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erste Version auf "Magie und Parawissenschaften": 17:06, 13. Apr. 2011
hierher übertragen: 10/2014
letzte Bearbeitung: 8/2017

VB159.

Wissenschaftliche Forschungsergebnisse zur Außerkörperlichen Erfahrung mit Beobachtung der materiellen Erde

Dieser Artikel behandelt Außerkörperliche Erfahrungen, in denen der Erlebende allem Anschein nach die reale materielle Welt von einer Position außerhalb seines Körpers beobachtet. Es wird untersucht, was die wissenschaftliche Forschung dazu bisher an Ergebnissen geliefert hat.

 

Inhalt

Übergeordneter Artikel:
O7.3 Kersti: Wissenschaftliche Forschungsergebnisse zu Außerkörperlichen Erfahrungen

Dieser Artikel:
VB159.1 Kersti: Wann treten außerkörperliche Erfahrungen auf?
VB159.1.1 Kersti: Spontane Außerkörperliche Erfahrungen bei gesunden Menschen
VB159.1.2 Kersti: Außerkörperliche Erfahrungen an Gesunden in Laboratoriumsexperimenten
VB159.1.3 Kersti: Außerkörperliche Erfahrungen bei Bewußtlosigkeit bis hin zum Nullinien-EEG
VB159.1.4 Kersti: Außerkörperliche Erfahrungen aus Reinkarnationserinnerungen
VB159.1.5 Kersti: Außerkörperliche Erfahrungen aus Spiritistischen Sitzungen
VB159.1.6 Kersti: Außerkörperliche Erfahrungen im Rahmen einer Depersonalisation
VB159.2 Kersti: Realitätsgehalt Außerkörperlicher Erfahrungen
VB159.2.1 Kersti: Außerkörperliche Erfahrung, durch die die Betroffenen Dinge erfahren, die sonst nicht gewußt hätten
VB159.2.1.1 Kersti: Spontane Bestätigte Beobachtungen in Außerkörperlichen Erfahrungen bei Gesunden
VB159.2.1.2 Kersti: Bestätigte Beobachtungen in Außerkörperlichen Erfahrungen aus Laboratoriumsexperimenten
VB159.2.1.3 Kersti: Bestätigte Beobachtungen in Außerkörperlichen Erfahrungen im Rahmen von Nahtoderfahrungen
VB159.2.1.4 Kersti: Bestätigte Außerkörperliche Erfahrungen aus den Berichten von Spiritistischen Sitzungen
VB159.2.2 Kersti: Nachweis des Außerkörperlichen am Zielort
VB159.2.2.1 Kersti: Nachweis des außerkörperlichen durch Meßgeräte und Reaktionen von Tieren
VB159.2.2.2 Kersti: Beobachtung des Außerkörperlichen als Geistererscheinung
VB159.2.2.3 Kersti: Physische Auswirkungen durch Handlungen des außerkörperlich Reisenden
VB159.2.3 Kersti: Außerkörperliche Erfahrungen, die nachweisbar falsch sind
VB159.2.3.1 Kersti: Außerkörperlichkeits-Träume
VB159.2.3.2 Kersti: Außerkörperlichkeits-Halluzinationen
VB159.2.3.3 Kersti: Falsche außerkörperliche Erfahrungen im Rahmen einer Hypnosesitzung
VB159.2.3.4 Kersti: Ergebnisse, die falscher sind, als durch Zufall zu erwarten wäre
VB159.2.4 Kersti: Fehler in Außerkörperlichen Erfahrungen, die gleichzeitig auch richtige Informationen brachten
VB159.2.4.1 Kersti: Zu viele Menschen im Raum
VB159.2.4.2 Kersti: Unterhaltungen des Außerkörperliche Reisenden, an die sich die von ihm besuchte Person nachher nicht erinnern kann
VB159.2.4.3 Kersti: Fehlidentifizierung von Gegenständen in der Außerkörperlichen Erfahrung
VB159.2.5 Kersti: Merkwürdigkeiten
VB159.2.6 Kersti: Alternative Erklärungen für den Informationsgewinn
VB159.3 Kersti: Fazit: Es ist nachgewiesen daß es eine Seele gibt, die körperunabhängige Beobachtungen machen kann
VB159. Kersti: Quellen

 
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1. Wann treten außerkörperliche Erfahrungen auf?

1.1 Spontane Außerkörperliche Erfahrungen bei gesunden Menschen

Außerkörperliche Erfahrungen treten bei gesunden Menschen am häufigsten auf, wenn diese wach aber körperlich und/oder geistig entspannt sind. Daneben können sie aber auch in jeder anderen Lebenslage auftreten. Diese Außerkörperlichen Erfahrungen von gesunden Menschen stellen deutlich über die Hälfte aller außerkörperlichen Erfahrungen, an die sich lebende Menschen erinnern.1., 2.

 
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1.2 Außerkörperliche Erfahrungen an Gesunden in Laboratoriumsexperimenten

Solche Außerkörperliche Erfahrungen wurden mehrfach in Laborexperimenten untersucht. In manchen Fällen waren die Versuchspersonen Menschen, die berichteten, daß sie bewußt Außerkörperliche Erfahrungen hervorrufen können. In anderen Fällen wurden Hypnose- und Entspannungstechniken verwendet, um bei unerfahrenen Versuchspersonen ein Außerkörperliches Erlebnis hervorzurufen.3., 4.

 
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1.3 Außerkörperliche Erfahrungen bei Bewußtlosigkeit bis hin zum Nullinien-EEG

Wenn eine Außerkörperliche Erfahrung im Rahmen einer Nahtoderfahrung im engeren Sinne auftritt, kann der körperliche Zustand variieren. Manche der Patienten sind nur bewußtlos, andere klinisch tot. Sie treten nachgewiesenermaßen auch zu Zeiten auf, in denen das EEG auch in den tieferen Gehirnschichten flach ist und das Gehirn funktionsunfähig ist.5.; 15. S.83, S.267 Biologisch tot kann der Betroffene noch nicht gewesen sein, da nach dem Tod der einzelnen Körperzellen keine Wiederbelebung möglich ist.

