Hauptseite  /   Suche und Links  /   Philosophie und Autorin dieser Seite


O7.1 Kersti: Wissenschaftliche Forschungsergebnisse zu Tod, Jenseits und Reinkarnation (Quellen hierzu)

erste Version: 7/2009
letzte vollständige Überarbeitung: 10-11/2017
letzte Bearbeitung: 11/2017

O7.4

Halluzinationen, Illusionen und Irrtümer

Inhalt

Übergeordneter Artikel:
Dieser Text:
O7.4.1 Kersti: Begriffsdefinitionen
O7.4.2 Kersti: Verarbeitungsschritte der Wahrnehmung und Halluzinationen
O7.4.2.1 Kersti: Einführung: In allen Phasen der Wahrnehmung können Fehler entstehen
O7.4.2.1 Kersti: Die Suche nach einer Hütte in der Nacht: Schnee vor Augen und falsche Hütten
O7.4.2.2 Kersti: Fehlwahrnehmungen die im Sinnesorgan entstehen
O7.4.2.2.1 Kersti: Dunkellicht: Wenn die Wahrnehmungsschwelle auf den tiefstmöglichen Grenzwert abgesenkt wird
O7.4.2.2.1 Kersti: Dunkellicht
O7.4.2.2.2 Kersti: Weiter Fehlwahrnehmungen, die im Sinnesorgan entstehen
O7.4.2.3 Kersti: Störungen der optischen Auswertung des Gesehenen: Wenn das Gehirn Muster produziert
O7.4.2.4 Kersti: Störungen beim Erkennen des Gesehenen: Der Gestalterkennungsfilter
O7.4.2.4 Kersti: Störungen beim Erkennen des Gesehenen: Der Gestalterkennungsfilter
O7.4.2.5 Kersti: Störungen bei der emotionalen Interpretation des Gesehenen
O7.4.3 Kersti: Störungen bei der intellektuellen Interpretation des Gesehenen
O7.4.3.1 Kersti: Keine Worte für Erfahrungen
O7.4.3.2 Kersti: Träume als Teil unseres Lernens und verstehens
O7.4.3.3 Kersti: Flashbacks: Unverarbeitete Bilder aus der Vergangenheit
O7.4.3.4 Kersti: False Memories
O7.4.x Kersti: xxx
O7.4. Kersti: Physiologie der Halluzination
O7.4. Kersti: Halluzinationstypen
O7.4. Kersti: Halluzinationen und Spirituelle Erfahrungen
O7.4 Kersti: Quellen

 
Inhalt

1. Begriffsdefinitionen

Eine Trugwahrnehmung oder Halluzination ist eine Wahrnehmung, die wir haben, obwohl das Wahrgenommene in der äußeren Realität nicht vorhanden ist.

Eine Illusion ist, wenn eine Wahrnehmung zu Interpretationsfehlern führt.

Dieser Artikel gibt einen Überblick darüber, welche Fehler prinzipiell in den verschiedenen Schritten der Wahrnehmung und bei deren Verarbeitung entstehen können.

 
Inhalt

2. Verarbeitungsschritte der Wahrnehmung und Halluzinationen

 
Inhalt

2.1 Einführung: In allen Phasen der Wahrnehmung können Fehler entstehen

Eine Sinneswahrnehmung wird zuerst durch das Sinnesorgan aufgenommen, dann über die Nerven zum Gehirn weitergeleitet, von den primären Rindenzentren als Wahrnehmung dargestellt und von den sekundären Gehirnbereichen ausgewertet, mit gleichzeitigen Wahrnehmungen der anderen Sinne in Verbindung gebracht und schließlich wird die gemachte Erfahrung verarbeitet.

In jedem dieser Verarbeitungsschritte kann eine Halluzination entstehen.

Für zwei Phänomene aus dem Spektrum der Halluzinationsentstehungsmöglichkeiten bietet das normale Sehen im Dunklen Beispiele.

