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erste Version auf Magie und Parawissenschaften: 05:43, 28. Jul. 2012
Übertragung hierher: 6/2015
letzte Bearbeitung: 12/2016

VB176.

Die Fantasy-Prone Personality und der Unterschied zwischen spirituellen Erfahrungen und Fantasieprodukten

Inhalt

VB176.1 Kersti: Die Fantasy-Prone Personality: "Memory, Imagining and Creativity Schedule" (MICS)
VB176.2 Kersti: UFOs, Nahtoderfahrungen, die Fantasy-Prone Personality und der Unterschied zwischen spirituellen Erfahrungen und Fantasieprodukten
VB176.3 Kersti: Kinder die sich an frühere Leben erinnern und Kinder mit imanginären Spielkameraden
VB176. Kersti: Quellen

 
Inhalt

1. Die Fantasy-Prone Personality: Keine Unterschiedung zwischen spirituellen Erfahrungen und Fantasieprodukten

1.1 Die Fantasy-Prone Personality: "Memory, Imagining and Creativity Schedule" (MICS)

Als Fantasy-Prone Personality wird ein Persönlicheitstyp bezeichnet, der sich besonders stark in Fantasiewelten hineinfühlen können soll. Die betroffenen Personen sind sehr leicht hypnotisierbar.1.

Um zu bestimmen, wer eine Fantasy-Prone Personality ist, wird üblicherweise der "Memory, Imagining and Creativity Schedule" (MICS) verwendet. Als Beispiele für "Fantasien" werden in diesem Fragebogen unterschiedslos spirituelle Erfahrungen und der Umgang mit Fantasieprodukten wie Märchen, Science-Fiction und Fantasyromanen oder -filmen herangezogen.1. Daher erlaubt dieser Fragebogen keine Unterscheidung zwischen Menschen mit stark ausgeprägter Fantasie und Vorstellungsvermögen und solchen mit vielen spirituellen Erfahrungen.

Der "Memory, Imagining and Creativity Schedule" (MICS) macht den Eindruck, als hätten seine Autoren in ihrem Leben nie einen Grund gefunden, ein Weltbild zu entwickeln, das auch spirituelle Phänomene vorsieht. Siehe dazu:
O7.A7 Kersti: Entwicklungspsychologische Trennung zwischen materieller Realität, Fantasie und Geistigen Welten (=feinstoffliche Welten)
Daß im unten beschriebenen Omega Project, wo spirituelle Erfahrungen getrennt vom Umgang mit Fantasieprodukten erfaßt wurden, vier statistisch deutlich trennbare Gruppen vorliegen, bestätigt deutlich, daß der "Memory, Imagining and Creativity Schedule" (MICS) tatsächlich zwei völlig verschiedene Phänomene miteinander vermischt.

 
Inhalt

1.2 Die Fantasy-Prone Personality: Inventory of Childhood Memories and Imaginings (ICMI), Creative Experiences Questionnaires (CEQ)

Auch die beiden Fragebögen ICMI, CEQ, die ebenfalls verwendet wurden, um zu prüfen, ob eine Fantasy-Prone Personality vorliegt, fragen nach spirituellen Erfahrungen14. und sind, da sie Fantasie und spirituelle Erfahrungen in dieselbe Kategorie einsortieren nicht geeignet um zu prüfen, ob beides mit denselben Persönlichkeitseigenschaften zu tun hat.

 
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2. UFOs, Nahtoderfahrungen, die Fantasy-Prone Personality und der Unterschied zwischen spirituellen Erfahrungen und Fantasieprodukten

Der Begriff der Fantasy-Prone Personality wurde sowohl im Zusammenhang mit der Nahtodforschung1. als auch im Zusammenhang mit UFO-Sichtungen2. herangezogen, um diese Phänomene als mögliche Fantasieprodukte zu erklären, ohne die betreffenden Personen als psychisch krank zu klassifizieren.3. S. 126, S. 113

