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erste Version in "Magie und Parawissenschaften": 10:19, 24. Sep. 2012
hierher übertragen: 10/2014
letzte Bearbeitung: 11/2016

VB167.

False Memories - falsche Erinnerungen und wie sie entstehen

False Memories oder Falsche Erinnerungen sind falsche Erinnerungen an Ereignisse, die so nicht stattgefunden haben.

Inhalt

VB167.1 Kersti: Falsche Erinnerungen und ihre Entstehung
VB167.1.1 Kersti: Wissenschaftlicher Nachweis der falschen Erinnerungen
VB167.1.1.b1 Kersti: Beispiel: Simulierter Autounfall
VB167.1.1.b2 Kersti: Beispiel: Lost in a Shopping Mall
VB167.1.2 Kersti: Imanigation und False Memories
VB167.1.3 Kersti: Interpretation von Träumen als Erinnerungen
VB167.1.4 Kersti: False Memories und ihr Verhältnis zur Realität
VB167.1.5 Kersti: Andere Gedächtnisphänomene
VB167.2 Kersti: Gesellschaftliche und wissenschaftliche Bedeutung der False Memories
VB167.2.1 Kersti: False Memories im Spiritismus
VB167.2.1.b1 Kersti: Blanche Poynings: Falsche Lebenserinnerungen aus einer vergessenen Buchlektüre
VB167.2.2 Kersti: False Memories und vergangene Leben
VB167.2.2.b1 Kersti: Falsche Erinnerungen an Alfred Peacock, der beim Untergang der Titanik starb
VB167.2.3 Kersti: False Memories und Erinnerungen an sexuellen Mißbrauch
VB167.2.3.b1 Kersti: Beth Rutherford: Erinnerungen einer Jungfrau an Vergewaltigungen und eine Abtreibung
VB167.2.3.b2 Kersti: Die Mutter der mißbrauchten Miß Amerika meint, sie hatte eine glückliche Ehe gehabt
VB167.2.4 Kersti: Parallelweltenerinnerungen als Alternativdeutung zu scheinbaren false Memories
VB167. Kersti: Quellen

 
Inhalt

1. Falsche Erinnerungen und ihre Entstehung

1.1 Wissenschaftlicher Nachweis der falschen Erinnerungen

Autor: Elizabeth F. Loftus forschte seit den 70ger Jahren in mehr als 200 Experimenten mit über 20 000 Versuchspersonen zu Verfälschungen von Erinnerungen durch nachfolgende irreführende Informationen. Wenn Menschen ein Ereignis beobachten und nachher eine irreführende Information über dieses Ereignis erhalten, kann das zu einer Verfälschung der ursprünglichen Erinnerung führen.1.
In einem Beispiel sahen die Versuchsteilnehmer einen simulierten Autounfall an einer Kreuzung mit einem Stoppschild. Nach dem Anschauen erhielt die Hälfte der Zuschauer die Information, an der Kreuzung hätte sich ein Vorfahrt-Achten-Schild befunden. Als sie später nach dem Unfall befragt wurden, neigten diejenigen, die die falsche Information erhalten hatten, dazu, zu sagen, sie würden sich an ein Vorfahrt-Achten-Schild erinnern, während diejenigen, die diese Falschinformation nicht erhalten hatten sehr viel korrekter in ihren Erinnerungen zu dieser Frage waren.1.
Auf diese Art können falsche Erinnerungen an kleinere und größere Details einer beobachteten Scene induziert werden.1.

Auch Erinnerungen an ganze Ereignisse, die nie stattgefunden haben, lassen sich auf diese Weise induzieren. 1.

Beispielgeschichte, Loftus:

Lost in a Shopping Mall

So hat Loftus eine Studie durchgeführt, in der die Leute nach Details zu echten und einem erfundenenen Erlebnissen aus ihrer Kindheit befragt wurden. Es wurde erzählt, es ginge darum, an wieviele Details man sich erinnern könne.

Mehrere Tage in Folge wurde Chris gefragt, ob er sich an weitere Details von drei echten und einem erfundenenen Erlebnis erinnern könne. Er erfand immer weitere Details zu dem falschen Geschehnis. Als ihm am Ende mitgeteilt wurde, daß eines der Beispiele gar nicht stattgefunden hätte - tatsächlich hatte sein Bruder Jim das erfundene Geschehnis "Lost in a Shopping Mall" (Verloren im Einkaufszentrum) konstruiert - wählte er nicht das falsche sondern eines der echten Ereignisse als das, was wahrscheinlich nur erfunden war.

Die statistische Auswertung eines nur geringfügig abweichenden Versuchs mit 24 Versuchspersonen und ebensovielen Verwandten ergab, daß sich die Versuchspersonen an 68% der 72, also pro Person jeweils drei realen Ereignisse erinnerten, 25% erinnerten sich aber auch an das erfundene Ereignis. Einer hatte im schriftlichen Teil etwas darüber geschrieben aber nachher entschieden, daß er sich nicht wirklich erinnern könne. Diejenigen Ereignisse, die tatsächlich stattgefunden hatten, wurden ausführlicher beschrieben als das erfundene Ereigniss, auch wenn sie nur unvollständig erinnert wurden.1.

