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erste Version: 7/2015
letzte Bearbeitung: 7/2015

Chronik des Aufstiegs: Weimarer Republik und Drittes Reich - Erzengel Michaels Geheimdienst

F490.

"Also hör mal, ich werde doch nicht die ganze Geschichte verderben, indem ich die Pointe zu früh erzähle!"

Vorgeschichte: F489. Kersti: D

Georg erzählt:
Schließlich kam ich zuhause an, und meldete mich zuerst bei Dirks früherem Mentor, für den ich offiziell arbeitete, der aber nichts von meiner eigentlichen Aufgabe wußte. Ich erstatte ihm über die Dinge Bericht, über die ich berichten sollte - es amusierte mich immer noch, daß selbst diese wichtigen Gespräche sofort unterbrochen wurden, wenn die Glocke zur Kontemplation läutete. In diesem Fall hatte ich es jedoch bewußt kurz gehalten, da ich meinem Zen-Meister Bericht erstatten mußte und dafür möglichst viel Zeit haben wollte.

Diesem erzählte ich dann durch eine Kontemplation unterbrochen in allen Einzelheiten, was ich erlebt hatte.

Als ich zu der Stelle kam, wo ich entschied, daß ich in die unterirdische Anlage gehen würde, bekam er einen Wutanfall. Er hätte mir doch gesagt, daß ich so etwas nicht versuchen sollte.
"Stimmt. Das hast du. Aber ich habe es trotzdem getan. Tatsächlich haben sie es so einfach gemacht, dort einzudringen, um leichter intelligente feindliche Agenten fangen zu können. Wie das Lauschzimmer neben den Klassenzimmern dazu dient, die besonders intelligenten Schüler zu identifizieren." erklärte ich.
"Woher weißt du das?" fragte er.
"Das kommt später in der Geschichte." antwortete ich.
Er machte sich eine Notitz.
Ich beschrieb den Gang mit den Käfigen und wie ich einer ankündigte, daß einer der führenden Wissenschaftler, die für diese Menschenversuche verantwortlich waren, kommen würden und wie ich daraufhin in einen der Käfige gezogen wurde.
"Ich dachte, die Käfige wären zu?" fragte mein Zen-Meister.
"Sie sind verriegelt, aber der Riegel ist von innen zu erreichen, wenn man weiß, wo er ist. Sie dienen nur dazu Verwirrte im Käfig zu halten. Wer seine Sinne beisammen hat und gesund genug ist, kann den Käfig verlassen." erklärte ich.
"Woher weißt du das?" fragte er mich.
"Das kommt später in der Geschichte." antwortete ich.

Als ich erzählte wie der Tentakelmensch mir gesagt hatte, zu welchem Orden ich gehöre und mir die Wegbeschreibung zu meinem Lieblingslehrer gegeben hatte, die ich befolgt habe.
"Das war eine Falle, nicht wahr?"
"Nein, wohl nicht. Ich denke eher, daß er meinte, ich würde sowieso nicht wieder gehen, ehe ich den Mann gesehen habe und daß er meine Chancen verbessern wollte. Jedenfalls bin ich der Wegbeschreibung gefolgt, wurde in zweites mal auf sehr ähnliche Weise außer Sichtweite geschafft und ich habe tatsächlich mit ihm gesprochen."
Ich erzählte wie er an die Wand genagelt war, daß die Maschine mit den Drähten sowohl als Folterinstrument als auch als Meßgerät für verschiedene biologische Funktionen verwendet werden konnte.
"Woher weißt du das?"
"Das kommt später in der Geschichte."
"Wenn du mich noch einmal auf später vertröstest, nehme ich dich und quetsche dich aus wie eine Zitrone, damit du endlich sagst, wo du das herhast." drohte er mir.
Ich grinste ihn frech an und antwortete:
"Also hör mal, ich werde doch nicht die ganze Geschichte verderben, indem ich die Pointe zu früh erzähle!"
Er verdrehte die Augen, hörte mir aber weiter zu, ohne allzu nachdrücklich auf einer Antwort zu bestehen, als ich erzählte, wie er einen Wutanfall bekommen hatte, als er mich sah - eine Reaktion die den Zen-Meister sichtlich erleichterte, weil sie zeigte, daß es ihnen nicht gelungen war, den Mann zu brechen. Meine freche Antwort darauf amusierte ihn. Dann gab ich den Bericht wieder, den er mir gegeben hatte und hoffte, daß ich nichts vergessen hatte.
"Da fehlen aber einige der Informationen, die du mir bereits gegeben hast." bemerkte er.
"Stimmt. Das gehört auch so." antwortete ich grinsend.
Er drohte mir mit dem Finger.
Ich erzählte, wie ich versuchte, das Gelände zu verlassen, diesmal zusammen mit Dirk. Dann schilderte ich, wie sie plötzlich begannen, mich zu jagen, und beschrieb diverse Scenen, wo eines der Monster mir entweder geholfen hatte oder mich angegriffen hatte. Ich beschrieb, wie ich Dirk aus den Augen verlor und nach und nach die Orientierung und den Glauben daran verloren hatte überhaupt wieder rauszukommen und wie ich am Ende in die Kanalisation geraten war.

