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erste Version: 8/2016
letzte Bearbeitung: 8/2016

Ägyptische Priesterleben: Ägyptische Priesterleben - Eine Schule der Hingabe

F588.

Der Priester fragte mich, was mir - und nebenbei auch meinem Lehrer - gerade dermaßen auf der Seele liegen würde

Vorgeschichte: F587. Kersti: D

Erigon erzählt:
Bei dem Auswahlverfahren für den Tempel des Schweigens, kam mein alter Lehrer, der Wildfang, um mich zum Gespräch zu holen. Er gab mir mit jeder Geste zu verstehen, daß es ihm gut ging und daß er augenblicklich mit sich selbst und der Welt zufrieden war.

Das änderte jedoch nichts daran, daß mir die Situation sehr viel mehr Sorgen bereitete, als sie es normalerweise getan hätte und ich war überzeugt, wenn ich jetzt in den Tempel des Schweigens müßte, würde das richtig übel schief gehen. Ich fragte mich, was ich tun sollte.

Der Priester fragte mich, was mir - und nebenbei auch meinem Lehrer - gerade dermaßen auf der Seele liegen würde. Ich hatte schon die ganze Zeit gegrübelt, was ich tun konnte und entschied, daß es nur einen Weg gab, der vielleicht zum Erfolg führen könnte.

Ich erklärte ihm, daß ich ja sehen würde, daß er ein vernünftiger und anständiger Mann wäre, daher sich er sich sicherlich auch bewußt, daß nicht jeder Adelige so mit Sklaven umgehen würde, wie es wünschenswert sei. Als er dazu nur verständnisvoll und aufmerksam nickte, erklärte ich ihm, daß ich gerade dabei war, eine Reinkarnationserinnerung aufzuarbeiten, in der ich von einem Adeligen gefoltert worden sei und daß ich daher unausgeglichen und oft auch reizbar sei. Es würde deshalb sehr wahrscheinlich zu Problemen führen, wenn ich in dieser Phase des Aufarbeitens in einen Tempel geschickt würde, in dem diverse Adelige herumlaufen die genauso aussehen wie der Typ aus meinen Foltererinnerungen.

Der Priester reagierte sehr verständnisvoll und stellte sehr differenzierte Fragen, so daß ich letztlich sehr viel mehr Details erzählte, als ich vorgehabt hatte. Glücklicherweise hatte mich mein Gefühl nicht getrogen und der Priester war ein sehr anständiger Mann, der mir zustimmte, daß ich bis ich das Thema besser hier aufarbeite. Er wies mich aber auch darauf hin, daß mir dafür nicht mehr viel Zeit bleiben würde und daß ich es nicht mehr wesentlich würde herauszögern können, bis ich endgültig zum Tempel des Schweigens berufen würde.

Der Rest des Gepräches überraschte mich dann noch mehr als sein Anfang, denn wir unterhielten uns darüber, als wie ungerecht er das System empfand und wie sehr es ihn ärgerte, daß selbst sein hoher Priesterrang ihm nicht die Möglichkeit bot, da irgendetwas Wesentliches dran zu ändern - oder auch nur seinen persönlichen Diener davor zu schützen, als ihm zu Beginn seines Dienstes im Tempel die Zunge herausgeschnitten wurde. Ich sah in die Luft und sagte nur: "Kröten und Diamanten". Mein alter Lehrer begann zu lachen.

Der Priester vom Tempel des Schweigens sah verwirrt aus, als er uns lachen sah. Ich versuchte ihm ein Bild zu vermitteln, wie es war, hier als Sklave in den Tempel zu kommen und diese seltsame Mischung aus Grausamkeiten und sehr guter spiritueller Ausbildung zu erleben und wie mein Lehrer zu dem Spruch mit den Kröten und den Diamanten gekommen war.
F559. Kersti: Sie werfen uns ständig Kröten vor und verlangen, daß wir sie für Diamanten halten. Und dann kommen die Tempelsklaven her und bringen einem bei, wie man aus Kröten Diamanten macht, und ich bringe es nicht einmal mehr fertig, so stinksauer zu sein, wie es dieser Schwachsinn verdient!

Ich stellte danach noch wesentlich detailliertere Fragen dazu, wie die Situation im Tempel eigentlich war, welche verschiedenen Meinungen unter den Priestern verbreitet waren, wie der Tempel in das gesamte politische System eingebunden war und was seiner Ansicht nach für Möglichkeiten bestanden, da irgendetwas dran zu verbessern. Das Gesamtbild war nicht rosig. Die alten Traditionen waren offensichtlich ein sehr starres Korsett und es gab zu wenige, die die Kröten von den Diamanten unterscheiden konnten und sahen welcher Teil der Traditionen schädlich und falsch und welcher gut und hilfreich war.

Kersti

Fortsetzung:
F583. Kersti: D

Quelle

Erinnerung an ein eigenes früheres Leben.
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben

EGI. Kersti: Erinnerungen aus diesem Leben, aus früheren Leben und aus feinstofflichen Welten
V231. Kersti: Frühere Leben von mir
FI20. Kersti: Inhalt: Eine Schule der Hingabe

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im Voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.
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