Bei einer Untersuchung von Kindern, an deren Schule eine Gewalttat stattgefunden hatte, kam heraus, daß einige der nicht anwesenden Kinder false Memories von diesem Geschehnis entwickelt hatten, während damals anwesende Kinder sich teilweise nicht erinnern konnten. Doch unabhängig davon ob sie sich zu erinnern meinten oder nicht wiesen nur diejenigen Kinder ein verändertes Verhalten auf, die tatsächlich bei dem Ereignis dabei gewesen waren, während unabhängig von der Frage ob false Memories vorhanden waren oder nicht, die damals nicht anwesenden Kinder kein verändertes Verhalten aufwiesen.2. S.153 Welche Art von Erfahrungen ein Mensch gemacht hat, kann man also eher an seinem Verhalten ablesen als daran, welche Erinnerungen vorhanden oder nicht vorhanden sind.

 
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1.2 Imanigation und False Memories

Die Rolle der Imanigation bei der Formation von falschen Erinnerungen untersuchten Autor: Ira E. Hyman und Autor: Joel Pentland, indem sie den obigen Versuchsaufbau geringfügig abwandelten. Die Versuchsgruppe wurde gebeten, in ihrem Geist ein Bild des vergangenen Ereignisses zu formen, während die Kontrollgruppe gebeten wurde, eine Minute lang still darüber nachzudenken. Teilnehmer der Gruppe, sie sich Bilder vorstellen sollten, bildeten häufiger false Memories, waren aber auch besser in der Lage, sich an wahre Ereignisse zu erinnern, obwohl hier natürlich unklar ist, inwieweit die Erinnerungsbilder den Tatsachen entsprechen.3.

Welche Art von Erfahrungen ein Mensch gemacht hat, kann man eher an seinem Verhalten ablesen als daran, welche Erinnerungen vorhanden oder nicht vorhanden sind. Da in der Therapie die Frage, ob eine Erinnerung plausibel und beweisbar ist, hinter der Frage zurücktritt, ob die Arbeit an einer Erinnerung therapeutische Erfolge einbringt oder nicht, werden Therapeuten selten einer auf kryptomnetisch erinnerten Fakten beruhenden vollständig erfundenen False Memory aufsitzen, die ja keine Symptome produzieren würde, jedoch häufiger False Memories über Details eines ansonsten wahren Ereignisses nicht hinterfragen, die emotional und psychologisch keine oder wenig Bedeutung haben und deshalb für die therapeutische Arbeit wenig bedeutsam sind. Ein Reinkarnationstherapeut würde also wahrscheinlich nicht auf eine Blanche Poynings hereinfallen, wenn jedoch ein Kindheitserlebnis aus diesem Leben unbewußt in ein früheres Leben verlegt wird oder umgekehrt, um die damit verbundenen psychischen Probleme aufzuarbeiten, ohne die aktuellen Beziehungen zu gefährden, könnte ihm die Geschichte durchaus wahr vorkommen.

 
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1.3 Interpretation von Träumen als Erinnerungen

Oneiroide sind komplexe Träume bei denen der Erlebende sich als wach empfindet und die er auch im Nachhinein nicht vom Wachzustand unterscheiden kann. Er nimmt aber während des oneiroiden Erlebens nicht die Außenwelt sondern ein Traumgeschehen wahr. Er nimmt das eigene Ich nahezu normal wahr, ist überwach, kann sich ungewöhnlich deutlich und genau daran erinnern, kann das Erlebnis aber meist nicht steuern.6.; 7.; 8.; 9.; 10.

Meist sind die erlebten Scenen bedrohlich und spiegeln das völlige Ausgeliefertsein an die Krankheit, die Umwelt und den bedrohlich nahen Tod wider6.; 8.; 9.. Aufgrund der Realitätsnähe der Erlebnisse dauert es einige Zeit, bis die Betroffenen sich von der Irrealität der Erlebnisse überzeugen lassen7.. Hier werden also Träume von den Betroffenen für Erinnerungen an reale Ereignisse gehalten, es sind also aus Träumen False Memories entstanden.

Eine meiner Patientinnen hat mir relativ häufig ihre fals Memories erzählt, weil diese sie emotional sehr aufgewühlt hatten und sie mit jemanden reden wollte, um sich zu beruhigen. Die Logik sagte ihr, daß die Erinnerungen so wohl nicht stattgefunden haben konnten, trotzdem brauchte sie einen Gesprächspartner um sich wieder zu beruhigen. Die False memories waren offensichtlich am selben Tag eingebettet in das alltagsleben entstanden. Da ich selber über ein Jahr lang ein Traumtagebuch geführt habe, kann ich sagen, daß sie inhaltlich die Eigenarten typischer Träume hatten und es passierten in ihnen Dinge, die meist zwar nicht absolut unmöglich waren, die aber sehr unwahrscheinlich erschienen oder die sie so im Wachzustand nicht gemacht hätte. Eine vernünftige Interpretation ist daher, false Memories als in den Tag verschobene Träume zu sehen.
O11.4 Kersti: Teil 4: In welchem Verhältnis stehen die False Memories zu satanistischem rituellem Mißbrauch zur Realität?

