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Zuerst erschienen in Idee und Bewegung Heft 45 (Heft 4/1999)
zuerst auf dieser Internetseite vor: 7.6.2000
letzte vollständige Überarbeitung: 5-6/2017
letzte Bearbeitung: 9/2017

VB29.

Essen als Sucht

Inhalt

Übergeordneter Artikel:
V6. Kersti: Gesunde Ernährung

Dieser Artikel:
VB29.1 Kersti: Was ist Sucht? Die ICD 10-Definition von Abhängigkeit
VB29.2 Kersti: Entgleisungen des Stoffwechsels: Zucker und Weißmehl als Suchtmittel
VB29.2.1 Kersti: Manche Menschen werden von Süßigkeiten und Weißmehlprodukten niemals satt
VB29.2.1 Kersti: Von Brötchen wird man doch nicht satt!
VB29.2.2 Kersti: Glykämischer Index: Nährstoffe, die den Blutzucker zu stark erhöhen
VB29.2.3 Kersti: Der süße Geschmack oder warum Süßstoffe manche Leute dick machen können
VB29.2.3 Kersti: Süßstoff wirkt Appetitanregend
VB29.2.3 Kersti: Robert Deutschs Ratten: Süßer Geschmack führt zu Insulinausschüttung
VB29.2.4 Kersti: Das lernfähige Verdauungssystem
VB29.2.4 Kersti: Ratten die gelernt haben, daß süß nichts mit Zucker zu tun hat und Pawlowsche Hunde
VB29.2.5 Kersti: Fehlernährung durch Fabrikzucker
VB29.3 Kersti: Fehlernährung: Sucht ist, wenn man etwas sucht, wo es nicht zu finden ist
VB29.3 Kersti: "Doch, ich hatte Hunger auf was Kräftiges"
VB29.4 Kersti: Psychische Gründe zu essen oder nicht zu essen: Bedürfnisse die das Essen garantiert nicht befriedigen kann
VB29.4 Kersti: Was sich durch Aufarbeiten von Foltern änderte: Süßigkeiten waren so verlockend und ich hatte das Gefühl ohne sie zu verhungern, das aber nicht körperlich sondern seelisch
VB29. Kersti: Quellen

 
Inhalt

1. Was ist Sucht? Die ICD 10-Definition von Abhängigkeit

Der ICD 10 verwendet für Sucht das Wort Abhängigkeit, das ich sprachlich für ein unangemessenes Wort für diesen Sachverhalt halte. Wir sind davon abhängig, etwas zu essen zu bekommen, weil wir sonst verhungern. Wir sind davon abhängig, Luft zu bekommen, weil wir sonst ersticken. Wir sind von unserem Gehalt abhängig, weil wir sonst nichts zu essen kaufen können. Im Falle einer Abhängigkeit im Sinne einer Sucht, ist nur in Ausnahmefällen ein sofortiger völliger Entzug des Suchtmittels gefährlich. Ein Beispiel eines Suchtmittels, bei dem ein sofortiger völliger Entzug gefährlich ist ist der Alkohol: Wer also regelmäßig große Mengen Alkohol trinkt, sollte bei einem Krankenhausaufenthalt unbedingt melden, daß er das tut, weil die Entzugserscheinungen tödlich gefährlich sein können. Bei den meisten Suchtmitteln ist ein solcher Enzug jedoch weniger gefährlich bis körperlich völlig ungefährlich. Wenn das Suchtmittel allmählich abgesetzt wird, treten solche Gefahren nicht auf. Ein Suchtmittel ist daher etwas bei dem man das Gefühl hat, von etwas abhängig zu sein, es unbedingt zu brauchen, das man eben in Wirklichkeit nicht braucht. Daher ist die Bezeichnung Abhängigkeit für Sucht sehr schlecht gewählt und mir erschient es weitaus sinnvoller, das umgangssprachlich übliche Wort Sucht stattdessen zu verwenden, da ich Sucht als fehlgeleitete Suche interpretiere, wie ich unten weiter ausführe.

Abhängigkeit (umgangssprachlich: Sucht) nach ICD 10 liegt vor, wenn 3 oder mehr der folgenden Kriterien zutreffen:

Schädlicher Gebrauch nach ICD 10

 
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2. Entgleisungen des Stoffwechsels: Zucker und Weißmehl als Suchtmittel

2.1 Manche Menschen werden von Süßigkeiten und Weißmehlprodukten niemals satt

Ein Phänomen konnte ich mir lange nicht erklären, denn ich dachte daß Stärke doch eigentlich gleichermaßen satt machen müßte, unabhängig davon in welches Brot sie verbacken war.
Beispielgeschichte, Kersti:

Von Brötchen wird man doch nicht satt!