Im Rahmen der Nahtodforschung sammelten mehrere Autoren Fälle, in denen Menschen nachgewiesenermaßen zu einem Zeitpunkt, in dem sie ein Nullinien-EEG aufwiesen, Außerkörperliche Erfahrungen machten und dabei Details ihrer Wiederbelebung oder Operation beobachteten, die sie auf andere Weise nicht hätten erfahren können.

 
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1.4 Außerkörperliche Erfahrungen aus Reinkarnationserinnerungen

Im Rahmen diverser Reinkarnationstherapien ist es üblich, nicht nur den Tod selber zu betrachten, sondern auch den Zeitraum direkt danach. Auch hier berichten die Betroffenen häufig, daß sie ihren Körper von oben oder aus einer anderen Position außerhalb ihres Körpers betrachten6. S.15ff, 7. S.257 , 8. S.68, 9. S.149ff. Auch in spontanen Reinkarnationserinnerungen von Kindern, wie sie Autor: Ian Stevenson sammelte, können außerkörperliche Erfahrungen aus der Zeit zwischen den Leben berichtet werden10. S.60, S.64; 11..

Wie in Nahtoderfahrungen betrachten die Seelen oft ihren leblosen Körper von außen. Anders als in Nahtoderfahrungen gibt es öfter Beschreibungen von Menschen, die ihre eigene Beerdigung beobachtet haben oder sich im Außerkörperlichen Zustand zu ihren Verwandten begeben haben, um sich zu verabschieden.6. S.20f, 8. S.68

 
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1.5 Außerkörperliche Erfahrungen aus Spiritistischen Sitzungen

Autor: Carl A. Wickland veröffentlicht in seinem Buch die mitstenographierten Berichte von spiritistischen Sitzungen, in denen seine Frau das Medium war. An mehreren Stellen berichten die Geister, die für die Besessenheit von Wicklands Patienten verantwortlich waren, von Außerkörperlichen Erfahrungen14. S.44, S.59, S.76, S.80, S.141ff, S.156ff, S.355, S.366 u.A.. Auch die von Autor: William Thomas Stead durch Automatisches Schreiben gechannelte Verstorbene Autor: Julia A. Ames schildert eine typische außerkörperliche Erfahrung direkt nach ihrem Tod35. S.1f

 
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1.6 Außerkörperliche Erfahrungen im Rahmen einer Depersonalisation

Der Psychoanalytiker Paul Schilder beschriebe Depersonalisation folgendermaßen:
"Dem Depersonalisierten erscheint die Welt fremd, eigentümlich, unheimlich, wie traumhaft. Die gegenstände erscheinen manchmal sonderbar verkleinert, seltsam flach. klänge kommen aus der Ferne ... Das Gefühlsleben zeigt gleichfalls schwere Störungen. Die Patienten klagen, sie könnten weder Lust noch Unlust empfinden, ... ihre klagen gipfeln darin, sie seien sich selbst fremd geworden."Zitiert nach: 36. S.123

Gelegentlich werden Außerkörperliche Erfahrungen im Zusammenhang mit Traumatisierungen als Symptome einer Depersonalisation beschrieben. In einigen Fällen handelt es sich hierbei offensichtlich um Außerkörperliche Erfahrungen im Rahmen von Nahtoderfahrungen.

Autor: Bessel van der Kolk schreibt über ein eigenes Erlebnis:
"Im Laufe traumatischer Erfahrungen tritt das Phänomen Depersonalisation häufig auf. Als ich einmal spät abends in einem Park in der Nähe meines Hauses überfallen wurde, sah ich mich voon oben mit einer kleinen kopfwunde im schnee liegen, umringt von drei Messer schwingenden teenagern. Ich dissoziierte den schmerz, der von den Stichwunden an den Händen ausging, und empfand nicht die geringste Angst, während ich mit den jugendlichen ruhig darüber verhandelte, daß sie mir die geleerte Geldbörse zurückgeben sollten."36. S.122
In anderen Fällen ist der Grund für die Traumatisierung offensichtlich nicht lebensgefährlich, dennoch wird augenscheinlich eine Außerkörperliche Erfahrung genutzt, um traumatischen Erfahrungen zu entfliehen:
"Sobald ihr Vater sie berührte, "ließ sie sich verschwinden"; sie schwebte dann zur Zimmerdecke empor und schaute auf ein anderes kleines Mödchen in ihrem Bett hinab."36. S.161

Zitat aus dem ICD 10:

Beispielgeschichte, Kersti:

F48.1 Depersonalisations- und Derealisationssyndrom

Eine seltene Störung, bei der ein Patient spontan beklagt, das seine geistige Aktivität, sein Körper oder die Umgebung sich in ihrer Qualität verändert haben, und unwirklich, wie in weiter Ferne oder automatisiert erlebt werden. Neben vielen anderen Phänomenen und Symptomen klagen die Patienten am häufigsten über den Verlust von Emotionen, über Entfremdung und Loslösung vom eigenen Denken, vom Körper oder von der umgebenden realen Welt. Trotz der dramatischen Form dieser Erfahrungen ist sich der betreffende Patient der Unwirklichkeit dieser Veränderung bewusst. Das Sensorium ist normal, die Möglichkeiten des emotionalen Ausdrucks intakt. Depersonalisations- und Derealisationsphänomene können im Rahmen einer schizophrenen, depressiven, phobischen oder Zwangsstörung auftreten. In solchen Fällen sollte die Diagnose der im Vordergrund stehenden Störung gestellt werden.37.
Die ICD-Formulierung "Loslösung vom Körper" wird gelegentlich fälschlicherweise mit der Außerkörperlichen Erfahrung oder der Autoskopie gleichgesetzt. In beiden Fällen ändert sich der Wahrnehmungsinhalt. Der Körper wird von außen gesehen oder ein Duplikat des Körpers außerhalb wahrgenommen. Bei der Depersonalisation- und Derealisation ändert sich dagegen nicht der Wahrnehmungsinhalt sondern der gefühlsmäßige Wert einer Wahrnehmung.