 
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2. Gesellschaftliche und wissenschaftliche Bedeutung der False Memories

2.1 False Memories im Spiritismus

Ein Medium, deren Namen mit Miss C. abgekürzt wurde, channelte eine Autor: Blanche Poynings, was sich später als eine verdeckte Erinnerung an die Novelle "Countess Maud" von Emily Sarah Holt (1836-1893)11. herausstellte12. S. 223; 13. S.347.

Blanche Poynings: Falsche Lebenserinnerungen aus einer vergessenen Buchlektüre

Miss C. channelte eine Persönlichkeit namens Blanche Poynings14., die eng mit Maud, der Gräfin von Salisbury15. befreundet gewesen sein soll und zur Zeit der Regierung von Richard dem II.16. von England lebte12. S. 223. Autor: Goldsworthy Lowes Dickinson untersuchte in dem Artikel "A case of emergence of a latent memory under hypnosis"17. diesen Fall und stellte fest, daß die so erlangten Informationen weitgehend korrekt waren. Miss C. konnte sich nicht vorstellen, wie sie an diese Informationen gelangt sein könnte, da sie sich mit der Regierungszeit von von Richard dem II. von England nicht beschäftigt hatte12. S. 223; 13. S.347.

Während einer Seance, in der Miss C. Medium war, fragte Dickinson, wo man diese Informationen verifizieren könne und erhielt die Auskunft, man könne sie in "Countess Maud" von Emily Sarah Holt nachlesen. Als Dickinson Miss C. später im normalen Wachzustand nach dieser Novelle befragte, konnte sie sich erinnern, sie als 12-jährige gelesen zu haben. Sie konnte sich jedoch nicht an den Inhalt des Werkes erinnern. Dickinson las das Buch durch und stellte fest, daß es alle Informationen enthielt, die Miss C. als Blanche Poynings wiedergegeben hatte. Blanche Poynings war eine Nebenfigur des Werkes.12. S.223; 13. S.347

Dies ist einer der bekanntesten Fälle von Kryptomnesie12. S.223; 13. S.347. Um diesen Fall vollständig zu erklären muß man annehmen, daß durch das Channeln die Entstehung einer Zweitpersönlichkeit induziert wurde, die aus den Inhalten der Buchlektüre False Memories konstruiert hat.

 
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2.2 False Memories und vergangene Leben

Autor: Titus Rivas hat eine Reinkarnationserinnerung untersucht, bei der F.H. ein leitender Ingenieur in Rente übetrzeugt war, daß er sich an das damalige Leben und auch an Beweise für die Richtigkeit dieser Erinnerung, die er aus diesem Leben erhalten hatte erinnerte, und sowohl die Erinnerungen aus diesem Leben als auch die Reinkarnationserinnerungen stellten sich als False Memories heraus.18.

Autor: Titus Rivas hat eine Reinkarnationserinnerung untersucht, die tatsächlich eine falsche Erinnerung war.

Falsche Erinnerungen an Alfred Peacock, der beim Untergang der Titanik starb

F.H. ein leitender Ingenieur in Rente bekam diverse Bilder aus einem Leben in dem er ein kleines Kind war und in einer Schiffskatastrophe umkam. Er erinnerte sich an eine Situation, in der sein Name erwähnt wurde, der wie "A .. ed" klang, suchte nach einem solchen Namen in der Passagierliste der Titanik und fand dort einen Autor: Alfred Peacock, der zusammen mit Mutter und Schwester diese Reise unternahm. 1985 suchte F.H. seiner Erinnerung nach diesen Namen in den Archiven des St Catherine's House in London, nach denen Alfred Peacock am selben Tag und Monat geboren worden sei, nämlich den 10.4.1910 in Romford nahe London, an dem auch die Titanik unterging (10.4.1912).

Mit diesen Angaben wandte er sich an Titus Rivas, der sie nachrecherchierte. Dabei ließ sich das Geburtsdatum des Kindes nicht bestätigen, es war tatsächlich am 3. Juni 1910 geboren. Doch nicht genug, damit daß die Erinnerung an den Brief aus seinem jetzigen Leben sich als falsch erwies, ließ sich auch kein einziges erinnertes Detail an das frühere Leben bestätigen, sondern jede Angabe, abgesehen von der, daß ein Alfred Peacock mit Mutter und Schwester dritte Klasse auf der Titanik mitgefahren und dabei umgekommen sind, erwies sich als falsch. Das heißt die Erinnerungen enthielten deutlich mehr falsche als richtige Angaben.

Statt sich überzeugen zu lassen, daß er einem Irrtum aufgesessen war, indem er Alfred Peacock mit seinen Erinnerungen an eine Schiffsreise identifiziert hatte, glaubte F.H. an eine Verschwörung, mit der die Wissenschaftler ihn hätten diskreditieren wollen. 18.

Da false Memories generell für Erinnerungen an dieses Leben nachgewiesen sind, war zu erwarten, daß es solche auch zu Reinkarnationserinnerungen gibt. Ein solches Beispiel erlaubt keine Aussage darüber, ob bei Reinkarnationserinnerungen False Memories häufiger, seltener oder anders geartet sind, als bei Erinnerungen aus diesem Leben, es bestätigt also nur etwas, das schon von vorneherein klar sein sollte.

