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erste Version: 9/2004
letzte Bearbeitung: 2/2016

VA193.

Homöopathie: Wie kann ein Medikament wirken, obwohl es keinen Wirkstoff enthält?

Inhalt

VA193.1 Kersti: Was ist Homöopathie
VA193.1.1 Kersti: Definition: Homöopathie und Allopathie
VA193.1.2 Kersti: Die Entwicklung der homöopathischen Potenzen durch Hahnemann
VA193.1.3 Kersti: Homöopathische Potenzen - viele enthalten kein einziges Atom der Ausgangssubstanz
VA193.1.4 Kersti: Homöopathie und Allopathie unterscheiden sich in der Art der möglichen Wirkungen und Nebenwirkungen
VA193.2 Kersti: Wissenschaftliche Forschung zur Wirksamkeit von Homöopathie
VA193.2.1 Kersti: Wie sollten Placebokontrollierte Studien zur Homöopathie ausfallen, falls sie so funktioniert, wie ihre Befürworter es annehmen?
VA193.2.2 Kersti: Ergebnisse von Übersichtsstudien der vorhandenen Studien zu allen Indikationen
VA193.2. Kersti: Text
VA193.3 Kersti: Wie wirkt Homöopathie?
VA193.3.1 Kersti: Kybernetik als Erklärungsansatz zur Homöopathie
VA193.3.2 Kersti: Wir wissen, daß Homöopathie nicht chemisch wirkt
VA193.3.3 Kersti: Homöopathie wirkt feinstofflich
VA193.3.4 Kersti: Wasserkristalle
VA193.3.5 Kersti: Licht
VA193.3.6 Kersti: Homöopathie: Geistartige Wirkung wörtlich genommen
VA193.3.7 Kersti: Zusammenfassung
VA193.3. Kersti: Text
VA193. Kersti: Text
VA193. Kersti: Quellen

 
Inhalt

1. Was ist Homöopathie

1.1 Definition: Homöopathie und Allopathie

1.1.1 Definition: Homöopathie

Die Homöopathie wie wir sie heute kennen, wurde von Autor: Samuel Hahnemann begründet. Die Prinzipien der Homöopathie werden von ihm im "Buch: Organon der Heilkunst." beschrieben.

Der Grundgedanke der Homöopathie wird üblicherweise in dem Satz: "Similia similibus curentur" oder deutsch: "Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt" zusammengefaßt. Dieses "Similia similibus curentur" stammt übrigens nicht von Hahnemann selbst, sondern von Hippokrates (460-370 v. Chr.), der es bereits als Heilungsprinzip kannte. Auch bei Paracelsus (1493-1541) findet sich eine Beschreibung dieser Wirkungsweise. 30.

Als Homöopathie bezeichnet er jeden Versuch eine Krankheit zu heilen, indem man etwas tut, was eine ähnliche Krankheit hervorrufen kann, wie die, die geheilt werden soll. Der Reiz sollte dabei ein schwacher Reiz sein, da die Heilung nicht durch diesen Reiz, sondern durch die Gegenregulation des Körpers zustandekommt. Häufig werden dabei homöopathische Potenzen von Mitteln gegeben, die ähnlich wie Hormone oder Botenstoffe im Körper wirken.

Ein Beispiel dafür, das Hahnemann selbst in seinem "Buch: Organon der Heilkunst." - er hat nämlich empfohlen Verbrennungen nicht zu kühlen sondern warm zu halten. Gleichzeitig hat die Patientin andere Verbrennungen gekühlt, die sie sich gleichzeitig zugezogen hat. Die durch Wärme behandelte Verbrennung hat sich schneller gebessert.16. S. 59ff

Auch in der Psychologie gibt es ein Verfahren, daß Hahnemanns Definition der Homöopathie entspricht. So schlägt Frankel bei seinem Verfahren der Paradoxen Intention vor, daß man bei Neurosen sich das Gegenteil von dem Vornehmen solle, was man tatsächlich beabsichtigt. So könne man beispielsweise der Angst vor einer Blamage Herr werden kann, wenn man sich vorher im Scherz vornimmt: "Jetzt zeige ich den Leuten mal, wie toll ich mich blamieren kann!"1. S.119ff

Impfungen wenden das Homöopathische Prinzip an, führen aber merkliche Mengen von Virenbestandteilen und Giftstoffen dem Körper zu und können deshalb zu erheblichen Dauerschäden führen.
V95. Kersti: Impfungen nutzlos?
V96. Kersti: Suche nach Beweisen für den Nutzen von Impfungen
V69. Kersti: Wie häufig sind Impfschäden?
Ausgerechnet Homöopathen zählen häufig zu den Menschen, die gegen Homöopathie argumentieren.
V3. Kersti: Impfungen und Homöopathie

