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erste Version zwischen: 20.04. und 11.05.02
letzte Bearbeitung: 2/2011

VA50.

Denken verboten Schilder...

In dem Arikel "als hätte ihnen jemand das Denken verboten!" schrieb ich, daß das Verhalten anderer Menschen auf mich oft den Eindruck gemacht hat, als hätte ihnen jemand das Denken verboten. Mit Option stellte ich fest, daß ich bisher unbewußte Überzeugungen hatte, die tatsächlich als Denkverbote wirkten. Weitere entdeckte ich in einem Mail-Kontakt mit einer Freundin, wo wir solche Überzeugungen als "Denken-Verboten-Schilder" bezeicheten.

So habe ich manchen Gedanken nicht zu denken gewagt, weil ich glaubte "Wer so etwas denkt, ist verrückt!" (meist bei esoterischen Themen) - teilweise habe ich Erfahrungen, die ich gemacht habe vergessen, nur um nicht von mir selbst glauben zu müssen, daß ich verrückt sei.

Ein weiteres wichtiges Denken-Verboten-Schild war: "Wer so etwas (z.B. Impfungen sind nutzlos und gefährlich) denkt, ist verantwortungslos!" - Nur ist das halt in den meisten Fällen sachlich falsch gewesen, weil ich ja deshalb zu meinen Außenseitermeinungen gekommen bin, weil die mir bekannten Forschungsergebnisse keinen anderen Schluß zuließen.

Weitere Denken-Verboten-Schilder
"Das ist alles nur Einbildung"
"Nur Fantasten glauben, sie hätten telepathische Fähigkeiten"
"Wer so etwas denkt ist ein Nazi/ Rechter/ Linkes subversives Element/ will die wissenschaft abschaffen/ Verbrecher/ Terrorist/ Dummkopf/ Fantast/ eine schlechte Mutter/..."
Solche Zuschreibungen haben natürlich nur dann die Wirkung, daß man bestimmte Dinge nicht zu denken wagt, wenn man das, was dort genannt wird, als negativ betrachtet. - Nur solange ich glaube, daß Verrückt sein etwas Schlimmes ist, wage ich mich nicht, die Dinge zu denken, die Verrückten zugeschrieben werden.

Allerdings weiß ich, daß ich viele dieser Zuschreibungen als schrecklich empfunden habe und daß dadurch solche Denkverbote bei mir große Wirkung hatten. Diejenigen Menschen, mit denen ich tiefergehende Gespräche über persönliche Überzeugungen führen konnte - entweder Option-Dialoge oder aber weil sie selbst sich mit ähnlichen Methoden auseinandergesetzt haben, habe ich festgestellt, daß diese Denkverbote offensichtlich ein allgemein verbreitetes Phänomen sind (weitere Beispiele vgl. B88.).

Kersti

V4. Kersti: Merkwürdige Erfahrungen
V5. Kersti: Braucht Schulmedizin keine Beweise?
V58. Kersti: Absolute Wahrheit?
V111. Kersti: Warum ich "gut" mit "vernünftig" gleichsetzte
V140. Kersti: Die zerstörerische Arroganz der herrschenden Meinung
V143. Kersti: Der Zweck heiligt die Mittel?
V146. Kersti: Wahre Weisheit klingt naiv
V150. Kersti: Den Fachleuten vertrauen?
V165. Kersti: Meinungsfreiheit - ein Luxus?
V166. Kersti: Außenseiter: Das Opfer ist schuld?
V172. Kersti: Ein echt guter Rat
V175. Kersti: Kriterien zum Bau eines realistischen Weltbildes: Realitätsnähe
V176. Kersti: Standpunkte
V194. Kersti: Was unterscheidet eine Gehirnwäsche von einem Dazulernen?
V212. Kersti: Was ist Freiheit?
V213. Kersti: Was unterscheidet eine Ideologie von einem gesunden Weltbild?
V244. Kersti: Warum Vertreter von Außenseitermeinungen besser informiert sind, als Vertreter weit verbreiteter Meinungen
V255. Kersti: Einer wissenschaftlichen Überprüfung standhalten...
V294. Kersti: Warum Außenseitermeinungen für Fachleute schwerer zu verstehen sind als für Laien
V318. Kersti: Option: "Und ich hatte doch recht gehabt!"
V320. Kersti: Im oberen Teil der Brücke wird man verrückt!

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/ ; Kersti_@gmx.de
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