Wir waren auf Klassenfahrt gefahren. Beim Frühstück hatte ich ein Problem. Es gab ausschließlich Brötchen. zwar konnte ich beliebig viele davon bekommen, weil es Kinder gab, die tatsächlich schon von einem Brötchen satt wurden. Ich konnte mir das gar nicht erklären. Ich konnte nämlich so viele Brötchen essen wie ich wollte, wurde davon aber gar nicht satt!

Dasselbe Problem hatte ich auch später in England. Da gab es nur Weißbrot und kein richtige Graubrot und wann immer es eine Brotmahlzeit gab, war ich fast am verzweifeln, weil ich davon einfach nicht satt wurde.

Auch bei den Besuchen meiner Pfadfindergruppe bei McDonald’s waren zum Verzweifeln. Ich konnte mich dort hunrig aber nicht satt essen.

Neben diesen Erfahrungen gab es auch das Umgekehrte:
Eines Tages buk meine Mutter dicke Pfannkuchen mit Äpfeln nach dem üblichen Rezept das sie benutzte, nur daß sie diesmal statt Weißmehl Vollkornmehl hineintat. Während sie normalerweise mit zwei Pfannen buk und wir immer ungeduldig auf den nächsten Pfannkuchen warteten, weil sie mit dem Backen nicht nachkam, wenn sechs Kinder am Tisch saßen, war es diesmal anders. Niemand von uns aß mehr als zwei Pfannkuchen und danach waren wir alle Pappesatt.

Von Graubrot wurde ich immerhin überhaupt satt. Aber von Vollkornbrot brauchte ich deutlich weniger als von Graubrot. Ich war jedoch überzeugt, daß ich bei Vollkornprodukten sehen konnte, wie viel Stärke mein Körper wirklich braucht, mir erschien der Hunger, den ich bei Weißbrot hatte ungesund und ich hielt mich deshalb von den ungesunden Produkten aus Auszugsmehlen fern, so gut ich konnte, ohne mich vom Rest der Welt zu isolieren.

Auch bei Süßigkeiten stellte ich fest, daß ich davon nicht genug bekommen konnte, wenn ich so leichtsinnig war, mit dem Essen anzufangen.
V9.4 Kersti: Warum ich nur von Bitterschokolade satt wurde

Im oben genannten Beispiel, handelte es sich bei meinem Verhalten nicht um eine Sucht, da ich eben die Maßlosigkeit, die ich beim essen an den Tag legte, zum Grund nahm, die entsprechenden Nahrungsmittel zu meiden, weil sie mir nicht gesund vorkamen. Es ist aber leicht vorzustellen, daß eine Veranlagung wie meine, wenn man nicht auf besser sättigende Nahrungsmittel ausweichen kann, zu suchtartigem essen führen kann.

 
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2.2 Glykämischer Index: Nahrngsmittel, die den Blutzucker zu stark erhöhen

Den ersten Baustein zu einer Erklärung fand ich, als ich das Buch Buch: Vollwerternährung schützt vor Kinderlähmung und anderen Viruserkrankungen von Autor: Benjamin Sandler las. Sandler schrieb, daß die meisten Menschen, wenn man ihnen 100g Traubenzucker gibt, innerhalb von zwei Stunden einen allmählichen Anstieg der Blutzuckerwerte von ca 90mg pro 100ml auf ca. 135mg pro 100ml zeigen, und daß der Wert innerhalb von vier Stunden nach der Einnahme von Zucker wieder auf den Normalwert zurückfällt. Es gibt aber Menschen, die nicht diese normale Reaktion zeigen, sondern bei denen der Zuckerspiegel stark schwankt. Im gezeigten Beispiel liegt der Nüchternblutwert bei 65mg, er schnellt innerhalb einer halben Stunde auf etwa 150mg hoch, sinkt danach auf ein Minimum von ca. 40mg und steigt dann wieder auf ca. 75mg pro 100ml Blut an. Insgesamt reagiert der Körper also mit einer übertriebenen Gegenregulation auf die Zuckermenge. Daneben erwähnte er noch ein drittes Reaktionsmuster, in dem der Blutzuckerwert wesentlich stärker als normal ansteigt und lange braucht, um wieder auf den Normalwert zurückzufallen.

Ganz so extrem ist es bei mir nicht, denn ich kenne als Reaktion auf zu viel Zucker zwar Hunger aber keine ernsten Unterzuckerungssymptome. Im Gegensatz zu Sandlers Patienten mit diesem Reaktionsmuster, hatten wir aber auch immer Genug Obst, Gemüse und Fleisch in unserer Ernährung und beginnend mit dem Zeitpunkt, als ich etwa elf war, bemühte meine Mutter sich Weißmehl, wo immer wir bereit waren, das zu akzeptieren, durch Vollkornmehl zu ersetzen, so daß wir nie so extrem fehlernährt waren, wie es Sandler von seinen Ratienten mit diesem Reaktionsmuster beschreibt1. S.25.

