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erste Version: 1/2006
letzte Bearbeitung: 5/2015

VA221.

Erfahrungen mit dem Internetseite schreiben

Inhalt

VA221.1 Kersti: Die Struktur meiner Internetseite und ihre Folgen
VA221.2 Kersti: Von Leuten die glauben, ich wäre verpflichtet, ihre Mails zu beantworten
VA221.3 Kersti: Bitte den Betreff drin lassen oder: Die - "Du hast völlig recht mit dem was Du schreibst"-Mail und - der Virenbetreff
VA221.4 Kersti: Unfreundliche Mails sind selten
VA221. Kersti: Quellen

 
Inhalt

1. Struktur der Internetseite

Ich habe im Jahr 2000 die ersten ca. 400 Texte in html umgeformt und die Grundstruktur der Internetseite geschaffen, bevor ich selber einen Internetzugang hatte.
VA238.1.3 Kersti: Ich habe das Internet noch nicht fertiggeschrieben!

Deshalb habe ich naiverweise angenommen, sie würde so benutzt, wie ich das vorgesehen habe, mit Inhaltsverzeichnis und so - und nicht bedacht daß viele Menschen immer nur einen einzelnen Text lesen den sie mit Google gefunden haben und daß ich deshalb manche Informationen auf jede einzelne Seite schreiben muß. Wie z.B. ob es sich um Fantasy handelt.

Außerdem stellte ich fest, daß die Leute mein Inhaltsverzeichnis nicht fanden - was mich wunderte, denn ich hätte es sofort gefunden, weil ich das Lay-out als Information über die inhaltliche Aufteilung lese: ach ja unter der Überschrift ist links Text, rechts Links, dann eine Zwischenüberschrift, also sind das darunter eine andere Sorte Links *nachschau* das ist Inhaltsverzeichnis und Impressum ...

Ich hätte es spätestens gefunden, sobald ich aus dem ersten Lesefieber raus bin, wahrscheinlich aber schon nach dem ersten gelesenen Artikel, der mich interessiert hat. Und deshalb habe ich angenommen jeder andere würde es auch finden. - Aber sehr viele haben es nicht gefunden und meinten deshalb meine Seite wäre sehr schlecht strukturiert und chaotisch.

Seit ich bei den neuen Seiten den Hinweis auf das Inhaltsverzeichnis in die Kopfzeilen der einzelnen Seiten geschrieben habe, werde ich immer wieder gelobt, meine Internetseite wäre doch so gut strukturiert. - Witzig ist das, weil sich ja nicht die Verzeichnisstruktur sondern das Layout geändert hat.

 
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2. Von Leuten die glauben, ich wäre verpflichtet, ihre Mails zu beantworten

Pro Tag kriege ich wegen meiner Internetseite schon lange durchschnittlich eine Mail von einem Unbekannten pro Tag. Und natürlich kann man das Mailaufkommen beliebig vergrößern, indem man diese Mails beantwortet und darauf häufig wieder Antworten bekommt. In Zeiten, wo ich Zeit und Lust dazu hatte, habe ich zeitweise über hundert Mails pro Tag geschrieben. Dennoch bleiben die meisten der Mails, die ich bekomme und übrigens alle durchlese unbeantwortet, weil ich eben nie alle schaffe.

Ich freue mich über Mails, lese sie gerne. Ich bemühe mich, die Mails zu beantworten, und wenn jemand Hilfe braucht, die ich ihm geben kann, dann hat diese Mails für mich Vorrang vor anderen. Aber im Endeffekt ist meine Internetseite ein Hobby - und ich kann nicht mehr Arbeit darein und in Mails investieren, als ich für ein Hobby erübrigen kann.

Die weitaus meisten Mails sind nett geschrieben und einige zusätzlich sehr interessant. Aber es gibt halt so einige Mails, über die ich nur schmunzeln kann.