Krankheiten führt Hahnemann auf eine "Verstimmung der Lebenskraft" zurück, die in etwa dem entspricht, was die Kybernetik als eine Verstellung des Sollwertes in einem Regelkreis bezeichnet. Homöopathie hilft den Sollwert zu korrigieren, so daß der Körper selber das Problem auf Anregung durch die Homöopathie heilt3.. Das wird in dem Buch von Georg Bayr dargelegt, das vermutlich in der Naturheilkunde so wenig Beachtung fand, da die wenigsten Ärzte und Naturheilkundler Ahnung von Kybernetik haben und es ihnen deshalb schwer fällt die Fachsprache der Kybernetik zu verstehen während Kybernetiker sich meist nicht mit Homöopathie beschäftigen. Daran daß der Autor mit seinen Aussagen und seiner Zuordnung der homöopathischen Ausdrücke zu denen der kybernetischen Fachsprache recht hat, kann wohl kein Zweifel bestehen.

 
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1.1.1 Definition: Allopathie

Der Homöopathie stellt Hahnemann den Begriff Allopathie gegenüber. Als Allopathie bezeichnet er jeden Versuch eine Krankheit zu besiegen, indem man etwas tut, was die entgegengesetzten Symptome der Krankheit hervorruft. Man gibt also ein Aufputschmittel wenn jemand müde ist und ein Beruhigungsmittel, wenn jemand überdreht ist. Üblicherweise werden dabei Mittel gegeben, die ähnlich wie Hormone oder Botenstoffe im Körper wirken.

 
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1.1.2 Medizinische Methoden die weder Homöopathie noch Allopathie sind

Diese Zweiteilung ist unvollständig, denn sowohl homöopathischen als auch allopathische Mittel sind definitionsgemäß Mittel die in die Regulation des Körpers eingreifen. Es gibt jedoch medizinische Methoden und Mittel die sich nicht mit direkten Eingriffen in die Steuerung des Körpers befassen.

Nahrungsmittel spielen eine Rolle bei der Behandlung von Krankheiten, die den Körper einfach mit den notwendigen Baustoffen versorgen und deren Zweck nicht darin besteht in die eine oder andere Richtung das Zusammenspiel der Körperfunktionen zu steuern oder zu beeinflussen.
VA105. Kersti: Gesunde Ernährung
Allerdings enthalten Nahrungsmittel Stoffe, die ähnlich Hormonen oder Botenstoffen wirken, da die Pflanzen oder Tiere aus denen sie hergestellt werden ihre eigenen Körpervorgänge ebenfalls steuern und versuchen ihre Freßfeinde loszuwerden indem sie sie vergiften oder abschrecken.

Auch wenn man einen Bruch vor der Heilung richtig einrichtet oder eine Wunde genäht, ist das weder Homöopathie noch Allopathie, da in beiden Fällen nicht in die innere Steuerung der Heilungsvorgänge eingegriffen wird, sondern nur bessere Ausgangbedingungen für eine Heilung geschaffen werden. Das reduziert den Areitsaufwand des Körpers bei der Heilung der Verletzung auf ein Maß, das der Körper bewältigen kann und verringert deshalb Folgeschäden.

Hygiene in der Medizin ist aus denselben Gründen ebenfalls weder Homöopathie noch Allopathie. Auch hier ist die Hauptwirkung, daß der Arbeitsaufwand des Körpers bei der Verteidigung gegen Viren und Bakterien auf ein für den geschwächten kranken Körper bewältigbares Maß reduziert wird.

 
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1.2 Die Entwicklung der homöopathischen Potenzen durch Hahnemann

Hahnemann beschreibt, daß jedes Mittel eine Erstwirkung hat und später eine Zweitwirkung, die der Erstwirkung entgegengesetzt ist.

Was damit gemeint ist, beschreibe ich an zwei modernen Beispielen, weil dabei die ablaufenden Vorgänge genauer bekannt und besser erforscht sind, als das zu Hahnemanns Zeit möglich gewesen wäre.