Beispielgeschichte, Kersti:

Die Suche nach einer Hütte in der Nacht: Schnee vor Augen und falsche Hütten

Nach und nach wurde es auf der Wanderung dunkel und ich war an diesem regnerischen Abend immer noch nicht an meinem Tagesziel, einer Schutzhütte - angekommen. Nach und nach war die Welt immer grauer geworden, weil es zu Dunkel geworden war, um noch garben zu sehen. Danach unterschieden sich die hellsten Stellen im meinem Sichtfeld immer weniger voon den dunkelsten Stellen. Daß ich mich noch sicher orientieren konnte, lag letztlich nur an meiner großen Erfharung mit der Orientierung im dunklen. Ich wußte, ich würde an der Hütte vorbeikommen, denn sie lag am Weg und es gab bis dorthin keine Abzeigungen, aber die Karte konnte ich wegen der Dunkelheit schon lange nicht mehr lesen.

Wenn ich an eine völlig dunkle Stelle im Wald schaute, dann sah sie für mich nicht etwa völlig dunkel aus, sondern sie wirkte, als würde dunkelgrauer Schnee vor meinen Augen tanzen, während an den hellsten Stellen alles eben dunkelgrau erschien.

Ich folgte weiter dem Weg, der eben durch einen dunkelgrauen Streifen am Himmel markiert war und dadurch bestätigt wurde, daß der Boden unter meinen Füßen glatt war und knirschte, wie man das von einem Schotterweg erwartet.

Die Hütte zu finden war der schwierigere Teil, denn es war eigentlich zu dunkel, um eine Hütte zu erkennen. Bei der Beleuchtung konnte sie sich nur sehr schwach im Schatten abzeichnen. Ich suchte dennoch weiter, denn bei dem regnerischen Wetter wäre es einfach sehr schön, ein festes Dach über dem Kopf zu haben. Statt aber gar keine Hütte zu sehen sah ich zu viele. Alle 50 bis huntert Meter sah ich ganz deutlich eine Hütte im Wald, die sich, als ich davor stand, immer wieder als ein paar Blätter, ein Strauch oder Baum herausstellte. Genauer beschrieben habe ich das Phänomen hier:
VA169.1.4 Kersti: Die falschen Hütten im Wald
Da ich das Phänomen aus Erfahrung kannte, suchte ich stur weiter, bis ich am Ende die richtige Hütte gefunden hatte.

 
Inhalt

2.2 Fehlwahrnehmungen die im Sinnesorgan entstehen

2.2.1 Dunkellicht: Wenn die Wahrnehmungsschwelle auf den tiefstmöglichen Grenzwert abgesenkt wird

Der Schnee, den ich an dunklen Stellen sehe, wird als Dunkellicht bezeichnet und diese Fehlwahrnehmung entsteht direkt im Auge.

Dunkellicht

Die mittlere Leuchtdichte der natürlichen Umwelt variieren von 10-4cd/m2 in einer Vollmondnacht bis 104cd/m2 bei Sonnenlicht. Sie variiert also um den Faktor 100 000 000. Gleichzeitig kann der Mensch aber nur Helligkeitsstufen wahrnehmen die sich um den Faktor 20 unterscheiden. Daher paßt sich das Sehsystem an die mittlere Helligkeit der Umgebung an, einerseits indem die Pupillenweite variiert wird, andererseits indem das Auge chemisch empfindlicher oder unempfindlicher wird, je nachdem wie hell oder dunkel es ist.1. S. 395f

Bei maximaler Dunkeladamption kann ein einzelnes Lichtquant schon dazu führen, daß man diesen Lichtreiz sieht.1. S. 395

