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VA238.

Ist ADHS eine Krankheit?

1. Was ist ADHS

1.1 Dopamin und Noradrenalin

Bei ADHS werden durch eine verminderte Wirksamkeit oder Menge von Dopamin und Noradrenalin ein geringerer Anteil der Wahrnehmungen und Ideen als unwesentlich ausgefiltert als bei den meisten Menschen.

Im Positiven führt das zu einem intensiveren erleben, zu mehr Fantasie und Kreativität.

Im Negativen führt es dazu, daß man ständig von nebensächlichen Reizen und Gedanken abgelenkt wird und deshalb leicht wichtige Dinge vergißt oder langweilige Arbeiten nicht zuendebringt. Heftige Gefühlsschwankungen treten oft bei geringen Anlässen auf, und können kaum bewältigt werden, ohne daß man ihnen Ausdruck verleiht. Außerdem kann dadurch der Körper erheblich überfordert werden, was zu einem Krankheitsgefühl oder langanhaltenden Erschöpfungszuständen führt.

1.2 Dem Krankheitsgefühl ausweichen

Um dieses Krankheitsgefühl nicht spüren zu müssen, gibt es mehrere Strategien:

  • Man sorgt dafür daß nicht zu viele Reize über das Nervensystem ins Gehirn gelangen: Das kann man z.B. tun, indem man sich eine ruhige Umgebung schafft, die Augen schließt, sich in dunklen Räumen aufhält, keine zu rauhen Stoffe auf der Haut trägt, keine Brille aufsetzt, Menschenansammlungen und laute Musik meidet
  • Man konzentriert sich auf etwas so intensiv, daß die anderen Reize ausgeschlossen werden (hyperfocussieren)
  • Man bewegt sich, damit mehr Dopamin produziert wird (Hyperaktivität, so lange das den Körper nicht überfordert ist das durchaus gesund)
  • Man lenkt sich durch starke äußere Reize von diesem Krankheitsgefühl ab (ebenfalls Hyperaktivität, aber diese Variante ist schädlich)

1.3 Stimmungsschwankungen

Die Neigung zu Stimmungsschwankungen hat die Wirkung, daß Kritik sorgfältig formuliert werden muß, weil der Mensch mit ADHS sofort in ein Loch fällt, wenn er das Gefühl bekommt, daß man ihn nicht so akzeptiert, wie er ist. Wichtig ist, daß
  • nichts unmögliches verlangt wird:
    Ein Mensch mit ADHS kann nicht
    • auf Befehl einfach nicht mehr vergeßlich sein
    • sich so konzentrieren, daß er bei Routinearbeiten so wenig Flüchtigkeitsfehler macht, wie die meisten Menschen.
    • seine emotionale Verletzlichkeit einfach ausschalten, wenn er sich wirklich engagiert
  • die Kritik überwiegend aus Verbesserungsvorschlägen besteht, aber ohne Zwang sich daran zu halten
  • der Betroffene nicht persönlich angegriffen oder als Person abgewertet wird.
Kritik die diesen Ansprüchen nicht genügt, führt dazu daß das Verhalten des Betroffenen sich nicht verbessert sondern verschlechtert, weil der Betroffene jedesmal, wenn er versucht das zu erledigen, für das er kritisiert wurde, wieder an die Kritik denken muß und dadurch so negativ gestimmt werden kann, daß er buchstäblich unfähig wird diese Arbeit zu tun.

Umgekehrt ist aber auch eine Positivspirale möglich:

1.4 Ablenkbarkeit

Um erreichen, daß die Ablenkbarkeit nicht zu große negative Auswirkungen hat, gibt es mehrere Strategien:
  • Unnötige Ablenkungen ausschalten
  • finden der genau passenden Nebenbeschäftigung bei langweiligen Arbeiten: z.B. nebenher malen, um zu verhindern, daß die Gedanken vom Unterricht völig abschweifen. Während Kundengesprächen am Telefon nebenher Patiencen legen
  • verschränken mehrerer Arbeiten ineinander: Während man darauf wartet, daß das Kaffeewasser zu kochen beginnt, werden andere Küchenarbeiten nebenher erledigt, die alle wenig Zeit brauchen und die Aufmerksamkeit nicht zu sehr fordern - dadurch wird die Gefahr geringer, daß man mit den Gedanken völlig abschweift, eine tolle Idee hat, die Küche verläßt, um die Idee umzusetzen und vergißt daß man gerade am Kaffee kochen war.
  • zu erledigende Arbeiten werden offen sichtbar hingelegt, so daß man immer wieder daran erinnert wird und so organisiert, daß sie auch dann in absehbarer Zeit fertigwerden, wenn man bei jedem Versuch, sie zu erledigen, nur einen Handgriff schafft, ehe man durch die nächste Aufgabe abgelenkt wird.
  • Aufgaben, bei denen abzusehen ist, daß man bei ihrer Erledigung zwischendurch mehrfach hängenbleibt, weil eine Information oder die passende Idee fehlt, so organisieren, daß man dann an anderen Stellen weiterarbeiten kann und dann automatisch wieder auf die noch nicht erledigten Teile zurückgeführt wird.
  • Arbeiten so organisieren, daß schon kleine Teilaufgaben zu einem Teilergebnis führen, das so, wie es ist, verwertbar ist, um so eine innere Motivierung zu erhalten und nicht lauter nutzlose halbfertige Dinge anzusammeln.
  • Nur eine oder zwei Listen mit zu erledigenden Dingen führen und auf denen nur fünf oder sechs wichtige Dinge notieren. - Also: Unwichtiges aussortieren, damit nicht die Listen selber wieder zu einem Ablenkungsmechanismus verkommen. Im Allgemeinen benutze ich dazu einen kleinen Taschenkalender und betrachte nur die Notitzen zur jeweils aktuellen Woche, die durch eine Büroklammer gekennzeichnet ist. Eine Freundin benutzt zwei Listen: eine Tagesliste, auf der nicht mehr steht als an einem Tag zu schaffen ist und eine große Liste auf der alle noch zu erledigenden Dinge stehen.
  • Wenn alles zu viel wird, sich hinsetzen und überlegen, was man alles für unnötig erklären kann. Dabei sollten besonders nicht unbedingt nötige unangenehme Aufgaben aussortiert werden.
  • Kleinigkeiten die man gelegentlich außer Haus braucht und dann wenn man sie brauchen würde, garantiert vergißt, werden immer im Portemonnaie oder in einer Tasche mitgenommen, die man überallhin mitnimmt. Dadurch beschränkt sich die Zahl der Gegenstände an die man denken muß, erheblich.
  • Den Haushalt so organisieren, daß Vergeßlichkeit nicht zu großen Katastrophen führt: Kerzenständer sollten niemals aus brennendem Material bestehen und nur an Stellen stehen, wo nicht die Gefahr besteht, daß die Wohnung angezündet wird, wenn man sie vergißt. Haustiere sollten an einer Stelle gehalten werden, wo sie selber auf ihre Bedürfnisse aufmerksam machen können oder wo man sie öfter sieht, als sie versorgt werden müssen, damit sie bekommen was sie brauchen.
  • Kleinigkeiten sofort erledigen
  • Große Aufgaben in kleine Aufgaben aufteilen, damit man nie das Gefühl hat vor einem riesengroßen Berg Arbeit zu stehen

2. Der gesellschaftliche Nutzen von ADHS

2.1 Evolutionsstabile Genhäufigkeiten

5-10% der Menschen in unserer Gesellschaft haben ADHS, auch ADS genannt. ADHS ist genetisch bedingt, aber nur bei einem Teil der Menschen mit dieser Veranlagung wird ADHS diagnostiziert. Bei einem so hohen Prozentsatz, ist die Annahme daß es sich dabei um eine Veranlagung handeln würde, die überwiegend oder ausschließlich schädlich ist, nicht realistisch. Etwas, was nur Nachteile hat, hält sich nicht so lange in einer Häufigkeit von über 5% in einer so großen Population, wie es die Menschheit ist.

Also muß die Veranlagung zu ADHS auch positive Seiten haben, die in der Häufigkeit von 5-10% den Menschen mit ADHS genausogute Chancen im Leben ermöglichen, wie den 90-95% Normalbegabten. Da bei ADHS ein geringerer Anteil der Umweltreize und unwesentlichen Gedanken ausgefiltert werden, entsteht eine erhöhrte Kreativität und mehr Sensibilität bei allen Sinnen.