Dann schilderte ich, wie ich meinen Gesundheitszustand als absolut tödlich verletzt eingeschätzt hatte aber wußte, daß ich irgendwie trotzdem noch den Bericht abliefern mußte. Ich erzählte, wie ich dem Arzt befahl, einen Bericht über meine Verletzungen zu schreiben und daß der Autopsiebericht in Zentrum gesandt werden sollte und wie der Arzt mich daraufhin anstarrte.
"Wie kamst du denn auf den Gedanken?"
"Mir ist bewußt geworden, wie extrem gefährlich diese Loge ist. Und ich habe mir Sorgen gemacht, daß meine Warnungen nicht ernst genommen werden und daß deshalb mehr von meinen Freunden umkommen als unvermeidbar. Mir ist halt klar gewesen, daß es ziemlich schwer ist, Leute vor Dingen zu warnen, die sie sich in ihren schlimmsten Alpträumen nicht vorstellen können." erklärte ich.

Dann erzählte ich von der nächtlichen Wunderheilung und zeigte ihm den Stapel mit Notitzen, er blätterte ihn durch, sah daß keine freien Seiten dazwischen waren und ich sah, wie er kurz überschlug wie lange so etwas mindestens gedauert haben müßte.
"Den kannst du nicht in einer Nacht geschrieben haben." meinte er.
"Das habe ich mir auch ausgerechnet. Ich dachte auch zuerst, es wäre ein Traum oder eine Halluzination gewesen, aber das erklärt eben nicht, warum ich nachher wieder gesund war. Und ich glaube nicht, daß der Arzt mich absichtlich in blutige Verbände gehüllt hat, um mir zu beweisen daß ich mir meine Alpträume oder Halluzinationen nicht einbilde. Das ist auch eindeutig meine Handschrift. Es war die ganze Zeit draußen dunkel. Am Abend vorher bin ich schwer verletzt da aufgekreuzt, am nächsten Morgen war dann dieser Stapel Papier da, von dem ich mich erinnerte, ihn in der Nacht geschrieben zu haben. Frag mich nicht wie das geht, das weiß ich nicht, aber offensichtlich habe ich es getan." antwortete ich.