So schrieb mir jemand, dem ich nicht sofort geantwortet habe:
"Wer eine Internetseite hat muß innerhalb von 24 Stunden auf jede Mail antworten."
Das ist ein Anspruch, den man an geschäftliche Internetseiten in Bezug auf Internetbestellungen stellen sollte. Bei Ein-Mann-Betrieben oder Familienbetrieben gibt es jedoch oft auch einen Betriebsurlaub, in dem dergleichen nicht möglich ist. Es ist auch etwas, das jemand, dem ich in meiner Internetseite persönlich unter Nennung seines Namens auf den Fuß getreten bin, näherungsweise erwarten kann. (Falls ich nicht gerade drei Wochen im Urlaub bin und deshalb keine Mails abhole.)

Aber wer mir nur schreibt, weil ihm meine Internetseite gefallen hat und weil er Kontakt zu mir, zusätzliche Informationen oder Hilfe will, hat keinen Anspruch auf eine Antwort. - Wo kämen wir denn hin, wenn eine kostenlose private Dienstleistung dazu führen würde, daß jeder, der sie in Anspruch nimmt, gleich noch mehr Ansprüche stellen und einfordern darf?

Anmerkung 2015: Inzwischen hat sich natürlich eines geändert: Ich verdiene Geld als Geistheilerin. Das heißt, ich habe weniger Zeit als vorher. Da die Arbeitszeiten so ausgelegt sind, daß sie mich psychisch voll auslasten, kann ich nicht noch zusätzlich Termine vergeben, sonst überfordere ich mich völlig.

 
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3. Bitte den Betreff drin lassen oder: Die - "Du hast völlig recht mit dem was Du schreibst"-Mail und - der Virenbetreff

Wer mal kurz ins Stichwortverzeichnis schaut, kann sich schnell überzeugen, daß ich über sehr viele sehr unterschiedliche Themen schreibe.

Dennoch bekomme ich ziemlich regelmäßig Mails, in denen nur steht: "Du hast völlig recht mit dem was Du schreibst!" aber nicht um welche der vielen Themen es nun geht oder welche Artikel der Betreffende gelesen hat. - Ein sehr verwirrender Typ von Mails. Schließlich fiel mir eine Gegenmaßnahme ein: Ich änderte den in den Fußzeilen angegebenen automatisch eingefügten Betreff der Mails von "Internetseite:" zu einer Abkürzung des Dateinamens, damit ich wenigstens einen Text weiß, den sie zuletzt gelesen haben. Mit der unerfreulichen Nebenwirkung, daß die Leute dann angefangen haben den Betreff zu löschen.

Meine Mailadresse steht etwa 1500 mal öffentlich auf meiner Internetseite, mit der Folge, daß diverse Leute die ich nicht kenne meine Mailadresse in ihrem Adressbuch in ihr Mailprogramm eingetragen haben. Und das führt dazu, daß ich jeden Virus in 1000-facher Ausfertigung erhalte. Wenn ein neuer Virus umgeht, sind es manchmal 200 Stück pro Tag.

Nun gibt es aber typische Virenbetreffs. Dazu Zählen beispielsweise auch Betreffs wie "Your Site" "Deine Internetseite" "Webpage" "Website" ... und wenn da nicht mein eigener automatischer Betreff "Internetseite:" steht wird eine Mail mit einem solchen typischen Virenbetreff bei mir, wenn viele Viren umgehen, eventuell gelöscht, ohne daß ich merke, daß es kein Virus ist.

Ebenfalls typische Virenbetreffs sind die erste Hälfte der Emailadresse, beispielsweise Kersti_ , alle Betreffs, die man auch zu jeder anderen Internetseite schreiben könnte, wie "Klasse Site!" "Gut gemacht!" "Anmerkung".

Also: Bitte laßt den automatisch eingefügten Betreff drin, auch dann wenn sich die Mail auf die gesamte Internetseite bezieht und nicht nur auf die Seite, von der aus das Mailprogramm aufgerufen wurde. Und: Wenn das nicht geht, dann wählt bitte keinen solchen Allerweltsbetreff, sondern einen, der etwas ungewöhnlicher ist.

