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erste Version zwischen: 16.5.01 und 29.08.01
letzte Bearbeitung: 2/2010

V279.

Reine Rohkost?

Es gibt eine ganze Reihe von Autoren und eine relativ kleine Menge an Menschen, die sich ausschließlich von Rohkost ernähren. Es wird von erheblichen gesundheitlichen Erfolgen berichtet, die aber andererseits von der Gegnerseite als reine Lügen bezeichnet werden.

Wie ist es nun?

Die Erfolgsberichte sind zweifellos ernstzunehmen. - Für einen anderen Schluß gibt es zu viele Leute, die eben kein Geld daran verdienen und dennoch von Erfolgen berichten.

Andererseits kann ich nicht behaupten, daß mir Menschen, die sich mit reiner Rohkost ernähren, mir auch nur in einem Einzelfall völlig gesund erschienen wären... Es ist nicht so, daß irgendjemand von ihnen eine greifbare Krankheit hätte. Sie wirken nur allesamt ziemlich ausgezehrt und sehen ziemlich gelblich aus. Und auch dieser Eindruck wird mir von jedem bestätigt, der sich einerseits nicht selbst mit reiner Rohkost ernährt, andererseits aber das auch nicht gleich in Bausch und Bogen verdammt.

Die Lösung des Rätsels liegt wohl darin, daß unsere normale Ernährung normalerweise zu reichlich ist (außer eben, daß Vitamine, Enzyme, Mineralstoffe fehlen...) und zu viel Eiweiß enthält, andererseits aber ein viel zu geringer Anteil roher und unbehandelter Nahrungsmittel enthalten ist.

Deshalb empfiehlt jeder ernstzunehmende Ernährungsforscher, daß zur Ernährung ein hoher Anteil Rohkost gehört. Meist wird etwa ein Drittel der Ernährung angegeben. Außerdem wird von ihnen allen reine Rohkost als vorübergehende Heilnahrung empfohlen, manchmal als Rohkosttag, manchmal über Wochen hinweg, manchmal auch ein, zwei Monate.

Mir ist kein Volk und keine größere Volksgruppe bekannt, die sich dauerhaft von reiner Rohkost ernährt, obwohl es sonst für nahezu jede extreme Ernährungsform Beispiele gibt.

Menschen, die sich von Rohkost ernähren, hatten oft eine schwere chronische Krankheit zuvor, die sie dann mit Rohkost geheilt haben. Und da sie eben darauf verzichten können, jemals wieder so eine Krankheit zu bekommen, (wer könnte das nicht...) und außerdem die Zeit in der sie jemals gesund waren, so lange vor der Krankheit liegt, daß sie sich nicht erinnern können wie das ist, ist der Zustand mit Rohkost das Beste was sie kennen - und deshalb bleiben sie bei Rohkost. Tatsächlich sind sie aber leicht unterernährt. nicht so, daß es zu ernsthaften Krankheiten führt, aber so, daß es zu sehen ist.

Kersti

PS: Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil... ;-) Heute ist mir ein Mensch begegnet, der sich seit drei Jahren von reiner Rohkost ernährt und überhaupt nicht ausgezehrt wirkt. Es scheint also Formen reiner Rohernährung zu geben, die völlig ausreichend sind. Nehme ich mal an... Der Versuch hat sich ja noch nicht über vier Generationen hingezogen. Aber Wandmaker, der sich nur von rohem Obst ernährt hatte, wurde dadurch nach ein paar Jahren ernsthaft krank. Ob das Essen roh oder gekocht ist - ist zwar wichtig - aber es spielt eben noch einiges Andere eine Rolle.

Kersti

Kersti

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V6. Kersti: Ernährungstabelle nach Kollath
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V250. Kersti: Diabetes und Ernährung
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Buch: B14. Bruker, Dr. med M. O. / Gesund durch richtiges Essen
Buch: B15. Zehentbauer, Josef / Körpereigene Drogen
Buch: B16. Batmanghelidj, F. / Wasser, die gesunde Lösung
Buch: B18. Wendt, Prof. Dr. med. L. / Gesund werden durch Abbau von Eiweißüberschüssen
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Buch: B111. Strunz, Dr. Ulrich & Jopp, Andreas / Fit mit Fett
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Buch: B113. Ravnskov, Uffe & Pollmer, Udo / Mythos Cholesterin
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Buch: B133. 1.1 Falsche Ernährung als Krebsursache, Krebsheilung durch besondere Ernährungsformen

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.