Um False Memories als Quelle für korrekte Informationen sicher auszuschließen, ist es also notwendig, zu prüfen, ob die Erinnerungen an ein früheres Leben überprüfbar richtige Informationen enthalten, die in leicht verfügbaren Werken wie Lexika, Geschichtsbüchern für die Schule oder die Allgemeine Bevölkerung, historische Romane, Filme, Computerspiele, Live Rollenspiele, sowie in Kontakten mit Personen die den Ort kennen nicht oder fehlerhaft vorhanden wären und die in korrekter Form nur über teure Spezialliteratur, geschlossene Archive oder umfassende Recherchen vor Ort, die die betroffene Person nicht vorgenommen haben kann, ohne daß man davon wüßte, auffindbar wären.

Dies trifft auf die hier aufgezählten Beispiele aus hypnotischen Rückführungen zu
O7.A4.2.2.1 Kersti: Reinkarnationsforschung anhand von Alltagserfahrung und Alltagsgegenständen
O7.A4.2.2.2 Kersti: Einzelfallstudien aus hypnotischen Rückführungen
Die stärkeren Fälle von Ian Stevenson enthalten oft auch private Informationen, die nicht außerhalb der früheren Kernfamilie bekannt, aber überprüfbar richtig sind.
O7.A4.2.1.2.1 Kersti: Erinnerung auch an private Details
Somit gibt es aus allen Zweigen der Reinkarnationsforschung auch Beispiele, die sich nicht mit einer Kombination aus Kryptomnesie und false Memories erklären lassen.

Um auszuschließen, daß es sich um korrekte Informationen handelt, die aber aufgrund der verstrichenen Zeit und der räumlichen Entfernung nicht als korrekt nachweisbar sind, muß ein ausreichender Zugang zu ausreichend detaillierten und spezielle Informationsquellen für den Forscher vorhanden sein.

Daher gibt es wenige Beispiele von offensichtlichen False Memories, wie von Alfred Peacock, es gibt eine große Mehrheit an Reinkarnationserinnerungen, für die nicht überprüft wurde und oft auch nicht überprüfbar ist, ob hinter ihnen reale Leben stehen, die weitgehend korrekt wiedergegeben wurden oder ob es sich um false Memories handelt und es gibt einige Erinnerungen an frühere Leben, die sich nicht über eine Kombination aus false Memories und Kryptomnesie erklären lassen und nachweislich korrekter sind, als das historische und sachbezogene Wissen der betroffenen Personen gewesen sein kann.

Der Fall Bridey Murphy gilt bei vielen als durch false Memories erklärbar, die auf kryptomnetisch erinnerte Fakten eine in derselben Straße wohnende Irin namens Bridey Murphy (die gab es nicht) oder Bridey Corkell (sie gab es tatsächlich) zurückgehen. Da Tighe nach eigener Aussage zwar die Kinder der Frau aber nicht die Frau selbst kannte, ist schon unwahrscheinlich, daß sie überhaupt genug Details erfahren hat, um daraus eine derart umfangreiche false Memory mit vielen überprüfbar richtigen Details, die sie auch noch mit einem irischen Dialekt vorträgt, hätte machen können. Die Art der Details, die bestätigt wurden, wie beispielsweise in welchen Geschäften man an ihrem Wohnort zu Bridey Murphys Zeiten hätte einkaufen können und daß das Wort Lough damals für Flüsse und Seen verwendet wurde, während man es heutzutage nur noch für Seen verwendet, macht eine solche Deutung noch unwahrscheinlicher. Diese bestätigten Fakten über Details der damaligen Gegend lassen sich auch nicht durch eine Ausstellung erklären, in der ein altes irisches Dorf dargestellt wurde, wie ein anderer vorschlug.27. Chapter 6
BP3. Kersti: Bridey Murphy: Details über das Leben in Irland Ende des 18. Jahrhunderts in irischem Akzent

In einer Reihe von 865 Fällen von spontanen Reinkarnationserinnerungen von Kindern waren 67% gelöst und 33% ungelöst40.. Bei einigen ungelösten Fällen erbrachte auch eine sorgfältige Recherche keinen Hinweis auf eine Person, zu der diese Erinnerung passen könnte7.; 25.. Daher ist bei grob einem Drittel der Fälle nicht auszuschließen, daß eine False Memorie vorliegen könnte.

In Reinkarnationserinnerungen aus hypnotischen Sitzungen und anderen Reinkarnationstherapien liegen die Zeiten, in denen die Reinkarnationserinnerungen entstanden sein müßten, im Schnitt weiter zurück als bei diesen spontanen Fällen. Das allein verringert die Chance, die vorherige Persönlichkeit zu finden, schon erheblich.

