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erste Version: 12/2013
letzte Bearbeitung: 12/2013

Chronik des Aufstiegs: Weimarer Republik und Drittes Reich - Dämonenkind

F296.

Jeder der Schergen hatte mich einen Tag für sich

Vorgeschichte: F282. Kersti: D

Karl erzählt:
Damit ich jeden Tag die Bücher lesen konnte, hatte er mir die meiste Zeit extra einen Arm befreit. Was er damit erreichen wollte, ist mir schleierhaft. Diverse Tage und noch mehr Bücher über sadistischen Sex später, hielt er mich dann für gesund genug, um zur Tat zu schreiten.

Jeder der Schergen hatte mich einen Tag für sich, bekam ich erklärt und sie durften alles tun, was keine dauerhaften ernsthaften Schäden hervorrief, Narben durften jedoch überall entstehen, nur nicht an Gesicht und Händen.

Wenn einer von ihnen anfing etwas zu erzählen, versuchte ich ihn am Reden zu halten. Schließlich hatte ich keinerlei Interesse daran, gefoltet oder sexuell mißbraucht zu werden. Das tat ich, indem ich mir alles anhörte was sie zu sagen hatte und für fast alles Verständnis äußerte. Nur wenn sie meinten sie wollten mich foltern oder mißbrauchen, sagte ich, daß ich das aber nicht gut finde, weil es wehtut.

Die Wirkung war seltsam. Es kam zwar vor, aber doch recht selten, daß einer von den Schergen mich tatsächlich einen ganzen Tag mißhandelte oder sexuell mißbrauchte. Die meisten verbrachten aber fast die gesamte Zeit damit, mir all ihre Sorgen zu erzählen. Angefangen von einer unglücklichen Kindheit mit viel Gewalt, Mißhandlungen und Grausamkeit, über Diebstähle, Gewalttaten und Morde, die sie für Bezahlung begangen hatten. Das Leben, das sie geführt hatten schien mit jedem Jahr grausamer und gewalttätiger geworden zu sein. Und irgendwann muß das den Mafia-Bossen wohl zu gefährlich geworden sein, denn sie haben sie mit großartigen Versprechungen nach Deutschland zu Haushofer geschickt.

Was Haushofer dann genau mit ihnen angestellt hat, läßt sich schwer einschätzen, da ihre Berichte darüber viel zu durcheinander waren, aber es muß eine bunte Kombination aus Drogenerfahrungen, magischen Angriffen und irdischen Foltern gewesen sein und es hat sie so völlig verängstigt, daß sie es nicht wagten, in seiner Gegenwart auch nur das falsche zu denken. Insgesamt hat das 21 Tage gedauert. Und als Haushofer ihnen befahl begeisterte Briefe über ihr tolles Leben hier in Deutschland nach Hause zu schreiben, haben sie das brav getan, schließlich, so behaupten sie, würde er jeden ihrer Gedanken lesen. Ich war mir sicher, daß sie sich da täuschten, denn ich konnte das nicht und Haushofer war in solchen Dingen nicht besser als ich. Ich konnte oft ungefähr einschätzen, in welche Richtung ihre Gedanken gingen oder sie im feinstofflichen dazu befragen aber ich konnte nicht regelrecht ihre Gedanken lesen.

Ich vermutete allerdings daß Haushofer alles abhörte, was wir besprachen. Das bestätigte sich nach den ersten paar Tagen, denn er sagte, daß ich doch interessante Gespräche führen würde und machte einige Andeutungen, die in die Richtung der verschienen Inhalte gingen. Ich sagte ihm, daß ihn diese Gespräche nichts angingen und daß es deshalb unhöflich sei, sie abzuhören, worüber er wie erwartet nur lachte.

"Außerdem kann er mit seinen Gedanken töten. Er braucht jemanden nur böse anzusehen, dann ist er tot. Das hat er mir gezeigt mit einem kleinen Jungen." erklärte einer der Schergen.
Ich fragte mich, ob er das Kind wirklich mit Magie getötet hatte oder ob er irgendeinen Trick angewendet hatte. Beides war möglich und ihm zuzutrauen. Ich tippte aber eher auf den Trick.
"Das kann ich auch." sagte ich, "Da ich aber so etwas nur tue, wenn jemand einen lebensgefährlichen magischen Angriff auf mich startet, werde ich dir das jetzt nicht einfach zum Spaß vorführen."
Er sah mich zweifelnd an. Schließlich lag ich angekettet vor ihm. Ich versuchte nicht ernsthaft, ihn von der Wahrheit meiner Worte zu überzeugen, denn es ist immer gut, eine Waffe in der Hinterhand zu haben, mit der sie nicht rechnen. Tatsächlich legte ich es darauf an, daß er mich für einen Angeber hielt. Haushofer war sich natürlich darüber im klaren, daß ich das konnte, er hatte schließlich die Toten vor meinem Bett gesehen.

Ich war mit meiner Rolle als Beichtvater der durchgedrehten Mafiosi nicht glücklich. Denn während ich mir ihre Sorgen und Nöte anhörte, begann ich nach und nach zu verstehen, warum sie reagierten wie sie reagierten. Das macht es natürlich nicht einfacher, wenn sie sich gleichzeitig daran beteiligen, mich zu foltern, ich mir mit ihnen Verfolgungsjagten liefere, viele von ihnen erschieße, regelmäßig von ihnen angeschossen werde... Im gewissen Sinne machten die liebevollen und freundlichen Gefühle, die ich für Haushofers Schergen entwickelten die Gesamtmixtur an Gefühlen, die ich zu verarbeiten hatte noch unverdaulicher. Außerdem hatte ich die Reserven, die ich brauchte um sie zu therapieren nicht wirklich übrig und fühlte mich schon deshalb emotional überfordert. Andererseits war es natürlich von Vorteil daß die meisten von ihnen bald lieber mit mir redeten, als mir etwas zuleide zu tun. Und abgesehen davon will ich auch nicht hassen sondern lieben, auch wenn das in bestimmten Situationen durchaus schwierig werden kann.

Kersti

Fortsetzung:
F401. Kersti: W

Quelle

Erinnerung an ein eigenes früheres Leben.
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben

EGI. Kersti: Erinnerungen aus diesem Leben, aus früheren Leben und aus feinstofflichen Welten
V231. Kersti: Frühere Leben von mir
FI13. Kersti: Inhalt: Dämonenkind

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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