Mich wunderte allerdings, daß dieser Hunger auch bei Brötchen auftrat, weil ich glaubte, wenn man einen Vielfachzucker wie Stärke erst zerlegen muß, dauere es länger, bis er in die Blutbahn gelangt, daher müsse auch diese Überreaktion geringer sein.

Eine Antwort auf diese Rätsel fand ich in Autor: Marianne Niederers Buch " Buch: Ernährung. Das Software Prinzip" in einer Tabelle, die den Glykämischen Index verschiedener Nahrungsmittel angab. Der Glykämische Index gibt an, wie stark ein Nahrungsmittel den Blutzuckerwert über den Normalwert hinaus erhöht, wenn man 50g Zucker oder Stärke durch dieses Nahrungsmittel zu sich nimmt. Reine Glukose erhält willkürlich den Wert 100, alle anderen Nährstoffe werden in Prozent der Blutzuckererhöhung, die Glukose auslöst, angegeben. Das heißt wenn ein Nahrungsmittel den Wert hundert hat ist die Erhöhung genauso groß, wenn er den wert 50 hat halb so groß wie bei Glukose. Werte über 50 gelten als ungünstig, Werte unter 50 als günstig.2. S.118ff

Auf dem ersten Blick befriedigte mich die Tabelle: Glukose hat einen Glykämischen Index von 100, sehr weißes Brot hat einen 85, Baguette von 70, Graubrot von 65, Vollkornbrot einen von 40-50, Schokoladenriegel einen von 70, Bitterschokolade aber nur von 222. S.118ff. Meine Beobachtungen scheinen erklärt.

 
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2.3 Der süße Geschmack oder warum Süßstoffe manche Leute dick machen können

Als ich genauer hinschaue, stelle ich jedoch erstaunt fest, daß so einiges noch nicht erklärt ist. Bratkartoffeln und Pommes haben nämlich einen Glykämischen Index von 95, Chips einen von 902. S.118ff und von beidem bin ich immer satt geworden. Überhaupt, warum haben Bratkartoffeln und Pommes einen höheren Glykämischen Index als Schokoriegel (70), die haben doch auch die Kombination Zucker und Fett? Außerdem stimmte der zeitliche Verlauf der von Sandler genannten Zuckerkurve nicht mit dem zeitlichen Verlauf meines Hungergefühls bei den Nährstoffen, die nicht satt machen überein, ich bekam nämlich während der Malzeit schon wieder Hunger während bei Sandlers Messungen nach einer halben Stunde ein überhöhter Blutzuckerwert bei den Menschen, die zu Hypoglykämie neigen, auftrat2. S.18. Ob der Wert in der Zeit zwischen Malzeit und der Messung nach einer halben Stunden noch höher gewesen war, war nicht gemessen worden. Ich brauchte also, etwas, was erklärt, warum der Abfall des blutzuckerwertes zunter den Normalwert bei mir schneller auftrat und warum solche salzigen Speisen eine andere Reaktion auslösten als süße wie das Frühstücksbrötchen.

Rogers and Blundell (1989)

Süßstoff wirkt Appetitanregend

Bei einem Experiment wurde Joghurt entweder pur genossen, mit Stärke, mit Zucker oder mit Süßstoff versetzt. Diejenigen die morgens den reinen Joghurt gegessen hatten nahmen im Laufe des Tages 2050 und damit am wenigsten Kilokalorien zu sich, danach kamen die die Joghurt mit Stärke gegessen hatten mit 2100, die mit gezuckerten Joghurt aßen 2150 kCal. Diejenigen die mit Saccharin gesüßten Joghurt gegessen hatten, nahmen dagegen 2350 Kalorien zu sich, also deutlich mehr.3.
Es gibt viele Nachweise, daß süßer Geschmack bei Menschen und Tieren dazu führt, daß sie mehr fressen. Daher werden Süßstoffe in der Tiermast eingesetzt.3. Spätere Versuche ergaben widersprüchliche Ergebnisse zu der Frage ob der süße Geschmack bei gleicher Kalorienmenge den Appetit anregt.

Wenn ich etwas von widersprüchlichen Ergebnissen höre, die bei Experimenten herauskommen, muß ich immer an eine Aussage von Prof. Dr. Albrecht Goldmann denken, die ich an der Uni Kassel in dessen Vorlesung "Einführung in die Experimentalphysik" gehört hatte. Er hatte nämlich sinngemäß gesagt: "Experimente sind unsere Art, Fragen an die Natur zu stellen. Wenn dabei verwirrende Antworten (=Versuchsergebnisse) herauskommen, heißt das: Du hast die falsche Frage gestellt."