Wegen der großen Zahl an nicht überprüfbaren Erinnerungen, kann man nur raten, wie hoch der Anteil von falschen Reinkarnationserinnerungen an der Gesamtzahl der Reinkarnationserinnerungen unter welchem Umständen und bei welchem Methoden ist.
O7.A4.2.2.3.2 Kersti: Forschungsidee: Wie unterschiedet sich erfolgreiche therapeutische Arbeit an Fantasieprodukten von der an realen Erinnerungen? - Was lernen wir daraus über das Wesen der Reinkarnationstherapie

 
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2.3 False Memories und Erinnerungen an sexuellen Mißbrauch

Im Rahmen von Therapien können ebenfalls False Memories hervorgerufen werden. Da, wie Hyman nachwies, der Versuch sich Erinnerungen bildlich vors Auge zu rufen, die Fabrikation von False Memories begünstigt3., erhöhen Methoden wie Rückführungen mittels Hypnose die Gefahr, daß Patienten False Memories entwickeln.

Beth Rutherford: Erinnerungen einer Jungfrau an Vergewaltigungen und eine Abtreibung

Autor: Beth Rutherford machte bei einem kirchlichen Berater eine Therapie in der sie sich erinnerte, daß ihr Vater, ein Geistlicher sie im Alter zwischen 7 und 14 regelmäßig vergewaltigt hatte und daß ihre Mutter ihm manchmal half sie festzuhalten. Unter der Führung des Therapeuten erinnerte sie sich, wie sie zwei mal schwanger wurde und ihr Vater sie zwang, mit Hilfe eines Kleiderbügels selbst eine Abtreibung vorzunehmen. Der Vater mußte seinen Posten als Geistlicher aufgeben, als diese Anschuldigungen veröffentlicht wurden. Eine spätere medizinische Untersuchung zeigte daß sie im Alter von 22 Jahren immer noch eine Jungfrau war, an der keinerlei Anzeichen einer vergangenen Schwangerschaft zu erkennen waren. Die Tochterverklagte den Therapeuten und erhielt eine Entschädigung in Höhe von einer Million Dollar.1.
Daß es möglich ist, manche Menschen dazu zu bringen, daß sie falsche Erinnerungen nicht existente Kindheitserlebnisse entwickeln, heißt nicht, daß alle Gedächtnisinhalte, die beim Einsatz von Suggestionen auftauchen, falsch sein müssen, sondern nur, daß das in einem Teil der Fälle geschieht4.. Bei scheinbar vergessenen und wiedererinnerten Ereignissen ist es auch möglich, daß verdrängte Erinnerungen wieder aufgedeckt wurden5.. Doch ohne Bestätigung durch zusätzliche Fakten ist es kaum möglich echte Erinnerungen sicher von falschen zu unterscheiden4..

Autor: Elizabeth F. Loftus begründete ihren Einsatz für Menschen, die meinen fälschlicherweise des sexuellen Mißbrauchs angeklagt worden zu sein, mit dem großen menschlichen Leid und den zerstörten Familien. Dabei schildert sie, daß sie immer wieder mit Eltern geredet hätte die entsetzt waren, daß ihnen so etwas vorgeworfen wurde und überzeugt waren, daß es nicht stimmt.20. S.16ff

Die Mutter der mißbrauchten Miß Amerika meint, sie hatte eine glückliche Ehe

Als Autor: Marilyn Van Derbur als Studentin zur Miß Amerika gekürt wurde, glaubte sie, die glücklichste Frau der Welt zu sein.

In den Jahren danach erinnerte sie sich, daß ihr Vater sie als Kind mißbraucht hatte und sie erfuhr nach und nach daß er sowohl ihre beiden Schwestern als auch diverse andere junge Mädchen und Frauen mißbraucht oder vergewaltigt hatte. Daher besteht kaum ein Zweifel, daß der Mißbrauch tatsächlich stattgefunden hat und daß er die Ursache für ihre psychischen Probleme war.

Der Vater selbst gibt den Mißbrauch in einem persönlichen Gespräch mit der zu dem Zeitpunkt etwa 40-jährigen Tochter auch zu.

Marilyn beschreibt ihre Mutter als eine Frau, die sich nicht wehrte, wenn ihr Mann sie abwertete. Sie beschrieb, daß sie nicht oder kaum in der Lage war, ihren Kindern Liebe zu zeigen und ernsthaft glaubte eine glückliche Ehe gehabt zu haben.

Etwa ein Jahr nach dem Tod ihres Vaters verspürte Marilyn das Bedürfnis ihrer Mutter von dem Mißbrauch zu erzählen. Da sie in einer Phase ihrer Therapie war, in der heftige Gefühle hochkamen, zögerte sie lange, das wirklich zu tun, da sie befürchtete in ihrem aufgewühlten Zustand verletzend zu werden, da sie ihrer Mutter innerlich vorwarf, daß sie ihre Tochter nicht beschützt hatte. Schließlich redete sie doch mit ihrer Mutter, da sie eine regelrechte Besessenheit zu dem Thema entwickelte.

Sie schrieb über die Reaktion ihrer Mutter, nachdem sie unter Tränen von dem Mißbrauch erzählt hatte und sie danach ansah: "Nichts hätte mich darauf vorbereiten können, was dann geschah. Sie saß kerzengrade in ihrem Stuhl, die Hände gefaltet über ihrer Brust und sagte kalt: 'Ich glaube dir nicht. Das existiert nur in deiner Fantasie'".21. ganzes Buch, Zitat: S.229

Insgesamt kann man also sagen, daß sich die Mutter von Marilyn Van Derbur fälschlicherweise eingeredet hat, sie hätte eine glückliche Ehe gehabt, während sie gleichzeitig ihre eigenen negativen Erfahrungen und die ihrer Kinder gründlich verdrängt hat.