Ich habe oft genug mit Leuten gesprochen, die Depersonalisations- und Derealisationserfahrungen erlebt haben. Und diese Leute sagen typischerweise so Dinge, wie

Es ist die Qualität der Wahrnehmung, die sich ändert, das Gefühl, was man dabei hat ändert sich, nicht die Wahrnehmung an sich.

Wenn jemand eine außerkörperliche Erfahrung hat - und auch davon habe ich einige Beispiele am Telefon erzählt bekommen und Erfahrungsberichte gelesen, dann wird da etwas völlig anderes beschrieben. Beispielsweise:

Wenn etwas über die Gefühlslage während einer außerkörperlichen Erfahrung gesagt wird, erscheint sie in vielen Fällen so lebhaft wie das Alltagsleben oder sogar noch lebhafter. In Nahtoderfahrungen ist normalerweise keine Angst vorhanden, da die Betroffenen sich zu wenig mit dem Körper identifizieren "Der Körper ist nicht ich, ich bin doch hier!", aber diverse andere der Situation angemessene Gefühle wie Neugier, Verwunderung, Ärger etc.. Angst kann aber in durchaus aus unterschiedlichen nachvollziehbaren Gründen während einer Außerkörperlichen Erfahrung auftreten, beispielsweise als Angst vor Dämonen, Angst verrückt zu werden, manchmal auch als Angst nicht in den Körper zurückkehren zu können und dann ein Kind unversorgt zurücklassen zu müssen. Es gibt aber auch typische Träume bei denen man den Eindruck hat, auf seinen Körper hinabzusehen mit der typischen dumpfen Traumstimmung. Außerkörperliche Erfahrungen können also mit jeder denkbaren Gefühlslage verbunden sein.

Gerade da ich weiter unten Fälle beschreibe, in denen Menschen Beobachtungen machen, die sie nur hätten machen können, wenn sie tatsächlich außerhalb ihres Körpers gewesen wären, ist anzunahmen, daß die Depersonalisation keine beginnende Loslösung vom Körper anzeigt, die sich zunächst nur als emotionale Entfremdung zeigt, sondern daß das Depersonalisation ein psychologisches Phänomen ist, während das andere eine reale Erfahrung ist, deren Auftreten durch völlig andere Aspekte der Situation ausgelöst wird.

O7.37 Kersti: Haben Schizophrene Körpergrenzstörungen etwas mit dem außerkörperlichen Erlebnis zu tun?
O7.24 Kersti: Nahtodeserfahrungen sind keine Depersonalisation oder Derealisation
O7.46 Kersti: Posttraumatische Belastungsstörung und Nahtodeserlebnis

 
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2. Realitätsgehalt Außerkörperlicher Erfahrungen

Erfahrungen, die subjektiv wie eine außerkörperliche Erfahrung erscheinen, können tatsächlich real sein, oder es handelt sich um Imaginationen, Träume oder Halluzinationen.

 
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2.1 Außerkörperliche Erfahrung, durch die die Betroffenen Dinge erfahren, die sie sonst nicht gewußt hätten

2.1.1 Spontane Bestätigte Beobachtungen in Außerkörperlichen Erfahrungen bei Gesunden

In Außerkörperlichen Erfahrungen außerhalb von Nahtodeserfahrungen kommt es vor, daß Betroffene berichten, sie hätten durch übersinnliche Wahrnehmung Informationen erhalten, die ihnen sonst nicht zugänglich gewesen wären. In der Untersuchung von Autor: John A. Palmer erhielten 14% der Betroffenen so in mindestens einer Erfahrung Informationen, das geschah in 5% der Erfahrungen. Autor: Susan Blackmore fragte genauer: 67% erhielten nie auf diesem Wege Informationen, 18% erhielten welche, prüften diese aber nicht nach. 10% erhielten Informationen über ESP, prüften sie nach und fanden heraus, daß sie zutrafen. Es kam nicht vor, daß in einer solchen Überprüfung herauskam, daß die erhaltenen Informationen falsch waren1.. Auch Autor: Robert A. Monroe berichtet Erfahrungen, in denen er jeweils mehrere Details beobachtet hat, die sich bestätigt haben12. 3. Kapitel.

 
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2.1.2 Bestätigte Beobachtungen in Außerkörperlichen Erfahrungen aus Laboratoriumsexperimenten

Es gibt auch Beispiele, bei denen Versuchspersonen im Laboratoriumsexperiment nachweisbar richtige Beobachtungen machten, bei denen es sehr unwahrscheinlich gewesen wäre, sie durch Zufall zu erhalten3..

Mit progressiver Muskelentspannung, monotonen Geräuschen, der Ganzfeldtechnik und entsprechenden Suggestionen, bemühten sich Autor: John A. Palmer und Autor: Ronald Lieberman ihre 40 Versuchspersonen in einen außerkörperlichen Zustand zu bringen, in dem PSI-Fähigkeiten sich manifestieren können. 20 Prozent erhielten die Anweisung, ihren Körper zu verlassen und den Target-Raum aufzusuchen, in dem sich die Gegenstände befinden sollten, die sie beschreiben sollten (OB Versuchsgruppe), 20 wurden nur aufgefordert, relevante Bilder in ihr Bewußtsein dringen zu lassen (Kontrollgruppe). 65% der Versuchsgruppe und 20% der Kontrollgruppe berichteten, daß sie eine Außerkörperliche Erfahrung hatten. Diejenigen mit Außerkörperlicher Erfahrung beschrieben die Gegenstände im Target-Raum signifikant besser als die, die keine Außerkörperliche Erfahrung berichteten.4.

 
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2.1.3 Bestätigte Beobachtungen in Außerkörperlichen Erfahrungen im Rahmen von Nahtoderfahrungen

Bevor gezielt untersucht wurde, ob die Erlebenden in Nahtoderfahrungen tatsächlich außerhalb ihres Körpers sind und dort nachprüfbare Fakten beobachten, waren schon diverse Berichte von solchen Erfahrungen bekannt, die die Betroffenen als Beweis für die Echtheit ihrer Erfahrung sahen13. S.33f, S.175; 16.; 17.; 18.; 19..

Autor: Emily Williams Kelly, Autor: Bruce Greyson und Autor: Ian Stevenson recherchierten einige solche Fälle nach, waren aber in den meisten Fällen, die vielversprechend erschienen, zu spät dran, um mehrere unabhängige Zeugenaussagen zu erhalten, die sich in beweiskräftigen Details bestätigten.20.

Laut Autor: Pim van Lommel wurde sowohl an Tieren als auch am Menschen nachgewiesen, daß innerhalb 10 bis 20 - im Schnitt 15 Sekunden nach einem Herzstillstand sowohl die Gehirnrinde als auch die tieferen Schichten des Gehirns keinerlei elektrische Aktivität mehr aufweisen. Ist der Herzstillstand auf Kammerflimmern zurückzuführen, hört der Blutfluss direkt nach dem Einsetzen des Flimmerns vollständig auf.5.

Von den 33 Patienten mit Nahtoderfahrung, die Autor: Michael Sabom untersuchte, war nur einer kürzer als eine Minute bewusstlos, 13 waren länger als 30 Minuten bewusstlos. Bei 26 war die Bewusstlosigkeit auf Herzstillstand zurückzuführen, d.h. mindestens 25 hatten vorübergehend keinerlei Gehirntätigkeit.15. S.83, S.267

Sabom verglich die Berichte der Betroffenen von ihren außerkörperlichen Erlebnissen mit dem Operationsbericht und prüfte als ausgebildeter Kardiologe zusätzlich, ob die Beschreibungen der Wiederbelebungen den üblichen Vorgängen bei solchen Wiederbelebungen entsprechen. Die von Sabom untersuchten Außerkörperlichen Erfahrungen stammten von Menschen, die in einem Zustand waren, der so kritisch war, dass die Mehrzahl der Leute in diesem Gesundheitszustand sterben. Für die aufgrund dieses Kriteriums befragten Personen galt, dass sie um so häufiger eine Nahtodeserfahrung hatten, je länger sie bewusstlos waren. 26 der 32 Berichte enthielten nur sehr allgemeine Eindrücke und es waren auch bei gezielten Nachfragen keine genauen Einzelheiten zu erfahren. Die Betroffenen führten das darauf zurück, dass sie von dem einzigartigen und angenehmen Charakter der Erfahrung so erfüllt gewesen seien, dass sie der Wiederbelebung keine besondere Aufmerksamkeit schenkten. Sechs Berichte beschrieben auch Details der Wiederbelebung. Alle diese sechs traten im Rahmen eines Herz-Kreislaufversagens auf. Sowohl bei den ungenauen als auch bei den detaillierten Berichten stimmten die vorhandenen Beobachtungen mit dem realen Verlauf der Wiederbelebung überein und es wurden nur Dinge beobachtet, die man tatsächlich auch bei einer derartigen Wiederbelebung hätte beobachten können. Es kommen aber gelegentlich Fehlinterpretationen des Beobachteten vor - beispielsweise kam es vor, dass einer der Erlebenden bei einer Operation am Herzen sah, wie mit einer Spritze am Herzen hantiert wurde und annahm es würde etwas gespritzt, tatsächlich wurde jedoch Luft aus der Herzkammer abgesaugt. Bei diesen Berichten von Wiederbelebungen ist mir aufgefallen, daß zwischen dem Zeitpunkt, wo die Person das Bewußtsein verloren hat und dem Beginn der außerkörperlichen Erfahrung gewähnlich eine zeitliche Lücke war, in der die Person nicht mitbekam, was los war. Zwischen dem Ende der außerkörpelichen Erfahrung und dem irdische Erwachen war dagegen meist keine erkennbare zeitliche Lücke. Die außerkörperlichen Erfgahrungen traten in diesen Berichten von Sabom also gerade dann auf, wenn keinerlei Gehirntätigkeit stattgefunden haben kann.15. S. 23, S. 83, S.117-151, S.267

Um zu prüfen, wie gut Patienten sich vorstellen können, was während ihrer Behandlung passiert, bat Sabom eine Kontrollgruppe von 25 Personen, die keine Nahtoderfahrung hatte, sich vorzustellen, sie würde ihre Behandlung aus einer Ecke des Operationssaales beobachten und zu beschreiben, was sie dann sehen würden. 23 Personen kamen dieser Bitte nach. Von diesen 23 Personen unterlief 20 mindestens ein grober Fehler in ihrer Beschreibung. Drei gaben eine korrekte Teilbeschreibung einer Wiederbelebung, die sie früher beobachtet hatten und zwei meinten, überhaupt nichts darüber zu wissen.15. S.114ff

Der wohl bekannteste Fall ist der von Pam Reynolds, die neben anderen Beobachtungen das wahrgenommene Operationsbesteck genau beschrieb, obwohl zu diesem Zeitpunkt das Gehirn auf +4 Grad heruntergekühlt und von der Blutversorgung abgeschnitten worden war, um die Lebensvorgänge so zu verlangsamen, daß man am Gehirn opterieren zu kann, ohne Zelltod im Gehirn befürchten zu müssen. Dies wurde durch Sabom ausführlich in einem weiteren Buch dokumentiert.21. S.289

Autor: Pim van Lommel lieferte in seiner bekannten Studie einen weiteren Fall22., Autor: Sam Parnia in der AWARE-Studie zwei weitere23..

Auch Blinde können im Außerkörperlichen Erlebnis im Rahmen einer Natofderfahrung sehen und machen dabei überprüfbar richtige Beobachtungen.
O7.92 Kersti: Blinde können im Außerkörperlichen Erlebnis sehen

 
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2.1.4 Bestätigte Außerkörperliche Erfahrungen aus den Berichten von Spiritistischen Sitzungen

Autor: Carl A. Wickland berichtet, daß er einige der Außerkörperlichen Erfahrungen, von denen die Geister berichteten nachrecherchierte und dabei herausfand, daß die dort gemachten Beobachtungen den Tatsachen entsprachen14. S.44, S.141, S.145.