 
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4. Unfreundliche Mails sind selten

Etwa 10% der Mails sind kritische Mails. Über einige dieser Mails bin ich heilfroh, weil sie mich auf mißverständliche Stellen oder Fehler aufmerksam machen, die ich auf keinen Fall in meiner Internetseite lassen wollte. Die meisten der restlichen kritischen Mails finde ich anregend und hilfreich, auch wenn davon nur vielleicht die Hälfte sofort zu konkreten Veränderungen führt. Und all diese Mails sind freundlich und höflich formuliert.

Aber alle halbe Jahr einmal bekommt man da etwas zugeschickt, über das man sich nur wundern kann. Ich habe diese Art Reaktion am Beispiel meiner Hundeartikel beschrieben:
VA252. Kersti: Warum ich meine Hundeartikel gerade so schreibe
Der Artikel bezieht sich aber nicht nur auf Mails, sonst bekäme ich nicht mehrere solche Reaktionen zusammen.

Eine andere Variante sind die Briefe mit 50 Seiten aus dem Zusammenhang gerissenen Bibelzitaten. Was die Leute sich dabei denken, ist mir schleierhaft. Ich wüßte nicht, wozu ich so etwas brauche! Schließlich habe ich mehrere vollständige Bibelausgaben, ein neues Testament, diverse Apokryphe Evangelien, Literatur die sich mit der wissenschaftlichen Erforschung zur Entstehung der Bibel beschäftigt, Literatur zu diversen Christlichen Kirchen und Gruppen hier.

Kersti

 
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Quelle

Ich schildere, wann immer möglich, selbst erlebte Beispiele. Das tue ich nicht, weil es keine anderen gäbe, mit denen man dasselbe belegen kann, sondern weil ich die Literatur mit neuen, zusätzlichen Beispielen bereichern will.
VA272. Kersti: Wenn meine Beispiele alle von mir handeln - heißt das etwa, daß ich selbstbezogen bin?
Selbst erlebte Beispiele sind - da sie aus erster Hand sind - genauer beschrieben als Beispiele aus meiner Praxis, wo ich die Erklärungen meiner Patienten mißverstanden haben könnte und sie deshalb möglicherweise falsch wiedergeben könnte.
V175. Kersti: Kriterien zum Bau eines realistischen Weltbildes: Realitätsnähe
Und diese sind genauer und richtiger als aus der Literatur übernommene Beispiele, da ich bei diesen die betroffene Person nicht einmal persönlich kenne und das Beispiel deshalb möglicherweise in einen falschen Kontext einordne.