In diesem Fall ist die Frage schlicht zu ungenau gestellt. Offensichtlich wirkt Süßstoff bei einigen Leuten unter bestimmten Umständen appetitanregend, aber um zu verstehen, unter welchen Umständen er bei wem warum appetitanregend wirkt, müssen wir doch etwas genauer hinschauen, als nur Kalorien zu zählen und zu sehen, ob Süßstoff verwendet wird.

Robert Deutschs Ratten: Süßer Geschmack führt zu Insulinausschüttung

Autor: Robert Deutsch machte mehrere Experimente, die bei Ratten am Beispiel des Süßstoffes Saccharin den Zusammenhang zwischen dem süßen Geschmack und der körpereigenen Insulinausschüttung untersuchen sollten.

Im ersten Versuch prüfte er, ob seine Ratten ähnlich reagierten wie die eines anderen Forschers, bei dem Ratten, die, nachdem man ihnen Insulin gespritzt hatte, Wasser mit Süßstoff trinken durften so viel sie wollten sowohl schneller als auch häufiger an Unterzuckerung starben, als Ratten die ungesüßtes Wasser bekamen. In Deutschs Versuch starben die Ratten zwar schneller aber es starben nicht mehr der Süßstoff-Ratten als von denen die ungesüßtes Wasser bekommen hatten.

Der Autor verstand diesen Versuch so, daß durch den Konsum von Süßstoffwasser, der süße Geschmack eine Insulinausschüttung bewirkt hatte, die, da kein Zucker im Wasser war, den Blutzuckerspiegel zusammen mit der Insulingabe in lebensgefährliche Bereiche senkte. Dies überprüfte und bestätigte Deutsch, indem er Ratten Süßstoffwasser trinken ließ und dann den Blutzuckerspiegel mit dem von Ratten, die ungesüßtes Wasser erhalten hatten verglich. Der Effekt trat auch auf, wenn die Ratten das gesüßte Wasser gespritzt bekamen, es also nicht bewußt geschmeckt hatten.

Süßer Geschmack wird vom Körper also als "Jetzt kommt Zucker!" interpretiert und durch eine vorsorgliche Insulinausschüttung wird sichergestellt, daß es nicht zu zu starken Blutzuckerschwankungen kommt. Kommt dann kein Zucker sondern Süßstoff, fällt der Blutzuckerspiegel unter den Normalwert.

Ob Menschen nach Süßstoffkonsum mehr Nahrung zu sich nehmen hängt also sicherlich davon ab, wann Nahrung zur Verfügung steht. Es ist anzunehmen, daß eine zusätzliche Nahrungsaufnahme durch das Tief des Zuckerspiegels ausgelöst wird, das durch den Süßstoff hervorgerufen wird. Ist die Person, die Süßstoff zu sich genommen hat in dieser Zeit an einer Stelle, wo sie gerade nichts essen kann, gibt das Endokrinsystem Stoffe ab, die die Leber dazu veranlassen, den Zucker im Blut wieder anzuheben, so daß der Körper ausreichend versorgt werden kann. Es findet kein zusätzlicher Nahrungsmittelkonsum statt. Steht zu dem Zeitpunkt, wo der Zuckerspiegels auf dem Tiefpunkt liegt, Nahrung zur Verfügung, ißt der Betroffene mehr, sofern er auf seinen Hunger hört.

Daß ich das Phänomen mit dem maßlosen Hunger eher bei gesüßten Nahrungsmitteln als bei gesalzenen erlebt habe, lag daher ziemlich sicher daran, daß Zuckerkonsum zu einer vorsorglichen Insulinausschüttung führt, die Überreaktion meines Systems auf zu leicht verfügbaren Zucker noch zu verstärken, so daß ich noch früher Hunger bekam.

 
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2.4 Das lernfähige Verdauungssystem

Beispielgeschichte:

Ratten die gelernt haben, daß süß nichts mit Zucker zu tun hat und Pawlowsche Hunde

Bei den nächsten Versuchen prüfte Autor: Robert Deutsch, ob diese Insulinausschüttung der Bauchspeicheldrüse als Reaktion auf süßen Geschmack angeboren oder erlernt ist und fand heraus, daß sie bei Ratten, die monatelang nur süßstoffhaltiges Wasser zum erhielten so nicht mehr auftrat.5.

Damit ist die Insulinausschüttung als Reaktion auf süßen Geschmack ein Parallelfall zu einem bekannten Beispiel für die klassische Konditionierung, bei dem Iwan Pawlow einen Hund so trainierte, daß ihm schon nach dem Hören einer Glocke immer das Wasser im Mund zusammenlief, weil er daran gewöhnt worden war, daß es dann immer Futter gab10. S.151ff.

