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erste Version: 6/2017
letzte Bearbeitung: 1/2018

VB203.

Besessenheit

Inhalt

VB203.1 Kersti: Welche Phänomene werden mit Besessenheit erklärt
VB203.1.1 Kersti: Ein scheinbar bösartiges Wesen das nicht mit der normalen Persönlichkeit dieser Person übereinstimmt, spricht aus einer Person
VB203.1.2 Kersti: Auftreten als Gottheit, Heiliger oder Dämon im Rahmen von Besessenheitskulten
VB203.1.3 Kersti: Im Rahmen einer mediumistischen Sitzung verhält sich das Medium wie eine verstorbene Person
VB203.1.4 Kersti: Automatisches Schreiben, Tischerücken, Pendeln, Channeln bei bestehendem Bewußtsein der Hauptpersönlichkeit
VB203.1.5 Kersti: Persönlichkeitsveränderung durch Krankheit
VB203.1.6 Kersti: Streits einer Person mit sich selbst
VB203.2 Kersti: Andere Erklärungen für scheinbare Besessenheit
VB203.2.1 Kersti: Dissoziation als Erklärung für scheinbare Besessenheit
VB203.2.1.1 Kersti: Schwach ausgeprägte Alltags-Dissoziation
VB203.2.1.2 Kersti: Multiple Persönlichkeit: Wenn Dissoziation zu mehr als einer voll ausgeprägten Persönlichkeit führt
VB203.2.1.3 Kersti: Satan als eigener Persönlichkeitsanteil
VB203.2.1.4 Kersti: Wenn das eigene Unterbewußtsein als eine andere Person auftritt
VB203.2.2 Kersti: Das Tourette-Syndrom als Erklärung für scheinbare Besessenheit
VB203.2.3 Kersti: Epileptische Anfälle als Erklärung für scheinbare Besessenheit
VB203.2.4 Kersti: Reinkarnation als Erklärung für scheinbare Besessenheit
VB203.2.5 Kersti: Grundbedingung für Beweiskraft: Paranormales Wissen, Tod nach der Geburt und persönliche Betroffenheit
VB203.3 Kersti: Beweise für das Phänomen der Besessenheit
VB203.3.1 Kersti: Grundbedingungen, damit Besessenheit existieren kann
VB203.3.2 Kersti: Zwei Personen in anderthalb Körpern: siamesische Zwillinge
VB203.3.3 Kersti: Beweise für die Existenz einer Seele, die unabhängig vom Körper handeln kann
VB203.3.4 Kersti: Fälle von Besessenheit mit beweiskräftigen Details
VB203.3.3.1 Kersti: Bestätigte Außerkörperliche Erfahrungen aus den Berichten von Spiritistischen Sitzungen
VB203.4 Kersti: Komplexere Modelle zum Thema Besessenheit und Zustände, die fälschlicherweise als Besessenheit fehlinterpretiert werden
VB203.4.1 Kersti: Abgespaltene Anteile anderer Menschen als Besetzer
VB203.4.2 Kersti: Die dritte These: der Mensch als abgespaltener Anteil eines Gottes
VB203.4.3 Kersti: Die dunklein Götter: Inkarnation als Besessenheit durch dunkle Seelen
VB203.5 Kersti: Besessenheit in der Therapie
VB203. Kersti: Quellen

 
Inhalt

1. Welche Phänomene werden mit Besessenheit erklärt

Es gibt eine Reihe von Phänomenen die traditionell oft mit Besessenheit erklärt werden.

 
Inhalt

1.1 Ein bösartiges Wesen das nicht mit der normalen Persönlichkeit dieser Person übereinstimmt, spricht aus einer Person

In einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift fand ich eine mehrseitige Darstellung folgender Geschichte, wo das Problem einer Patientin einer Besessenheit durch einen bösen Geist zugeschrieben wurde.

Loser geht nun zu einer anderen Person

Autor: Wesley W. Craig behandelt Paula im Rahmen einer Psychotherapie, bei der zunächst er einige verschiedene therapeutische Ansätze nutzt, die nicht so recht erfolgreich sind. Schließlich versucht er es mit der Ego-State-Therapie39. nach Autor: John G. Watkins und Helen H. Watkins und findet hierbei mehrere Ich-Zustände der Patientin, deren Behandlung zu einer erkennbaren Besserung führen. Dennoch bleiben einige Symptome bestehen und lassen sich mit Hilfe der bisher bekannten Persönlichkeitsanteil nicht mehr weiter bearbeiten. Daher forschte er nach, ob es einen noch unbekannten Persönlichkeitsanteil gebe, den er noch nicht gefunden hatte. Daraufhin meldete sich ein Wesen, das sich selber später als Loser bezeichnete. Bei einer späteren Sitzung sagte der Loser, daß er kein Teil von Paula sei. Der Therapeut fragt ihn, ob er dann Luzifer sei. Loser beantwortet diese Frage mit mit nein, das sei aber nahe dran. Daraufhin dachte der Therapeut sich, daß er eine spirituelle Methode anwenden müsse, um dieses Wesen loszuwerden und befahl ihm im Namen Jesu zu gehen. Bei diesem Befehl zeigte er auf seine Patienten und hatte das Gefühl, daß Energie durch seinen Arm flösse. Nach der Sitzung erzählte Paula, daß der Loser ein Mann gewesen sei und daß sie sich von Dunkelheit überwältigt gefühlt hätte, während er anwesend war und daß die Dunkelheit sie augenblicklich bei diesem Kommando verlassen hätte. Er hätte zu ihr auch gesagt, daß er nun zu einer anderen Person gehen würde. 38.
Ausführlicher behandele ich bösartig erscheinende Persönlichkeitsanteile und Besetzer in diesem Artikel.
VB104. Kersti: "Es ist, als wäre da ein Teufelchen" - Besessenheit oder eigener Persönlichkeitsanteil?
Was es sein könnte, wenn ein Mensch sich an rituellen Mißbrauch durch eine satanistische Sekte erinnert behandele ich ausführlicher hier:
O11: Kersti: Satanistischer ritueller Mißbrauch - Ein komplexes Rätsel, Q

 
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1.2 Auftreten als Gottheit, Heiliger oder Dämon im Rahmen von Besessenheitskulten

In Besessenheitskulten wie dem haitianischen Vaudou31., die Santería-Religion32. von Kuba, Umbanda, Candomblé, Macumba, Quimbanda, Shango, Batuque, Tambor de Mina, Jurema aber auch den Christlichen Kulten der Shaker und Pfingstbewegung (engl. Pentecostalists) wird angenommen, daß die Götter oder Heiligen des Kultes im Rahmen eines Trance-Auslösenden Rituals einzelen Gläubige besetzen. Indem sie das tun, geben sie den Gläubigen die Möglichkeit mit den Göttern/Heiligen zu kommunizieren.33., 36.

Das bedeutet aber auch, daß anders als beim Gottesdienst der meisten Kirchen, die Glaubensinhalte nicht als Predigt vorgetragen werden, sondern daß die Gläubigen sich an den Ritualen beteiligen, Besessenheiten teilweise selbst erleben, teilweise mit Besessenen sprechen und Einzelfall für Einzelfall überlegen, ob es sich hierbei um ein echtes Phänomen gehandelt hat oder nicht34.. Der Glaube von in dieser Art erlebte Religion wird, da Menschen nicht unfehlbar sind, Fehlinterpretationen des Erlebten enthalten, es handelt sich aber nicht um blinden Glauben ohne eigene Überprüfung, sondern um regelmäßig an der Praxis überprüftes Wissen.

 
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1.3 Im Rahmen einer mediumistischen Sitzung verhält sich das Medium wie eine verstorbene Person

 
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1.4 Automatisches Schreiben, Tischerücken, Pendeln, Channeln bei bestehendem Bewußtsein der Hauptpersönlichkeit

Spiritistische Techniken in denen das Medium sich seiner Umgebung bewußt bleibt, werden manchmal durch teilweise Besessenheit manchmal durch direkte Beeinflussung des Tisches oder Pendels durch den Geist erklärt. Als dritte Möglichkeit wird oft angenommen daß das Medium den Geist hellsichtig wahrnimmt und das wahrgenommene wiedergibt.
VB190. Kersti: Automatisches Schreiben

 
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1.5 Eine Person hält sich plötzlich für jemanden anders

 
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1.6 Streits einer Person mit sich selbst

 
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2. Andere Erklärungen für scheinbare Besessenheit

2.1 Dissoziation als Erklärung für scheinbare Besessenheit

2.1.1 Schwach ausgeprägte Alltags-Dissoziation

VB178.2 Kersti: Die erfundenen Wesen, habe ich, wenn ich sie gespielt habe, von innen heraus als ich wahrgenommen, ich kannte all ihre Gefühle und Gedanken

 
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2.1.2 Multiple Persönlichkeit: Wenn Dissoziation zu mehr als einer voll ausgeprägten Persönlichkeit führt

VA227.2.1.1 Kersti: Wie kommt Billy Milligans Persönlichkeitsanteil Ragen Vadascovinich zu seinen Fähigkeiten?
VB156. Kersti: 4. Multiple Persönlichkeit, Persönlichkeitsanteile und Ich-Zustände
VB158. Kersti: Therapie von Multiplen Persönlichkeiten und die Angst des Therapeuten vor seinem multiplen Patienten
VB71.3 Kersti: Unsortierbare Erinnerungen durch Gewalt und Mißbrauch in der Kleinkinderzeit

 
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2.1.3 Satan als eigener Persönlichkeitsanteil

Im Rahmen von Therapien kommt es von Zeit zu Zeit vor, daß sich herausstellt, daß etwas das als Satan oder Dämon wahrgenommen wurde tatsächlich ein Persönlichkeitsanteil des Patienten war.

Autor: Colin A. Ross schreibt in seinem Buch " Buch: Satanic Ritual Abuse daß er nicht an Satan als unabhängige spirituelle Wesenheit glaubt, daß er "Satan" aber für eine psychologische Realität hält, in so fern daß ihm öfter abgespaltene Persönlichkeitsanteile begegnet sind, die sich selbst als Satan bezeichnen und durch die jeweils aktuell im Umfeld des Patienten vorhandene Vorstellung von Satran geprägt wurden. Er hat mit diversen Entitäten in der Psyche seiner Patienten gearbeitet, die sich selbst als Satan oder Dämonen sahen, für die sich aber später herausstellte, daß sie abgespaltene Anteile des Patienten waren und bringt dafür später im Buch auch einige recht überzeugenede Beispiele. Er betrachtet Satan auch als kollektive Realität insofern, daß Satan das kollektiv als Böse abgespaltene der Gesellschaft repräsentiert.28. S.18ff, S65ff, S.152ff.

Grundsätzlich kann ich auch aus meiner Arbeit bestätigen daß es solche abgespaltenen Persönlichkeitsanteile gibt, die sich selbst als Satan oder Teufel darstellen, obwohl sie es nicht wirklich sind.
VB104. Kersti: "Es ist, als wäre da ein Teufelchen" - Besessenheit oder eigener Persönlichkeitsanteil?
O11.4.6.2 Kersti: Satan, der Teufel und Dämonen als Persönlichkeitsanteile
Im Zusammenhang mit dieser These steht auch die Duiskussion zum Satanistischem rituellen Mißbauch.
O11: Kersti: Satanistischer ritueller Mißbrauch - Ein komplexes Rätsel, Kersti: O11.Q

 
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2.1.4 Wenn das eigene Unterbewußtsein als eine andere Person auftritt

Eine Möglichkeit zu erklären, was es bedeuten könnte wenn eine Person sich wie jemand anders als das Medium verhält und behauptet ein Verstorbener zu sein, wäre die Vermutung daß es sich bei dem vermeintlichen Verstorbenen um einen abgespaltenen Anteil des Mediums handeln könnte, der false Memories zu einem Leben, das er tatsächlich nie gelebt hat, entwickelt hat. Daber kann der abgespaltene Anteil auf Wissen zurückgreifen, von dem die Hauptpersönlichkeit nicht weiß, daß er es besitzt.
VB167. Kersti: False Memories - falsche Erinnerungen und wie sie entstehen
So etwas tritt nachweislich tatsächlich auf: Ein Medium, deren Namen mit Miss C. abgekürzt wurde, channelte beispielsweise eine Autor: Blanche Poynings, was sich später als eine verdeckte Erinnerung an die Novelle "Countess Maud" von Emily Sarah Holt (1836-1893)2. herausstellte3. S. 223; 4. S.347.
VB167.2.1.b1 Kersti: Blanche Poynings: Falsche Lebenserinnerungen aus einer vergessenen Buchlektüre
Auch die Forschung zum unterstützten Schreiben zeigt, daß so etwas prinzipiell passieren kann, ohne daß dem betroffenen Menschen bewußt ist, daß er selber schreibt und auf eigenes Wissen zurückgreift.5., 6., 7.
VB191. Kersti: Unterstützte Kommunikation bei Menschen, die nicht sprechen können: wer ist der Urheber der Worte?

 
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2.1.5 Paranormale Vorgänge müssen nachweisbar sein, um Dissoziation sicher von Besessenheit zu unterscheiden

Kurz zusammengefaßt, kann man sagen, daß alle grundsätzlichen Phänomene, die üblicherweise durch Besessenheit erklärt werden auch bei der Dissoziation vorkommen. Wenn man beweisen will, daß es eine echte Besessenheit gibt, muß man nachweisen, daß paranormale Vorgänge im Spiel sind, beispielsweise, daß der Besetzer Dinge weiß, die die besessene Person so nicht wissen kann und daß es nicht auf andere spirituelle Phänomene wie Telepathie, Außerkörperliche Erfahrungen oder Reinkarnation besser erklärt ist.

 
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2.2 Das Tourette-Syndrom als Erklärung für scheinbare Besessenheit

 
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2.3 Epileptische Anfälle als Erklärung für scheinbare Besessenheit

 
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2.4 Reinkarnation als Erklärung für scheinbare Besessenheit

 
Inhalt

2.5 Grundbedingung für Beweiskraft: Paranormales Wissen, Tod nach der Geburt und persönliche Betroffenheit

 
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3. Beweise für das Phänomen der Besessenheit

3.1 Grundbedingungen, damit Besessenheit existieren kann

Damit Besessenheit möglich ist müssen unterschiedliche Grundbedingungen erfüllt sein Ich werde zunächst unabhängig von Besessenheit belegen, daß diese Grundbedingungen erfüllt sind, die die These der Besessenheit erst denkbar erscheinen lassen.

Daß es zwei Bewußtseine in anderthalb Körpern geben kann, belegt die Existenz von siamesischen Zwillingen, die trotz der verbundenen Körper deutlich unterschiedliche Persönlichkeiten haben.
VB203.3.2 Kersti: Zwei Personen in anderthalb Körpern: siamesische Zwillinge
Daß auch ein Körper mit nur einem Gehirn zwei oder mehrere unterschiedliche Bewußtseine tragen kann, ist durch die Existenz von Multiplen Persönlichkeiten belegt, die ich bereits weiter vorne bei den Alternativerklärungen zur Besessenheit angeführt habe.
VB203.2.1.2 Kersti: Multiple Persönlichkeit: Wenn Dissoziation zu mehr als einer voll ausgeprägten Persönlichkeit führt

Mit den Beweisen für die Existenz einer Seele, die unabhängig von einem Körper handeln kann und einen Körper nach dem Tod verlassen und in einen anderen Körper eintreten kann, beschäftige ich mich danach.
VB203.3.3 Kersti: Beweise für die Existenz einer Seele, die unabhängig vom Körper handeln kann
Schließlich gibt es auch noch klare Besessenheitsfälle, die gemeinsam oder zusammengenommen belegen, daß

Dies wird in folgendem Abschnitt behandelt.
VB203.3.4 Kersti: Fälle von Besessenheit mit beweiskräftigen Details

 
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3.2 Zwei Personen in anderthalb Körpern: siamesische Zwillinge

Daß zwei verschiedene Personen in etwa anderthalb Körpern existieren können, wissen wir aus den bekannten Fällen von siamesischen Zwillingen. Siamesische Zwillingen können an den unterschiedlichsten Stellen zusammengewachsen sein. Es gibt Fälle mit einem einzigen Kopf und zwei vollständigen Körpern aber auch Fälle, wo nur ein Körper zwei Köpfe hat. In den Fällen, wo zwei vollständige Köpfe vorhanden sind, haben die beiden Zwillinge auch unabhängige Persönlichkeiten, die gewöhnlich normal entwickelt sind. Sie werden wenn möglich, da alle lebensnotwendigen Organe doppelt vorhanden sind, gelegentlich operativ getrennt.

Darstellung: Siamesische Zwillinge

1. Am Schädel verbundene siamesische Zwillinge.

2. Zweiköpfiger Junge aus Bengalen. Hierbei handelt es sich offensichtlich um eine Abbildung desselben Jungen, den Everard Home 1783 beschrieb. Das Kind war weitestgehend gesund, der zweite Kopf hatte ein unabhängiges Bewußtsein, wie sich daran ablesen ließ, daß er manchmal wach war, wenn der andere Kopf schlief und daß sein Gesichtsausdruck nicht immer dem des anderen Kopfes entsprach. Die Gehirne waren vollständig getrennt und hatten jeweils eigene Hirnhäute, das zweite Gehirn wurde vom normalen Kopf aus mit Blut versorgt. Das Kind wurde von den Eltern vorgeführt, um Geld zu verdienen. Es starb an einem Schlangenbiß. Der Schädel des Jungen findet sich heute im Royal College of Surgeons of London.

3. Fötus mit zwei verwachsenen Körpern und nur einem Kopf im nach Dr. Grigore Antipa benannten Naturgeschichtlichem Musem in Bukarest.

4. Indischer Junge mit einem unvollständigem zweiten kopflosen Körper, Photo aus dem späten 19. Jahrhundert. Es soll wahrscheinlich den Inder "Laloo" darstellen. Wenn die Zuordnung stimmt, hatte der Anhang einen Penis aber keine Hoden. Es enthielt Gedärme, aber der Anus war nicht durchgebrochen. Laloo war Teilnehmer einer Protestkundgebung bei Barnum, bei der die ausgestellten Personen mit Fehlbildungen verlangten, sie wollen "prodigies" und nicht "freaks" genannt werden.

5. Lazarus und Joannes Baptista Colloredo (*1617) waren siamesische Zwillinge, von denen der Lazarus normal entwickelt und der andere unterentwickelt war. Die Eltern behandelten beide Kinder als sepearate Persönlichkeiten. Lazarus war wohlhabend und galt als wohlerzogen. Er bereiste zahlreiche Länder, in denen er sich zur Schau stellte, darunter Italien, Spanien, Deutschland, Frankreich (1638), Polen (1640), England (1639 und 1642), Dänemark und die Schweiz, Italien (1946). Wenn er sich nicht zur Schau stellte, versteckte er seinen Bruder unter seiner Kleidung. Er soll geheiratet und mehrere normal entwickelte Kinder gezeugt haben. Nach 1646 verliert sich die Spur der Colloredo-Zwillinge.

6. Millie and Christine McCoy wurden 1851 als Sklaven geboren und in den Showbusiness verkauft. Als die Emanzipationsproklamation 1863 zu ihrer Befreiung führte, arbeiteten sie weiterhin als Schaustellerinnen, die gemeinsam Tanz und Gesangsvorführungen gaben.

7. Giovanni Battista und Giacomo Tocci kamen 1877 in Locana, Italien zur Welt. Die Zwillinge wurden in ihrer Kindheit von ihren Eltern ausgestellt. Jeder konnte jeweils nur ein Bein kontrollieren, so daß die Zwillinge zwar stehen konnten, aber nie gehen lernten. Ihre intellektuelle Entwicklung scheint normal verlaufen zu sein. Als sie im Alter von 20 Jahren über sich selbst bestimmen konnten, kehrten Giovanni Battista und Giacomo Tocci nach Italien zurück und kauften sich eine Villa in der Nähe von Venedig. Das Anwesen war von hohen Mauern umgeben, denn die Zwillinge waren fest entschlossen, sich nun niemals mehr angaffen zu lassen.

8. Daisy und Violet Hilton (1908-1969) wurden von der Arbeitgeberin ihrer Mutter adoptiert und von klein auf im Showbusiness ausgestellt. Als sie als Volljährige gerichtlich ihre Unabhängigkeit durchgesetzt hatte, traten sie weiterhin als Tänzerinnen und Musikerinnen auf.

9. Folkje en Tjitske de Vries wurden 1953 als siamesische Zwillinge geboren und 1954 operativ getrennt.

Daß nahezu alle hier aufgeführten Beispiele mit bekannten Namen als Schausteller arbeiteten, ist einerseits darauf zurückzuführen, daß oft nur von diesen die Namen wirklich bekannt werden, andererseits aber auch, weil sie als Sensation in diesem Bereich sehr gute Chancen haben, während sie in anderen Bereichen aufgrund der Vorurteile der meisten Menschen sicherlich sehr benachteiligt sind, selbst wenn sie für einen Beruf gut begabt sind. 30.
Aus dem Gruselroman scheinen die ersten sechs Lebensjahre von Masha und Dasha Kriwoschljapowa zu entstammen. Sie wurden von dem angesehenen russischen Neurophysiologen Pjotr Kusmitsch Anochin für grausame Menschenversuche mißbraucht.
O11.1.3.3 Kersti: Mascha und Dascha: "Aber was die Experimente angeht, ist alles wie ausgelöscht"
Auch hier ist klar erkennbar daß die beiden Kinder einen deutlich unterschiedlichen Charakter haben. Masha ist die rebellische, während Dasha nachgiebig und ängstlich ist.41.

Ob zwei unabhängige Wesen in einem Körper mit nur einem Gehirn sein können, wird oft bezweifelt, da das unlogisch erscheint, wenn man annimmt, daß das Gehirn der Urheber des Bewußtseins sein soll. Das zumindest zwei unabhängige Persönlichkeiten in einem Körper existieren können, ist aber schon durch das Phänomen der multiplen Persönlichkeit, wie sie oben beschrieben ist, belegt.

 
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3.3 Beweise für die Existenz einer Seele, die unabhängig vom Körper handeln kann

Um sich vorstellen zu können, daß es Besessenheit gibt, müssen auch die grundlegenden Phänomene existieren, die laut dieser Theorie für die Besessenheit verantwortlich sein sollen. Zunächst einmal muß nachgewiesen sein, daß unser Bewußtsein unabhängig vom Körper denken, fühlen und handeln kann. Dafür beweiskräftige Daten sind in dem Artikel zu außerkörperlichen Erfahrungen gesammelt.
VB159. Kersti: Wissenschaftliche Forschungsergebnisse zur Außerkörperlichen Erfahrung mit Beobachtung der materiellen Erde
Kurz zusammengefaßt gibt es zwar Halluzinationen8. S.42-44, S.198f und Träume9., die uns subjektiv wie reale Außerkörperliche Erfahrungen erscheinen können, aber es gibt auch Außerkörperliche Erfahrungen mit nachweisbar richtigen Beobachtungen zu Dingen, die der Betroffene nicht auf andere Weise erfahren haben kann10.; 11. 3. Kapitel; 12.; 13. S.33f, S.175; 14.; 15.; 16. S.23, S.83, S.117-151, S.267.

Eine Vorstellung davon was zwischen den Leben geschieht, vermittelt uns die Forschung zu Lebensgefahrerfahrungen, Nahtoderfahrungen und die zu Zwischenlebensszenen in der Reinkarnationstheraqpie.
VB37. Kersti: Nahtoderfahrung bei Bewußtlosigkeit
O7.B1 Kersti: Totenbettvisionen
O7.C4 Kersti: Lebensgefahr-Erfahrungen
O7.71 Kersti: Erscheinung Sterbender bei ihren Angehörigen

Für die Fälle, wo ein Verstorbener der Besetzer ist, muß nachgewiesen sein, daß es so etwas wie eine Seele gibt, die einen Körper verlassen und in einen anderen Körper eintreten kann. Daß so etwas prinzipiell geschieht, ist durch die Reinkarnationsforschung erwiesen4.; 17.-27., indem spontane Erinnerungen von Kindern und die Ergebnisse von Rückführungen untersucht wurden. Von der Besessenheit unterscheidet sich die Reinkarnation dadurch, daß die betroffene Seele den neuen Körper für sich allein hat.
O7.A4 Kersti: Wissenschaftliche Forschung zur Reinkarnation

Vor diesem Hintergrund erscheint die Annahme vernünftig, daß es auch eine Besessenheit eines bereits durch eine Seele bewohnten Körpers durch eine zweite Seele geben könnte. Wickland geht allerdings weiter: er meint alle reinkarnationsfälle durch Besessenheit erklären zu können1..
VB119.1 Kersti: Besessenheit statt Reinkarnation: Fallbeispiele von Wickland
Diese These wird allerdings nicht durch die Reinkarnationsforschung gestützt.

 
Inhalt

3.4 Fälle von Besessenheit mit beweiskräftigen Details

 
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3.4.1 Bestätigte Außerkörperliche Erfahrungen aus den Berichten von Spiritistischen Sitzungen

Autor: Carl A. Wickland veröffentlicht in seinem Buch die mitstenographierten Berichte von spiritistischen Sitzungen, in denen seine Frau das Medium war. An mehreren Stellen berichten die Geister, die für die Besessenheit von Wicklands Patienten verantwortlich waren, von Außerkörperlichen Erfahrungen1. S.44, S.59, S.76, S.80, S.141ff, S.156ff, S.355, S.366 u.A.. Er hat einige der Außerkörperlichen Erfahrungen, von denen die Geister berichteten, nachrecherchierte und dabei herausgefunden, daß die dort gemachten Beobachtungen den Tatsachen entsprachen1. S.44, S.141, S.145.

 
Inhalt

3.4.2 spontane Besesssenheitsfälle aus der Reinkarnationsforschung

Einige ausreichend vielversprechende Fälle von Besessenheit hat der Reinkarnationsforscher Autor: Ian Stevenson mit denselben Methoden nachgeprüft, mit denen er auch seine Reinkarnationsforschung betrieb.

Nach einer Phase der Verwirrung erzählte sie, sie hieße Shiva und wäre in einem anderen Dorf gestorben

Sumitra, eine junge verheiratete Frau aus einem nordindischen Dorf, schien zu sterben, erholte sich dann aber wieder. Nach einer Phase der Verwirrung erzählte sie, sie hieße Shiva und wäre in einem anderen Dorf gestorben. Sie erzählte genug Details, daß sich herausfinden ließ, daß es in einem 100 km entfernten Dorf tatsächlich eine Shiva gelebt hatte, auf die die Dinge zustrafen die Sumitra über ihr vorheriges Leben erzählt hatte. Auch ihre veränderte, neue Persönlichkeit paßte in mehrfacher Hinsicht zu dem was zu der verstorbenen Shiva herauszufinden war. Ausführliche Interviews mit 53 Personen aus beiden Dörfern überzeugten die Forscher davon, daß die beiden Familien nicht auf normalen Wege voneinander erfahren hatten.37.

 
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4. Komplexere Modelle zum Thema Besessenheit und Zustände, die fälschlicherweise als Besessenheit fehlinterpretiert werden

4.1 Abgespaltene Anteile anderer Menschen als Besetzer

Autor: Samuel Sagan schreibt in "Buch: Entity Posession.":
"Entitäten sind keine vollständigen Menschen, die sich verirrt und an einen lebenden Menschen gebunden haben. Wenn du dir vier Wochen nach dem Tod deiner Tante eine Entität einfängst, die sich nach ihr anfühlt, ist das nur ein Splitter ihres Astralkörpers, nicht ihre unsterbliche Seele, die in dir gefangen ist."40.1 Er führt dann weiter aus, daß viele dieser Entitäten, wenn man sie hellsichtig betrachtet nur wie kleine Bröckchen, Dreck oder Staub erscheinen also wesentlich kleiner sind als ein inkarnierter Mensch.40. S.110f

VB169. Kersti: Besessenheit innerhalb der Familie und durch Menschen aus dem persönlichen Umfeld

 
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4.2 Die dritte These: der Mensch als abgespaltener Anteil eines Gottes

Während wir leben spalten wir ständig Anteile ab und integrieren Anteile wieder, die wir früher abgespalten haben.
VB156. Kersti: Die Organisation des Ichs
Dabei werden nicht nur in diesem Leben abgespakltene Anteile wieder integriert, sondern wir können auch anteile wieder integrieren, die wir oder eine nahe verwandte Seele vor Beginn unseres jetzigen Lebens abgespalten hat.
VB156. Kersti: 6.4 Die Wandelbarkeit der Zusammensetzung einer Seele
Der Hauptanteil der inkarnierten Seele kehrt zwischen zwei Leben normalerweise zu dem nächstgrößeren Ich oder seiner Gruppenseele auf eine höhere Ebene zurück, wertet sein erlebtes Leben aus und plant ein neues Leben.
VA39. Kersti: Wie funktioniert Reinkarnation?
Dabei bleiben oft abgespaltene Persönlichkeitsanteile auf der Erde zurück und halten sich als Erdgebundene Seelen weiterhin auf der Erdebene auf. Diese können sehr unterschiedlich auf die Situation reagieren. Große Persönlichkeitsanteile suchen sich oft den Körper eines Babys in schwangeren Frau in der Nähe und inkarnieren sich dort als erdgebundene Inkarnation neu.
VA39.1 Kersti: Erdgebundene Reinkarnation - einfach von diesem in den nächsten Körper?
VA218. Kersti: Gruppenseelen und multiple Persönlichkeiten
VB129.2 Kersti: Gott als Multiple Persönlichkeit: Die irdische Multiple Persönlichkeit und ihr Verhältnis zu feinstofflichen Anteilen

 
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4.3 Die dunklen Götter: Inkarnation als Besessenheit durch dunkle Seelen

Wie ich in
VB99. Kersti: Inkarnationswellen und Seelengenerationen
schreibe, erklären meine feinstofflichen Anteile die Materie als zersplitterte Anteile oder asche derjenigen Wesen, die zuerst auf die materielle Ebene abgestriegen sind.
VB99.2.1 Kersti: Erste Welle: Atome - Die Entstehung der Materie
Die nächsten Wellen an Seelen inkarnieren VB99.2.7.1 Kersti: Verschachtelte Inkarnationen oder warum viele heutige Menschen die Instinkte als feindlich erleben
VB99.3.1 Kersti: Der Aufstieg alter Seelen
Wie ich in dem Artikel
VB138. Kersti: Gibt es Menschen ohne Seele?
schrieb, gibt es zwei unterschiedliche Formen der Inkarnation. Bei der einen gehört der Astralkörper oder Körper der Geistigen Welt zu derselben Seele wie das steuernde Bewußtsein. Bei der anderen Form der Inkarnation gibt es ein Bewußtsein, das den Körper der Geistigen Welt erschafft und aufrechterhält und zudem für die Instinkte zuständig ist und ein anderes Bewußtsein das weitestgehend entscheidet, wie dieses Wesen sich verhält und was es mit seinem Leben macht.
VA39.6 Kersti: Körper und höhere Körper
Bei diesen Doppelinkarnationen kann es sein, daß die Seele die weitgehend entscheidet, was der Mensch mit seinem Leben macht, auf eine höhere Ebene zurückkehrt, während diejenige Seele, die sich um die Aufrechterhaltung des feinstofflichen Körpers kümmert auf erdnahen Ebenen zurückbleibt und dort herumgeistert. Ich nehme an, daß das das ist, was Sagan mit "Splitter des Astralkörpers" meinte.

Es kann bei solchen Doppelinkarnationen aber auch sein, daß sich ein Anteil der Seele, die weitgehend darüber entscheidet, was der Mensch mit seinem Leben macht, zu einem Familienmitglied überspringt und einen anderen Menschen über dessen eigenen Körper der Geistigen Welt zu lenken versucht, wie er vorher über die andere Seele den eigenen Körper zu lenken versuchte. Für viele Geistheiler ist diese Art der Besessenheit aber nicht wahnehmbar, da sie die Ebene über dem inneren Licht oder Fluchebene, die in anderen Traditionen als Welt des Geistes bezeichnet wird, nicht sehen können und es deshalb nicht merken, wenn ein Geist einen fremden Astralkörper besetzt. In dem Fall wird es für den Geistheiler, der nur die materielle Welt und die Geistige Welt wahrnimmt, so erscheinen, als hätte der Patient selbst einen Anteil abgespalten, der sich wie die Mutter oder der Vater verhält, während tatsächlich auf der noch feinstofflicheren Fluchebene eine Besessenheit vorliegt.

Als drittes kann es natürlich sein, daß bei einer Doppelinkarnation beide beteiligten Seelen gemeinsam einen Anteil abspalten, so daß der Besetzer von beidem einen Anteil enthält.

Als viertes ist es möglich, daß der oder die Verwandte gar keine solche Doppelinkarnation ist, sondern den Körper der Geistigen Welt selbst projiziert. In diesem Falle ist der abgespaltene Seelenanteil samt dem zugehörigen Körper der Geistigen Welt natürlich immer ein Teil dieser einen Seele.

 
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5. Besessenheit in der Therapie

VA218.5 Kersti: Besessenheit und Walk-Ins

 
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Quellen

Einige Teile dieses Artikels beruhen auf meinen eigenen Erfahrungen als Therapeutin.
VA248. Kersti: Wie funktioniert Psychotherapie?
Wenn ich therapeutisch arbeiten greife ich oft auf das Wissen meiner feinstofflichen Anteile zurück und integriere geistheilerische Methoden in meine Arbeit.
VA299. Kersti: Fragen beantworten: Das Wissen der eigenen feinstofflichen Anteile
VA131. Kersti: Heilung durch Arbeit an den feinstofflichen Körpern
Bei den komplexeren Modellen greife ich teilweise auf das Wissen meiner eigenen feinstofflichen Anteile zurück.
VB163. Kersti: Wie ich meine feinstofflichen Wahrnehmungen erlebe
Dabei schreibe ich oft recht ungefiltert die Meinungen meiner feinstofflichen Anteile auf.
VA299. Kersti: Fragen beantworten: Das Wissen der eigenen feinstofflichen Anteile

Weitere Quellen waren:


Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im Voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.
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