"Und warum hat besagter Wunderheiler an der Zeit gedreht, damit unmögliches möglich wird?" fragte er.
"Nun, offensichtlich weil er etwas von uns wollte und uns damit etwas deutlich machen wollte. Er hat mir ausführlich erklärt, was er will und warum er es will und ich neige dazu, ihm das auch zu glauben. Das Gespräch habe ich beinahe vollständig mitstenographiert, nur die ersten paar Worte habe ich erst gestern nach der Teambesprechung notiert." erklärte ich.
Tatsächlich fehlten einige Worte, die er mir privat gesagt hatte. Er hatte mich nämlich gewarnt, daß er ein hochrangiges Mitglied seiner Loge war und daß sowohl seine eigene als auch meine Organisation mir schaden wollen könnten, sollten sie herausfinden, daß wir wußten, wie eng unsere Seelenverwandschaft war und daß wir einander mochten und vertrauten. Außerdem hatten wir beiden geprüft, wie gut wir uns telepathisch verständigen konnten, um immer einen heimlichen Kommunikationskanal zu haben und ich hatte festgestellt, daß ich dabei auch sehr private Details und Nebengedanken mitbekam. Das würde ich niemandem verraten, da es meine Sicherheit viel zu sehr gefährden würde, wenn das an der falschen Stelle bekannt würde. Und wenn ich an Dirks alten Mentor dachte, wußte ich sofort, daß wir auch im eigenen Orden zu viele falsche Stellen hatten. Ich bezweifelte sehr, daß ich von allen wußte.
"Und damit war er einverstanden?"
"Er ist an die Schreibtischschublade gegangen, hat zielstrebig Stift und Papier herausgegriffen und es mir in die Hand gedrückt, damit ich mitschreibe. Auf Anfrage hat er mir auch Worte buchstabiert." erklärte ich.
"Woher wußte er, daß das Papier da war?"
"Das wußten nicht einmal wir. Es war eine andere Papierqualität als die, die wir zu dem Zeitpunkt für unsere Arbeit im Haus hatten." erwähnte ich ein Detail, was der Sekretärin erst später entdeckt hatte.
"Wie ist das Papier in die Schublade gekommen?"
"Vermutlich auf demselben Wege wie der Wunderheiler selbst mein Zimmer betreten hat. Ich nehme an, daß er mich nicht durch unwesentliche Details ablenken wollte, weil er gemerkt hat, daß ich wegen der vielen unglaublichen Erlebnisse nicht mehr ganz rational denke. Indem er mir eine oberflächliche Erklärung liefert, wo er das Papier hernimmt, hat er erreicht, daß ich mich auf die wesentlichen Fragen konzentriere. Indem er nicht mich unser Papier holen lassen hat, hat er einen zusätzlichen Beweis geliefert, daß da irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht und so wie ich ihn erlebt hatte, war das sicherlich eine zweite Absicht hinter seinen Handlungen."

"Und wenn das eine Falle wäre?"
"Darüber habe ich auch nachgedacht, mir fällt aber kein Motiv für eine solche Falle ein, bei der man sich darauf beschränkt Informationen und Hilfe zu geben und uns erklärt wie man ungefährdet Opfer der Menschenversuche interviewen kann. Das, was er von mir will, paßt zu seiner Geschichte, aber mir ist keine alternative Deutung eingefallen, in deren Rahmen das alles Sinn ergeben würde."
"Du hattest natürlich auch noch nicht sonderlich viel Zeit, dir alternative Deutungen zu überlegen." meinte er.
"Stimmt. Und er ist mir sehr sympathisch, daher könnte ich ihm auch glauben wollen."
"Und wie ist es dir gelungen Sandor zu finden? - Zumal dir niemand verraten hat, wo er zu finden sein könnte?"
"Er hat auf dem Bahnhof auf mich gewartet und mich vom Wunderheiler gegrüßt. Daher nehme ich an, daß er denselben Auftrag hatte wie ich und daß Dirk ihn eigentlich von zuhause aus hätte betreuen sollen."
"Aha."
Ich glaubte, etwas in seinen Augen blitzen gesehen zu haben, das mir bestätigte, daß ich mit dieser Vermutung recht hatte, aber ich war mir nicht sicher, ob es nicht reine Einbildung war.