Um zu untersuchen, ob leicht hypnotisierbare Menschen - sogenannte "fantasy-prone personalities" - häufiger Nahtodeserfahrungen machen als andere, verglichen Autor: James Raymond Council und Autor: Bruce Greyson Personen, die typische Nahtodeserfahrungen berichteten, Personen die schon in Lebensgefahr gewesen waren und keine Nahtodeserfahrung gehabt hatten und Personen die nie dem Tode nahe gewesen waren. Personen, die eine Nahtodeserfahrung hatten, sind danach fantasievoller, haben ein lebhafteres Vorstellungsvermögen, bringen Fantasie und Vorstellungen mehr Interesse entgegen, können leichter in ungewöhnliche Bewusstseinszustände geraten, machen öfter ungewöhnliche subjektive Erfahrungen und glauben eher an paranormale Phänomene, als die Durchschnittbevölkerung. Dies ist aber nicht so ausgeprägt wie bei der sogenannten Fantasy-Prone Personality. Der transzententale Teil der Nahtodeserfahrung, also Jenseitserfahrungen, Mystische Gestalten, sichtbare Geister oder die Wahrnehmung einer Grenze, scheint bei Menschen die in Richtung Fantasy-Prone Personality tendieren, nicht häufiger aufgetreten zu sein als bei anderen Menschen. Da der hier verwendete Fragebogen MICS nicht zwischen spirituellen Erfahrungen und Fantasieprodukten unterscheidet, ist das Ergebnis nicht aussagekräftig.1.

Autor: Bruce Greyson stellte bei einer Studie an Patienten mit Herzstillstand fest, daß diejenigen, die sich an ein Nahtodeserlebnis erinnern konnten, häufiger auch schon andere paranormale Erfahrungen gehabt, als Menschen, die sich nicht an ein solches Erlebnis erinnern konnten. Das legt einen körperlichen Unterschied zwischen beiden Gruppen nahe, der sowohl Nahtodeserlebnisse als auch andere paranormale Erfahrungen begünstigt.13.

In seinem Buch "Buch: The Omega Project" stellt Autor: Kenneth Ring Ergebnisse einer Fragebogenuntersuchung dar, die sorgfältig zwischen spirituellen Erfahrungen und der Neigung, in Fantasieprodukten zu schwelgen, differenziert. Er nahm Leute, die eine Nahtoderfahrung hatten, Leute die dem Tode nahe gewesen waren und keine Nahtoderfahrung erlebt hatten, Mitglieder von UFO-Vereinen mit und ohne UFO-Sichtungen und befragte sie zu spirituellen Erfahrungen und zu ihrer Neigung in Fantasien zu schwelgen. Das Ergebnis war, daß beide Versuchsgruppen (die mit UFO-Sichtung und die mit Nahtoderfahrung) schon vor der Erfahrung mehr spirituelle Erfahrungen gemacht hatten als die beiden Kontrollgruppen (die mit UFO-Interesse und ohne Sichtung, sowie die mit lebensbedrohlicher Krankheit und ohne Nahtoderfahrung). Die beiden UFO-Gruppen hatten mehr Interesse für Fantasy und Science Fiction als die beiden Nahtoderfahrungsgruppen.3.

Damit ist klar, daß nicht die Neigung sich in Fantasieprodukte hineinzusteigern die Ursache für diese Erfahrungstypen ist. Das Ergebnis dieser Untersuchung legt aber nahe, daß die Neigung sich mit bestimmten Fantasievorstellungen zu beschäftigen, Einfluß auf die konkrete Gestalt der Erinnerungen an spirituelle Erfahrungen haben könnte, daß also je nach bisher bekannten geistigen Konzepten und Vorstellungsbildern dieselbe ursprüngliche spirituelle Erfahrung möglicherweise in unterschiedliche Bilder übersetzt werden könnte. Dieselbe Schlußfolgerung läßt sich auch aus den Unterschieden in der Bilderwelt zwischen den Nahtoderfahrungen von Angehörigen unterschiedlicher Kulturen ableiten4., 5., 6., 7., 8..

 
Inhalt

3. Kinder die sich an frühere Leben erinnern und Kinder mit imanginären Spielkameraden

Autor: Ian Stevenson hält es für möglich daß einige der meist wenige Details enthaltenden ungelösten amerikanischen Reinkarnationsfälle auf Fantasien zurückgehen könnten, er stellt in seinem Artikel "American children who claim to remember previous lives" die Behauptung auf, daß weder ein Wunscherfüllungsmotiv noch ein persönlicher Gewinn des Kindes erkennbar ist und daß diese Fälle in ihrer Form nicht den Fantasien von imanginären Spielgefährten entsprechen würden.10.

Eine Untersuchung, die mit diesem Thema zu tun hat, ist Autor: Antonia Mills Vergleich von Kindern mit imanginären Spielkameraden mit Kindern die sich an eine frühere Inkarnation erinnern, wobei jeweils in Indien und Charlotteville, Virginia, Kinder beider Gruppen miteinander verglichen werden. In keiner der beiden Kulturen unterscheiden sich die psychologischen Charakteristiken der Kinder mit Reinkarnationserinnerung signifikant von denen mit imanginären Spielkamerad.11. Dieses Untersuchungsergebnis könnte entweder darauf hindeuten, daß beides Fantasieprodukte sind oder daß beides spirituelle Phänomene sind. Problematisch ist das Fehlen einer Kontrollgruppe, die zu keiner der beiden Kategorien zählt, so daß unklar sind, ob das Durschnittskind sich von diesen beiden Gruppen überhaupt in den gemessenen Persönlichkeitseigenschaften unterscheidet.