Ein Beispiel ist die Wirkung von Opiaten. Opiate wirken indem sie den Rezeptor für Neurotransmitter blockieren. Das führt zu der typischen Drogenwirkung der Opiate (Erstwirkung). Nimm die Person regelmäßig Opiate zu sich, werden in den Synapsen zusätzliche Rezeptoren für die Transmitter produziert, so daß trotz Anwesenheit der Droge noch funktionsfähige Rezeptoren da sind. Wenn die Droge nicht mehr im Körper ist, führt das zu den Entzugserscheinungen (Zweitwirkung).

Die Erstwirkung ist homöopathisch betrachtet immer die direkte chemische Wirkung des Stoffes, die Zweitwirkung ist die Gegenregulation des Körpers.

In den Medikamententestungen der Homöopathie wird Gesunden das Medikament in ungefährlicher Dosis gegeben und dann die Erstwirkung protokolliert. Die Beschreibungen der Erstwirkung ergeben das Arzeneimittelbild.

Wenn nun ein Kranker zum homöopathischen Arzt oder Heilpraktiker kommt, läßt der Arzt sich dessen Krankheitssymptome beschreiben und gibt ihm dann das Mittel, dessen Arzeneimittelbild den Krankheitssymptomen am ähnlichsten ist. Deshalb: Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt. Ursprünglich geschah das in einer geringen aber durchaus meßbaren Dosis.

Das geschieht in der Hoffnung, daß die Gegenregulation (Zweitwirkung) die der Körper gegen die Arzenei aktiviert gleichzeitig auch die Krankheit des Patienten mitbekämpft. Die Erstwirkung - also die chemische Medikamentenwirkung - ist in der homöopathischen Behandlung nicht erwünscht. Wenn sie aber auftritt - also sich die Krankheitssymptome anfangs verstärken - wird das als Zeichen betrachtet, daß das richtige Mittel gefunden wurde.

Hahnemann hat dann experimentiert, wie er die Zweitwirkung (Gegenregulation des Körpers) erzielen kann, ohne die Erstwirkung (Chemische Wirkung des Arzeneimittels) in Kauf nehmen zu müssen und kam dabei zu den Ergebnis, daß er dazu das Medikament mehrfach verdünnen und miteinander verschütteln oder verreiben muß (Potenzieren). Er war selbst der Ansicht, daß die Wirkung seiner potenzierten Mittel keine chemische ist, sondern daß nur die Arzeneimittelinformation übertragen wird.

Da für die homöopathische Behandlung die chemische Wirkung unnötig und unerwünscht ist, scheint es durchaus konsequent und denkbar, daß das Mittel nicht anwesend sein muß, um wirksam zu sein, solange nur im Körper die Information ankommt, es wäre da und deshalb sei eine Gegenregulation nötig.

Daß also kein einziges Atom des ursprünglichen Mittels im homöopathischen Medikament vorhanden ist, heißt deshalb nicht zwangsläufig, daß es unwirksam sein muß.

 
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1.3 Homöopathische Potenzen - viele enthalten kein einziges Atom der Ausgangssubstanz

Ursprünglich hat Hahnemann mit durchaus meßbaren Mengen der jeweiligen Ausgangssubstanz gearbeitet, mit der Zeit die Menge aber immer mehr reduziert, da er beobachtete, daß sich die Gegenregulation des Organismus auch mit sehr starken Verdünnungen auslösen läßt, sofern die in jeder Verdünnungsstufe sorgfältig verschüttelt wurden16. S.73ff. Das brachte auch Hahnemann schon zu der Erkenntnis, daß es sich bei der homöopathischen Wirkung zumindest in einigen Fällen nicht um eine chemisch vermittelte Wirkung handeln kann. Hahnemann vertritt in seinem "Organon der Heilkunst" daher die Ansicht, daß die homöopathische Wirkung keinerlei materielle Ursache hätte, sondern durch Übertragung der Arzeneimittelinformation verursacht würde, von der er sagt, sie sei geistartig16. S.68ff.

Viele Homöopathen, die klassische Homöopathie nach Hahnemann anwenden, arbeiten heute überwiegend mit den Potenzen C30 und C100. Das heißt die Stoffe wurden 30 mal nacheinander auf 1/100 verdünnt. Das ist 1*10-60 bzw. 1*10-100. Ein Mol Wasserstoff wiegt 1g und enthält nur 6*1023 Atome (vgl. Lohschmidsche Zahl oder Avogadro Konstante). Um 1 Atom eines auf C30 potenzierten Wasserstoffs zu finden, müßte man durchschnittlich 10 000 000 000 000 000 000 000 Tonnen Milchzuckerkügelchen durchsuchen. Für größere Atome und Moleküle wäre das Ergebnis entsprechend schlechter - man müßte je nach Molekülgewicht noch bis zu drei Nullen anhängen.17. S.85

 
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1.4 Homöopathie und Allopathie unterscheiden sich in der Art der möglichen Wirkungen und Nebenwirkungen

Allopathie

Allopatische, chemisch wirksame Medikamente sollten anfangs eine stärkere Wirkung in die erwünschte Richtung haben als homöopathische Mittel, aber ihre erwünschte Wirkung wird schnell wieder abklingen, da der Wirkstoff abgebaut oder ausgeschieden wird.

