrift: Environmental Entomology, 38(5):1379-86, October 2009 (Welt: Volltext)
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  77. Autor: Kenji Suetsugu, Autor: Masato Hayamizu, Autor: Naoki Koike: Clubiona spider (Araneae: Clubionidae) visiting flowers of nectariferous orchid Neottianthe cucullata. In: Zeitschrift: Entomological Science, 17(2) (2013) Welt: DOI:10.1111/ens.12047 (Welt: Volltext)
  78. Autor: Xiaoqiong Chen, Autor: Yuanchun Chen, Autor: Lingbing Wu, Autor: Yu Peng, Autor: Jian Chen, Autor: Fengxiang Liu: A survey of nectar feeding by spiders in three different habitats. In: Zeitschrift: Bulletin of Insectology, 63 (2): 203-208, 2010 (Welt: Volltext)
  79. Autor: Scott Ruhren, Autor: Steven N. Handel: Jumping spiders (Salticidae) enhance the seed production of a plant with extrafloral nectaries. In: Zeitschrift: Oecologia (1999) 119:227-230, Welt: PMID: 28307972, Welt: DOI: 10.1007/s004420050780
  80. Bild VB23030.JPG: Ausschnitt aus Welt: File:Female Brettus cingulatus feeding on Araneus in Bengaluru imported from iNaturalist photo 41827130 on 6 September 2024.jpg oder Welt: hier von Welt: Vijay Vanaparthy von iNaturalist
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  81. Autor: Robert R. Jackson, Autor: Susan E. A. Hallas: Predatory versatility and intraspecific interactions of spartaeine jumping spiders (Araneae: Salticidae): Brettus adonis, B. cingulatus, Cyrba algerina, and Phaeacius sp. indet. In: Zeitschrift: New Zealand Journal of Zoology, 1986, Vol. 13: 491-520 Welt: DOI: 10.1080/03014223.1986.10422979
  82. Autor: Ala Morshedian, Autor: Matthew B. Toomey,, Autor: Gabriel E. Pollock, Autor: Rikard Frederiksen, Autor: Jennifer M. Enright, Autor: Stephen D. McCormick, Autor: M. Carter Cornwall, Autor: Gordon L. Fain, Autor: Joseph C. Corbo: Cambrian origin of the CYP27C1-mediated vitamin A1-to-A2 switch, a key mechanism of vertebrate sensory plasticity. In: Zeitschrift: Royal Society open science, July 2017, Volume 4, Issue 7 (Welt: Volltext)
  83. Autor: Alexander L. Davis, Autor: Tracey T. Sutton, Autor: William M. Kier, Autor: Sönke Johnsen: Evidence that eye-facing photophores serve as a reference for counterillumination in an order of deep-sea fishes. In: Zeitschrift: Proceedings of the Royal Society of London B, 10 June 2020, Volume 287, Issue 1928, https://doi.org/10.1098/rspb.2019.2918 (Welt: Volltext)

     

  84. Autor: Eleonore Fröhlich, Autor: Hans-Joachim Wagner: Rod Outer Segment Renewal in the Retinae of Deep-sea Fish. In: Zeitschrift: Vision Research, Volume 36, Issue 19, October 1996, Pages 3183-3194 (Welt: Volltext)
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  86. Autor: Yakir L. Gagnon, Autor: Tracey T. Sutton, Autor: Sönke Johnsen: Corrigendum to “Visual acuity in pelagic fishes and mollusks”. In: Zeitschrift: Vision Research, Volume 115, Part A, October 2015, Pages 155-156 Welt: https://doi.org/10.1016/j.visres.2015.07.001 (Welt: Volltext)
  87. Bild VB23034.JPG: Welt: File:Messina Straits Argyropelecus hemigymnus.jpg von Prof. Francesco Costa
    Welt: GNU 1.2, Welt: CC BY-SA 3.0 Vielen Dank! Thank you very much!
  88. Autor: Jon A. Warner, Autor: Michael I. Latz, Autor: James F. Case: Cryptic Bioluminescence in a Midwater Shrimp. In: Zeitschrift: Science, 16 Mar 1979, Vol 203, Issue 4385, pp. 1109-1110, Welt: DOI: 10.1126/science.203.4385.1109 (Welt: Volltext)
  89. Autor: Ernst Krause: The Eye-Like Organs of Fishes. In: Zeitschrift: The Popular science monthly, Volume 21, June 1882 (1882) pp.164-172 (Welt: Volltext)
  90. Autor: Valery A. Kaptsov, Autor: Vitaly N. Deynego, Autor: Daniil V. Kozyritsky: Selective behavioral response of Trichoplax (Placozoa) to RGB-light stimuli. [RGB-фототаксис Trichoplax (Placozoa) и кинезис его клеток] In: Zeitschrift: Gigiena i Sanitariya (Hygiene and Sanitation, Russian journal), 2022; 101(1): 6-13. https://doi.org/10.47470/0016-9900-2022-101-1-6-13 (In Russian) (Welt: Volltext)
  91. Autor: Sidney Frederic Harmer, Autor: Sir Arthur Everett Shipley: Buch: B167.16.1 The Cambridge natural history. Volume 3, Molluscs (1895) London: Macmillan and co. (Welt: Volltexte)
  92. Autor: Florian Kretzler, Autor: Gerhard Haszprunar, Autor: Thomas Kunze, Autor: Martin Heß: 3D-reconstruction of bivalve compound eyes. (2008) Poster des BioZentrums der LMU München, Großhadernerstraße 2, 82152 Planegg, Germany auf dem 5th Congress of the European Malacology Societies, abstracts: 70-71. (Welt: Volltext)