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erste Version: 1/2004
letzte Bearbeitung: 4/2012

VA150.

Gibt es irgendwelche Mittelchen, die beim Abnehmen helfen könnten?

Abführmittel und Appetitzügler machen süchtig

Von Abführmitteln und Appetitzüglern ist abzuraten, da der Körper immer gegensteuert. Das heißt, wenn man ständig Abführmittel nimmt, führt das dazu daß der Körper die natürlichen Darmbewegungen verlangsamt und mehr Wasser aus dem Darminhalt aufnimmt, um nicht ständig künstlichen Durchfall zu haben. Wenn man ständig Appetitzügler nimmt, bemerkt der Körper das und steigert das natürliche Hungergefühl, bis trotz ständiger Einnahme wieder alles beim Alten ist. Ein Dauergebrauch führt deshalb immer dazu, daß man das Gegenteil vom gewünschten erreicht.

Das heißt alle Abführmittel führen auf Dauer zu Verstopfung und alle Appetitzügler führen auf Dauer zu ständigem Hunger. Man wird dann, um diese Symptome zu lindern, nach diesen Mitteln süchtig wie nach einer Droge.

VB29. Kersti: Essen als Sucht
V18. Kersti: Körperliche Abhängigkeit

Streß als Ursache von Übergewicht

Es gibt letztlich zwei Hauptursachen für Übergewicht: Streß und meist durch falsche Ernährung hervorgerufene Stoffwechselstörungen.

Es gibt Menschen, die bei Streß den Appetit verlieren und dünner werden, während andere bei Streß automatisch anfangen zu viel und relativ wahllos zu essen. In beiden Fällen hilft es letztlich nur, wenn man den Streß so gut wie möglich reduziert. Ein wenig kann es auch nützen, darauf zu achten, daß das Essen, was in Reichweite ist, einigermaßen natürlich und gesund ist, damit man nicht ganz so einen Unsinn ißt, doch sollte man sehr darauf achten, daß man sich dabei keine Ernährungsvorschriften zumutet, die so streng sind, daß sie selber wieder zur Streßursache werden.

Manchmal hilfreich: Ausgleich von Mineral- oder Vitaminmangel

Nahrungsergänzungsmittel die Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine sind nur dann sinnvoll, wenn man tatsächlich einen Mangel an diesen Stoffen hat. Sie sind aber auch zum größten Teil so ungefährlich, daß man die entsprechenden Mittel, wenn man vermutet da einen Mangel zu haben einfach mal probeweise einnehmen und beobachten kann, ob man sich besser oder schlechter fühlt.

Wenn in der eigenen Ernährung etwas fehlt, kann es sein, daß man dann mehr ißt, um von dem was in der Nahrung zu wenig enthalten ist, auch genug zu bekommen. Deshalb ist es sinnvoll, beim Abnehmen genau darauf zu achten, worauf man Hunger hat und einen Mangel an bestimmten Mineralien oder Vitaminen auszugleichen.
VA105. Kersti: Gesunde Ernährung
VA41. Kersti: Düngung als Krankheitsursache
VA64. Kersti: Die Sache mit dem Salz
V36. Kersti: Der "Was der Bauer nicht kennt, das frißt er nicht"-Instinkt
V37. Kersti: Uns schmeckt, was wir für gut halten
V279. Kersti: Reine Rohkost?

Da es nicht den Einheitsmenschen gibt, gibt es auch nicht die Einheitslösung

Abnehmen über gesunde Ernährung ist immerhin so erfolgreich - auch weil ein gesunder Körper auf Streß nicht überreagiert - daß manche Autoren behaupten, jeder, der es durchhält, hätte damit Erfolg. Ich gehe davon aus, daß es oft genug Erfolge gibt, daß dieser Eindruck entstehen kann, aber daß in den Fällen, wo Streß die Hauptursache des Problems ist, aus zwei Gründen wieder zu der ursprünglichen etwas ungesunderen Ernährung zurückgegangen wird:
  1. Man hat nicht die Zeit und Ruhe, sich wirklich um eine gesunde Ernährung zu kümmern
  2. Nach vier Wochen gesunder Ernährung ist immer noch kein Erfolg erkennbar, sondern nur zunehmender Streß
Wo ungesunde Ernährung nicht die Ursache des Problems ist, wird die geplante gesunde Ernährung nicht durchgehalten, weil sie das Problem nicht löst.

Daneben kann es natürlich auch sein, daß die "gesunde Ernährung" für den Betreffenden nicht gesund ist, da sie nicht ausreichend auf seine individuelle Veranlagung, gesundheitliche Situation und Lebenssituation eingeht, wie beispielsweise Laktoseunverträglichkeit, Verwertungsstörungen, Allergien, körperliche Arbeit oder Büroarbeit. Natürlich sind manchmal Informationen wichtig, wie das unterschiedliche Blutgruppen dazu führen können, daß andere Nahrungsmittel gut tun. Doch letztlich ist der wichtigste Faktor, wenn man seine eigenen Bedürfnisse herausfinden will, daß man sich selbst beobachtet, was von dem was man ausprobiert einem selbst gut tut und was nicht.
V43. Kersti: Geschmack, die beste chemische Kurzanalyse
V9. Kersti: Auf den eigenen Körper hören

Kersti


Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, Internetseite: http://www.kersti.de/, E-Mail an Kersti_@gmx.de