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erste Version vor: 2.04.01
letzte Überarbeitung: 4/07

V266.

Wieso mir der Begriff "Kopfblind" gefällt

Das Wort "Kopfblind" habe ich aus den Darkover-Büchern geklaut. Dabei handelt es sich um eine Serie aus dem Grenzbereich zwischen Fantasy und Science Fiction.
Als "Kopfblind" werden dort alle bezeichnet, die keine telepathischen oder übersinnlichen Begabungen - auch PSI-Gaben oder Hellsichtigkeit genannt - haben.

Mir gefällt dieser Begriff, weil er auf das Wort zurückgreift, das mir unwillkürlich in den Sinn kam, als ich andere beobachtet habe, die so vieles, was ich "sah" nicht berücksichtigt haben. "... oder sind sie vielleicht blind..." Und - es ist eine recht treffende Analogie.

Ich habe mit einer Blinden über das sehen geredet. Öfters. Es war immer wieder überraschend, wie das ihrer Meinung nach mit dem sehen funktioniert. ;-)

Genauso ist es wenn man mit Leuten, die übersinnliche Erfahrungen nicht kennen, über Metaphysik diskutiert. Mit Leuten, die regelmäßig im Alltag mit solchen Erfahrungen umgehen, merkt man, wenn man immer wieder zurückfragt, bis sie ihre Wahrnehmungen genau beschreiben aber ziemlich schnell, daß sie in denselben Situationen offensichtlich beinahe dasselbe wahrnehmen - es nur ein wenig anders beschreiben, weil es keine einheitliche Nomenklatur gibt. Und je mehr Erfahrungen jemand hat, desto präziser und unverwechselbarer werden die Beschreibungen, sie klingen dabei aber weniger abgehoben.

Blinde haben dieselbe Kapazität zur Verarbeitung von Sinneswahrnehmungen wie Sehende. Diese Kapazität nutzen sie aus, indem sie von den anderen Sinnen weniger Daten herausfiltern. Dadurch sind bei ihnen die meisten Sinneswahrnehmungen klarer als bei Sehenden.

Ich dagegen filtere oft körperliche Wahrnehmungen heraus, nehme sie nicht oder nur Schemenhaft wahr, um mir telepatische Wahrnehmungen bewußt machen zu können. Wenn ich jemandem aufmerksam zuhöre, stelle ich die Augen unscharf ein, um nicht durch das, was ich sehe, abgelenkt zu werden. Den Klang der Stimme beachte ich nur, wenn er absolut nicht mit dem dahinterstehenden Gefühl zu vereinbaren ist. Also vielleicht einmal im Jahr.

Der einzige echte Unterschied ist, daß ein telepatisch begabter es lernen muß, überschüssige Sinneswahrnehmungen bewußt herauszufiltern, um auf dieser Welt zurechtzukommen.

Kersti

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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.