"Jedes Sehfarbstoffmolekül hat bei 37°C im Dunklen eine mittlere Lebensdauer von etwa 1010 Sekunden oder 300 Jahren. Trotz diese großen Stabilität führt das dazu, daß auch bei völliger Dunkelheit die Überraschend große Zahl von 106 Stäbchen pro Sekunde fälschlicherweise melden, sie hätten ein Lichtquant absorbiert. Dies errechnet sich folgendermaßen: Jedes Stäbchen enthält 108 Rhodopsinmoleküle; In der Netzhaut gibt es 108 Stäbchen, also 1016 Rhodopsinmoleküle. Diese Zahl geteilt durch die 1010 Sekunden gibt 106 aktivierte Stäbchen pro Sekunde. Diese as Dunkellicht bezeichnete Aktivität entspricht einer retinalen Beleuchtungsstärke von etwa 10-4 Troland, die sich bei einer klaren Sternennacht ergibt. Zum sehen ist deshalb mehr Licht erforderlich. Betrüge die mittlere Lebensdauer des Rhodopsinmoleküls im Dunklen lediglich 107 Sekunden oder 4 Monate, so läge unsere absolute Sehschwelle um den Faktor 1000 höher."1. S. 385

Die hier aufgestellte Behauptung, daß man in einer klaren Sternennacht nicht sehen könne, ist schlicht falsch, denn ich habe bisher in jeder Nacht, die mir begegnet ist, genug gesehen, um mich grob orientieren zu können, Hindernissen und Pfützen auf dem Weg ausweichen oder mein Gepäck im Dunklen wiederfinden zu können. Das kann man lernen, es braucht aber Erfahrung in der Orientierung im Dunklen. Das Dunkellicht ist aber durchaus eine deutlich wahrnehmbare Störung beim Sehen in dunkelster Nacht und daß die hellsten Stellen nur etwa doppelt so hell erscheinen wie die dunkelsten Stellen der Umgebung - hellgrau und dunkelgrau - macht die Wahrnehmung ebenfall schwer.

Eine weitere im Auge entstehende Fehlwahrnehmung ist das Nachbild. Wenn wir beispielsweise in völliger Dunkelheite kurz eine Lampe an und nach einer Sekunde wieder ausschalten, sehen wir danach eine dunkle Lampe in der Komplementärfarbe auf hellerem Grund. Dies ist darauf zurückzuführen, daß die Stäbchen und Zäpfchen durch die Lampe geblendet sind und deshalb nicht mehr reagieren könnnen.

 
Inhalt

2.2.2 Weiter Fehlwahrnehmungen, die im Sinnesorgan entstehen

In manchen Fällen entstehen Ohrgeräusche im Sinnesorgan. So gibt es Ohrgeräusche, die der Arzt hören kann, wenn er das Ohr des Patienten abhört. Andere Ohrgeräusche entstehen ähnlich wie das Dunkellischt, indem im Innenohr die Hörschwelle so weit abgesenkt wird, daß Wärmebewegungen gehört werden.

 
Inhalt

2.3 Störungen der optischen Auswertung des Gesehenen: Wenn das Gehirn Muster produziert

Bei Müdigkeit und Benommenheit2., zu Beginn einer Sitzung mit halluzinogenen Drogen3., 4. S.217-219, S.235; 5. S.56f, durch Druck auf den Augapfel6. oder durch elektrische oder magnetische Reizung des Sehzentrums im Gehirn2. können Halluzinationen entstehen, die wie Muster oder Ornamente aussehen.
O7.E3.2.2.1 Kersti: Pseudohalluziationen und Halluzinations-Grundmuster nach Klüver
O7.31.2.2 Kersti: Knollsche Phosphene
Bei Drogenhalluzinationen wurde auch beobachtet, daß diese Muster sich micht der Wahrnehmung des Gesehenen überlagern und dies dann entsprechend wahrgenommen wird.
O7.E3.2.2.2 Kersti: Geometrisierung der realen Welt
Die Auswertung des Gesehenen beginnt schon im Auge. Dort werden Kontraste verstärkt, Bewegungen als Bewegungen erkannt und Ähnliches. Im primären Sehzentrum oder dem Projektionsfeld des Sehens wird dann zunächst ein Bild des Gesehenen erstellt, das eine Punkt für Punkt-Abbildung des im Auge wahrgenommen ist. Durch Vergleich mit dem Bild des jeweils anderem Auges wird daraus dann ein dreidimensionales Bild erreichnet8.. Die Entstehung der geometrischen Muster und Formen wird auf Fehlfunktionen in den Auswertungsmechanismen von Auge und primären Sehzentrum, das auch als Projektionsfeld des Sehens bezeichnet wird, zurückgeführt.