Insgesamt kann man also davon ausgehen, daß unser Körper sämtliche Sinneswahrnehmungen - unabhängig davon, ob wir sie bewußt oder unbewußt registrieren - auswertet, um vorauszusehen, welche Verdauungssäfte und Steuerungsbefehle nötig sind, um auf Nahrungsaufnahme oder das nicht zur Verfügung stehen von Nahrung zu reagieren. Das System, das unsere Verdauung steuert, ist lernfähig und reagiert auch auf beliebige erlernte Stimuli.

Im Fall von Süßstoff bedeutet das: Wenn Menschen hauptsächlich mit Süßstoff süßen, setzten sie damit das Vorwarnsystem außer Betrieb, das dem Körper sagt: Jetzt kommt Zucker. Wenn man dann tatsächlich einmal eine größere Menge Zucker zu sich nimmt, findet die Insulinausschüttung erst dann statt, wenn der Körper im Darm überprüft hat, ob es sich wirklich um Zucker handelt. Der Zuckerspiegel schwankt daher bei Zuckeraufnahme stärker und Zucker gibt einerseits einen stärkeren Kick, andererseits schadet Überzuckerung dem Körper aber auch, wenn sie zu häufig auftritt.

Insgesamt erscheint es daher sinnvoller, Obst zu sich zu nehmen oder mit Zucker oder Honig zu süßen, als mit Süßstoff, weil Süßstoff den Körper nur durcheinander bringt. Dies ist unabhängig davon, welchen Süßstoff man verwendet. Natürlicher Süßstoff wie Stevia ist also nicht besser als künstlicher Süßstoff, was dieses Thema angeht.

 
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2.5 Fehlernährung durch Fabrikzucker

Gesunde Ernährung bedeutet, daß alle Nährstoffe, die der menschliche Körper braucht, in der Nahrung vorhanden sein müssen und daß nichts im Übermaß vorhanden sein darf. Weißer Fabrikzucker, wie wir ihn üblicherweise im Haushalt verwenden, ist nahezu chemisch rein. Er enthält außer dem Doppelzucker (=Disaccharid) Saccharose, der aus der Zuckerrübe isoliert wurde, nur vernachlässigbare Spuren anderer Stoffe. Von der Nahrungsmittelindustrie werden weitere Zucker verwendet, die sich, wenn sie nicht als Zucker bezeichnet sind, in den Zutatenlisten oft an der Endsilbe -ose erkennen lassen, beispielsweise Glukose (z.B. als Glukosesirup), Maltose, Lactose, Fructose, Mannose. Das Problem ist hier nicht das Vorhandensein von Zucker, sondern das Fehlen aller anderen Nährstoffe im Zuckeranteil der Nahrung, so daß das fertige Produkt zu wenig Vitamine, Mineralstoffe und sonstige essentielle Nährstoffe enthält.

Unsere Kultur und Zivilisation hat die Zusammensetzung unserer Ernährung zunehmend verändert, beispielsweise züchten wir unsere Nutzpflanzen schon seit Jahrtausenden auf einen hohen Gehalt an Zuckern, Stärke, Fetten und Eiweiß, was ich in folgendem Artikel am Beispiel des Getreides dargestellt habe. Dies führt dazu, daß wir mit Dingen als Nahrungsmitteln konfrontiert werden, die es in der Lebensweise des Jägers und Sammlers so nicht gegeben hat und an die wir daher auch nicht angepaßt sind.
VA71.2 Kersti: Gesundheit und Getreide
Hinzu kommt, daß Salz raffiniert und dadurch von anderen Mineralien befreit wird und daß zudem durch die Kunstdünger das Mineraliengleichgewicht im Boden verschoben wurde.
VA41. Kersti: Düngung als Krankheitsursache
VA64. Kersti: Die Sache mit dem Salz
Dadurch können die anderen neben dem Zucker vorhandenen Zutaten nicht genug essentielle Nährstoffe enthalten, um unseren Bedarf daran zu decken.

Insgesamt ist es also so, daß der Brennwert oder Kaloriengehalt der Nahrung im Vergleich zu den Baustoffen, die der Körper zum Aufbau von Muskeln, Fleisch, Knochen, Hormonen und woraus er sonst noch alles besteht und was er für sein Funktionieren aufbauen muß, wesentlich zu hoch ist.

 
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3. Fehlernährung aus kognitiven Gründen: Sucht ist, wenn man etwas sucht, wo es nicht zu finden ist.