"Und was vermutest du, hat dein Lieblingslehrer da an der Wand getrieben?"
"Nun, wenn ich mich selbst so anschaue, vermute ich, daß er dasselbe gemacht hat wie ich - da er es nicht ertragen konnte, andere in Gefahr zu schicken, ist er irgendwann selbst losgezogen. Während ich das noch marginal darf",
Seine Augen blitzten zornig auf:
"Ich hatte es dir ausdrücklich verboten! Ich hoffe, dir war klar, daß es dafür Gründe gab?"
"Das war mir klar. Andererseits habe ich durchaus den Auftrag, in außergewöhnlichen Situationen auf eigene Verantwortung das zu tun, was ich für richtig halte. Und ich hatte mir darüber Gedanken gemacht, was das für Gründe sein könnten. Klar war wohl, daß diverse Leute von uns spurlos verschwunden sind und daß wir nicht wußten, was mit ihnen ist. Keiner der Gründe, die ich mir vorstellen könnte, erschien mir so zwingend, daß ich die Chance hätte missen wollen, diese Frage zu klären. Also habe ich es gemacht und festgestellt, daß es Gründe gab, die ich mir nicht hatte vorstellen können. Mein Gott, wer rechnet schon damit das die Monster aus irgendwelchen Alpträumen plötzlich vor einem stehen - und dem desorientierte Agenten teils helfen und ihn teils umzubringen versuchen? Und nachdem man dabei tödlich verletzt wurde, kommt ein Wunderheiler vorbei, bringt das mal eben in Ordnung, erklärt einem, wie die Monster gemacht wurden und bietet seine weitere Unterstützung an?" antwortete ich,
"Und du erinnerst dich vielleicht, daß ich dir gesagt habe, daß du dafür eine weitaus bessere Ausbildung in Magie bräuchtest, als du hast?"
"Daran kann ich mich erinnern. Dummerweise konnte ich mir einfach nicht vorstellen, daß Magie so gefährlich werden kann. Himmel ich habe am nächsten Morgen gedacht, ich hätte das alles nur geträumt, dabei habe ich es selbst erlebt!"
"Ich hoffe, dir ist klar, daß genau das beweist, daß du eine Therapie brauchst und nicht versuchen solltest, dich davor zu drücken?"
"Das ist mir klar. Was mir aber viel mehr Sorgen macht, ist daß Sandor noch viel dringender eine Therapie braucht und daß er ganz bestimmt genau wie ich die Anweisung bekommen hat, daß er mit niemandem außer den Mitgliedern des verlorengegangen Teams und Dirk darüber reden darf. Dummerweise steht hier keiner von denen zur Verfügung, oder irre ich mich da?" antwortete ich.
"Nein, es steht keiner von ihnen mehr zur Verfügung." bestätigte er.
"Und damit kommen wir zu dem Grund, warum ich es noch marginal durfte, er aber nicht. Wenn er Erfolg gehabt hätte, wär es ja wunderbar gewesen, aber so haben wir jetzt jemandem, der Hilfe braucht und sie nicht bekommt, weil er mit niemanden darüber reden darf. Ist doch herzig, nicht wahr?"
"Da du immerhin das Problem schon einmal erkannt hast und sogar weißt, daß er zum Team gehört hat und was seine Aufgabe war, ist es damit wohl deine Aufgabe, dieses Problem zu lösen." gab mein Zen-Lehrer zurück.
Ich dachte einen Augenblick nach, kam zu dem Schluß, daß es wirklich logisch war, genau mir diese Aufgabe zu geben, dann nickte ich und antwortete:
"Ich werde sehen, was ich tun kann."

Kersti

Fortsetzung:
F491. Kersti: W

Quelle

Erinnerung an ein eigenes früheres Leben.
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben

EGI. Kersti: Erinnerungen aus diesem Leben, aus früheren Leben und aus feinstofflichen Welten
V231. Kersti: Frühere Leben von mir
FI13. Kersti: Inhalt: Dämonenkind

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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