Meiner Erfahrung nach sind solche Reaktionen von Müttern nicht selten. Ich habe von Patienten auch immer wieder erzählt bekommen, daß ihre Mütter ernsthaft behaupteten, sie hätten eine glückliche Kindheit gehabt, obwohl schon der augenblickliche Umgang zwischen erwachsenen Kindern und Eltern zeigte, daß sie vieles nicht gelernt hatten und immer noch Verhaltensmuster hatten, die Jahre früher bei der Kindererziehung zu Problemen geführt haben müssen. Wenn Mütter sich wünschen, daß ihre Kinder bei ihnen eine glückliche Kindheit gehabt hätten und wenn sie ernsthaft daran glauben, daß ihnen das auch gelungen ist, heißt das leider nicht immer, daß es stimmt.

Neben den beiden Möglichkeiten der False Memories an Mißbrauch, der echten Erinnerungen an einen Mißbrauch, der von den Eltern verdrängt wurde, gibt es auch noch die Variante des Betrugs durch eine der Parteien. So hat ein Vater, der wegen Mißbrauchs angeklagt wurde, ein starkes Interesse, diesen Mißbrauch auch dann zu leugnen, wenn er weiß, daß er stattgefunden hat. Eine Person, die viel Geld besitzt, fälschlicherweise des Mißbrauchs anzuklagen, könnte sich durchaus lohnen.

 
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2.4 Parallelweltenerinnerungen als Alternativdeutung zu false Memories

Der folgende Abschnitt hat vor allem die Funktion, bewußt zu machen, daß andere Weltbilder oft zu anderen Deutungen derselben Erlebnisse oder Texte führen können und daß in manchen Fällen sich kaum entscheiden läßt, welche Version wahr ist.

Sowohl in der Physik19., 23., 28., 29. S.180ff, 32. als auch in der Esoterik30., 31. begegnet man der Theorie, daß es außer der Erde noch viele Parallelwelten geben könnte, in denen die Geschichte anders verlaufen sein könnte.
VB34.7 Kersti: Gibt es Beweise für die Existenz von Parallelwelten?
Sowohl in den Physikalischen Theorien28. als auch in den esoterischen Theorien, entwickeln sich die so entstandenen Welten nicht nur auseinander, sondern getrennte Welten vereinigen sich auch wieder, wenn sich zwei Ereignisse gegenseitig aufheben.
VB34.2.3 Kersti: Parallelweltenaufspaltung: Zusammenlagerung ursprünglich getrennter Welten durch Resonanzphänomene

In der Esoterik werden diese Theorien von den feinstofflichen Wesentheiten, die sie vertreten, als erlebte Realität präsentiert. Autor: Jane Roberts, beziehungsweise der durch sie gechannelte Seth, beschreibt gegen Ende von "Buch: Das Seth-Material" und in "Buch: Gespräche mit Seth."22. ein komplexes System an Parallelwelten und alternativen Vergangenheiten und Zukünften. Einige dieser Parallelwelten sind unserer sehr ähnlich, nur ist die Geschichte etwas anders verlaufen, andere grundsätzlich anders aufgebaut30., 31..
VA148.2.4 Kersti: Unterschiedliche Jenseitsvorstellungen der Geister: Vieldimensionale Parallelweltensysteme, Aufspaltung und Wiedervereinigung von Welten
Meine eigenen feinstofflichen Anteile vertreten eine ganz ähnliche Sicht.
VB34. Kersti: Das Wesen der Zeit
Sie erklären mir, daß sie das Wissen aus vorauslaufenden Parallelwelten für die Lebensplanung verwenden.
VB157. Kersti: Planung aufgrund einer Übersicht über die bisher bekannten Zukunftsmöglichkeiten und ihre Tücken

Diese Theorien haben für die allermeisten Menschen keine oder kaum Bedeutung. Wesen, die sie nicht persönlich kennen, stellen Behauptungen auf, für die der Leser keine Möglichkeit hat, zu beweisen, ob sie zutreffen oder eben auch nicht. Interessant werden sie erst, wenn seltsame Erlebnisse wie das Folgende eine Erklärung fordern:
E9: Kersti: Der Tag hat 24 Stunden und wenn das nicht reicht, hat er eben mehr
Es kann auch passieren, daß sich zwei Menschen begegnen, die sich an unterschiedliche Varianten eines Ereignisses erinnern. Meist nehmen wir das nicht als solches zur Kenntnis sondern halten die Variante, die der andere hat, für eine falsche Erinnerung. Es könnte aber auch sein, daß die unterschiedlichen Varianten des Ereignisses in unterschiedlichen nahe verwandten Parallelwelten stattgefunden haben und daß beide sich richtig erinnern. Umgekehrt wäre für die obigen zunächst plausibel klingenden Erinnerungen an die Titanik auch die Erklärung denkbar, daß der Autor aus einer Parallelwelt stammt, in der er sowohl die frühere Inkarnation als auch ihre Überprüfung und Bestätigung erlebt hat.
VB167.2.2.b1 Kersti: Falsche Erinnerungen an Alfred Peacock, der beim Untergang der Titanik starb