Nebenwirkungen:

Während bei Überdosierungen akute Vergiftungen sofort auftreten entwickeln sich chronische Vergiftungen bei häufigen Gebrauch von Arzeneimitteln allmählich. Über lange Sicht ständig zunehmende Fehlregulationen und gefährliche Entzugserscheinungen können nur bei allopathischen Medikamenten auftreten.

Insgesamt treten - abgesehen von der akuten Vergifung - die meisten unerwünschten Nebenwirkungen nach der erwünschten Hauptwirkung auf. Je langfristiger eine Studie zur Wirkung von allopathischen Mitteln ist, desto besser lassen sich die Nebenwirkungen beobachten.

 
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Homöopathie

Die erwünschte Hauptwirkung des homöopathischen Medikaments ist die Gegenregulation des Körpers gegen das gegebene Mittel.

Nebenwirkungen:

Akute oder chronische Vergiftungen durch den Wirkstoff oder seine Abbauprodukte können bei höheren Potenzen nicht vorkommen, da der Wirkstoff selbst im Medikament gar nicht enthalten ist, bei niedrigen Potenzen und Urtinkturen sind chronische Vergiftungen bei einigen Mitteln möglich, bei den meisten ist die Dosis zu gering, um eine körperliche Wirkung hervorzurufen. Bei vorliegenden Blockaden in den Regulationsmechanismen richtet die Homöopathie keinen Schaden an, führt aber auch nicht zur erwünschen Wirkung.

Bei homöopathischen Mitteln treten sowohl die Erstverschlimmerung als auch Überreaktionen vor der erwünschten Wirkung auf und können dann einige Zeit anhalten. Sie werden, wenn nötig, beispielsweise mit Kaffee bekämpft, meist wartet man aber einfach, bis sie von allein abklingen. Die positive Wirkung der homöopathischen Mittel braucht dagegen Wochen bis Monate, um sich zu entwickeln, da der Körper sich in einem neuen, gesunderen Zustand erst einmal einpendeln muß. Je langfristiger eine Studie zur Homöopathie angelegt ist, desto besser lassen sich die positiven Wirkungen der Homöopathie beobachten, je kurzfristiger sie angelegt ist, desto stärker gehen ihre Nebenwirkungen in das Gesamtergebnis der Studie ein.

 
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2. wissenschaftliche Forschung zur Wirksamkeit von Homöopathie

Dieser Abschnitt bietet eine Kurzzusammenfassung von folgendem Artikel:
VA294. Kersti: Inwieweit ist Homöopathie bewiesen und beweisbar?

2.1 Wie sollten Placebokontrollierte Studien zur Homöopathie ausfallen, falls sie so funktioniert, wie ihre Befürworter es annehmen?

Daß letztlich der Körper selbst die Korrekturen vornimmt, die zur Heilung nötig sind, ist eine grundlegende Gemeinsamkeit mit dem Placeboeffekt. Wenn Hahnemanns Theorien stimmen, wäre also zu erwarten, daß homöopathische Mittel in etwa so wirksam sind wie der Placeboeffekt und daß sie in einer Placebokontrollierten Doppelblindstudie zu einem zusätzlichen Effekt führen, der in derselben Größenordnung liegt wie der Placeboeffekt und deshalb statistisch schwer von ihm zu trennen ist.

Das heißt die homöopathische Wirkung müßte nachweisbar aber nicht sehr groß sein. Außerdem ist zu erwarten, daß Homöopathie bei den Krankheiten die durch Placebos gut zu beeinflussen sind, größere Wirkungen erzielt als bei Krankheiten, auf die die Placebowirkung keinerlei nachweisbaren Einfluß hat. Homöopathie sollte bei Krankheiten, wo eine Fehlregulation im Körper vorliegt, wirksam sein, wo dies nicht der Fall ist, sollte sie unwirksam sein.