Die Tunnelerfahrung im Rahmen der Nahtoderfahrung wird von Autor: Kevin J. Drab für eine derartige geometrische Halluzination gehalten9..
O7.31.3 Kersti: Sensorische Deprivation als denkbare Ursache der Nahtodeserfahrung: Tunnelerfahrung als Pseudo-Halluzination?

Neben den Ohrgeräuschen, die im Ohr entstehen, können auch Fehler bei der Auswertung des Gehörten zu vergleichbaren Ohrgeräuschen führen.


Gehirn von außen:
Das Sehzentrum ist gelb markiert. Der dunkelgelbe Bereich ist das Projektionsfeld des Sehens. Der hellgelbe Bereich ist das Assoziationsfeld des Sehens.10.


Schitt durch die Längsachse.11.

 
Inhalt

2.4 Störungen beim Erkennen des Gesehenen: Der Gestalterkennungsfilter

Nachdem festgestellt wurde, wie das Gesehene aussieht, beschäftigt sich das Assoziationsfeld des Sehen damit, das Gesehene zu erkennen.

Wenn wir etwas erkennen wollen, gibt es zwei Extreme der Einstellung des Gestalterkennungsfilters

  1. Wir erkennen nur das was alle typischen Eigenschaften des gesuchten offensichtlich zeigt, als das Gesuchte
  2. Wir erkennen alles was nur eine oberflächliche Ähnlichkeit mit dem Gesuchten hat als das gesuchte
Es gibt aber auch alle Varianten dazwischen.

Die Illusion mit den falschen Hütten im Wald entsteht an dieser Stelle.
VA169.1.4 Kersti: Die falschen Hütten im Wald
Hier wird der Gestalterkennungsfilter so eingestellt, daß Strukturen die nur vage an eine Hütte erinnern als Hütte erkannt werden.
O7.E3.2.3.1 Kersti: Normale Änderungen der Genauigkeit der Einstellung des Gestalterkennungsfilters
Im Falle der Hütten im Wald war es die bestmögliche Lösung für die Problemstellung eine Hütte zu finden, die wegen der schlechten Beleuchtung kaum zu erkennen ist.

Auch wenn ich das bisher an optischen Beispielen beschrieben habe, bezieht sich der Gestalterkennungsfilter nicht nur auf die gesehene Gestalt, auch unser Gehör ist beim erkennen des Wahrgenommenen mit einbezogenen - wenn wir ein Löwenbrüllen hören, wird uns das helfen, einen verschwommenen gelben Fleck als Löwen zu erkennen. Die Wahrnehmungen aller Sinne werden vom Gehirn zu einer Gesamtgestalt integriert.

Je nach Situation sind unterschiedliche Einstellungen des Gestalterkennungsfilters angemessen.

Vermeintliche und echte Heckenschützen in Krieg und Frieden

Wenn jemand sich gerade mitten im Krieg befindet und ständig Heckenschützen im Wald lauern, ist es der Situation angemessen, lieber hundert mal täglich wegen einer nicht vorhandenen Bedrohung in Deckung zu gehen als einmal einen der zehn wirklich vorhandenen Heckenschützen zu übersehen. Und wenn man den hundert vermeintlichen Bedrohungen nicht auch ausweicht, wird man von einer der zehn echten getötet werden.

In einer friedlichen Umgebung, wo in den letzten zehn Jahren niemand erschossen wurde, wirkt dasselbe Verhalten absurd, denn es gibt die hundert vermeintlichen Bedrohungen noch immer, aber keine der echten. Man verschwendet nur seine Kräfte, wenn man alles was oberflächlich an eine Gefahr erinnert, als Gefahr erkennt und danach handelt. Diesen Zustand nennt man Verfolgungswahn. Dies kann geschehen, wenn traumatische Erfahrungen nicht richtig aufgearbeitet wurden und deshalb der Körper immer noch im Kriegsmodus läuft, obwohl wir längst in ein sicheres Zuhause zurückgekehrt sind.

