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1/2010

Reinkarnationserinnerung - Die mißglückte Ägyptische Einweihung als Heilmethode

F92.

Die unwiderstehliche Sehnsucht nach der Einweihung

Da ich als Sohn des ägyptischen Hochadels zur Welt kam, erwartete man von mir, daß ich schon im jungen Alter Kinder zeugte. - Eine Verpflichtung, der ich durchaus nicht ungern nachkam, da die Sklavinnen sich gerne auf eine flüchtige Beziehung mit mir einließen, weil sich sowohl ihre gesellschaftliche Stellung dadurch zu der einer Nebenfrau verbesserte als auch die Kinder, die ich zeugte, versorgt waren. Danach drängten mich meine Eltern, die Einweihung zu machen, um das Erbe der Familie nicht unter den reinrassigen Söhnen teilen zu müssen.

Ich wehrte mich nicht gegen diesen Wunsch meiner Eltern und begann mit 16, mich auf die Einweihung vorzubereiten, war aber in den ersten Jahren in den Gärten der Einweihung unglücklich. Dort wurde vom mir erwartet daß ich Arbeiten tat, wie sie anderswo nur von Sklaven erledigt werden und daß ich meditierte. Ersteres empfand ich als erniedrigend bei letzerem war ich ständig erheblich schlechter als alle, die mit mir übten und war deshalb frustriert. Daß ich viel mehr übte als alle anderen, weil ich mich als Versagter fühlte, schien rein gar nichts zu bringen.

Die Lehrer gingen sehr verständnisvoll mit mir um, ermutigten mich und machten mich immer wieder darauf aufmerksam, daß ich mich nicht mit den anderen vergleichen dürfe, sondern meine eigenen Fortschritte beobachten müßte. Und sie wiesen mich regelmäßig darauf hin, daß ich durchaus Fortschritte machte und daß ich es, wenn ich so geduldig und hartnäckig wie bisher weiterarbeitete, bis zur Einweihung schaffen würde. Außerdem sagten sie mir, daß ich mit meiner Hartnäckigkeit und Ausdauer ein Vorbild für andere sei, auch wenn ich offensichtlich in meinen bisherigen Leben nicht gelernt hätte, zu meditieren und keine besonders reine Aura mitgebracht hatte. Und während ich weiter übte, wurde mein Wunsch nach einer Einweihung immer stärker.

Siebzehn Jahre meditierte ich so, und dann wurde mir davon abgeraten, die Einweihung zu machen, da es offensichtlich nicht möglich sei, meine Aura durch Meditation so weit zu reinigen, daß eine Einweihung kein Risiko darstellt. Ich fühlte mich betrogen, war wütend und erinnerte mich daran, daß sie verflichtet waren, mich einzuweihen, wenn ich drei mal an drei verschiedenen Tagen darum bat. Also bat ich darum und mir wurde abgeraten. Sie erklärten mir, daß es ganz sicher schief gehen würde und ich glaubte es nicht. Sie wiesen mich darauf hin, daß meine Wut ein Anzeichen ist, daß meine Absicht nicht göttlich ist und wiesen mich an, über diese Wut zu meditieren. Ich gehorchte, meditierte über die Wut bis sie abklang - und stellte fest, daß hinter dieser Wut ein ganz intensiver Wunsch nach dieser Einweihung stand. Diesen Wunsch konnte ich mir nicht so recht erklären, denn mir war durchaus bewußt, daß die Warnung meiner Lehrer nicht aus der Luft gegriffen war.

Wieder ging ich hin und bat um die Einweihung. Wieder wurde ich vor den Folgen gewarnt und diesmal in die sternförmig angeordneten Gänge geschickt, wo diejenigen lebten und arbeiteten, deren Einweihung schiefgelaufen war. Ich sollte mir anschauen, welches Risiko ich einging. Ich gehorchte.

Dirhaman, der für die Betreuung derjenigen zuständig war, deren Einweihung schief gelaufen war, zeigte mir alles. Zuerst sagte er mir, daß er sich absolut sicher war, daß ich auch dort landen würde, wenn ich auf der Einweihung bestehen würde. Deshalb solle ich mir genau überlegen, ob ich das wirklich will.

