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12/08

Erinnerung an eine Erfahrung aus der geistigen Welt: Gefallene Engel - Geschnitzte Anteile

FF41.

Einer von meinen Leuten als Höllenfürst

Einer meiner Anteile wurde einen Höllenfürsten, der früher einer meiner Loyalsten Untergebenen gewesen war, übergeben. Satan brachte ihm meinen mit Implantaten gespickten Anteil bei einem von meinem ehemaligen Untergebenen ausgerichteten Fest als eine Art Gastgeschenk mit. Dieser nahm das Geschenk an und bedankte sich dafür, dann stieß er mich unter den Tisch und befahl mir dort zu bleiben.

Es wird gesagt, daß Herrscher, wenn sie von anderen erniedrigt werden, oft innerlich völlig zusammenbrechen. Das traf auf Anteile von mir aber nie zu. Da ich immer schon Anteile von mir ausgeschickt habe, die sich inkognito unter meine Leute aber auch unter die Untertanen meiner Feinde gemischt haben und dabei möglichst unauffällige - und damit machtlose - Rollen einnahmen, damit sie beobachten können ohne selbst allzu ausführlich beobachtet zu werden, haben all meine Anteile recht gut gelernt, wie man seine Ziele erreicht, wenn man nicht die Macht hat, sie mit Gewalt durchzusetzen.

Ich kroch gehorsam unter den Tisch, hörte aufmerksam den Tischgesprächen zu, um möglichst viele Informationen zur augenblicklichen politischen Situation aufzuschnappen und versuchte möglichst desinteressiert an der ganzen Situation zu wirken. Irgendein Idiot kam auf den Gedanken mich zu treten was andere am Tisch zu ähnlichen Aktionen veranlaßte - und mich dazu, möglichst gar keine Reaktion darauf zu zeigen, damit es ihnen möglichst schnell langweilig wird. Wenn ich versucht hätte, mich zu wehren, hätte mir das mehr geschadet als genützt, denn es handelte sich ja um einen recht kleinen und ziemlich verletzten Anteil, der zudem mit diversen Implantaten versehen war, mit dem jeder Anwesende mich jederzeit bestrafen hätte können.

Ich lege mir in den meisten Situationen, die mit Sklaverei zu tun haben, einen Fluchtplan für alle Fälle bereit, setze ihn aber nur in einem Teil der Fälle um, denn wenn man keinen konkreten Ort hat, zu dem man hinfliehen kann oder will, kann man sich aus der Situation der Sklaverei heraus oft sogar besser ein neues Leben, das den eigenen Wünschen entspricht, aufbauen, als man es als freier Fremder in einem unbekannten Land könnte.

Ich versuche also immer zwei Fragen zu beantworten: Wie könnte ich fliehen? - und - Welche Möglichkeiten bieten sich, wenn ich bleibe?

Das Tischgespräch hat mir Einiges gesagt:
Den dort Anwesenden waren keine Anteile von mir bekannt gewesen, die noch frei waren und offen auftraten. Es gab also kein Zuhause, wo ich hinfliehen konnte.

Bei den Hellen hatte mein heller Anteil immer nur einen kleinen Freundeskreis gehabt, zu dem Luzifer und ein oder zwei seiner Untergebenen sowie mein Schüler Erzengel Michael und einige seiner Heerführer zählten. Luzifer war selber in der Hölle gelandet und es wurde behauptet, er würde sich überlegen, zu Satan überzulaufen. Michael war im Krieg schwer verletzt worden und die meisten seiner Anteile in Gefangenschaft geraten. Nach den Aussagen der Festteilnehmer wurde mir im Himmel die Schuld am Krieg zugeschoben, während es in der Hölle als eine Art Staatsstreich durch Satan gegen mich gesehen wurde. Es mochte sich vielleicht lohnen, mit Michael Kontakt aufzunehmen, um zu schauen, inwieweit er mir noch traut, aber er würde sicherlich nicht offen zu mir stehen können.

In der Hölle hatte Satan (ich dachte damals es sei Satan, tatsächlich handelte es sich um Metatronanteile, die sich als Satananteile ausgaben - und sich wohl auch selbst dafür hielten) offensichtlich eine Art Terrorregime aufgezogen, mit dem die meisten Anwesenden nicht so recht glücklich waren, gegen das sie aber auch nicht aufzubegehren wagten. Und wer beim Fest anwesend war, war natürlich offiziell ein Verbündeter von Satan und ein Höllenfürst. Alle taten so, als fänden sie das augenblickliche Regime gut, aber keiner schien das ehrlich zu meinen. Ich fand Satans Herrschaftsmethoden dümmlich - wie Satan hatte ich meine Untergebenen immer sehr gründlich überwacht, um Umsturzpläne rechtzeitig zu bemerken. Ich hatte mich aber immer sehr bemüht, niemanden merken zu lassen, daß ich diese Pläne überhaupt kannte und den Eindruck zu vermitteln, ich hätte sie aus Versehen vereitelt. Damit waren die Chancen am Größten, von den Möchtegernumstürzlern zu einem späteren Zeitpunkt echte Loyalität zu erhalten. Jede Strafe ärgert den Bestraften. Deshalb habe ich nur offensichtlich gestraft, wenn die Umstände mich zwangen, zuzugeben, daß ich Widerstand gegen meine Herrschaft überhaupt bemerkt hatte.