 
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2.2 Nachweis des Außerkörperlichen am Zielort

2.2.1 Nachweis des außerkörperlichen durch Meßgeräte und Reaktionen von Tieren

Ein ganz anderer Zugang zur Überprüfung der Frage, ob man während einer Außerkörperlichen Erfahrung oder Nahtoderfahrung tatsächlich seinen Körper verläßt, versucht herauszufinden, was genau es ist, das den Körper verläßt. In einem Experiment, bei dem die Fähigkeit einer Person getestet werden sollte, während einer OBE entfernte Objekte wahrzunehmen, wurden elektrische Meßgeräte in der Nähe der Zielobjekte aktiviert, sobald die Versuchsperson das Objekt erfolgreich und sich selbst außerhalb ihres Körpers wahrnahm. Die Forscher kamen Zum Schluß, daß gewisse Aspekte der Persönlichkeit der Versuchsperson am Zielobjekt präsent gewesen sein mußten, die die Meßgeräte aktiviert hatten. 1978 wurden einige Experimente mit einer anderen Versuchsperson durchgeführt, die sehr gute Fähigkeiten hatte, bei sich selbst Außerkörperliche Erlebnisse auszulösen. Sie benutzten eine Reihe verschiedener menschlicher, tierischer und physikalischer Detektoren benutzte, um die Zeitpunkte festzutellen, zu denen die Versuchsperson ein Außerkörperliches Erlebnis hatte. Einige dieser Experimente schienen in manchen Fällen erfolgreich verlaufen zu sein, doch insgesgesamt erlaubten sie keine Schlußfolgerungen.20.

 
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2.2.2 Beobachtung des Außerkörperlichen als Geistererscheinung

In den meisten Fällen wird der außerkörperlich reisende von seinen verkörperten ;itmenschen nicht wahrgenommen. Es gibt zu dieser Regel jedoch Ausnahmen.

Gelegentlich werden Menschen, die gerade eine außerkörperliche Erfahrung machen, an der Stelle, wo sie sich außerhalb ihres Körpers zu befinden meinen, als eine Art Geistererscheinung gesehen. Dabei kann das Aussehen so sein, daß man es mit einen physisch anwesenden Menschen verwechseln kann, aber auch formlos durchscheinend.12. S.160f; 24. S.292ff, S.688ff;

In seinem Buch "Deathbed Visions" beschrieb Autor: William Fletcher Barrett Totenbett-Visionen, in denen der Sterbende einen Angehörigen astralreisend besuchte, davon selbst erzählte und von dem Angehörigen auch gesehen wurde25. 4. Kapitel.

Auf Ballabenes Astralseiten beschreibt Brita zwei Erlebnisse wo sie eine außerkörperliche Erfahrung hatte, die ihr subjektiv wie ein Traum erschien. Bei den Handlungen, die sie gemacht hatte wurde sie jedoch mehrfach von anderen so deutlich beobachtet, daß diese ihr nicht geglaubt haben, daß sie nicht körperlich anwesend war, obwohl sie tatsächlich in einem anderen Land im Urlaub war.38.; 39.

 
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2.2.3 Physische Auswirkungen durch Handlungen des außerkörperlich Reisenden

In den meisten Fällen beschreibt der außerkörperlich reisende, daß er physisch nicht wahrnehmbar ist und Menschen die Verkörpert sind beispielsweise direkt durch ihn durchlaufen ohne ihn wahrzunahmen. Zu dieser regel gibt es jedoch ausnahmen.

Autor: Robert A. Monroe berichtet, wie er im Rahmen einer Außerkörperlichen Erfahrung eine Frau kniff - und diese nachher einen Bluterguß an dieser Stelle hatte12. S.44ff. Auf Ballabenes Astralseiten findet sich ein vergleichbarer Bericht mit einer Ohrfeige26..

 
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2.3 Außerkörperliche Erfahrungen, die nachweisbar falsch sind

2.3.1 Außerkörperlichkeits-Träume

Es gibt Erfahrungen, die subjektiv wie ein Zwischending aus Traum und außerkörperlicher Erfahrung wirken1., 27..

In etwa 10% der Fälle von bewußt erlebter Schlafparalyse, die dazu dient, daß die Bewegungen aus Träumen nicht real ausgeführt werden, treten auch Außerkörperliche Erlebnisse auf28..

Um zu testen, ob es sich hierbei um reale Erlebnisse oder um eine Art Träume handelt, bat Autor: Giorgio Buzzi die Betroffenen, Realitätstests zu machen. Von 264 Teilnehmern hatten 28 (11%) eine Art außerkörperlicher Erfahrung. Einige erlebten das häufiger und wurden von Buzzi gebeten, Realitätstests zu machen. Fünf Personen teilten ihm ihre Erfahrungen mit diesen Tests mit. Gegenstände, die vom Versuchsleiter an ungewöhnlichen Orten deponiert worden waren wie Eier oben auf einer Garderobe, wurden nicht gefunden. Eine Frau die in einer Nacht zwei außerkörperliche Erlebnisse erinnerte, schaute auf ihren Wecker und der zeigte jedes mal eine unmögliche Zeit an. Ein anderer nahm seinen Wecker und sagte sich, wenn das grüne LED nicht funktionieren würde, wäre das ein Beweis, daß es sich um einen Traum hanelt. Das LED funktionierte nicht. Der Raum erschien wie im Wachzustand, doch das LED funktionierte nicht. Neben den Realitätstests tauchten in allen außer einem Fall Detailunterschiede auf. "Ich sah 'mich' an, wie ich friedlich im Bett schlief, während ich herumwanderte. Die Schwierigkeit ist, daß ich lange Unterhosen trug ... so ein Ding habe ich nie getragen." Insgesamt gesehen bestehen Außerkörperliche Erlebnisse im Zusammenhang mit Schlafparalyse Realitätstests nicht. Es handelt sich also offensichtlich um Träume, die auf Erinnerungen aus der Tageserfahrung beruhen. Es sind Außerkörperlichkeits-Erlebnis-Träume und keine Außerkörperlichen Erlebnisse29..