Je langfristiger eine Studie zur Homöopathie angelegt ist, desto besser lassen sich die positiven Wirkungen der Homöopathie beobachten.

Außerdem zeigt die physikalische und paraspsychologische wissenschaftliche Forschung, daß Probleme mit den üblichen Forschungsmethoden auftreten, sobald man in den subatomaren oder feinstofflichen Bereich vordringt.

 
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2.2 Ergebnisse von Übersichtsstudien der vorhandenen Studien zu allen Indikationen

Es gibt eine Reihe von Übersichtsstudien, die sich mit der Frage beschäftigen, ob homöopathische Potenzen bei der Behandlung von Menschen eine Wirkung haben, die über die Placebowirkung hinausgeht und dabei über alle Indikationen die Ergebnisse mitteln. Publication Bias und Studienqualität haben einen erkennbaren Einfluß auf die Ergebnisse, reichen aber nicht aus, um die statistische Signifikanz vollständig zu erklären. 4., 5., 6., 7., 8., 10., 11., 15., 19., 20., 21., 22., 23., 24., 25., 26.

Die Ergebnisse der Übersichts-Studien zur Homöopathie passen exakt zu dem, was zu erwarten wäre, wenn Homöopathie so funktionieren würde, wie es die Homöopathen annehmen und dabei so wirksam wäre, die bei einer die Selbstheilungskräfte nutzenden Therapieform möglich: Es ist eine Wirkung festzustellen, sie ist aber schwer vom Placeboeffekt zu trennen, wie die vielen nicht statistisch signifikanten positiven Studienergebnisse zeigen. Bei größeren Metanalysen ist dieser positive Effekt statistisch signifikant, auch wenn für jede mögliche Fehlerquelle kontrolliert wird, wenn man dagegen nur wenige Studien berücksichtigt, kann die Signifikanz verlorengehen.

Da bei über alle Homöopathievarianten und Indikationen gemittelten Übersichtsstudien, auch Behandlungen von Krankheiten, für die Homöopathie nicht erkennbar wirksam ist, mit einfließen müssen, werden weitere solche Studien keine nützlicheren Ergebnisse liefern als die bisherigen.

 
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3. Wie wirkt Homöopathie?

3.1 Kybernetik als Erklärungsansatz zur Homöopathie

Krankheiten führt Hahnemann auf eine "Verstimmung der Lebenskraft" zurück, die in etwa dem entspricht, was die Kybernetik als eine Verstellung des Sollwertes in einem Regelkreis bezeichnet. Homöopathie hilft den Sollwert zu korrigieren, so daß der Körper selber das Problem auf Anregung durch die Homöopathie heilt3.. Das wird in dem Buch von Georg Bayr dargelegt, das vermutlich in der Naturheilkunde so wenig Beachtung fand, da die wenigsten Ärzte und Naturheilkundler Ahnung von Kybernetik haben und es ihnen deshalb schwer fällt die Fachsprache der Kybernetik zu verstehen während Kybernetiker sich meist nicht mit Homöopathie beschäftigen. Daran daß der Autor mit seinen Aussagen und seiner Zuordnung der homöopathischen Ausdrücke zu denen der kybernetischen Fachsprache recht hat, kann wohl kein Zweifel bestehen.

Während der Text das, was Hahnemann schon immer gesagt hat, in eine andere Fachsprache übersetzt, trägt er nichts wirklich Neues zum Verständnis der Aspekte der Homöopathie bei, die schon immer rätselhaft waren.

 
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3.2 Wir wissen, daß Homöopathie nicht chemisch wirkt

Homöopathie wirkt, obwohl Homöopathische Mittel kein einziges Atom der Ausgangssubstanz enthalten, wie ich oben gezeigt habe.
VA193.1.3 Kersti: Homöopathische Potenzen - viele enthalten kein einziges Atom der Ausgangssubstanz
Damit ist klar, daß die Wirkung nicht auf chemischen Wege vermittelt wird.

Die Behauptung, daß diese Wirkung deshalb im Widerspruch zu Physik oder Chemie stünde ist offensichtlich falsch. Es gibt weder in Chemie noch in Physik ein Gesetz, das andere Wirkungen als chemische ausschließt. Im Gegenteil kennt die Physik diverse Wirkungen die auf anderem Wege hervorgerufen werden - bekanntlich sind Licht, Radiowellen und Magnetfelder durchaus sehr wirksam, obwohl sie zur Vermittlung ihrer Wirkung, teilweise über lichtjahreweite Entfernungen, keiner Chemie bedürfen. Dasselbe trifft auf die Schwerkraft zu.