Sogenannte imanginäre Spielkameraden sind gegenüber dem Alltagsbewußtsein des Kindes zumindest so selbstständig, daß sie mit diesem Meinungsverschiedenheiten haben können12.. Daher könnte es sich bei ihnen um zum Zweck des Spiels abgespaltene Persönlichkeitsanteile des Kindes oder aber auch um feinstoffliche Wesenheiten wie Schutzengel oder Schutztiere handeln. Sie als Fantasien zu bezeichnen, greift zu kurz und erklärt ihre Eigenarten nicht ausreichend.

VB178. Kersti: Erfundene Freunde sind eigene Persönlichkeitsanteile

Kersti

 
Inhalt

Quellen

VB3. Kersti: Das darfst du nicht sagen, du mußt wissen, daß es falsch ist!
VB5. Kersti: Spiel macht unser Lernen realitätsbezogen
VB7. Kersti: Danke für Kritik
VB31. Kersti: Medizin - Religion oder Wissenschaft?
VB35. Kersti: Wozu sind Wissen über feinstoffliche Welten und Erinnerungen an frühere Leben gut?
VB38. Kersti: Die Erde: Eine Wirklichkeit der Verführung
VB44. Kersti: Hohe Geistige Wesen, die von nichts eine Ahnung haben!
VB50. Kersti: Entwicklungspsychologie: Weltbild-Stufen
VB51. Kersti: Verdrängung - oder warum der Teufel verteufelt wurde
VB52. Kersti: Das "üben" magischer Praktiken ist kein üben sondern eine Therapie
VB53. Kersti: Ockhams Skalpell dient nicht dazu die richtigste Theorie auszuwählen, sondern dazu, die nützlichste Theorie zu finden
VB62. Kersti: Der typische Verlauf einer Therapie
VB63. Kersti: Zu wissen, was nicht erforscht und noch nicht erforschbar ist, ist wichtig
VB66. Kersti: Warum es keine Skeptikervereine gibt, die meinen Ansprüchen genügen
VB77. Kersti: Waren materielle Inkarnationen gewollt?
VB87. Kersti: 3. ADHS und Kreativität: Erfolg ist nicht einfach Zufall
VB108. Kersti: Esowatch - ungenaues Formulieren, unsaubere Recherche und Verleumdung in anonym
VB119. Kersti: Haben Wicklands Geister recht, wenn sie glauben, es gäbe keine Reinkarnation?
VB121. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Channelings und anderen Methoden, Wissen aus der geistigen Welt und höheren feinstofflichen Welten zu erhalten
VB129. Kersti: "Wenn es einen Gott gibt, dann ist er eine Multiple Persönlichkeit!"
VB132. Kersti: Cold Reading? - Was an der diesbezüglichen Argumentation der Skeptikervereine daneben ist
VB151. Kersti: Psychosen und feinstoffliche Wahrnehmung
VB152. Kersti: Sprüche, die fassungslos machen: "Mißbrauchsbeschuldigungen: Wahrheit oder Rache?"
VB153. Kersti: Geistlesungen
VB154. Kersti: Wenn eine Welt die Dualität verläßt
VB155. Kersti: Menschen, die beim Aufarbeiten helfen und Menschen, die es behindern
VB156. Kersti: Die Organisation des Ichs
VB157. Kersti: Planung aufgrund einer Übersicht über die bisher bekannten Zukunftsmöglichkeiten und ihre Tücken
VB158. Kersti: Therapie von Multiplen Persönlichkeiten und die Angst des Therapeuten vor seinem multiplen Patienten
VB159. Kersti: Wissenschaftliche Forschungsergebnisse zur Außerkörperlichen Erfahrung mit Beobachtung der materiellen Erde
VB160. Kersti: Blindes sehen
VB161. Kersti: Wissenschaftliche Experimente zur telepathischen Bildübertragung
VB162. Kersti: Spiegelungen in den Augen und auf anderen spiegelnden Oberflächen als eine mögliche Quelle des Betrugs oder unbewußten Selbstbetrugs in der Parapsychologie
VB163. Kersti: Wie ich meine feinstofflichen Wahrnehmungen erlebe
VB164. Kersti: Einfluß der Überzeugungen auf Ergebnisse von PSI-Experimenten
VB165. Kersti: Muskellesen
VB166. Kersti: Die Bedeutung der Kryptomnesie für die parapsychologische Wissenschaftliche Forschung