Menschen reagieren generell auf einen unerwarteten Geschmack mit Nahrungsverweigerung, um dann durch vorsichtiges testen zu prüfen, was von dem so schmeckenden Nahrungsmittel zu halten ist.
V36. Kersti: Der "Was der Bauer nicht kennt, das frißt er nicht"-Instinkt
Das so gelernte wendet er dann an um uns über unseren Hunger gezielt Signale zu geben, was wir brauchen.
V9. Kersti: Ernährungsintuition: Auf den eigenen Körper hören

Beispielgeschichte, Kersti:

"Doch, ich hatte Hunger auf was Kräftiges"

Eine Bekannte hatte mit vegetarischer Ernährung aufgehört, da ihr dadurch die Haare ausfielen. Erstaunt fragte ich, ob sie denn keinen Heißhunger auf Fleisch gehabt hätte. Sie verneinte.
"Bist du nicht wie ein hungriger Löwe durch die Wohnung gestrichen und hast nach etwas zu essen gesucht?" beschrieb ich genauer.
"Doch: ich hatte immer Hunger auf was Kräftiges. Dann habe ich Süßigkeiten gegessen."
Die betreffende Person hatte ja immerhin auf die vorhandenen Symptome reagiert, sobald sie offensichtlich wurden. Richtig erschütternd war für mich, was Autor: Lierre Keith über ihre Erfahrungen mit veganer Ernährung in ihrem Buch " Buch: Ethisch Essen mit Fleisch" schreibt. Sie hat den Zusammenhang zwischen ihren sehr offensichtlich auf ihre Ernährung zurückgehenden gesundheitlichen Symptomen und ihrer Ernährung nicht zur Kenntnis genommen, obwohl sie sich die meiste Zeit deshalb krank und ausgelaugt fühlte und einen fast unwiderstehlichen Heißhunger auf die Nährstoffe hatte, die ihr fehlten. Mit sehr offensichtlich meine ich: Wenn sie einer Heißhungeratacke nachgab, besserten sich so einigee ihrer Symptome praktisch sofort, trotzdem nahm sie nicht zur kennt nicht, daß die verbotenen tierischen Nährstoffe das waren was ihr Körper brauchte. als sie es endlich zur Kenntnis nahm, war beispielsweise die Wirbelsäule bereist so unwiderbringlich geschädigt, daß selbst wirklich gesunde Ernährung das nicht mehr heilen konnte.12.

Wenn man zu wenig gegessen hat, bekommt man Hunger. Nimmt man nun statt gesunder Nahrungsmittel etwas zu sich, das Süßstoff statt Zucker oder unverdauliche chemische Verbindungen statt Fett enthält, scheint es, wenn es in den Magen kommt, zu sättigen. Sobald es den Darm erreicht, zeigt sich, daß es keine echten Nahrungsmittel enthält, man bekommt wieder Hunger. Deshalb wirken alle Süßstoffe nachgewiesenermaßen appetitanregend!

Der tatsächliche Kalorienbedarf von Menschen, liegt zwischen 1000 (Jäger- und Sammlervölker mit 2-4 Stunden Tagesarbeitszeit) und 2200 (bei harter körperlicher Arbeit; Bauern) Kalorien pro Tag. Völker, die nahezu keine Krankheiten kennen, essen NIE mehr 6., 7., 8.. Der durchschnittliche Bundesbürger nimmt 3500 Kalorien zu sich, also doppelt so viel, wie gesund wäre. Ein zu hoher Bundesdurchschnitt von 2200 Kalorien wäre dadurch erklärbar, daß Menschen wie auch Tiere in guten Zeiten etwa ein Drittel mehr essen, als als Dauerernährung gesund wäre. Die Natur plant Hungerzeiten mit ein. 3500 Kalorien sind nur dadurch zu erklären, daß viele Nahrungsmittel suchtmäßig genossen werden.

 
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4. Psychische Gründe zu essen oder nicht zu essen: Bedürfnisse die das Essen garantiert nicht befriedigen kann

Beispielgeschichte, Kersti:

Was sich durch Aufarbeiten von Foltern änderte: Süßigkeiten waren so verlockend und ich hatte das Gefühl ohne sie zu verhungern, das aber nicht körperlich sondern seelisch

1990 begann ich intensiv meine Probleme aus diesem Leben aufzuarbeiten. Das führte dazu, daß ich mein Leben gründlich änderte, obwohl ich nur nach "Worauf habe ich heute Hunger?" gegangen bin.

1994 zog ich in eine eigene Wohnung. Zwischen 1994 und 1997 hatte ich eine Phase, in der ich mich fast vegetarisch ernährte und praktisch keinen Zucker und auch sonst keine stark verarbeiteten Nahrungsmittel zu mir nahm. Die Hemmschwelle lag allerdings beim Einkauf: sollte ich sechs Tafeln Schokolade zuhause haben und es wagen, die erste anzubrechen, war vollautomatisch auch die letzte noch am selben Tag alle. Daher kaufte ich eben keine Schokolade und auch sonst keine Süßigkeiten, jedenfalls nicht mehr als exakt den Schokoriegel, den ich noch im Laden essen wollte. Ich kochte mir täglich frisch etwas zu essen mit viel Gemüse. Das hatte eine störende Nebenwirkung: Ich mußte mir neue Hosen kaufen, weil die alten ohne daß ich irgendetwas getan hatte einfach zu weit wurden. Ich fand das unbequem.