Allerdings kann durchaus auch ein oft gespieltes Spiel zu einer falschen Reaktion im realen Leben führen. So erzählte in einem Computerspielforum bei einer Diskussion darüber ob der oft gehörte Vorwurf, daß Computerspielen aggressiv machen würde stimmen würde, daß er ein Computerspiel spielen würde, in dem "Deckung!" das Signal sei, sich auf den Boden zu werfen, um den Schüssen von virtuellen Heckenschützen zu entgehen. Jedenfalls sei er mal durch Berlin gelaufen und jemand hätte "Deckung!" gerufen. Er hätte sich automatisch auf den Boden geworfen und wäre dann mit einem peinlichen Gefühl aufgestanden und hätte sich umgeschaut, ob ihn jemand bei dieser peinlichen Reaktion beobachtet hätte.

Von dem Menschen, der wegen einem Schatten oder einer ähnlichen häufigen Wahrnehmung hundert mal am Tag in Deckung geht, unterschiedet sich der Computerspieler allerdings in einem sehr wesentlichen Punkt: Mir ist es mein ganzes Leben noch nicht passiert, daß jemand auf offener Straße "Deckung!" gerufen hat und in der einzigen Situation wo so etwas häufiger vorkommt: beim Militär, ist genau das die richtige Reaktion. Er hat also im Spiel etwas gelernt, daß er in einer normalerweise nicht auftretenden Reaktion angewendet hat und da sich jemand einen Scherz erlaubt hatte, war es falsch gewesen. Daneben kann man davon ausgehen daß er zwar schnell reagiert hat aber dabei keine Todesangst hatte.

Menschen, die in Kriegen schwer traumatisiert wurden

Der Gestalterkennungsfilter muß also immer situationsgerecht eingestellt sein, um sinnvolles Handeln zu ermöglichen. Ist er das nicht, nehmen wir Dinge wahr, die nicht da sind und reagieren unangemessen auf die Situation.

Wenn man träumerisch eine Rauhfasertapete oder ähnlich unregelmäßige Oberfläche betrachtet kann es ein spielerisches Verstellen des Gestalterkennungsfilters sein, der einen seltsame Tiere und Pflanzen in einer eigentlich regellosen Struktur sehen läßt. Psychodelische Drogen können den Gestalterkennungsfilter über die Körperchemie so verstellen, daß ein ähnlicher Effekt auftritt.
O7.E3.2.3.2 Kersti: Anomale Änderungen in den Einstellungen des Gestalterkennungsfilters bei LSD

 
Inhalt

2.5 Störungen bei der emotionalen Interpretation des Gesehenen

Unser Bewußtsein kann nur einen Bruchteil der Informationen verarbeiten, die das Gehirn insgesamt verarbeitet, daher bekommen wir von dem Rest eine Kurzzusammenfassung als Gefühl. Unsere Gefühle haben also in etwa die Funktion, die ein Abstract bei einem wissenschaftlichen Artikel hat und wenn dieses interessant ist, kann man prinzipiell auch den Artikel anschauen, das hießt die gewöhnlich hinter dem Gefühl stehenden normalerweise unbewußten Informationen abfragen. Wie man dabei vorgeht, habe ich in meinem Artikel zur Intuition beschrieben.
V240. Kersti: Intuition
Wie eine solche Zusammenfassung eines wissenschaftlichen Artikels falsch oder irreführend sein kann, kann auch das Gefühl, das wir zu etwas haben falsch oder irreführend sein, wenn Störungen in der Informationsverarbeitung aufgetreten sind.

Im Falle von Verfolgungswahn ist es möglich, daß sich eine eigentlich harmlose Situation wie Lebensgefahr anfühlt, weil sie an eine vergangene lebensgefährliche Situation erinnert. Das kann beispielsweise an so harmlosen und unbedeutenden Details liegen, wie daß die augenblicklich gesehene Person ein gelbes T-Shirt an hat, wie der Täter es in der traumatischen Situation auch hatte.