Umgekehrt gibt es aber auch reale Außerkörperliche Erfahrungen, die man zunächst, da man sie während eines Schlafs erlebt, für einen Traum hält, bei denen sich aber später Details als wahr bestätigen lassen26.; 38.; 39..

 
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2.3.2 Außerkörperlichkeits-Halluzinationen

Autoskopische Halluziantionen, also Halluzinationen in dennen man meint, sich selbst wahrzunehmen, umfassen auch Halluzinationen die einer Außerkörperlichen Erfahrung sehr ähnlich sind.
O7.42 Kersti: Wenn man sich selber vor sich sieht: Außerkörperliche Erfahrungen sind keine autoskopischen Halluzinationen
Daher wurde vermutet, daß es sich bei der Außerkörperlichen Erfahrung um eine Halluzination aus diesem Formenkreis handeln könne.

Autor: Peter Fenwick bringt in seinem Buch zwei Beispiele, die man als halluzinierte Außerkörperliche Erfahrungen deuten könnte. Im ersten Fall ist der Betroffene sowohl vorher als auch nacher wach, so daß Halluzination sicherlich eine passendere Bezeichnung ist als Traum. Im zweiten Fall ist die Betroffene anfangs wach, nach der scheinbaren außerkörperlichen Erfahrung wird sie dagegen geweckt, so daß man sich nicht sicher ist, ob man das nicht lieber als Traum bezeichnen sollte. In beiden Fällen muß das Nervensystem während der gesamten Erfahrung funktionsfähig genug gewesen sein, um einiges von der Umgebung mitbekommen zu können. Dennoch sind auch diejenigen Details der halluzinierten außerkörperlichen Erfahrung teilweise falsch, die die beiden Personen anhand ihrer körperlichen Wahrnehmungen hätten besser wissen müssen, selbst wenn die Augen geschlossen waren.30. S.42-44, S.198f

 
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2.3.3 Falsche außerkörperliche Erfahrungen im Rahmen einer Hypnosesitzung

1970 benutzte Autor: Charles T. Tart Hypnose, um Außerkörperliche Erfahrungen herbeizuführen. Er benutzte, während die Betroffenen in einem tiefen hypnotischen Zustand waren, Suggestionen um ein außerkörperliches Erlebnis auszulösen. Während alle sieben Teilnehmer der Studie von außerkörperlichen Erlebnissen berichteten, die ihnen sehr realistisch erschienen waren, hatten ihre Beschreibungen des Raumes, den sie besuchen sollten, keinerlei Ähnlichkeit mit dem realen Raum.3.

 
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2.3.4 Ergebnisse, die falscher sind, als durch Zufall zu erwarten wäre

Autor: John A. Palmer forderte zusammen mit C. Vassar nach der Anwendung einer Entspannungstechnik seine Versuchspersonen auf, zu einem in einem anderen Raum befindlichen Zielbild zu gehen und es zu identifizieren. 42% der Versuchspersonen hatten das Gefühl, Erfolg zu haben. Während diejenigen, die keine Außerkörperliche Erfahrung hatten, Zufallsergebnisse mit negativer Tendenz hatten, waren die Ergebnisse derjenigen, die meinten, ihren Körper verlassen zu haben, statistisch signifikant schlechter als durch Zufall zu erwarten. Der Unterschied zwischen den Gruppen war nicht signifikant.31., 32.

 
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2.4 Fehler in Außerkörperlichen Erfahrungen, die gleichzeitig auch richtige Informationen brachten

In seinen Studien wies Tart nach, daß einige von ihm untersuchte Erfahrungen, die wie außerkörperliche Erfahrungen erschienen, sowohl reale Elemente, die der Betroffene anders nicht hätte erfahren können, als auch Elemente enthielten, die nicht mit der physischen Realität übereinstimmten.3.

 
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2.4.1 Zu viele Menschen im Raum

In einem Experiment daß Tart mit Monroe als Versuchsperson unternahm, nahm dieser zu viele Personen in dem Raum wahr, in dem sich nur Tart und seine Frau aufhielten3..

Wenn bei Wicklands spiritistischen Sitzungen der Geist, der sich gerade im Körper von Wicklands Frau befand, zusätzliche Personen im Raum erwähnte, wurden diese normalerweise als nicht verkörperte Geister interpretiert14.1. Neben der Interpretation der zusätzlichen Personen als Halluzination wäre das eine ebenfalls denkbare Erklärung für die durch Monroe gesehenen Personen.

 
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2.4.2 Unterhaltungen des Außerkörperliche Reisenden, an die sich die von ihm besuchte Person nachher nicht erinnern kann

Monroe berichtet in seinem Buch, daß er sich in außerkörperlichen Erfahrungen oft mit den Menschen, die er in diesem Zustand besucht hat, unterhalten oder sogar Umarmungen ausgetauscht hätte. Während die anderen Details seiner Beobachtungen stimmten, konnten die von Monroe außerkörperlich besuchten Personen sich sich meist nicht an die Unterhaltung erinnern. Trotzdem enthielten die Unterhaltungen oft Details, die sich nicht aus der Beobachtung der physischen Umgebung erklären ließen und nur dem physisch dort anwesenden Gesprächspartner bekannt waren.12. S.35ff, S.55f, S.59

Normalerweise werden solche Phänomene als Fehlwahrnehmungen oder Einbildung gedeutet12. S.59f, S.172f.

Monroe nimmt an, daß Kommunikationen nicht körperlich sondern auf einer überbewußten Ebene stattfanden12. S.59f, S.172f. Aus der Literatur sind Beispiele dafür bekannt, wie Menschen bei Außerkörperlichen Erfahrungen im Rahmen von Nahtoderfahrungen die Gedanken der Umstehenden telepathisch aufgefangen haben und das durch diese im Nachhinein bestätigt bekommen haben13. S.124f, S.175f. Daher erscheint die Annahme vernünftig, es könnte sich bei Monroes erinnerten Gesprächen um telepathische Kommunikation handeln, die dem körperlich anwesenden Gesprächspartner unbewußt war und die im nachhinein symbolisch in Gespräche und Körpersprache übersetzt wurde.