Ein Beispiel aus der Medizin, wo eine Wirkung hervorgerufen wird, ohne die Vermittlung einer chemischen Reaktion ist bekanntlich der Placebo-Effekt. - Hier reicht der Glaube des Patienten an die Wirksamkeit des Medikaments, damit sich tatsächlich Wirkungen zeigen.

Allerdings wissen wir bisher nur, daß wir noch nicht verstanden haben, wie Homöopathie wirkt.

Aus der wissenschaftlich in Doppelblindstudien erwiesenen Tatsache, daß Homöopathie funktioniert
VA294. Kersti: Metanalysen zu kontrollierten klinischen Studien zur Homöopathie
im Verein mit der Tatsache, daß die auch Mittel wirken, die kein einziges Atom der Ausgangssubstanz enthalten, kann man lediglich schließen, daß es sich bei der Wirkung der homöopathischen Hochpotenzen nicht um eine chemische Wirkung handelt.

 
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3.3 Homöopathie wirkt feinstofflich

Der typische Esoteriker sagt, daß Homöopathie feinstofflich wirkt und ist zufrieden.
VA309. Kersti: Ist Feinstoffliches materiell?
Daß, wenn er es nicht genau wissen will, eine solche Erklärung dem Esoteriker ausreichend erscheint, ist logisch, denn wenn wir bei mir telepathische und ähnliche Phänomene zu täglichen Arbeit gehören und da ich insbesondere auch bewußt einen feinstofflichen Anhang an Mails anhänge und feststelle daß gewisse Leute das ebenso bewußt lesen - und ich ihre feinstofflichen Antworten umgekehrt auch - dann braucht mich die Medikamentenfinformation am Milchzuckerkügelchen nun ehrlich nicht wundern.
VB110. Kersti: Feinstofflicher Anhang

Es kann kein Zweifel bestehen, daß so die homöopathische Wirkung mit dem Begriff "feinstofflich" durchaus richtig beschrieben ist, da wir die materiellen Wirkmechanismen bereits ausgeschlossen haben: Offensichtlich wirkt Homöopathie weder mechanisch noch chemisch. Licht, elektrische und magnetische Felder sind bereits feinstofflich. Informationen, Gedanken, Ideen und Gefühle werden vom Esoteriker ebenfalls als feinstoffliche Phänomene gesehen. Daher sind wir, nachdem wir diesem Satz zugestimmt haben, nicht schlauer als vorher. Der genaue Wirkmechanismus ist immer noch unbekannt.

Konkrete Erklärungsansäze sind mit den Begriffen Biophotonenforschung, Elektromagnetische Bioinformation, Systemtheorie, Systemorganisation, Chaostheorie und Fraktale, Thermodynamik, Quantenphysik und Quantenbiologie verbunden.

Allerdings gibt es zwei Gründe, die es ziemlich sicher erscheinen lassen, daß jegliche Forschung an Feinstofflichem uns vor Probleme stellt, auf die wir vorher nicht gekommen wären.

Der eine Grund liegt in der Physik: In dem Augenblick, wo die Physiker angefangen haben, sich mit Teilchen zu beschäftigen die kleiner als Elektronen sind, hatten sie plötzlich Probleme, Wellen von Teilchen zu unterscheiden und fanden immer neue verwirrende Dinge heraus, die letztlich dazu führten, daß sich diverse Physiker zu spirituellen Themen verstiegen haben. Wenn man anfängt, sich mit Quanten und Kleinerem (=feinstofflichem) zu befassen, fängt die Physik, in der vorher alles so klar und eindeutig schien, wieder rätselhaft und verwirrend zu werden.

Der zweite liegt in der Parapsychologie, dem wissenschaftlichen Forschungsbereich der sich unter anderem mit den Bereichen beschäftigt, die der Esoteriker "feinstofflich" nennt. Auch hier machte man die Erfahrung, daß sich der Forschungsgegenstand der Forschung immer auf höchst merkwürdige Weise entzog.27., 28., 29.
VB164. Kersti: Einfluß der Überzeugungen auf Ergebnisse von PSI-Experimenten
Eine anders geartete Betrachtung zu diesem Thema habe ich hier angestellt.
VA259. Kersti: Gibt es einen Unterschied zwischem geistigem Heilen und dem Placebo-Effekt?

