erste Version: 9/2022
letzte Bearbeitung: 9/2022

Chronik des Aufstiegs - Mittelalter und frühe Neuzeit: Der versperrte Weg zur Gewaltenteilung

F2361.

Ich wurde berufen, um die Vorwürfe, die Honorius gemacht wurden, mit spirituellen Mitteln zu prüfen

Vorgeschichte: F2359. Kersti: D

Geon erzählt:
Ich wurde berufen, um die Vorwürfe, die Honorius gemacht wurden, mit spirituellen Mitteln zu prüfen. Anders ausgedrückt, ich kann Gedanken und Gefühle telepathisch wahrnehmen und merke es deshalb, wenn mich jemand zu belügen versucht. Allerdings gilt das nur, wenn die andere Seele kleiner ist als ich und das kann ich bei Honorius nicht behaupten, denn er hat eine offene Gruppenseelenverbindung zu Buddha und ist ein Kernanteil dieser Gruppenseele, der sehr viel höhere Anbindungen hat, als wir uns das vorstellen können. Sollte irgendein Zweifel an Honoris Aussagen bestehen, könnte nur Buddha selbst sie prüfen.

Ich hatte sie nicht glauben können, denn ich kannte den Jungen seit er ein Baby war und um eine so reine und gleichzeitig starke Seele so kaputt zu machen, daß sie eine schwarze Messe, bei der Kinder grausam ermordet werden, für eine gute Idee hält, erfordert Jahre der Folter und bei einem Gruppenseelenanteil von Buddha funktioniert nicht einmal das, glaube ich.

Ich hatte eine Idee, in welche Richtung die Wahrheit liegen könnte, denn bevor diese Vorwürfe erhoben wurden, so erfuhr ich, hatte Honorius bei seinem auf der Erde lebenden Vater um Rat gebeten, da er von dem Bischhof sexuell belästigt wurde. Möglicherweise war die Geschichte in einer Form eskaliert, mit der niemand gerechnet hätte. Verschmähte Liebhaber können manchmal sehr gruseligen Dinge tun und der besagte Bischhof hatte durchaus den Ruf, daß ihm so etws zuzutrauen wäre.

Ich fragte mich kurz, ob ich vielleicht zu befangen war, das glaubte ich aber nicht. Ich würde Honorius nicht helfen, wenn ich etws anderes als die Wahrheit herausfinde. Sollte er wirklich so verletzt worden sein, daß er so etwas tut, mußte ich das herausfinden und Buddha zuhilfe rufen, damit er die verletzte Seele heilt. Das zu verdrängen wäre pure Dummheit.

Ich flog also zu der Burg seiner Verwandten, wo Honorius lebend wieder aufgetaucht war und ließ mir den Schwerkranken jungen Mann zeigen.

Das erste, was mir auffiel war, daß seine Energie viel reiner und klarer war, als bei unserer letzten Begegnung, wo er sich zu wenig Zeit für seine spirituellen Übungen genommen hatte.

Kersti

Fortsetzung:
F2360. Kersti: D

Quelle

Erinnerung an ein eigenes früheres Leben.
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben