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erste Version: 1/2014
letzte Bearbeitung: 2/2014

Chronik des Aufstiegs: Weimarer Republik und Drittes Reich - Dämonenkind

F312.

Ich kann bis heute nicht sagen, ob die Entscheidung, die ich damals im Wald um Carinhall traf, richtig war

Vorgeschichte: F311. Kersti: D

Karl erzählt:
Ich blieb also in dem kleinen umfriedeten Waldstück um Carinhall. Ich suchte ein wenig, bis ich an eine Stelle kam, die völlig einsam erschien. Dort kletterte ich auf eine große alte Eiche, bis ich an eine Stelle kam, wo die Sonne durch das Blätterdach schien. Um die Sonne richtig zu genießen, zog ich mich aus und setzte mich dann mit geschlossenen Augen in eine breite Astgabel.

Ich grübelte.

Inzwischen war mir klar, daß mir diese überempfindliche Haut die von simpler normaler Kleidung anfängt zu brennen wie Feuer und nicht wieder damit aufhört, wohl dauerhaft erhalten bleiben würde. Auch daß die Lautstärke eines normalen Haushalten mir regelmäßig Kopfschmerzen einbrachte, würde sehr wahrscheinlich so bleiben. Beides hatte in den ersten Tagen, wo ich ins Freie konnte, merklich nachgelassen, war aber in den vierzehn Tagen danach unverändert geblieben. Meine Fußsohlen taten ebenfalls bei jedem Schritt weh und das war die ganze Zeit unverändert geblieben. Ich mußte mich wohl darauf einstellen, daß ich für den Rest meines Lebens Schmerzen haben würde. Und falls die Foltern, die ich bisher abbekommen hatte, nicht reichen sollten um das zu garantieren, würden Haushofer und Co. ganz bestimmt für ausreichend Nachschub sorgen, daß ich die Schmerzen nicht mehr loswerde.

Gegen diese Schmerzen konnte ich fast nichts tun. In den Jahren der Drogeneinweihungen hatte ich auch die verschiedenen Schmerzmittel ausprobiert und zusammen mit den Aufzeichungen die ich danach zu der Wirkung der verschiedenen Medikamente auf meinen Körper gemacht hatte, war klar, daß die Einweihungen die Reaktionen meines Körpers dauerhaft verändert hatten. Zwar wirkten die Mittel kurze Zeit, wesentlich kürzer als normal, dämpfend auf Schmerzen. Bald nach einer solchen Gabe setzte aber eine entgegengesetzte Wirkung ein. Ich war normalerweise noch tagelang weitaus lärm- und schmerzempfindlicher als normal. Ich hatte deshalb die Schmerzmittel, die der Arzt mir gegeben hatte und mir unbedingt einflößen wollte in einem Loch in der Matratze versteckt. Im Gegensatz dazu half mir Kaffee ein wenig. Wenn ich Kaffee trank, ließen die Schmerzen einige Zeit etwas nach, ohne daß erkennbare Nebenwirkungen auftraten. Ich trank also so viel Kaffee wie ich den Leuten aus den Rippen leiern konnte und bekam nicht so viel wie ich wollte, weil sie meinten, daß Kaffe in diesen Mengen ungesund sei.

Ich sagte mir regelmäßig, daß ich stark genug bin, um mit diesen Dauerschmerzen fertig zu werden, aber es ist mir nicht immer gelungen, daran auch wirklich zu glauben.

Ich hatte überhaupt viel gegrübelt die letzten Jahre, denn einige Details hatten keinen rechten Sinn ergeben. Warum hatte mir beispielsweise Haushofer die ganze Fachliteratur zur Hypnose zu lesen gegeben? Er mußte doch wissen, daß er mir damit den Schlüssel an die Hand gab, mit dem er es mir ermöglichte, mich von den Einflüssen zu befreien, die er mir mittels Hypnose einpflanzen wollte. Zu allem Überfluß hatte Crowley mir auch noch beigebracht, wie man Menschen hypnotisiert und mich das regelmäßig üben lassen. Das war doch absurd!

Ich hatte also während der zwei Jahre der Drogeneinweihungen und danach diese Techniken auf meine eigenen Erinnerungen angewandt und Stunde um Stunde daran gearbeitet, mir bewußt zu machen, was in den Zeiten, an die ich mich nicht erinnern konnte, geschehen war. Da ich oft angekettet auf dem Bett lag, hatte ich auch nicht viel anderes zu tun gehabt. Das, was ich fand, gab ein Muster, das mir nicht gefiel: Sie wollten mich offensichtlich mit Hilfe von Foltern regelrecht dazu abrichten, andere zu foltern und Verbrechen zu begehen. Beides kam für mich überhaupt nicht in Frage, bei so etwas war ich lieber Opfer als Täter. Denn wenn man sich zu einem Fehler verführen läßt, bringen sie einen nach und nach dazu, alles zu tun, was sie wollen.

Ich vermutetete, daß sie mit Haushofer dasselbe gemacht hatten, nur daß es bei ihm gelungen war.

Und da ich unter keinen Umständen nachgeben würde, das war mir klar, würden sie mich sehr lange immer heftiger foltern, bis sie zu dem Schluß kamen, daß ich nicht gehorchen würde - und dann würden sie mich töten.

Ich dachte über Flucht nach. Mein Fahrtengepäck lag im Haus und ich konnte es mir jederzeit holen, um eine Nacht im Wald zu verbringen. Es war auch kein Problem, an Karten für ganz Deutschland und alle benachbarten Länder zu kommen. Die lagen alle im Haus. Deutsches und ausländisches Geld konnte ich ebenfalls problemlos aus dem Haus klauen und ich wußte, Göring würde es mir nicht übelnehmen, wenn ich das täte, um zu fliehen. Flucht war möglich und sollte ich das tun wollen, wäre es das Klügste, mit niemandem darüber zu reden und nachher als armer Mensch in einem kleinen Dorf zu leben. Als Kräuterdoktor könnte ich sicherlich meinen Lebensunterhalt verdienen oder indem ich irgendwelche Maschinen repariere.

Kersti

Fortsetzung:
F334. Kersti: W

Quelle

Erinnerung an ein eigenes früheres Leben.
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben

EGI. Kersti: Erinnerungen aus diesem Leben, aus früheren Leben und aus feinstofflichen Welten
V231. Kersti: Frühere Leben von mir
FI13. Kersti: Inhalt: Dämonenkind

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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