 
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3.4 Wasserkristalle

Jetzt fragt sich nur, wie die Information eigentlich transportiert wird. Die Antwort auf diese Frage wird in der Clusterstruktur des Wassers vermutet, die nach den Forschungen beispielsweise von Autor: Masaru Emotos18., durchaus geeignet ist, Informationen zu transtportieren.

 
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3.5 Licht

 
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3.6 Homöopathie: Geistartige Wirkung wörtlich genommen

In der Esoterik und in der Physik32. gibt es die Vorstellung, daß alles Bewußtsein hätte. Dies entspricht auch meiner persönlichen Erfahrung, indem ich mich telepathisch mit Tieren, Pflanzen, Steinen und Naturgeistern unterhalte, die für bestimmte Teile der Landschaft stehen. Jemanden der persönlich diese Art der Wahnehmung nicht kennt zu erklären, warum sie so überzeugend ist, ist nicht einfach. Wenn aber das Gegenüber diese wesen ebenfalls wahrnehmen kann, zeigt sich, daß der andere sie oft so beschreibt, wie man selbst sie gesehen hat. Es gibt zwar wie beim sehen und hören individuelle Unterschiede in den Wahrnehmungen, doch die feinstoffliche wahrnehmung ist nach meiner persönlichen Erfahrung so intersubjektiv unter Hellsichtigen, deren Wahrnehmungen differenziert genug sind, wie die normale Wahrnehmung bei nicht hellsichtigen Personen ist.

Eine solche Betrachtungsweise würde es logisch erscheinen lassen, daß der Träger der Medikamenteninformation - beispielsweise das Milchzuckerkügelchen tatsächlich mit Aspekten des Körpers feinstofflich redet und ihm erzählt, daß er das Gift aber gesehen hätte und daß der Körper dagegen aber Maßnahmen ergreifen müsse.

Dies würde - da Placeboeffekte psychologische Phänomene sind - bedeuten, daß Placebowirkungen auf derselben Ebene ansetzen wie homöopathische Mittel und daher komplexe Interaktionen zwischen den Überzeugungen von Patient, Homöopath und homöopathischen Mittel möglich sind.

 
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3.7 Zusammenfassung

 
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Die Bedeutung des Gesprächs mit dem Homöopathen

Sarah Brien untersuchte in einer Studie mit drei Behandlungs- und zwei Placebogruppen die Wirkung von Homöopathischen und Komplexmittelbehandlungen. Sie kam zu dem Ergebnis, die Wirkung der Homöopathischen Behandlung sei auf das Gespräch mit dem Homöopathen und nicht auf die Wirkung der homöopathischen Mittel zurückzuführen.14.

Zunächst einmal ist zu erwarten, daß die homöopathische Repertorisierung eine therapeutische Wirkung entfaltet, denn in ihm wird - quasi als Nebenwirkungh des Prinzips der Repertorisation das wichtigste Prinzip des therapeutischen Gesprächs beachtet. Der Homöopath beschäftigt sich, während der Patient seine Probleme erzählt, nicht damit, diese Symptome und Handlungsweisen moralisch oder sonstwie zu beurteilen, sondern ist darauf fixiert, sie einem Mittelbild zuzuordnen. Dadurch kann der Patient sich mit seinen Problemen in Ruhe auseinandersetzen, ohne eine Verurteilung durch den Therapeuten fürchten zu müssen.
VB16. Kersti: Die Bedeutung der Optionhaltung

Die Deutung, daß homöopathische Mittel an sich keine Wirkung hätten, läßt sich mit dieser Studie nicht beweisen, da das Ergebnis nicht statistisch signifikant war, aber auch nicht widerlegen, so daß man für die Frage ob Homöopthische Mittel an sich wirksam sind andere Studien zu Rate ziehen muß.

Kersti

Quellen

Warnung: Informiert euch bitte nicht nur aus einer Quelle. Meine Internetseite entsteht im Wesentlichen aus meinem Spaß an allem ungewöhnlichen und neuen. Als Ergänzung ist es mindestens nötig, sich aktuell über den Stand der Schulmedizinischen Forschung zu informieren.

Eine Krankenbehandlung erfordert sowohl theoretisches Wissen auf professionellem Niveau als auch jahrelange praktische Erfahrung. Das Lesen weniger Bücher oder Internetseiten ersetzt keine jahrelange fachliche Ausbildung!

2.1.1 Welt: "Die Effektivität der homöopathischen Behandlung" im ÄRZTLICHEN ZENTRUM FÜR KLASSISCHE HOMöOPATHIE STUTTGART
2.1.5 Welt: Pubmed Suchergebnis Meta-Analysis homoeopathy
2.1.6 Welt: Saunders B, Gower N.: Prominent doctors and scientists reject Lancet report on homoeopathy.; S Afr Med J. 2006 Apr;96(4):260, 262; discussion 262.
2.1.7 Welt: BMC Complement Altern Med. 2005; 5: 12. Published online 2005 June 14. doi: 10.1186/1472-6882-5-12. Copyright © 2005 Caulfield and DeBow; licensee BioMed Central Ltd. A systematic review of how homeopathy is represented in conventional and CAM peer reviewed journals.^ Timothy Caulfield1 and Suzanne DeBow1
2.1.8 Welt: British Journal of Clinical Pharmacology Volume 54 Page 577 - December 2002 doi:10.1046/j.1365-2125.2002.01699.x Volume 54 Issue 6 A systematic review of systematic reviews of homeopathy E. Ernst
2.1.9 Welt: Homöopathie und anthroposophische Medizin, magazin info3/archiv/Mai 2001, Von Frank Meyer
2.2. Welt: Dr. Klaus Linde; Systematische Übersichtsarbeiten und Meta-Analysen ? Anwendungsbeispiele und empirisch-methodische Untersuchungen. Habilitationsschrift
2.3. Welt: Dr. med. Hanspeter Seiler: Doppelblindstudien, Rationalität und Homöopathie (PDF)
2.4.1 Welt: http://www.homeodoctor.ch/ Forschung in der Homöopathie von Dr. med. Marco Righetti, Zürich
2.4.2 Welt: "Drop-out"-PatientInnen in der Homöopathie: Eine Befragung zur Zufriedenheit in der homöopathischen Behandlung Homöopathischer Qualitätszirkel Zürich Peter Christen, Alexander Erlach, Gisela Etter, Heidi Geissbühler, Rodolfo Roth, Cornelia Siles, Thomas Walser, Andreas Wegmüller
2.4.3 Welt: Schweizerischer Verein Homöopathischer Ärztinnen und Ärzte SVHA: Offener Brief des SVHA an den Herausgeber des Lancet (?Letter to the Editor?) vom 26. September 2005.
2.4.4 Welt: Stellungnahme des Schweizerischen Vereins homöopathischer Ärztinnen und Ärzte SVHA zur Homöopathiestudie des Instituts für Sozial- und Präventivmedizin ISPM Bern (?Eggerstudie?) vom 21. April 2005
2.4.5 Welt: Schweizerischer Verein Homöopathischer Ärztinnen und Ärzte SVHA Société Suisse des Médecins Homéopathes SSMH Società Svizzera dei Medici Omeopati SSMO Medienmitteilung Publikation der PEK-Studie Egger im ?Lancet? Umstrittene Forschungsresultate zur Homöopathie Medienmitteilung Publikation der PEK-Studie Egger im ?Lancet? Umstrittene Forschungsresultate zur Homöopathie
2.4.6Welt: Homöopathieforschung: Ergebnisse zur Wirksamkeit HTA Bericht Homöopathie, Homöopathiestudie des ISPM Bern, Dr. med. Marco Righetti
2.4.7 Welt: Sind erfolgreiche Homöopathie-Studien eigentlich reproduzierbar?
2.4.8 Welt: Les particularités de la recherche clinique en homéopathie, Par les Drs Philippe Belon et Jacques Boulet
2.4.9 Welt: Meta-analyses, Auszug aus dem Werk "La recherche en homéopathie" (Homöopathie-Forschung), Zusammenstellung Doktor Philippe Belon, 2004
2.5.1Welt: http://www.boiron.com/, Klinische Studien mit überzeugenden Ergebnissen
2.5.2 Welt: http://www.boiron.com/, Metaanalysen: eine Gesamtanalyse klinischer Studien
2.5.3 Welt: http://www.boiron.com/, Homöopathie-Forschung. Die wegweisenden Entdeckungen der biologischen Forschung
2.5.4 Welt: Medical-economic evaluation of homeopathic medicines Gilles Chaufferin and Mélanie Trichard Division of economic studies, Boiron
2.5.5 Welt: Therapeutische Wirksamkeit von Arnica montana D30 nach Kniegelenksoperationen J. Wilkens, Dr. J. Hunger
2.6 Welt: PD Dr. med. Dieter Melchard; Naturheilverfahren Komplementärmedizin; Zentrum für naturheilkundliche forschung der II. Med. Klinik der Technischen Universität München

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.