Wenn man Emotionen über die Körperchemie beeinflußt, kann das über die emotionale Schiene ebenfalls zu Verfolgungswahn führen. So haben mir zwei Leute die öfter mit Menschen zu tun hatten, die Drogen nehmen unabhängig voneinander erzählt, daß Leute die Kokain nehmen häufig Verfolgungswahn entwickeln würden. Auch die öfter zu lesende Behauptung, daß eine Ritalinbehandlung des Täters zu der Entstehung der Schollshootings beigetragen hätte, könnte sich über diesen Mechanismus erklären lassen.

 
Inhalt

3. Störungen bei der intellektuellen Interpretation des Gesehenen

 
Inhalt

3.1 Keine Worte für Erfahrungen

 
Inhalt

3.2 Träume als Teil unseres Lernens und verstehens

In gewissen Sinne entsprechen Träume der Definition von Halluzianation: Im Traum haben wir Wahrnehmungen von Dingen die real gerade nicht da sind und glauben in den meisten fällen, während des Traumes ein reales Erlebnis zu haben. Wenn wir uns nachher daran erinnern, erkennen wir aber normalerweise daß es nur ein Traum ist. Träume sind aber ein so verbreitetes und bekannt Phänomen, daß sie sich einen eigenen Namen verdient haben. Da das, was wir über Träume und ihre Entstehung wissen, helfen kann, einige Typen an Halluzinationene und ihre Entstehung besser zu verstehen, führe ich hier ein paar Aspekte des Träumens an.

VA169.1 Kersti: Der Traum als Simulation der Realität
Das bewußtes erfinden von Fantasiegeschichten unterscheidet sich vom Träumen dadurch, daß man dabei als Geschichtenerfinder auf seine vollen menschlichen Fähigkeiten und auf sein gesamtes Wissen zugreifen kann. Das im Traum erlebte ich entspricht in seinen Fähigkeiten eher der erfungenen Person in der Geschichte: es kann nur auf die Traumrealität zugreifen, wie die Figur der geschichte nur die vom erzähler erfundene Realität kennt und eventuelle Lücken und Fehler im erfundenen historischen Hintergrund nicht als solche erkennen kann.

 
Inhalt

3.3 Flashbacks: Unverarbeitete Bilder aus der Vergangenheit

 
Inhalt

3.4 False Memories

VB167. Kersti: False Memories - falsche Erinnerungen und wie sie entstehen

 
Inhalt

xxx

Physiologie der Halluzination

O7.20 Kersti: Schmerz- und Betäubungmittel sowie Endorphine als mögliche Verursacher von Nahtodeserfahrungen
O7.21 Kersti: Erfahrungen mit psychodelischen Drogen, ihre körpereigenen Gegenstücke und ihre Ähnlichkeiten und Unterschiede zu Nahtodeserfahrungen:
O7.73 Kersti: Delirium im Vergleich zur Nahtodeserfahrung

Halluzinationstypen

O7.2 Kersti: Stimmenhören - Halluzination oder Telepathie?
O7.D1 Kersti: Halluzinierte außerkörperliche Erfahrungen

Halluzinationen und Spirituelle Erfahrungen

O7.34 Kersti: Unterschiede zwischen Nahtodeserfahrungen und Halluzinationen
O7.39 Kersti: Definition der Außersinnlichen Wahrnehmung und ihre Abgrenzung von Halluzinationen und körperlichen Wahrnehmungen
O7.9 Kersti: Wie würden sich Halluzinationen und Träume von einer Wahrnehmung eines realen Jenseits unterscheiden?

 
Inhalt

Quellen


O7.1 Kersti: Wissenschaftliche Forschungsergebnisse zu Tod, Jenseits und Reinkarnation (Quellen hierzu)

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, https://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.
Werbung ist nicht erwünscht und ich bin nicht damit einverstanden, daß diese Adresse für Werbezwecke gespeichert wird.