Ich verbrachte unter seiner Anleitung mehr als ein halbes Jahr in diesen Gängen und fühlte mich in die Menschen ein, deren Einweihung mißglückt war. Einiges erschütterte mich extrem. Alle hatten sie furchtbare Alpträume von Monstern und Foltern, und sie konnten nicht entscheiden, was davon real war und was Traum. Verzweifelt flehten sie die Wesen aus den Alpträumen an, sie in Frieden zu lassen - und sie merkten nicht, daß sie keine realen feinstofflichen Wesen waren sondern lediglich verzerrte Erinnerungen an vergangene Erfahrungen. Das zu sehen, erfüllte mich mit Grauen. Doch es gab Heilung für diesen Zustand: wenn sie die Anweisungen des Lehrer befolgten und die bunten Steine auf dem Fußboden wischten, während sie ihre Alpträume dort hineinprojizierten, änderte sich ganz allmählich ihr Geisteszustand. Die Träume wurden immer blasser und nach Jahren der Fußboden-Wisch-Meditation waren sie so weit abgeschwächt, daß die materielle Welt deutlicher zu sehen war als der Alptraum. Dann konnten sie, wenn sie wollten, ein normales Leben leben.

In dieser Zeit wurde auch eine Einweihung durchgeführt, die schief lief. Ich wurde nach der Einweihung hinzugerufen und sollte zusehen, wie er kastriert wurde. Das wurde gemacht, da diese Menschen sonst sexuelle Träume entwickeln, in denen Monster entstehen, die alle weiblichen Angehörigen des Tempels in ihren Träumen belästigen. Wenn dem Körper die Sexualhormone fehlen, geschieht das nicht. Ich erhielt den Auftrag, den jungen Mann emotional zu stabilisieren, während er kastriert wurde und bekam deshalb sehr deutlich mit, welche Schmerzen er hatte. Danach war es Zeit zu Bett zu gehen und ich weinte mich in den Schlaf. In den nächsten Tagen wurde klar, daß er Selbstmord begehen wollte. Wir versuchten ihm das auszureden, bemühten uns darum, ihn daran zu hindern und ihn dazu zu bewegen, daß er seine Meditationen macht, um die Alpträume einzudämmen. In der geistigen Welt ist man verloren, wenn man in diesem Zustand des Wahnsinns stirbt. Doch beim fünften oder sechsten Versuch, hatte er Erfolg. Dirhaman machte sich deshalb Vorwürfe, aber ich glaube nicht, daß wir eine Chance gehabt hätten, es zu verhindern. Wenn ein Mensch hartnäckig nach einer Möglichkeit zum Selbstmord sucht, dann wird er sie finden - nur wer nicht wirklich entschlossen ist, läßt sich durch die Vorsorge der Umstehenden am Selbstmord hindern.

Jeden Abend meditierte ich - wie mir geraten worden war - darüber, ob ich dieses Risiko wirklich eingehen wollte ... und mir wurde etwas Merkwürdiges bewußt. Ich glaubte daß meine Lehrer recht hatten, wenn sie meinten, daß meine Einweihung schiefgehen würde, ich glaubte, daß ich mich danach nicht besser fühlen würde, als die anderen, denen das so ergangen war. Ich fürchtete mich vor der Kastration. Und trotzdem erschien es mir aus Gründen, die ich nicht ganz in Worte fassen konnte, wichtig, die Einweihung zu machen. Ich erzählte das meinen Lehrern und erhielt die Antwort, daß der Gott der Krieger, den man heute Erzengel Michael nennt, seine Leute dazu auffordere, solche mißglückten Einweihungen durchzustehen, um ihren Mut zu stählen.

Ich glaubte zwar nicht, daß ich zu den Leuten des Kriegsgottes zählte - warum konnte ich nicht sagen - aber damit war mir klar, daß es tatsächlich einen Grund gab die Einweihung zu wollen und ich bat zum dritten mal darum.

Kersti

Quelle: Erinnerung an ein eigenes früheres Leben


F93. Kersti: Fortsetzung: Ich steckte den furchterregenden weißen Engel in die Steine und wischte ihn weg
F91. Kersti: Voriges: Lebensvorbereitung und Vorbereitungsleben für die Ägyptischen Einweihung
FI9. Kersti: Inhalt: Die mißglückte Ägyptische Einweihung als Heilmethode
VA106. Kersti: Reinkarnation
EGI. Kersti: Kurzgeschichten
V231. Kersti: Frühere Leben von mir
Z51. Kersti: Erinnerungen an frühere Leben
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben
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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, Internetseite: https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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