Dies war auch gleichzeitig die Phase in der ich glaubte, ich hätte bereits alle meine psychischen Probleme aufgearbeitet.
E19: Kersti: Eine traumhafte Zeit

Außerdem lebte ich allein, was mir grundsätzlich gut tut, weil ich hochsensibel bin und daher zwischenmenschliche Kontakte grundsätzlich in kleineren Dosen brauche, da ich mehr von dem, was von anderen Menschen kommt, mehr wahrnehme. Wenn ich alleine wandere, nachts im Wald übernachte und nur alle zwei bis drei Tage in Dörfer gehe, um dort einzukaufen, dann ist das die einzige Zeit im Jahr, wo mir zufällige Begegnungen angenehm vorkommen. Das ist also die Häufigkeit an Begegnungen mit Menschen, die mir tatsächlich gut tut.

Danach heiratete ich, aber vor allem arbeitete ich zunehmend intensiv an Erfahrungen auf, die mit dem dritten Reich zu tun hatten und in denen ich sehr spirituelle Erfahrungen gemacht hatte aber auch ständig gefoltert wurde und ständig mit Erfahrungen konfrontiert war, die irgendwo zwischen lebensgefährlich und absolut tödlich rangierten. Ich hielt die Machtgruppe, die hinter den Kulissen Hitler an die Macht gebracht hatte für einen Haufen durchgedrehter Spinner, die ich aber dummerweise persönlich kannte, denn ich galt als Übermensch, ein konzept das ich schwachsinnig fand, besonders weil sie meinten sie selbst wären die Götter die die Übermenschen erschaffen hätten, obwohl ich mich erinnern konnte, daß ich solche Fähigkeiten durchaus auch schon in den Leben davor gehabt wurde und sie da nach Kräften versteckt habe, weil die Menschen wenn sie zu viele Wunder sehen unerträglich werden.

Nebenbei bemerkt: Die Folterscenen und dieses Gefühl, daß es keinen Ausweg gab, weil Selbstmorde irgendwie nicht mit dem Tod endeten, weckte ein Grauen in mir, das sich ein normaler Mensch kaum vorstellen kann. Die Horrorgeschichten, die man in Büchern und Filmen findet, sind dagegen durchaus noch einigermaßen harmlos.

Plötzlich ging das mit dem sich gesund ernähren nicht mehr. Süßigkeiten waren so verlockend und gleichzeitig hatte ich das Gefühl zu verhungern, wenn ich sie nicht kriege, das aber nicht körperlich sondern seelisch. Ich aß regelmäßig Chips, weil ich mich nicht zum Kochen aufraffen konnte. Ich entwickelte zusätzlich einen erstaunlichen Fleischhunger, der nach dieser "Ekel auf Fleisch"-Phase, die ich vorher gehabt hatte, sehr erstaunlich wirkte.

Ich nahm wieder deutlich zu. Ich versuchte zwar die unvernüftigsten Nahrungsmittel etwas einzudämmen, das funktionierte aber nicht wirklich, weil ich das Gefühl hatte ohne diesen Kram seelisch zu verhungern und mir Obst und Gemüse oft ungenießbar vorkam.

Worauf ich genau Hunger hatte, wechselte übrigens mit den Aufarbeitungsthemen. Wenn ein thema angesprochen wurde, konnte das dazu führen, daß ich augenblicklich auf etwas anderes hunger hatte als direkt davor und daß ich das was ich direkt davor für lecker gehalten hätte völlig ungeniebar fand. Ind wenn ich drei Wochen wanderte waren die ungesunden Ernährungsvorlieben sofort wieder völlig verschwunden.

Wenn man negative Erfahrungen aufarbeitet, kommt man nach dem Erinnern an das Furchtbare irgendwann auch in die "Das habe ich daraus gelernt und so bin ich daran gewachsen"-Phase, die anzeigt, das man sich dem Ende des Themas nähert. In dieser Phase stecke ich jetzt (2017).

Ergebnis: Inzwischen kann eine Weiße oder Kaffee-Sahne-Schokolade, die Sorten, die ich meist esse, bei mir wochenlang rumliegen, wenn ich mal doch eine Tafel anbreche, reicht sie zwei Tage. Ich kaufe mir aber meist nur die Schokolade mit 85% Kakaoanteil, für das Vanille-Schokolade-Eis was morgens in den Kafffee kommt, nicht die mit geringerem Kakaoanteil zum so essen. Fleisch esse ich immer noch, aber auch nicht mehr so maßlos und es ist Fleisch vom Bio-Bauer.