Außerdem war allgemein bekannt, daß mir jeder unter vier Augen alles sagen durfte, was er mir gerne sagen wollte, ohne eine Strafe befürchten zu müssen. Dadurch konnte ich auf die Wünsche meiner Untergebenen eingehen, ohne daß andere Untergebene davon erfuhren - und jeder erhielt das Gefühl daß ich besonders viel für ihn tat.

Mir erschien Satans Verhalten allerdings auch sehr unlogisch, denn sie hatte in dem Krieg zu viel verloren und zu wenig gewonnen, als daß das Ganze für sie hätte lohnend sein können. Und das mußte für Sie mit ihrem Wissen und ihrer Intelligenz vorhersehbar gewesen sein. Deshalb nahm ich an, daß hinter ihrem Krieg gegen mich ein mir unbekannter Grund und ein anderer Drahtzieher gestanden haben mußten. Mir war nur völlig unklar welcher.

Irgendwann war das Fest schließlich zuende und der Höllenfürst, dem mein Anteil geschenkt worden war, ging mit dem letzten Gast hinaus, um ihn zu verabschieden. Ich begann zu untersuchen, welche Maßnahmen ergriffen worden waren, um zu verhindern, daß ich fliehe. Weit kam ich damit aber nicht, denn mein Herr kam beinahe sofort zurück, schaltete das Energiefeld ab, das auf Tischhöhe lag und mich sofort bestraft hätte wenn ich aufgestanden wäre. Dann forderte er mich auf, mich auf einen Stuhl zu setzen und entschuldigte sich dafür, wie ich während dem Fest behandelt worden war.

Das beantwortete mir einen wesentlichen Teil der zweiten Frage. Dieser Höllenfürst war mit der Situation nicht glücklich und würde mir in jeder Weise entgegenkommen, die für ihn kein Risiko darstellte. Ich sagte ihm, daß ich problemlos auf mein gesammeltes Wissen zur Heilkunde zurückgreifen konnte und riet ihm, mich als Heiler für sich und seine Leute einzusetzen. Dann konnte er damit alles, was er tat, damit ich in Sicherheit und gesund bin, als egoistische Handlung begründen - ein Heiler kann schließlich am meisten leisten, wenn er gesund ist. Natürlich würde er tatsächlich davon mehr profitieren als von allem anderem, was er mit mir tun könnte - denn ich war bereit, jeden zu heilen, der mich darum bat aber nicht bereit, freiwillig in irgendeiner anderen Hinsicht etwas für Satans Regime zu tun.

Gleichzeitig würde er mir damit einen Gefallen tun, denn es war wahrscheinlich, daß auch einige der mir nicht freundlich gesonnenen Höllenfürsten dem Beispiel von ihm folgen würden. Er folgte meinem Rat und mein bei ihm lebender Anteil war nach dem Anteil, der Luzifer übergeben wurde derjenige, dem es von den in der Hölle gefangenen Anteilen von mir am Besten ging. Diejenigen Anteile von mir, die im Himmel gefangen waren, wurden durchweg schlechter behandelt.

Wenn Du den nicht heilst, foltere ich dich!

Meine Taktik bestand darin, daß ich meinen ehemaligen Gefolgsleuten unter den Höllenfürsten riet, mich als Heiler einzusetzen. Meine ehemaligen Gefolgsleute sahen die Weisheit dieses Ratschlags im Allgemeinen ein, da sie schon öfter von mir geheilt worden waren und wußten, wie gut ich darin war. Noch wesentlicher war, daß sie durchweg keinen ernsthaften Groll gegen mich hegten und lieber mich an der Macht gesehen hätten als Satan.

Auch der zweite Teil der Taktik ging im Großen und Ganzen auf. Etwa ein Drittel der anderen Höllenfürsten setzte mich ebenfalls als Heiler ein und behandelte meinen Anteil gut. Selbst diverse Satananteile taten das.

Ein weiteres Drittel der anderen Höllenfürsten setzte meinen ihm geschenkten Anteil ebenfalls als Heiler ein, doch statt mir meine Anweisungen zu erteilen und darauf zu vertrauen, daß ich mein Bestes tat, bestraften sie mich jedes Mal hart, wenn eine Heilung nicht so gut oder schnell gelang, wie sie sich das wünschten. Und das kam natürlich regelmäßig vor.

Ich war zwar ein guter Heiler, weil ich Heilerwissen schon seit sehr langem als eine Möglichkeit betrachtete, mir die Loyalität meiner Leute zu versichern. Außerdem ist Heilerwissen schlicht Wissen und schon deshalb interessant. Aber natürlich konnte ich auch nicht alles heilen, was die Engel den Höllenbewohnern oder die Höllenfürsten sich gegenseitig und ihren Untertanen so antaten. Dazu waren sie allesamt viel zu einfallsreich.

Heileranteile, die für jede nicht erfolgreiche Heilung bestraft und gefoltert wurden, wurden dadurch nach und nach zugrunde gerichtet. Manchen von ihnen gelang irgendwann die Flucht, andere gaben sich selbst irgendwann auf. Und ein paar hielten irgendwie bis zur allgemeinen Befreiung der Hölle durch.

Den restlichen Anteilen erging es zum größten Teil noch schlechter. Entweder wurden sie zum Vergnügen ihrer Herren ständig gefoltert, oder sie bekamen eine Aufgabe zugeteilt, die sie nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren konnten und wurden dann gefoltert, weil sie sich weigerten, zu tun was ihnen befohlen worden war.

Kersti

Quelle: Erinnerung an Erfahrungen meiner feinstofflichen Anteile in der geistigen Welt


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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, Internetseite: https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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