In der Physik ist die Viele-Welten-Theorie eine von mehreren Möglichkeiten, wie man die Versuche und Formeln aus der Quantenphysik deuten kann19., 23.. Diese Erklärung nutzt immerhin eine Modellvorstellung, die sich in der Experimentalphysik als Erklärung bewährt hat, um Dinge vorherzusagen, die außerhalb des direkten Erfahrungsbereiches der Physiker liegen. Hier stößt man dann auf das Problem, daß Modellvorstellungen, die sich in einem Bereich, den man aus Erfahrung kennt gute Modellvorstellungen sind, möglicherweise außerhalb dieses Erfahrungsbereiches ungenaue oder offensichtlich falsche Ergebnisse liefern.
VB50. Kersti: 4. Skeptizismus oder die generelle Unsicherheit von Weltbildern
Bevor man Experimente macht, mit denen man überprüfen kann, ob diese Parallelweltentheorien zutreffen, kann man also nicht sicher wissen, ob sie stimmen oder nicht.

Nun gibt es Bücher, in denen behauptet wird, diese Versuche zur Überprüfung der Viele-Welten-Theorie der Quantenphysik hätten längst stattgefunden, das aber unter strengster Geheimhaltung und im Zusammenhang mit Menschenversuchen, die aus einem Horrorfilm entsprungen zu sein scheinen24., 25., 26.. Autor: Oliver Gerschitz, Autor: Preston B. Nichols und Autor: Peter Moon behaupten, Parallelwelten seien besucht worden und es gäbe Kontakte mit Außerirdischen, es wären Experimente mit der Zeit angestellt worden und die zudem noch mehr fantastische Geschichten erzählen, als wir uns irdisch so ohne weiteres vorstellen können oder wollen.

Hier gilt dasselbe wie für die esoterische Variante: Diese Theorien haben für die allermeisten Menschen keine oder kaum Bedeutung. Menschen, die sie nicht persönlich kennen, stellen Behauptungen auf, für die der Leser keine Möglichkeit hat, zu beweisen, ob sie zutreffen oder eben auch nicht. Otto Normalverbraucher kann zwischen folgenden grundsätzlichen Möglichkeiten nicht sicher unterscheiden

Interessant werden solche Bücher erst, wenn eigene seltsame Erlebnisse eine Erklärung fordern:
So lange ein Leser aber keine derartigen Erfahrungen und nicht viel anderes theoretisches unterstützendes Material hat, dürften ihn diese drei Bücher nicht davon überzeugen, daß sein ganzes bisheriges Weltbild falsch ist. Er ist aber sehr wahrscheinlich nicht in der Lage zu beweisen, daß die Autoren nichts dergleichen erlebt haben können, da er er auf Anfrage sicherlich nichts über ein solches geheimes Projekt mitgeteilt bekommen würde. Daher wird er vermuten, daß die enthaltenen Aussagen falsch sind, wenn er realistisch denkt aber einsehen, daß er nicht die Möglichkeit hat, zu überprüfen, ob das in diesen Büchern beschriebene wirklich geschehen ist oder eben nicht.

Die erste Veröffentlichung zu dem von Oliver Gerschitz, Preston B. Nichols und Peter Moon berichteten Themenkreis ist " Buch: Das Philadelphia-Experiment" von Autor: Charles Berlitz, 1979. Am Ende der Neuauflage von 1995 findet sich ein Schreiben des Marineministeriums (Department of the Navy) vom 23. Juli 1979, in dem die behaupteten Ereignisse dementiert werden33.. Zu diesem Thema fand ich einen wissenschaftlichen Artkel von Autor: Jaques F. Vallee in dem das Philadelphia-Experiment als Hoax bezeichnet wird und der Autor Berlitz als renommierten Forscher bezeichnet, von dem er aber annimmt, daß er sich in diesem Fall geirrt habe34.. Vallees Begründung, warum er die Geschichte für einen Hoax hält, ist auch durchaus nachvollziehbar und überzeugend, denn er führt einen Zeugen an, der einen zeugen zitiert, der erzählt, die Geschichte wäre eigentlich ganz anders und viel konventioneller gelaufen, die militärische Geheimhaltung hätte sich damals auf Radarunsichtbarkeit bezogen. Damit ist sowohl erklärt, warum Berlitz überzeugende Bestätigungen der Geschichte gehabt haben kann - es fand tatsächlich Geheimhaltung statt, die dann immer auch ein Deckmantel für etwas noch Geheimeres sein kann, aber auch warum es dann doch völlig normal war. Vallles Deutung, daß das ein Hoax wäre, ist damit mit den veröffentlichten Fakten vereinbar.

Ist damit bewiesen, daß alles nur ein Hoax ist?