2.2 Der zerstreute Professor

2.3 Der überdrehte Künstler

2.4 Der feinfühlige Psychologe

2.5 Der Schamane

Kersti

V4. Kersti: Merkwürdige Erfahrungen
V44. Kersti: Dimensionen der Wirklichkeit
V74. Kersti: Aurensehen als Synästhesie
V85. Kersti: Ideale: Was mir wirklich geholfen hat
V86. Kersti: Lerne die Regeln
V92. Kersti: ...als hätte ihnen jemand das Denken verboten!
V93. Kersti: Fantasyersatz und die Scheißwahrheit...
V94. Kersti: Eine Sammlung sämtlicher denkbarer Verrücktheiten
V140. Kersti: Die zerstörerische Arroganz der herrschenden Meinung
V145. Kersti: ... eine in den Raum gesprochene Bitte
V146. Kersti: Wahre Weisheit klingt naiv
V176. Kersti: Standpunkte
V194. Kersti: Was unterscheidet eine Gehirnwäsche von einem Dazulernen?
V212. Kersti: Was ist Freiheit?
V213. Kersti: Was unterscheidet eine Ideologie von einem gesunden Weltbild?
V221. Kersti: Abschirmen - das wichtigste, was jeder lernen muß, der auf die höheren Sinne zurückgreift
V240. Kersti: Intuition
V241. Kersti: Vernetztes Denken wird nur bei inaktiver Gehirnrinde bewußt
V242. Kersti: Legasthenie und vernetztes Denken
V243. Kersti: Ist die Schulmedizin wirklich so schlecht, wie das hier auf meiner Internetseite erscheint?
V248. Kersti: Spielverderber - oder - Wer sind die Guten?
V253. Kersti: Manchmal frage ich mich: "Leben wir überhaupt in derselben Welt?"
V254. Kersti: Entwickelt sich bei uns eine multikulturelle Gesellschaft?
V255. Kersti: Einer wissenschaftlichen Überprüfung standhalten...
V256. Kersti: Warum hat ein Gedankenkristall mindestens sechs Dimensionen?
V257. Kersti: Leben in zwei getrennten Welten
V258. Kersti: In jedes einzelne Dokument gehört der Name des Autors, ein Verweis auf die Hauptseite und einer aufs Inhaltsverzeichnis
V267. Kersti: Aurensehen: Wahrnehmung, für die unserer Sprache Worte fehlen
V276. Kersti: Morphogenetische Felder
V277. Kersti: Das Prinzip der Narrenfreiheit
V306. Kersti: Eine rein körperliche Unfähigkeit, mit Streß umzugehen
V312. Kersti: Manchmal wünschte ich mir, ich hätte wenigstens in irgendeinem Bereich eine durchschnittliche Begabung
V320. Kersti: Im oberen Teil der Brücke wird man verrückt!
VA14. Kersti: Wie es sich anfühlt ein Morgenmuffel zu sein...
VA15. Kersti: Legasthenie als Krankheit
VA16. Kersti: Wissenschaft als Sekte
VA33. Kersti: Real ist, was nicht verschwindet, wenn man nicht mehr daran glaubt?
VA35. Kersti: Ich kenne keine Langeweile
VA48. Kersti: Direkte Zensur - indirekte Zensur - Gedankenzensur
VA52. Kersti: Kann unser Denken den Zufall beeinflussen?
VA61. Kersti: Kritikfähigkeit hat zwei Seiten
VA68. Kersti: Bin ich eine Hexe, ein Schamane, ein Magier?
VA75. Kersti: Das Gefühl, daß die Welt in Ordnung ist
VA89. Kersti: Ist Erleuchtung vielleicht ziemlich blöd, wenn man sie erreicht?
VA100. Kersti: Empathen
VA107. Kersti: Gesundheit
VA109. Kersti: Geistige Gesundheit
VA112. Kersti: Geistige Freiheit
VA139. Kersti: Wissenschaftsforschung
VA140. Kersti: Was ist Esoterik?
VA141. Kersti: Geistige Gesundheit, Zufall, Magie und Gebete
VA142. Kersti: Erleuchtung, Aufstieg, Einweihung
VA152. Kersti: Wissenschaft ist nicht was wahr ist, Wissenschaft ist was bewährt ist
VA163. Kersti: Die Wirkung indirekter Kritik
VA164. Kersti: Die Welt ist eine Illusion...
VA165. Kersti: Fantasie oder Realität?
VA174. Kersti: Wie man sich von fremden Gedanken und Gefühlen abschirmt
VA186. Kersti: Wie kann ich Telepathie lernen, möglichst ohne eine andere Person?
VA187. Kersti: Übersetzung der Wahrnehmungen der geistigen Welt in Die Sprache unseres Denkens
VA190. Kersti: Der Wert der Empathie
VA197. Kersti: Entwicklungs- psychologische Trennung zwischen materieller Realität, Fantasie und Geistigen Welten
VA206. Kersti: Reinkarnierte außerirdische Ingenieure?
VA210. Kersti: Wann wird telepathische Beeinflussung unmoralisch?
VA220. Kersti: Empathie: Wie unterscheidet man eigene Gefühle von fremden?
VA231. Kersti: Wenn man zu anders ist, besteht das halbe Leben aus Mißverständnissen - und die andere Hälfte aus Einsamkeit
VA234 Kersti: Aufstieg: Wie sich Menschen verändern müssen, um unsere Weltprobleme zu lösen
VA234.5.4 Kersti: Aufstieg: Überblick: Was Filtermechanismen abschwächt
VA234.6 Kersti: Aufstieg: Leben mit schwächeren Filtern
VA239. Kersti: Feinstoffliche Wahrnehmungen, Religion und Wissenschaft

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.