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erste Version zwischen: 11.05.02 und 15.10.02
letzte Bearbeitung: 11/2011

VA64.

Die Sache mit dem Salz

Übergeordnete Artikel:
V6. Kersti: Gesunde Ernährung
V240. Kersti: Intuition
Dieser Artikel:
Bei einigen Ernährungsformen wird empfohlen, daß man ganz auf Salz (=Natriumchlorid) verzichten solle. Gerade die Gerson- Therapie, eine der erfolgreichsten Ernährungstherapien bei Krebs, ist so aufgebaut, daß sogar die Nahrungsmittel so gewählt werden sollen, daß möglichst wenig Natrium (ein Hauptbestandteil des Kochsalzes) und möglichst viel Kalium darin enthalten sein soll (B7.). Auch Bircher empfiehlt in seinen Büchern immer wieder salzarme Kost (B11.).

Wenn man allerdings bedenkt, daß wir auf der Zunge Geschmacksknospen haben, die auf den salzigen Geschmack spezialisiert sind, erscheint es äußerst merkwürdig, daß Menschen nicht fähig sein sollen, ihren Salzbedarf - unter natürlichen Bedingungen - selbst zu erspüren. Und bei mir zeigt sich da, daß ich bei mineralarmen Wasser - beispielsweise in den Alpen - innerhalb von ein paar Tagen einen regelrechten Salzhunger entwickele und anfange Salz pur zu essen.

Wer jemals natürliches Salz probiert hat, weiß, daß es normalerweise irgendwie nach Sand schmeckt. - Also eine ganze Reihe anderer Mineralstoffen enthält. Nahezu reines Natriumchlorit, wie man es heutzutage als Salz im Geschäft kaufen kann, gibt es in der Natur nicht.

Es gibt einige Bücher, die ein einzelnes Mineral oder Spurenelement als das Heilmittel für eine ganze Reihe Krankheiten empfehlen (z.B.B90., Magnesium; B108., Selen). Da sich die Listen, wogegen das betreffende Mineral helfen soll jedoch überschneiden, handelt es sich wohl offensichlich nicht um den Mangel an einem einzigen Mineral, sondern um ein generelles Ungleichgewicht im Mineralhaushalt. Manche Mineralien stehen im Übermaß zur Verfügung wie Salz (NaCl) und die Hauptbestandteile der Kunstdünger
Siehe: VA41. Kersti: Düngung als Krankheitsursache
die anderen stehen in zu geringer Menge zur Verfügung.

Unser raffiniertes (=gereinigtes) Speisesalz als nahezu reines Natriumchlorid ist zweifellos eine Mitursache dieses Ungleichgewichtes. - Aber nicht weil es zu viel Natriumchlorid enthält, sondern weil es zu wenig andere Mineralien enthält. Deshalb ist es sinnvoll zum Kochen Salz mit natürlichem Mineralgehalt zu nehmen, wie beispielsweise Meersalz oder unraffiniertes Steinsalz.

Dies bestätigte mir auch meine Ernährungsintuition.
V9.3 Kersti: Salzgeschichten

Kersti

VA17. Kersti: Einzelne Heilmethoden
VA20. Kersti: Warum manche Ärzte explodieren, wenn sie von Naturheilkunde hören
VA41. Kersti: Düngung als Krankheitsursache
VA57. Kersti: Macht Kalorienzählen Sinn?
VA69. Kersti: Warum sind manche Menschen dick?
VA71. Kersti: "Ohne Getreide kann man sich nicht ausreichend ernähren." oder "Vollkorngetreide ist so ungesund - da ist selbst Weißmehl besser"?
VA72. Kersti: Was machen Transfette in der Butter?
VA76. Kersti: Leiden wir wirklich unter Basenmangel?
VA81. Kersti: Haben Viren vielleicht gar nichts mit Krankheiten zu tun?
VA86. Kersti: Können Raucher und Nichtraucher immer aufeinander zugehen?
VA92. Kersti: Liegt Karies nur am Zucker?
VA96. Kersti: Warum ich über so verrückte Themen wie Lichtnahrung schreibe
VA105. Kersti: Gesunde Ernährung
VA107. Kersti: Gesundheit
VA113. Kersti: Warum ich Babys und Kleinkinder nicht impfen würde
VA150. Kersti: Gibt es irgendwelche Mittelchen, die beim Abnehmen helfen könnten?
VA193. Kersti: Kann Homöopathie überhaupt wirken? - Da ist doch nichts drin!
VA240. Kersti: Kräuter
VA251. Kersti: Macht der Erreger oder der Körper die Krankheit
VA259. Kersti: Gibt es einen Unterschied zwischem geistigem Heilen und dem Placebo-Effekt?

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/ ; Kersti_@gmx.de
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