VB167. Kersti: False Memories - falsche Erinnerungen und wie sie entstehen
VB168. Kersti: Gefühle
VB169. Kersti: Besessenheit innerhalb der Familie und durch Menschen aus dem persönlichen Umfeld
VB170. Kersti: Sexuelle Übergriffe und was sie verhindert
VB171. Kersti: Seelenalter
VB172. Kersti: Statistische Daten zur Häufigkeit spiritueller Überzeugungen
VB173. Kersti: Mütterliche Impression
VB174. Kersti: Körper und Seele
VB175. Kersti: Prinz Galitzins Homburger Prostituierte, die unter Hypnose auf französisch von einem Mord aus einem Leben als Adelige in der Bretangne erzählte
VB177. Kersti: Geschichte der Entdeckung und Nutzung von LSD
VB191. Kersti: Unterstützte Kommunikation bei Menschen, die nicht sprechen können: wer ist der Urheber der Worte?
V4. Kersti: Merkwürdige Erfahrungen
V10. Kersti: Bilde ich mir meine übersinnlichen Fähigkeiten nur ein?
V12. Kersti: Hauptfehlerquellen bei Erinnerungen an frühere Leben.
V92. Kersti: ...als hätte ihnen jemand das Denken verboten!
V93. Kersti: Fantasyersatz und die Scheißwahrheit...
V94. Kersti: Eine Sammlung sämtlicher denkbarer Verrücktheiten
V112. Kersti: Telepatie: Jemand, der mich versteht
V113. Kersti: Aura: Wenn niemand eine Antwort weiß
V115. Kersti: Fantasy: Was mich an Darkover am Meisten faszinierte
V140. Kersti: Die zerstörerische Arroganz der herrschenden Meinung
V145. Kersti: ... eine in den Raum gesprochene Bitte
V146. Kersti: Wahre Weisheit klingt naiv
V164. Kersti: Nicht Meinungsfreiheit - Freie Wahrheitssuche!
V165. Kersti: Meinungsfreiheit - ein Luxus?
V212. Kersti: Was ist Freiheit?
V213. Kersti: Was unterscheidet eine Ideologie von einem gesunden Weltbild?
V229. Kersti: Sind die Bibelcodes mehr als eine nutzlose Zahlenspielerei?
V230. Kersti: Kriterien zum Bau eines realistischen Weltbildes: Repräsentative Ergebnisse und Ausnahmen
V231. Kersti: Frühere Leben von mir, thematisch sortiert
V234. Kersti: Fantasy und Wahrheit
V235. Kersti: Was heißt "clear"?
V236. Kersti: Der Gedankenkristall und die Zeitenwende
V237. Kersti: Der Gedankenkristall
V238. Kersti: Welche Vorteile haben Gedankenkristalle
V239. Kersti: Sprachliches Denken
V240. Kersti: Intuition
V246. Kersti: Esoterik und Exoterik
V247. Kersti: Was hat Reiki mit Tachionen und Nullpunktenergie zu tun?
V253. Kersti: Manchmal frage ich mich: "Leben wir überhaupt in derselben Welt?"
V264. Kersti: Telepathie ist nichtsprachlich
V311. Kersti: Warum ich glaube, daß es stimmt, daß ich Jesus kannte
V312. Kersti: Manchmal wünschte ich mir, ich hätte wenigstens in irgendeinem Bereich eine durchschnittliche Begabung
V313. Kersti: Einserzeugnis als Gefahrenzeichen
V314. Kersti: Es gibt viele Menschen, die irrtümlicherweise meinen, Jesus gekannt zu haben
V315. Kersti: Meine Überzeugungen, die ich schon als Kleinkind hatte, passen dazu, daß ich Jesus kannte
V316. Kersti: Mißbrauch von Jesu Lehre für üble Zwecke
V317. Kersti: Meine Reaktion auf die Bibel
V318. Kersti: Option: "Und ich hatte doch recht gehabt!"
V319. Kersti: Was heißt "Ichlosigkeit"?
V320. Kersti: Im oberen Teil der Brücke wird man verrückt!

Ein Text von Kersti Nebelsiek, Alte Wilhelmshäuser Str. 5, 34376 Immenhausen - Holzhausen, Tel.: 05673/1615, http://www.kersti.de/, Kersti_@gmx.de
Da ich es leider nie schaffe, alle Mails zu beantworten, schon mal im Voraus vielen Dank für all die netten Mails, die ich von Lesern immer bekomme.
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