Nach diesen Erfahrungen halte ich die vorherige Neigung mich vegetarisch zu ernähren für einen Versuch, die Dritte-Reich-Erinnerungen zu verdrängen, während ich dieses maßlos Süßigkeiten essen für ein psychisches Problem halte, was ich offensichtlich inzwischen teilweise aufgearbeitet habe.

Dadurch, daß ich ein so großes Thema zuerst verdrängt und dann aufgearbeitet habe, waren die Effekte der Psyche auf den Hunger natürlich auffälliger als sie es gewesen wären, wenn ich meine Themen mein ganzes Leben nicht angerührt hätte, einfach weil sich meine psychische Gesamtverfassung sehr schnell und sehr gründlich geändert hat. Ich konnte immer wieder live beobachten wie bestimmte Aufarbeitungsthemen bestimmte Nahrungsvorlieben hervorriefen, die sofort wieder verschwanden, wenn ich das Thema wechselte.

Daß die Ernährungsvorlieben etwas mit der Psyche zu tun haben, trifft aber auch auf andere Menschen zu. Autor: Geneen Roth hat mit ihrem " Buch: Essen als Ersatz. ein ganzes Buch darüber geschrieben, wie man sich klarer darüber wird, was der Körper braucht und wann man etwas einfach nur ißt, um sich zu trösten oder aus ähnlichen Gründen.9.

Man ißt, um sich zu beruhigen, abzulenken, aus Gesellschaft oder Wut. Jeder hat eigene Gründe. Ersatzbefriedigungen für Bedürfnisse, die wir nicht wirklich befriedigen konnten, die aber durch Essen garantiert nie befriedigt werden. Deshalb lohnt es, zu fragen:
"Weshalb esse ich das jetzt?"
und dann das wirkliche Bedürfnis zu befriedigen. Merkt ihr, daß ihr nachdem ihr euch diese Frage so gut, wie es euch in jenem Augenblick möglich ist, beantwortet habt, immer noch etwas offensichtlich Ungesundes essen wollt - dann eßt es. Und seid freundlich zu euch, wenn ihr das eßt. Schaut euch liebevoll dabei zu und fühlt nachher in euch hinein: War das jetzt das Richtige? Warum war es für euch richtig - oder falsch? Brauchte der Körper oder die Seele das essen?

Erstaunlich fand ich es auch, das Buch " Buch: Sag, was du isst und ich weiß, was du fühlst" von Autor: Markus Lehnert zu lesen. Der Autor selbst schreibt, daß die meisten Leute nicht nachvollziehen könnten, was die zu den jeweiligen Nahrungsmittel angesprochenen Themen mit ihnen zu tun hätten. Wenn das so stimmt, dann haben sie also zu den Gründen für ihre Ernährung eine sehr starke Verdrängung.11.
VB155.2.1 Kersti: Schwache, sehr starke und mittelstarke Verdrängungen äußern sich unterschiedlich
Meine Verdrängung war schwächer: Ich konnte zwar, wenn ich etwas zu dem las, was ich typischerweise esse, sofort nachvollziehen, daß die Themen zum Zeitpunkt der jeweiligen Ernährungsvorliebe durchaus auf mein jeweiliges aktuelles Aufarbeitungsthemen zugetroffen haben - nur war ich nicht in der Lage das Buch einfach mal so durchzulesen. Ich legte es ständig wieder zur Seite, weil so viele unangenehme Themen hochkamen.

 
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5. Sinnvolle Ernährung heißt auf den Hunger hören und ihn nicht verwirren

Eine sinnvolle Steuerung der eigenen Ernährung muß daher beinhalten, daß wir das System unseres Hungergefühls weder durch Tricks wie Süßstoff noch durch kognitive Beeinflussung aushebeln, sondern gezielt darauf hören.
VA57. Kersti: Macht Kalorienzählen Sinn?

Kersti

 
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Quelle

Ich schildere, wann immer möglich, selbst erlebte Beispiele. Das tue ich nicht, weil es keine anderen gäbe, mit denen man dasselbe belegen kann, sondern weil ich die Literatur mit neuen, zusätzlichen Beispielen bereichern will.
VA272. Kersti: Wenn meine Beispiele alle von mir handeln - heißt das etwa, daß ich selbstbezogen bin?
Selbst erlebte Beispiele sind - da sie aus erster Hand sind - genauer beschrieben als Beispiele aus meiner Praxis, wo ich die Erklärungen meiner Patienten mißverstanden haben könnte und sie deshalb möglicherweise falsch wiedergeben könnte.
V175. Kersti: Kriterien zum Bau eines realistischen Weltbildes: Realitätsnähe
Und diese sind genauer und richtiger als aus der Literatur übernommene Beispiele, da ich bei diesen die betroffene Person nicht einmal persönlich kenne und das Beispiel deshalb möglicherweise in einen falschen Kontext einordne.

Weitere Quellen waren:


Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.
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