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erste Version vor: 26.02.01
letzte Überarbeitung: 10/06

V195.

Ist die Scientology-Church eine Sekte?

vor 26.02.01

Ich schreibe diesen Text, da ich die Scientology-Church eine der gefährlichsten, wenn nicht die gefährlichste Sekte halte, die es gibt.

Kersti

Anmerkung: 10/06

Seit ich das geschrieben habe, hat sich nicht mein Bild vom Ausmaß der Gefahr geändert, jedoch meine Vorstellung davon, wie diese Gefahr entsteht und was sie dauerhaft aufrechterhält. Ich halte die Probleme innerhalb der Church für ein Symptom eines gesamtgesellschaftlichen Problems.
VA1. Kersti: Sekteneigenschaften als Folge von Ausgrenzung
Das macht es immer noch nicht vernünftig, in die Church einzutreten, um dort Hilfe zu suchen, denn Hilfe wird man dort - langfristig betrachtet - nicht bekommen, es sei denn man wäre innerlich stabil genug, um durch die inneren Probleme der Church nicht aus dem Gleichgebracht zu werden.
VA244. Kersti: Die Entwicklung des "typischen Scientologen"
Und eine weitere Kritik in der Sprache der Church:
VA278. Kersti: Die Scientology-Church steht auf der Tonstufe Mitleid

Kersti

vor 26.02.01

Um die Frage in der Überschrift zu beantworten, greife ich auf die von mir zusammengestellten Sekteneigenschaften zurück. Ich überprüfe jede dieser Eigenschaften in einem einzelnen Artikel, ob sie zutrifft, und ob es noch akzeptabel oder schon zum Negativen umgekippt ist.

Grundsätzlich gehe ich davon aus, daß Leser meiner Internetseite selbstständig denken, denn sonst würden sie mir diese Internetseite mit ihrer Kuriositätensammlung an Meinungen von mir zweifellos rechts und links um die Ohren schlagen, statt es zu lesen. Deshalb werden sie zwar Interesse an den ungewöhnlichen Ansichten haben, die in Sekten vertreten werden, aber sie selbsständig überprüfen. Alles, worauf ich als Quellenangabe verweise einfach zu glauben, wäre allerdings sowieso nicht machbar, da ich bewußt möglichst auf gegensätzliche Quellen verwiesen habe.

  1. Eine Ideologie, die als absolute Wahrheit verbreitet wird.
  2. Der häufig erfolgreiche Versuch, den Mitgliedern vorzuschreiben, was sie denken sollen.
  3. "Weiterbildung" Sekten veranstalten Kurse, mit denen sie neue Mitglieder einzubinden versuchen, oder alte Mitglieder noch enger an die Sekte ketten wollen.
  4. Viele Sekten geben Bücher heraus, gründen Schulen oder Kindergärten.
  5. Der Anspruch, nur die jeweilige Sekte könne die Welt retten.
  6. Aufgeben persönlicher Interessen, um der Sekte besser dienen zu können.
  7. Forderung, daß Mitglieder eine große Anzahl neuer Mitglieder werben sollen.
  8. Viele Sekten betätigen sich als Wirtschaftsunternehmen.
  9. Unterdrückung der Persönlichkeit der Mitglieder und Gehirnwäsche.
  10. Straffe Organisation mit genau festgelegtem Rang der Mitglieder. Die höheren Rangstufen werden als Vorbilder hingestellt. Sektenführer gelten bei ihren Anhängern als so gut wie unfehlbar.
  11. Viele Sekten haben einzelne, prominete Mitglieder, die als Aushängeschild dienen. Selten werden an diese dieselben Forderungen gestellt, wie an die anderen. Man will sie nicht vergraulen.
  12. Wer öffentlich berechtigte Kritik an einer Sekte übt, wird oft Repressalien ausgesetzt.
  13. Aggressives Vorgehen gegen Personen, die die Sekte verlassen wollen, ist sehr häufig.
  14. Die meisten Sekten haben Decknamen und Unterorganisationen, so daß man es nicht sofort erkennt, wenn man es mit einer Sekte zu tun bekommt. Mit Sektennamen auswendiglernen kommt man nicht weit.
  15. Beinahe jede Sekte behauptet, sie wäre keine Sekte...
  16. Der Glaube, die Rettung der Welt rechtfertige jedes Mittel, das Mitglieder anwenden könnten.

Kersti:

V4. Kersti: Merkwürdige Erfahrungen: Sekten entstehen durch Ausgrenzung
V22. Kersti: Sektenstrukturen in der normalen Gesellschaft
V25. Kersti: Sekten, Sucht und Suche
V27. Kersti: Historischer Sektenbegriff
V60. Kersti: Wie gefährlich sind Sekten?
V61. Kersti: Sektenstrukturen abbauen
V62. Kersti: Wie gehen wir sinnvoll mit Sekten um?
V99. Kersti: 2. Besuch im Frankfurter Zentrum der Scientology-Church
V147. Kersti: Erst ihr Gutes macht Sekten gefährlich
V150. Kersti: Den Fachleuten vertrauen?
V176. Kersti: Standpunkte
V194. Kersti: Was unterscheidet eine Gehirnwäsche von einem Dazulernen?
V212. Kersti: Was ist Freiheit?
V213. Kersti: Was unterscheidet eine Ideologie von einem gesunden Weltbild?
V214. Kersti: Wie richtig oder falsch ist das Weltbild der Scientology-Church?
V215. Kersti: Der dunkle Tunnel mit dem Licht am Ende und Scientology
V216. Kersti: Wirklichkeitsebenen und wo findet sich Gott
V217. Kersti: Ist es schlecht, ein Wirtschaftsunternehmen zu betreiben?
V222. Kersti: Die L.Kin Schule
V232. Kersti: Der Auditorenkodex
V233. Kersti: Warum ich die wilden Geschichten über Xenu und Konsorten im Wesentlichen für wahr halte
V248. Kersti: Spielverderber - oder - Wer sind die Guten?
V254. Kersti: Entwickelt sich bei uns eine multikulturelle Gesellschaft?
V281. Kersti: Wie man Menschen von außen in eine Sekte sperren kann...
V282. Kersti: Ratschläge für Angehörige von Sektenmitgliedern
V320. Kersti: Im oberen Teil der Brücke wird man verrückt!
VA16. Kersti: Wissenschaft als Sekte
VA63. Kersti: Heißwassertrinken, Knetfiguren - oder woran man Scientology erkennt
VA85. Kersti: Scientology: Wie der Eindruck entsteht, Hubbard hätte mehr geleistet als menschenmöglich
VA98. Kersti: Tonskala - Skala der Gefühle
VA103. Kersti: Sektenhetze
VA111. Kersti: Lexikon der Scientologischen Begriffe
VA244. Kersti: Die Entwicklung des "typischen Scientologen"
VA245. Kersti: Scientology-Church und schwarze Magie
VA247. Kersti: "Clear World" heißt dasselbe wie "Der Aufstieg der Erde"
VA273. Kersti: Manipulation, unterschwelliger Psychoterror und Gehirnwäsche bei der Scientology-Church
VA278. Kersti: Die Scientology-Church steht auf der Tonstufe Mitleid
VA288. Kersti: Ist die Schulmedizin kritikfähig?
VB13. Kersti: 1. Besuch im Frankfurter Zentrum der Scientology-Church

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.