 
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2.4.3 Fehlidentifizierung von Gegenständen in der Außerkörperlichen Erfahrung

In außerkörperlichen Erlebnissen kommt es vor, daß der Betroffene Gegenstände halb richtig beschreibt. So schreibt Tart in über seine ersten Studie zu außerkörperlichen Erfahrungenen, daß seine Versuchspersonen Gegenstände beschrieben, die gelegentlich eine Ähnlichkeit zu den am Zielort vorhandenen hatten, die aber nicht ausreichend war, um völlig überzeugend zu sein.3.

Monroe gibt in seinem Buch zwei Beispiele für Fehler bei der Identifizierung von Gegenständen an. Einmal meinte er in einer Situation, ein Bekannter würde ein Kinderauto in sein Auto packen. Tatsächlich handelte es sich um einen van de Graaff-Bandbeschleuniger33., der optisch nur eine oberflächliche Ähnlichkeit damit hatte, da er Räder zu dessen Transport und einen Motor hatte. Ein andernmal glaubte er, die Familie dabei zu beobachten, wie sie an einem gedeckten Tisch mit großen weißen Karten spielen, tatsächlich wurde die Morgenpost verteilt. In beiden Fällen hatte er den Rest der Situation korrekt beschrieben.12. S.174f

Monroe erklärt sich diese Abweichungen so, daß der Geist, wenn ihm etwas begegnet, was wie eine unmögliche Situation erscheint, das nächstliegende Bekannte als Lösung nennt. So wurde das unbekannte Gerät als Kinderauto identifiziert und die Postkarten als Spielkarten fehlerkannt.12. S.174f

Noch seltsamer erscheint ein Beispiel, wo ein Patient das während des OBE beobachtete Defibrillationsgerät exakt beschreibt - jedoch nicht das tatsächlich vorhandene, sondern ein älteres Modell.3.3 S.286

 
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2.5 Merkwürdigkeiten

In Anbetracht der vielen erfolglosen PSI-Versuche ist es überraschend, daß von den 10% Personen aus Blackmores Umfrage, die bei spontanen Außerkörperlichen Erfahrungen Informationen durch ESP erhielten und sie nachprüften ausnahmslos herausfanden, daß sie zutrafen, während weitere 18%, die ebenfalls Informationen erhielten, diese nicht nachprüften. Das legt die Interpretation nahe, daß die Erlebenden unbewußt sicher sein können, ob eine Informationen zutrifft oder nicht und sie nur dann bewußt nachprüfen, wenn diese Erfahrungen keine Halluzination war.1.

Psi miss: Die statistisch signifikanten Negativergebnisse bei Palmer und Vassar31., 32. legen ebenfalls nahe, daß die Versuchspersonen entweder unbewußt über das Ergebnis informiert waren und unbewußt absichtlich falsch geantwortet haben oder daß sie unbewußt durch den Versuchleiter irregeführt wurden.

 
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2.6 Alternative Erklärungen für den Informationsgewinn

 
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3. Interpretation der Ergebnisse

 
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3.1 Alternative Erklärungen für den Informationsgewinn

Einige Autoren versuchten die Außerkörperliche Erfahrung als Halluzination zu erklären, die dem Autoskopischen Formenkreis zuzuordnen ist13. S.130; 34.. Daß es Halluzinationen und Träume gibt, die subjektiv wie Außerkörperliche Erlebnisse erlebt werden, zeigt, daß das Gefühl, außerhalb des eigenen Körpers zu sein, auch eine Täuschung sein kann.

Daneben ist aber zusätzlich eine Erklärung notwendig, wie die Betreffenden bei einem Teil der Erfahrungen an die belegbar richtigen Informationen gekommen sind, die durch die Außerkörperliche Erfahrung ins Bewußtsein drang.

Wenn ein Mensch Dinge, die wahr sind, in einer Art Traum sieht, aber nicht weiß, wann er sie gehört oder gesehen hat, kann er dennoch über die normalen Sinnesorgane erfahren haben. Dafür gibt es mehrere bekannte Mechanismen.

Wenn also der Körper einer Person, der eine außerkörperliche Erfahrung macht, dem Zielort nahe genug ist und gesund genug ist, um das Beschriebene in irgendeiner Form wahrzunehmen, taugt das Beispiel nicht als Beweis, daß es sich um nichts anderes als eine echte außerkörperliche Wahrnehmung handeln kann.

All diese Erklärungen scheiden in der Studie zu Herzstillstandspatienten von Sabom aus, da das Gehirn in der Zeit, wo die Betroffenen ihre Beobachtungen machten, nicht gearbeitet haben kann. Auch bei einigen der Laboratoriumsexperimente von Tart ist keine dieser Erklärungen denkbar, da bewußt sichergestellt worden war, daß die Beobachter nicht ahnen konnten, was sich im Zielraum befand. Für einige der Fallgeschichten von Außerkörperlichen Erfahrungen gilt, daß die Körper derjenigen, die die Erfahrung machten, zu weit vom im außerkörperlichen Zustand beobachteten Ort entfernt waren, um über die körperlichen Sinne Informationen darüber zu erhalten und daß die beobachteten Ereignisse zu ungewöhnlich waren, um erraten werden zu können.

Dagegen ist es denkbar, daß die Betreffenden die Informationen auf anderen paranormalen Wegen erfahren haben, statt tatsächlich den Körper zu verlassen und sich anderswohin zu begeben. Möglich wären:

Bei der Interpretation ist die Forschung zu Reinkarnation und Besessenheit wesentlich.
O7.A4 Kersti: Wissenschaftliche Forschung zur Reinkarnation
VB203. Kersti: Besessenheit
Da diese zeigt, daß eine Seele einen Körper verlassen und später in einen anderen Körper eingehen und dort weiterleben kann, erscheint eine Interpretation der Außerkörperlichen Erfahrung in der Form "Die Seele verläßt vorübergehend den Körper und macht unabhängig von diesem Beobachtungen" als die insgesamt einfachere und stimmigere Interpretation.