VA1. Kersti: Sekteneigenschaften als Folge von Ausgrenzung
VA5. Kersti: Gefährliche Formen der Aufklärung
VA16. Kersti: Wissenschaft als Sekte
VA20. Kersti: Warum manche Ärzte explodieren, wenn sie von Naturheilkunde hören
VA30. Kersti: Der Unterschied zwischen Meinungsbildung und Pauken
VA33. Kersti: Real ist, was nicht verschwindet, wenn man nicht mehr daran glaubt?
VA42. Kersti: Warum es nicht sinnvoll ist, sich in der Physik gleich gar keine Modellvorstellungen mehr zu machen
VA43. Kersti: Randomisierte Doppelblindstudien - braucht man noch andere Methoden in der Medizin?
VA48. Kersti: Direkte Zensur - indirekte Zensur - Gedankenzensur
VA49. Kersti: Literaturrecherche nach wissenschaftlich fundierter Literatur
VA50. Kersti: Denken verboten Schilder...
VA51. Kersti: Es gibt drei Typen von Vorgesetzten
VA61. Kersti: Kritikfähigkeit hat zwei Seiten
VA63. Kersti: Heißwassertrinken, Knetfiguren - oder woran man Scientology erkennt
VA66. Kersti: Der Unterschied zwischen alt und veraltet
VA67. Kersti: Welche nichtwissenschaftlichen Faktoren verfälschen das Wissen der Fachleute über den Stand medizinischer Forschung?
VA95. Kersti: Das ultimative Argument
VA96. Kersti: Warum ich über so verrückte Themen wie Lichtnahrung schreibe
VA103. Kersti: Sektenhetze
VA112. Kersti: Geistige Freiheit
VA122. Kersti: Erkenntnistheorie: Was ist Wahrheit?
VA125. Kersti: Fehlertypen in der Wissenschaft
VA126. Kersti: Forschungsstrategien: Wenn ein Mediziner, ein Physiker und ein Historiker sich mit demselben medizinischen Thema beschäftigen, kommt nicht dasselbe dabei heraus
VA127. Kersti: Um das wissenschaftliche Weltbild der Fachleute realistischer zu machen, brauchen wir viel mehr auswertende Forschung
VA136. Kersti: Was ist eine Wissenschaft?
VA137. Kersti: Esoterik ist keine Wissenschaft
VA138. Kersti: Homöopathie ist eine Wissenschaft
VA139. Kersti: Wissenschaftsforschung
VA152. Kersti: Wie das abgebrochene Studium mein Weltbild verändert hat
VA163. Kersti: Die Wirkung indirekter Kritik
VA164. Kersti: Die Welt ist eine Illusion...
VA165. Kersti: Fantasie oder Realität?
VA178. Kersti: Der Unterschied zwischen "schlecht recherchiert" und "nicht allwissend sein"
VA189. Kersti: Schule: Auslese oder Berufsfindungshilfe
VA231. Kersti: Wenn man zu anders ist, besteht das halbe Leben aus Mißverständnissen - und die andere Hälfte aus Einsamkeit
VA234 Kersti: Aufstieg: Wie sich Menschen verändern müssen, um unsere Weltprobleme zu lösen
VA246. Kersti: Der Unterschied zwischen Argumenten, Argumentationstricks und persönlichen Angriffen
VA253. Kersti: Der Unterschied zwischen wahr, bewiesen, nicht bewiesen, nicht belegbar, nicht beweisbar, widerlegt, falsch
VA271. Kersti: Unterschiedliche Menschen brauchen unterschiedliche Weltbilder
VA272. Kersti: Wenn meine Beispiele alle von mir handeln - heißt das etwa, daß ich selbstbezogen bin?
VA306. Kersti: Was bringt einen halbwegs vernunftbegabten Menschen dazu einen solchen Mist zu glauben?
VA316. Kersti: Warum reden manchmal die angemessenste Handlung zur Lösung eines Problems ist
VB3. Kersti: Das darfst du nicht sagen, du mußt wissen, daß es falsch ist!
VB4. Kersti: Warum ich so viele persönliche Erfahrungen beschreibe
VB7. Kersti: Danke für Kritik
VB15. Kersti: Lernen: Zwischen den Stühlen
VB20. Kersti: Fachidiotentum
VB45. Kersti: Warum ich meine Seite nicht so organisiere, wie es die wollen, die sie nicht gut finden
VB50. Kersti: Entwicklungspsychologie: Weltbild-Stufen
VB53. Kersti: Ockhams Skalpell dient nicht dazu die richtigste Theorie auszuwählen, sondern dazu, die nützlichste Theorie zu finden
VB56. Kersti: Verschiedene Formen des Ahnung habens
VB57. Kersti: Die Fehler der GWUP am Beispiel von Sitchin
VB63. Kersti: Zu wissen, was nicht erforscht und noch nicht erforschbar ist, ist wichtig
VB66. Kersti: Warum es keine Skeptikervereine gibt, die meinen Ansprüchen genügen
VB124. Kersti: Einmal kreuz und quer durch Wikipedia
VB126. Kersti: Wikipedia und Esoterik: Für jeden von denen hätte ich gerne drei Ninas ...
VB130. Kersti: Warum die Esoteriker immer noch an Auras glauben
VB132. Kersti: Cold Reading? - Was an der diesbezüglichen Argumentation der Skeptikervereine daneben ist

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.