Unglücklicherweise nein. Nach der inneren Logik der Geschichte wären die offiziellen Stellen des Marineministeriums nicht informiert, wenn die Geschichte wahr wäre und es wäre eine logische Geheimhaltungsmethode, die Geschichte mittels einer falschen Zeugenaussage, bei der es nach der inneren Logik der Geschichte logisch wäre, sie mittels künstlich eingepflanzer false Memories zu tarnen, bei der der Zeuge selber glaubt, was er sagt, zu diskretitieren. Es mag sogar sein, daß Charles Berlitz trotz dieser Zeugenaussage genug unveröffentlichte Beweise dafür gehabt hätte, daß das alles zutrifft, um bei seiner Deutung zu bleiben. Man kann das Ding drehen wie man will - man bekommt mit den Mitteln des Normalbürgers nie festen Grund unter den Füßen, weil immer ein völlig logisches und vernünftiges Szenario denkbar wäre, in dem die Geschichte dann doch wahr sein würde. Genau das ist dann auch einer der Punkte, die Vallee dazu anführt, was einen Hoax unsterblich macht.

Die Schlußfolgerungen, die Autor: Jaques F. Vallee zu der Frage, die sein Artikel behandelt, gezogen hat, nämlich "Was braucht ein Hoax um unsterblich zu sein?" bleiben auch dann wahr, wenn die Geschichte wahr sein sollte. Dagegen läßt sich mit Mitteln des normalbürgers oder Normalwissenschaftlers die Frage, ob die Ereignisse dieser Geschichte wahr oder unwahr sind, mit keinem Trick der Welt absolut sicher entscheiden und jede Schlußfolgerung, die nur dann zutreffen würde, wenn die Ereignisse unwahr wären, wäre damit eine noch unsicherere Schlußfolgerung als "Dies ist nur ein Hoax" es schon ist. Sollte man aber in die situation kommen, wo man ohne jeden Zweifel weiß, daß alles wahr ist, wäre man froh, nicht in diweser situation zu sein.

 
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2.5 Sind viele spirituelle Erfahrungen false Memories?

Wenn etwas existiert in aller Munde, aber extrem selten ist, kann man die echten Erinnerungen zum Thema zwischen den false Memories suchen wie eine Stecknadel im Heuhaufen.
VB199. Kersti: Selbst wenn es echte UFOs gibt, dürften die meisten UFO-Erinnerungen false Memories sein
O11.2.2.3.5 Kersti: Die echten Erinnerungen zu Satanismus kann man unter false Memories zu Satanismus suchen wie eine Stecknadel im Heuhaufen

Autor: Krissy Wilson und Autor: Christopher C. French kamen, nachdem sie einige wissenschaftliche Artikel gelesen hatten, in denen Personen sowohl zu echten Erinnerungen als auch zu Erinnerungen zu Ereignissen, die nicht stattgefunden hatten oder über die nicht berichtet wurde, befragt wurden und dennoch Details mitteilten, die sie darüber nicht hätten wissen können und von denen vermutet wurde, daß sie den Befragten nicht bekannt sein konnten. Daher befragten die Autoren 100 Personen zu drei Ereignissen über die tatsächlich in den Nachrichten ein Film gezeigt wurde und ein weiteres Ereigis, das nicht filmisch dokumentiert wurde. 36% ihrer Probanden berichteten auch von dem nicht vorhandenen Film. Die Probanden die false Memories glaubten stärker an PSI-Erfahrungen, erinnerten sich häufiger welche gehabt zu haben und schrieben sich häufiger paranormale Fähigkeiten zu. Sie fürchteten sich etwa genauso häufig vor dem Paranormalen, verwendeten etwa so häufig Drogen wie die Personen ohne falsche Erinnerungen. Laut der Regressionsanalyse des Experiments ließ sich nur anhand des Glaubens an paranormale Phänomene statistisch signifikant vorhersagen, ob jemand false Memories hat, nicht jedoch anhand dessen, ob sie meinten, selbst paranormale Erfahrungen oder Fähigkeiten zu haben.36.

Das legt nahe, daß Leute die false Memories berichten, Dinge eher anders bewerten als daß sie sie anders erleben.

 
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3. False Memories: Wie zuverlässig sind Erinnerungen?

3.1

 
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1.5 Andere Gedächtnisphänomene

Bei False Memories handelt es sich um beinahe das umgekehrte Phänomen wie die Kryptomnesie, bei der die Fakten korrekt wiedergegeben werden, sich der Betroffene aber nicht daran erinnert, wie er sie erfahren hat und sie deshalb möglicherweise für eigene Ideen hält.
VB166. Kersti: Die Bedeutung der Kryptomnesie für die parapsychologische Wissenschaftliche Forschung

Es ist zudem nachgwiesen, daß Erinnerungen verdrängt und danach durch unterschiedliche Methoden wie die Einnahme von LSD, Psychoanalyse oder wieder ins Bewußtsein gerufen werden können. Wenn keine harten Fakten zur Überprüfung der Thesen auffindbar sind, ist es nahezu unmöglich, sicher festzustellen, ob die Ereignisse tatsächlich so wie erinnert stattgefunden hatten.
O11.1.3 Kersti: Verdrängung, Kryptomnesie und Wiederauftauchen von Erinnerungen

Kersti

 
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Quellen


Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im Voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.
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