 
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3.2 Fazit: Es ist nachgewiesen daß es eine Seele gibt, die körperunabhängige Beobachtungen machen kann

Außerkörperliche Erfahrungen von gesunden Menschen stellen mit etwa der Hälfte die größte Untergruppe der Erfahrungen. Sie treten meist in entspannten Situationen auf. Für die wissenschaftliche Forschung waren dennoch die weitaus selteneren Außerkörperlichen Erfahrungen im Rahmen von Nahtoderfahrungen, bei denen vorübergehend das Nervensystem funktionsunfähig war, weitaus interessanter, da sie die größte Beweiskraft zur Wahrnehmung ohne die Vermittlung der körperlichen Sinne hatten.

In Studien, die sich mit den hierbei auftretenden Nahtoderfahrungen beschäftigten, hat vor allem Sabom nachgewiesen, daß körperunabhängige Wahrnehmungen möglich sind. Dies wird auch durch weitere Berichte anderer Autoren bestätigt. Doch auch von außerkörperlichen erfahrungen Gesunder Personen, aus spirituistischen sitzungen und von Zwischenlebensscenen aus Reinkarnationserinnerungen gibt es nachrecherchierte Fälle, in denen die Erlebnisse bestätigt wurden. Daneben gibt es Fälle in denen der außerkörperlich reisende auf unterschiedliche weise beobachtet wurde oder seine Handlungen physische Auswirkungen am Zielort hatten. Kurz zusammengefaßt gibt es die Außerkörperliche Erfahrung als Reale Handlung der Seele unabhängig von der Existenz und Funktionsfähikeit eines lebenden Körpers.

Wie von jeder realen Erfahrung können wie auch Außerkörperliche Erfahrungen träumen oder sie halluzinieren. So sind Außerkörperliche Erfahrungen im Zusammenhang mit Schlafparalyse gewöhnlich nur geträumt.

Es wurde argumentiert, weil es solche Fälle gebe könne es ja sein, daß offensichtliche Halluzinationen sehr häufig, scheinbar wahre Erlebnisse aber verhältnismäßig so selten seien, daß es sich dabei auch um zufällige Übereinstimmungen der realität mit Halluzinationen handeln könne. Die wahr erscheinenden Erfahrungen würden nur viel häufiger erzählt, da sie beeindruckender seien. Daß statistische Verzerrungen dieser Art gibt, ist auch aus der Forschung zu außerkörperlichen Erfahrungen bekannt.
O7.3 Kersti: 2.2.3 Vergleich der Eigenarten der Erfahrungen bei verschiedenen Befragungen

Für die Studien von Autor: Michael Sabom15., Autor: Pim van Lommel et. Al.22. und Autor: Sam Parnia et. Al.23. gilt, daß alle Personen, die während des Zeitraumes der Studie in den Stationen die an der Studie beteiligt waren, dem Tode nahe genug waren, um die Einschlußkriterien zu erfüllen, befragt wurden, ob sie während der Zeit ihrer Bewußtlosigkeit eine Erfahrung gemacht haben, die dem Schema einer Nahtoderfahrung entsprechen und wenn das der Fall war weiter befragt wurden. Daher sind in den Studienzeiträumen ziemlich sicher keine Fälle von halluzinierten oder geträumten Außerkörperlichen Erfahrungen bei Personen die dem Tode nahe genug waren, um die Einschlußkriterien zu erfüllen, aufgetreten. Es gab hier jedoch diverse Fälle von nachweisbar richtigen Beobachtungen im Rahmen von außerkörperlichen Erfahrungen, gerade zu dem Zeitpunkt als das Gehirn nicht funktionsfähig gewesen sein kann. Im Falle von Nahtoderfahrungen bei Herz-Kreislaufversagen sind also echte Außerkörperliche Erfahrungen mindestens weitaus häufiger als Halluzinationen mit diesem Inhalt.

Dagegen wurden die Nahtoderfahrungen von Autor: Peter Fenwick, aus denen die Beispiele für halluzinierte außerkörperliche Erfahrungen und Träume im Rahmen vonn nahtoderfahrungen stammen, gesammelt, indem Leute interviewt wurden, die sich nach bestimmten Fernseh- und Radiosendungen oder auf Zeitungs- und Zeitschriftenartikel gemeldet hatten30. S.2. Statistische Daten aus solchen Fallsammlungen sind durch Phänomene wie, daß die Leute am liebsten ihre interessantesten Erfahrungen erzählen, sehr viel stärker verzerrt als prospektive Studien wie die von Lommel, Sabom und Parnia.

Fazit: Es gibt zwar Träume und Halluzinationen die von außerkörperlichen Erfahrungen handeln oder ihnen ähnlich sind. Diese treten meist auch dann auf, wenn man aus anderen Gründen mit Träumen oder Halluzinationen rechnen würde. Wenn sich Menschen aber aus Zeiten an Außerkörperliche Erfahrungen erinnern, wo das Nervensystem nicht funktionsfähig war, handelt es sich meist um echte Erfahrungen. Von gesunden Personen sind Außerkörperliche Erfahrungen an weit entfernten Orten bekannt, bei denen zutreffende Beobachtungen gemacht wurden.

Allgemein können Menschen Fehler machen, wenn sie überlegen ob etwas Erinnertes wirklich geschehen ist oder ob es sich um eine false Memory handelt.
VB167. Kersti: False Memories - falsche Erinnerungen und wie sie entstehen
VB206. Kersti: Erinnerungen, an die man selbst nicht glaubt
Aber eine Außerkörperliche Erfahrung jedes mal erst von vorneherein zur Halluzination zu erklären, erscheint nach diesen Forschungsergebnissen überzogen. Für die Fälle, in denen eine entspannte gesunde Person im Rahmen einer außerkörperlichen Erfahrung im Nachbarzimmer oder knapp außer Sicht eine zutreffende Beobachtung macht, ist daher anzunehmen, daß es sich auch hier um eine echte Erfahrung handelt, da ein richtiges erraten nur mit vielen Zusatzannahmen vorstellbar erscheint.

 
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Quellen


Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
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