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8/2008

VB38.

Die Erde: Eine Wirklichkeit der Verführung

Immer wieder liest man die Behauptung, wir wüprden hier auf der Erde auf einem Planeten der freien Wahl leben. Das ist aber nicht wahr. Eine freie Wahl setzt voraus, daß die Entscheidungen, die man zu treffen glaubt, mit denen übereinstimmen, die man tatsächlich trifft.

Wenn ich zurückschaue, welche Wahlmöglichkeiten ich früher zu haben glaubte, so waren mir immer nur ein Bruchteil der Möglichkeiten bewußt, die tatsächlich existierten. Und das nicht, weil es mir an Fantasie mangelte, sondern weil sich immer jemand fand, der einige der realen Möglichkeiten erfolgreich als nicht existent deklarierte.

Doch damit nicht genug, konnte ich keine der Wahlmöglichkeiten, die ich erkennen konnte, als das erkennen, als das sie sich später herausstellte. Auch hier spielte es immer eine Rolle, daß mir jemand etwas Falsches einredete.

Bei jeder einzelnen Entscheidung, die ich im Laufe meiner vielen Leben traf, wurde ich verführt - manchmal direkt zu dem Zeitpunkt, an dem ich sie traf, viel häufiger waren aber alte Verführungen noch wirksam, die ich noch nicht als das erkannt hatte, was sie wirklich waren.

Nun - ich kann nicht behaupten, daß ich unschuldig wäre - auch ich habe anderen eingeredet, die Welt wäre anders, als sie ist. Meist lag es daran, daß ich selber diese Irrtümer geglaubt habe - aber oft genug habe ich auch bewußt gelogen und irregeführt. Bis ich mir das vor vielen Leben, noch bevor ich auf die Erde kam schließlich abgewöhnt habe.

Und dann erst begann ich zu erkennen, wieviele Verführungen in dieser Welt wirksam sind. Denn wenn ich sagte, was ich für die Wahrheit hielt, glaubte mir niemand auch nur, daß ich sagte, was ich für die Wahrheit hielt. Immerhin begann ich von diesem Augenblick an nach und nach zu erkennen, wo in mir selbst noch Verführung wirksam war, indem ich mich mehr und mehr auf das Göttliche in meinem Inneren besann.

Über viele Leben der kompromißlosen Ehrlichkeit hinweg, lernte ich, welche Wahlmöglichkeiten nicht das waren, für das ich sie immer gehalten hatte. Und ich entdeckte einige der Wahlmöglichkeiten, die keine junge Seele in dieser Welt erkennen kann. Und immer öfter bekam ich tatsächlich das, was ich mir ehrlich wünschte.

Inzwischen weiß ich, daß es allen jungen Seelen in dieser Wirklichkeit so geht: Keine kann die Wahlmöglichkeiten als das erkennen was sie tatsächlich sind, keine trifft die Entscheidungen, die sie zu treffen meint, keine kann die Wahlmöglichkeiten erkennen, sie sie sich wirklich wünschen würde, obwohl sie tatsächlich existieren würden. Jede trifft deshalb Leben für Leben Entscheidungen, die nicht ihren wahren Wünschen entsprechen, alle verstricken sich und gelangen an immer schrecklichere Orte, die immer weniger ihren wahren Wünschen entsprechen. Bis sie schließlich erkennen, daß sie in einer Welt der Verführung leben und nur auf ihr eigenes Innerstes hören dürfen. Alles andere ist Verführung.

Kersti

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Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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